STADTRADLER-STAR Blog: Jever


Fast alltagstauglich.....

Geschrieben am 22.06.2017 von Karl Oltmanns
Team: Ratler
Kommune: Jever

Nach 3 Wochen stellt sich für mich folgendes Ergebnis dar:
Alle Touren durch die Stadt sind mit dem Rad gut zu erledigen. Der Einkauf, Besuch bei Freunden sowie die Besuche bei der Bank oder im Rathaus sind ohne Probleme zu meistern. Beim Einkauf gilt die Devise: öfter und frischer Einkaufen, dann ist der Transport kein Problem.
Beim Weg zur Arbeit (15 km pro Strecke) gibt es natürlich schon Einschränkungen. Die nächtlichen Fahrten vom Dienst retour oder durch den Regen sind kein Dauerzustand - im Winter eher unzumutbar. Trotzdem sind in den Sommermonaten 3/4 der Fahrten auch mit dem Fahhrad gut zu erledigen.
Unser Radwegenetz ist weit verzweigt und bietet viele schöne und neue Strecken. Nur der allgemeine Pflegezustand der Radwege ist doch oftmals beklagenswert. Beim Übergang von Radwegen über Straßen läuft der glatte Belag in der Regel zu Gunsten der Straße, während der Radfahrer viele Kanten überfahren muss. Da ein Fahrrad deutlich schlechter gefedert ist als ein Auto ist dies eigentlich der falsche Ansatz. Alle Übergänge sollten glatt asphaltiert zu Gunsten der Radwege sein.
Absackungen und Buckel in den Radwegen werden oft nicht ausgebessert. Wahrscheinlich liegt es daran, dass diese Schäden nicht gemeldet werden und die Kommunen von diesen Mängeln schlicht nichts wissen. Bei ähnlichen Schäden an einer Straße werden hier sofort Telefonate geführt und Leserbriefe geschrieben.
Uns Radfahrern fehlt es noch an Lobby.
Insgesamt waren es drei interessante und lehrreiche Wochen - ich freue mich auf das kommende Jahr.
Viele Grüße
Karl Oltmanns

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Erstes Fazit nach 2 Wochen "Radel-Star"

Bild Geschrieben am 08.06.2017 von Karl Oltmanns
Team: Ratler
Kommune: Jever

Wie der Name schon sagt: Es heißt Stadtradeln - und nicht "um Mitternacht im Regen von der Arbeit nach Hause radeln".
Erstmal die nicht so schönen Seiten: dem Versprechen, dass Auto für 3 Wochen nicht zu benutzen folgte vor ein paar Tagen die große Ernüchterung in Form von durchnäßter Uniform und Ausrüstung auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Das Rad ist halt doch nicht für ALLE Fahrten das richtige Fahrzeug.
Aber nun zu den wirklich tollen Gegebenheiten:Abstinenz vom Auto heißt vor Allem viel frische Luft und ein kurzes Schwätzchen an fast jeder Laterne. Denn als Radfahrer hält man mal schnell irgendwo an und spricht mit Freunden, Bekannten und den Touristen in der Stadt. Sehr kommunikativ und kurzweilig.
Parkplatzsorgen in der Innenstadt gehören der Vergangenheit an; das Fahrrad wird einfach neben der Tür hingestellt.
Beim Einkaufen merke ich, dass ich aufgrund der etwas eingeschränkten Transportmöglichkeiten mit 2 Körben jetzt öfter Einkaufen fahre und dabei jeweils etwas weniger und vor Allem deutlich frischer einkaufe.
Gefährlich oder brenzliche Situationen mit Autofahrern gab es bisher nicht. Ich habe den Eindruck, dass zwischen 2- und 4-Rad-Fahrern ein entspanntes Verhältnis herrscht, denn viele Autofahrer sitzen nebenher auch gerne auf dem Rad.
PS. Das Foto ist morgens um 07:00 am Ems-Jade-Kanal bei Sande auf dem Weg zur Arbeit entstanden. Sehr idyllisch !!

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