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Für ein fahrradfreundliches Rastede

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Anja Szyltowski
Team: KGS Rastede RASTEDE
Kommune: Rastede

Die Stadtradeln-Aktion in Rastede neigt sich ganz langsam dem Ende zu. Das heißt aber nicht, dass uns schon die Luft ausgeht ;-) – im Gegenteil. Jeden Tag entdecken wir als Familie neue schöne Wege und schmieden Pläne, wo wir demnächst noch überall hinradeln wollen. Natürlich gibt es in Rastede auch Hürden für den Fahrradalltag. In dieser Woche kam es in Rastede leider zu einem Fahrradunfall, bei dem ein Junge mit einer Pedelec-Fahrerin kollidierte und sich den Arm brach. Die Unfallstelle kennen wir selbst sehr gut, denn sie liegt auf unserem täglichen Schulweg. Wer dort regelmäßig mit dem Rad unterwegs ist, wundert sich sicherlich nicht, dass es auf dem schmalen Fußweg mit Radfreigabe tatsächlich zu einer Kollision gekommen ist – angesichts der häufigen Beinahe-Kollisionen, die man dort beobachten oder selbst erleben muss.

Auch die Ergebnisse des letzten ADFC-Fahrradklimatests haben gezeigt: Wirklich fahrradfreundlich ist Rastede noch nicht. Im Herbst 2020 hatten Radfahrer*innen verschiedene Kriterien, wie Sicherheit, Komfort und Infrastruktur auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. In der Gemeinde Rastede wurden 14 von 27 Kriterien mit einer 4 bewertet, vier weitere Kriterien bekamen eine 5. Man muss dazu sagen, dass der ADFC-Fahrradklimatest in vielen anderen Gemeinden in Niedersachsen und Deutschland ähnlich oder noch schlechter ausgefallen ist. Rastede hat mit diesen Ergebnissen im Ranking der niedersächsischen Gemeinden zwischen 20.000 und 30.000 Einwohnern den 10. Platz belegt. Rastede hat in Sachen Fahrradfreundlichkeit aber sehr viel Potential: sehr viele radbegeisterte Bürger*innen, eine gewachsene Infrastruktur und vor allem einen Bürgermeister und einen Gemeindesprecher, die selbst begeisterte Alltagsradler sind und sich die Förderung des Radverkehrs auf die Fahnen geschrieben haben. Zusammen mit dem Team der Gemeindeverwaltung haben Bürgermeister Lars Krause und Gemeindesprecher Ralf Kobbe beim Stadtradeln schon 3.500 Kilometer zurückgelegt (Platz 6). Daher habe ich die beiden befragt, wie sie selbst das Fahrrad nutzen und wie sie den Radverkehr in Rastede fördern wollen.

Wie nutzen Sie selbst im Alltag das Fahrrad?
Lars Krause: In aller Regel nutze ich für den Weg zur Arbeit das Fahrrad und ebenso, um innerhalb Rastedes an verschiedene Ziele zu gelangen. Neben dem praktischen Nutzen im Alltag hat das Radfahren für mich aber auch den Aspekt fit zu bleiben und die Umwelt zu schonen.
Ralf Kobbe: Neben dem täglichen knapp sieben Kilometer langen Weg von Wahnbek zur Arbeit im Rathaus nutze ich das Rad für kleinere Einkäufe, für die Fahrt zum Sport oder auch zu Besuchen bei meinen Eltern in Hahn-Lehmden. Ich versuche generell, alle Fahrten innerhalb der Gemeinde oder auch nach Oldenburg mit dem Fahrrad zu erledigen. Insofern ist die ganzjährige Nutzung meines Fahrrads für mich selbstverständlich.

Bundesverkehrsminister Scheuer hat vor Kurzem den Nationalen Radverkehrsplan 3.0 vorgestellt, demzufolge Deutschland bis 2030 ein Fahrradland werden soll. In Rastede hat statistisch jeder Haushalt mindestens ein Auto. Der Trend zum zweiten Auto setzt sich fort. Was muss sich Ihrer Meinung nach verändern, damit das Ammerland bis 2030 zum Fahrradland werden kann?
Ralf Kobbe: Zunächst muss man aus meiner Sicht deutlich unterstreichen, dass das Ammerland im Vergleich zu vielen anderen Landkreisen bereits über eine gute Fahrradinfrastruktur verfügt. Jetzt liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf dem Neubau von Radwegen, sondern auf der Sanierung der bereits bestehenden Verbindungen. Die vorhandenen Wege sind teilweise ziemlich in die Jahre gekommen und genügen den heutigen Ansprüchen nur noch bedingt, da inzwischen nicht nur normale Fahrräder unterwegs sind, sondern schnelle E-Bikes, Lastenräder oder Fahrräder mit Anhänger. Dafür sind die schmalen und teilweise unebenen Radwege nicht ausgelegt.
Lars Krause: Daneben muss sich sicherlich unser Bewusstsein verändern, dahingehend, dass es zur Selbstverständlichkeit wird, kurze Strecken mit dem Rad zu absolvieren. Das ist ein Prozess, der sich nicht von einem Tag auf den anderen vollzieht. Als Gemeinde versuchen wir, diese Entwicklung zu fördern. Durch die Teilnahme am „Fahrradklimatest“ haben wir erhoben, wo die Stärken und Schwächen unserer Infrastruktur gesehen werden. Vom „Stadtradeln“ erhoffen wir uns, dass noch mehr Rastederinnen und Rasteder feststellen, dass das Fahrrad für viele Alltagswege die bessere Alternative ist. Auch mit Aktionen wie dem mobilen Bürgerdialog wollen wir das Rad mehr in den Fokus rücken.

Für den Verkehr trägt die Gemeinde nur teilweise die Verantwortung, viele Aufgaben liegen auch beim Kreis. Welche Aufgaben hat die Gemeinde Rastede und was ist in nächster Zukunft im Bereich "Radverkehrsförderung" geplant?
Lars Krause: Radwege befinden sich in unserer Gemeinde fast ausschließlich an Kreisstraßen, aber wir möchten bei der Frage, was für den Radverkehr förderlich ist, deshalb nicht die Hände in den Schoß legen. Vielmehr nehmen wir konstruktive Anregungen und Meldungen über Probleme gerne auf und versuchen zusammen mit dem Landkreis Verbesserungen zu erzielen. Nach der „Stadtradeln“-Aktion werden wir uns auch mit Vertretern des ADFC und anderen Fahrradinteressierten treffen, um die Stärken-Schwächen-Analyse weiter zu vertiefen. Daraus lassen sich am Ende sicherlich mögliche Maßnahmen ableiten. Die müssen dann zunächst mit der Politik erörtert und können anschließend gegebenenfalls umgesetzt werden.
Ralf Kobbe: Es gibt erste Ansätze, die mit vergleichsweise wenig Geld umzusetzen wären, aber eine große Wirkung für den Stellenwert des Fahrrads entfalten könnten. Ich persönlich würde gerne die Vorfahrtsregelung an unseren Kreisverkehrsplätzen geändert sehen, dem Radverkehr rund um die Schulen grundsätzlich Vorfahrt gewähren und die Ampelschaltungen im Ort für den Radverkehr optimieren. Mittelfristig müsste sicherlich das große Thema „Oldenburger Straße“ mit den unterschiedlichsten Regelungen für Radfahrende in Angriff genommen werden.

Beim ADFC-Fahrradklimatest 2020 wurden die zu geringe Breite und der schlechte Zustand von Radwegen bemängelt. Aber es gaben auch viele Teilnehmer*innen an, dass sie im Mischverkehr von Kfz bedrängt werden und sich insgesamt beim Radfahren nicht sicher genug fühlen. Was muss sich Ihrer Meinung nach in Rastede verbessern und wo sehen Sie Möglichkeiten von Seiten der Gemeinde, diese Verbesserungen voranzutreiben?
Ralf Kobbe: Auf die geringe Breite und den teilweise schlechten Zustand der Radwege bin ich ja bereits eingegangen. Hier setze ich auf den Landkreis Ammerland, der sich die Ertüchtigung der Radwege an den Kreisstraßen für die nächsten Jahre zur Aufgabe gemacht hat. Darüber hinaus gilt es, um Verständnis und Rücksichtnahme unter allen Verkehrsteilnehmern zu werben, da sich die aufgezeigten Probleme nur gemeinsam lösen lassen. Vielleicht sind dafür Veranstaltungen und Workshops mit Experten zum Thema innerörtliche Mobilität geeignete Instrumente, um eventuell auch weitergehende Lösungsansätze erarbeiten zu können.
Lars Krause: Die Herausforderung, eine vorhandene, gewachsene Infrastruktur so anzupassen, dass sich die Situation insgesamt verbessert, ist nicht zu unterschätzen. Es kann nicht das Ziel sein, die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gegeneinander auszuspielen. Wir alle haben ein Interesse daran, dass der Verkehr bei uns nachhaltig und sicher ist. Dem künftigen Klimaschutzmanager unserer Gemeinde könnte die Aufgabe zukommen, diese Entwicklung zu gestalten und zu moderieren. Seitens der Gemeinde fördern wir darüber hinaus punktuell, wie zum Beispiel durch die Schaffung von Lademöglichkeiten für E-Bikes.

Vielen Dank, dass Sie sich so viel Zeit für meine Fragen genommen haben.

Als ADFC-Mitglied freue mich besonders darüber, dass Gespräche zur Stärken-Schwächen-Analyse in Angriff genommen wird. Auch dass die Probleme rund um die Schulen wahrgenommen und dass insgesamt so viele Ideen für konkrete Maßnahmen genannt werden, ist sehr erfreulich. Allerdings sollten meiner Meinung nach nicht nur beim Thema Miteinander im Verkehr Expert*innen-Meinungen beherzigt werden. Gerade die größeren Umbauten, die in den letzten Jahren in der Oldenburger Straße, aber auch am Voßbarg erfolgt sind, entsprechen im Hinblick auf den Radverkehr nämlich nicht dem aktuellen Stand der Technik. Und das spiegelt sich auch in den Problemen, die Radfahrer*innen und Fußgänger*innen dort täglich erleben. Ein linksseitiger Fußweg, der für Radfahrer*innen in beide Richtungen freigegeben wird, ist von vornherein sehr gefährlich. Das kann man auch in Sicherheitsaudits von Expert*innen nachlesen, die zwar erstellt, aber leider selten tatsächlich ernst genug genommen werden. Ein gutes Miteinander im Verkehr ist das A und O. Aber auch die Bedingungen bei den Verkehrsanlagen müssen stimmen, wenn Rastede beim nächsten ADFC-Fahrradklimatest als „fahrradfreudlich“ beurteilt werden will.

Das Bild oben zeigt 5 der 22 vorbildlichen Radler*innen aus der Gemeindeverwaltung. Auf den Fotos unten sind die „Problemzonen“ der Oldenburger Straße dokumentiert: Zwischen Alter Schloßgärtnerei und Hirschtor sind das die vielen Einmündungen, an denen Autos auf Radfahrer*innen aus beiden Richtungen achten müssen. Vom Hirschtor zum Kreisverkehr ist der Weg ein Fußweg mit Radfreigabe in beide Richtungen. Hier flanieren Familien, Hunde und ihre Besitzer*innen usw., außerdem gibt es eine Bushaltestelle mitten auf dem Weg und es mündet ein kleiner Weg ein, der von Hecken gesäumt ist. Radfahrer*innen dürfen in diesem Bereich (Fußweg / Rad frei) theoretisch in beiden Richtungen nur Schrittgeschwindigkeit fahren und Fußgänger*innen nicht behindern.

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Bike Night

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Jens Toschläger
Team: KREISSTADT-RADLER
Kommune: Unna im Kreis Unna

Mittlerweile schon eine kleine Tradition: Die Unnaer Bike Night zum Abschluss des Stadtradelns. Die Inzidenz hat es zum Glück ermöglicht.
Mit ca. 150 Teilnehmern, die größtenteils ihre Räder illuminiert hatten, ging es auf eine letzte 12 km Runde. Es war ein sehr schönes Erlebnis! Mit dem Fahrrad in der großen Gruppe über den Innenstadtring, Fahrrad vorraus, Autos in der Warteschlange.
Ein riesiges Dankeschön an die Organistoren!
Was bleibt nach 3 Wochen Stadtradeln, 3 Wochen ohne Auto? Es war eine intensive Zeit, mit vielen schönen Touren, aber auch mit wichtigen Erkenntnissen für mich als zuständiger Beigeordneter für das technische Dezernat: Wir haben schon einige Dinge umgesetzt, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hin müssen! Dies ist nun Ansporn für mich, Unna weiter zu entwickeln und die Verkehrswende mit meinem Team mitzugestalten!
Wir müssen mehr machen und auch Dinge einfach mal ausprobieren. Ein weiter so darf es nicht geben.
Ich hoffe, dass viele den Weg mit mir zusammen gehen!
Ich werde auch weiterhin mein Auto stehen lassen, es gibt bessere Alternativen!
Ich kann nur jeden motivieren: Macht mit! Die Chance etwas zu verändern war noch nie so groß!

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Tage 20 und 21

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Kommune: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Ganz zu Anfang war ja vom "Schönwetterradler" die Rede. Jetzt müsste man nur noch bestimmen, was man als schönes Wetter zum Radeln empfindet. Die Hitze der vergangenen Tage ist für viele eine Herausforderung. Deshalb radelte ich auch am Abend, sogar am späten Abend und in der Nacht. Die Temperaturen waren durchgängig sehr hoch und nicht gerade Leistungsfördernd. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten brachte der Fahrtwind kaum Linderung ;). Deshalb bin ich heute (Freitag) mal kurz nach 5 aufgestanden, um auf dem Velo eine Runde zu drehen. Beim Blick auf das Aussenthermometer trifft mich fast der Schlag: 25 Grad! Glücklicherweise sinkt die Temperatur nach dem Verlassen von Ennigerloh auf angenehme 19 Grad. So habe ich noch ein bisschen was von der Kühle des Morgens, an die ich mich während des Arbeitstages gerne erinnere. Na, etwas Regen und Abkühlung wird uns in den kommenden Tagen immerhin versprochen.

Heute ist der letzte Tag vom Stadtradeln und ich frage mich, was man mitnehmen kann aus dieser Aktion? Zu erst einmal ist es beeindruckend, zu sehen, wie viele Menschen sich dabei eingebracht haben. Ob sie sich in Gruppen organisiert, beim RADar ihre Beobachtungen und Vorschläge eingebracht haben, oder ob sie sich für ihre Wege einfach nur mehr Zeit genommen haben indem sie, statt mit dem Auto, mit dem Rad fuhren. Aus welchen Gründen heraus auch immer sie das taten, es war eine Aktion, über die man sich unterhielt, bei der man ins Gespräch kam, Erfahrungen und Motivation austauschte. Was dazu an Vorarbeit und Infrastruktur national und regional nötig war, kann man nur ahnen und muss es mit großem Respekt und Dankbarkeit anerkennen.
Was bringt es der Umwelt? Fahre ich mit dem Rad, nehme ich die Umwelt unvermittelt war, was meine Haltung zu ihr prägt und mich in Fragen des Naturschutzes sensibler werden lässt. Wenn ich früh morgens und nachmittags all die Menschen gesehen habe, die das Rad offensichtlich für die Fahrt zur Arbeit genutzt haben, dann ist es ermutigend, denn diese Kilometer kommen 1:1 der Umwelt zu Gute. (etwas anders ist es beim E-Bike, aber auch da ist es immer noch ein Vorteil). Aufgefressen werden alle diese Vorteile leider durch E-unterstützte Fahrten im privaten Bereich, sofern die E-Unterstützung nicht aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. Betrachtet man den E-Boom im Bereich der 2-Rad-Fortbewegung, zweifle ich daran, dass eine "Energiewende" durch die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt gewollt wird.
Wa bringt es meinem Auto? Sehr viel! Indem ich es für Kurzstrecken nicht verwende, erhöhe ich die Lebensdauer des Motors. Und Indem ich durch regelmäßige Bewegung an frischer Luft gelassener und ausgeglichener bin, neige ich zu einer ruhigeren Fahrweise (Reisen statt Rasen).
Was bringt es mir persönlich? Am meisten! Herz, Kreslauf, Muskulatur, äussere und innere Atmung, Stimulierung des Immunsystems und noch viele andere positive Auswirkungen auf Körper und Geist füllen inzwischen Bände von gesundheitsbezogener Literatur. Von all diesen Benefits darf ich schwärmen, denn ich habe sie selbst erfahren.

So, wie war das denn jetzt nach drei-wöchiger Autokarenz? Gas rechts. Bremse in der Mitte- oder war es die Kupplung? Bald werde ich sehen, ob ich noch Auto fahren kann. Spaß beiseite. Es geht ja nicht um ein Entweder-Oder, sonder für die meisten von uns um ein sowohl als auch. Es geht um einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit den Resourcen, die wir in der Schöpfung vorfinden, um sie zu erhalten und zu bewahren.
In diesem Sinne und um einige Erfahrungen reicher verabschiede ich mich von diesem Blog mit den besten Wünschen für stets sicheres und genussvolles Radeln

Ihr
Volker Zywietz

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Vom Ostseestrand und dem Traum einer autofreien Welt

Geschrieben am 18.06.2021 von Iris Hartings
Team: Schiffenberger Zwerge
Kommune: Gießen

Der so viel versprechend klingende Anfang meines Titels beschreibt leider nicht meinen eigenen Urlaub. Am Dienstag bekam ich Fotos und eine Nachricht meiner Freundin, die sich auf zwei Rädern durch ganz Deutschland strampeln möchte. Mal hier ein paar Tage, mal dort übernachten. So lange, wie es dauert. Und da waren sie: Aufbruchfotos. Und dann: Fahrrad vor See, Zelt in der Pampa, Sonnenaufgang und Ostseeküste.
Ich sitze hier zu Hause in Wieseck und träume ein wenig mit.

Ja, so ist es, das Radeln: frau ist mittendrin. Kann Gerüche wahrnehmen, kann die Sonne im Gesicht spüren oder die Regentropfen. Kann neben sich den Reiher starten sehen und seinen graziösen Flug fast mitfühlen (Wieseckaue). Kann die Atmosphäre spüren, die einen Ort umgibt, an dem frau vorbeiradelt oder auch mal anhält. Das echte Leben. Im Auto ist all das nicht vorhanden. Was ein Verlust.

Ich freue mich auf das kleine Fest am Wochenende hier vorm Bürgerhaus und in der Philosophenstaße. Gießen autofrei? Als Pfarrerin habe ich viel übrig für die großen Träume. Wie wäre es denn, wenn das, was dem Leben schadet, weniger würde? Und unser weltgesellschaftlicher Autokonsum zählt leider deutlich zu den Dingen, die uns allen, den Tieren, Pflanzen, der Atmosphäre, unseren Kindern, schaden.

Ja wie soll das denn gehen ohne Auto?

Wir haben ja selbst auch eins. Aber es macht Spaß, es drei Wochen stehen zu lassen. Mein Tipp: Auch mal probieren! Wer weiß, was passiert.

Heute gab es noch ein Interview mit der GAZ. Da habe ich glaube ich gesagt, dass ich gar nicht so doll sportlich bin und "nur" Alltagsradlerin. Darum lande ich schließlich auf Platz 4 meiner Gruppe, mit 260 km (mit über 100 km Abstand zum dritten Platz). Also denke ich kollektiv: mit 11 aktiv radelnden Personen haben wir über 2500 km geschafft. Das ist doch gar nicht schlecht. Glückwunsch an uns!

Und an alle, die während dieser Zeit ohne Auto waren. Und an alle, die kräftig in die Pedalen getreten haben. Weiter so!

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Die Work-Bike-Balance muss passen - mit dem Rad zur Arbeit

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Sonja Vogler
Team: Café Vogler
Kommune: Marktoberdorf im Kreis Ostallgäu

Es wird ernst, mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das heißt zwei mal in der Woche von Marktoberdorf nach Schongau radeln. Vor einigen Wochen habe ich bereits einen Koffer voll Kleidung und Handtücher ins Büro gebracht.
Dann taucht das erste Problem auf. Am Dienstag werde ich geimpft. Der Arzt ordnet 48 Stunden Schonung an. Ohne Anstrengung über den Auerberg zu kommen ist für mich leider nicht möglich. Plan B muss her. Also Arbeitstag von Mittwoch auf Donnerstag verschieben. Klappt, ich habe nette Chefs und Kollegen! Eigenmächtig die Schonungsphase auf 36 Stunden gekürzt und Strecke überarbeiten. Ich entscheide mich dazu, lieber früher loszufahren und dafür den Auerberg zu umkurven. Sind dann nicht 30 km sondern 43 km. Hilft ja nichts.
Die Vorbereitung am Vortag fällt dann kurz aus. Radhose, Trikot, Trinkflasche und Müsliriegel herrichten. Ansonsten benötige ich nur Schlüssel, Handy, Geld und Maske.

Um 6 Uhr morgens geht es dann los. Rauf aufs Rennrad, es ist schon warm und angenehm zu fahren. Viele sind noch nicht unterwegs und ich genieße die Morgenstimmung, das Licht, die friedliche Stille. Wäre schon ganz schön jetzt einfach ein paar Stunden weiterzuradeln. Aber die Arbeit ruft.
Im Büro angekommen, parke ich das Rad im Besprechungsraum. Es gibt keine absperrbaren Fahrradständer. Nach einer Waschung stehe ich bereit. Und merke schnell - ich bin beschwingter drauf als meine Kollegen. Liegt sicher am Radeln.
Mittags spare ich mir die obligatorische Bewegung an der frischen Luft. Zu heiß und ich hab noch ein paar Kilometer an der frischen Luft vor mir.
Nachmittags fahre ich dann in brütender Hitze heim. Diesmal auf dem direkten Weg über den Auerberg. Da komme ich dann auch an meinem Lieblingsgarten vorbei. Mit dem Fahrrad hat man mehr Zeit sich die Umgebung genauer anzuschauen.
Ich komme müde, aber zufrieden zuhause an. Für heute passt die Work-Bike-Balance.
Morgen das gleiche noch mal!

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Homeoffice, Besorgungen mit Bierkiste, Federball

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Marco Gellrich
Team: Carla Cargo Mod
Kommune: Marktoberdorf im Kreis Ostallgäu

Der Alltag in Mod hat mich wieder, Homeoffice ist am Mittwoch angesagt.
Die Besorgungspausen tun dem Rücken und dem Kopf gut. Raus zum Bäcker im Norden, Brot und Eier finden Platz in der ausgeschlachteten grünen Bierkiste auf dem leicht zu großem Hollandrad. Neugierig blicken die jungen Störche aus ihrem Loft vom Glockenturm der Magnuskirche auf mich herab.
Meine Frau hat noch einen Kasten Mineralwasser fürs Büro geordert, die Lieferung ist mit dem Zweirad keine Herausforderung und in wenigen Minuten erledigt. Für eine kurze Pause sorgt die Bahnschranke; Regionalbahn nach München. Dann wieder nach Hause der Rechner will noch geärgert werden. Am Abend gleite ich gemütlich nach Ebenhofen und quäle den Federball mit dem Rahmen meines Schlägers. Die Rückfahrt nach Mod im Dunkeln ist entspannend. Duschen und Fertig.

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Fazit

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Nachdem ich letztes Jahr im März notgedrungener Weise mein altes, staubiges und eindeutig verrostetes Stadtrad aus dem Schuppen holte, um den Stadtbussen und der potentiellen Ansteckungsgefahr im ÖPNV durch Corona entfloh und darüber nachdachte, mir ein Auto zu kaufen, hätte ich nie gedacht, dass ich am Ende des Stadtradelns über 1500 km auf meinem Kilometer - Konto stehen haben könnten. Nun ist es Mitte Juni, mehr als ein Jahr später, mein Stadtrad ist zwar immer noch rostig, aber es hat mittlerweile einige Teile ersetzt bekommen. Und es gab Zuwachs - das Radfahren brachte mir immer mehr Spaß, sodass ich mich für ein Gravelbike entschied und mit sehr viel Glück auch eines fand. Die Idee des Autokaufs ist verflogen. Seit Ende Februar 2021 drehe ich meine Runden, am Anfang kleinere, mittlerweile auch ganz Große - und das zudem auch noch als Stadtradeln-Star!

Nun sind drei Wochen Stadtradeln vorbei und ich habe dank des guten Wetters eine Menge erleben können. Außerdem kam ich nicht in die Verlegenheit, ein Auto benutzen zu wollen - oder mich gar danach sehnte, mir eines anzuschaffen. Ich konnte manche meiner Kolleginnen und Kollegen motivieren, einige Kilometer mit dem Fahrrad zu absolvieren. Sei es in der Gruppe des Regierungspräsidium Gießens oder aber für mein Team, das Tellermeer.

Herausforderung Arbeit
Leider war während der gesamten drei Wochen kein Außendienst dringend notwendig, sodass ich die Herausforderung nicht annehmen konnte. Jedoch habe ich mir trotzdem viele Gedanken gemacht, wie ein Außendienst hätte aussehen können, wo die Probleme liegen könnten.
Der Aufwand ist sehr hoch, vor allem, wenn der Außendienst die Stadtgrenzens Gießens verlässt. Ist das Ziel überhaupt mit dem Fahrrad erreichbar? Gibt es Bahnlinien, die man nutzen kann? Welche Buslinien gibt es? Wie weit ist es dann noch mit dem Rad?
Weitergehend besteht natürlich auch die Frage, ob der Außendienst allein stattfindet oder ob es sich um einen Termin handelt. Verschwitzt und wohlmöglich mit Radkleidung zu einem Termin mit anderen Personen erscheinen, das ist eher unangenehm.
Außerdem ist zu klären, ob Unterlagen vor Ort benötigt werden, diese dauerhaft in einem Rucksack dabei zu haben, kann sehr unangenehm für Rücken, Schultern und die Ausdauer sein.
Gesamt betrachtet glaube ich, dass alles innerhalb der Gießener Stadtgrenzen super mit dem Rad erledigt werden kann, aber das, was darüber hinaus geht, wird eher schwierig und vor allem viel zu zeitintensiv.

Erlebnisse der drei Wochen
In den drei Wochen habe ich eine Tour auf den Knoten gemacht, ich war in Wetzlar und Naunheim Eis essen mit einer Kollegin, ich habe den Lahnradweg nach Limburg erkundet, habe Weilburg entdeckt, ich bin von Kassel nach Gießen gefahren, ich war in Marburg, in Grünberg, in Butzbach und an vielen Orten mehr. Ich bin zu Geburtstagskuchen mit dem Rad gefahren und konnte im Anschluss das Solmstal erkunden. Ich kam in der Zeit immer wieder ins Gespräch mit anderen Radelnden - etwas, was man mit dem Auto definitiv nicht erleben kann. Ich habe Ecken entdeckt, an denen man mit dem Auto nur sehr schwierig hinkommt. Allen in allem hat mich die Stadtradeln - Zeit dazu motiviert, noch mehr erleben zu wollen - und vielleicht hat der Ein oder Andere das ja genauso erlebt.

Bei meinen Erlebnissen habe ich viele bekannte aber auch neue Radwege genutzt. Der Radroutenplaner Hessen hat mich immer wieder inspiriert. Unter anderem waren folgende Radwege dabei: Eder-Radweg, Fuldaradweg, Hessischer Fernradweg R2, R4, R6, R7und R8, Kallenbachradweg, Kleebachtalradweg, Lahn-Limes-Radweg, Lahnradweg, Lange-Hessen-Radweg, Lumda-Wieseck-Radweg, Radweg Deutsche Einheit, Salzböderadweg, Schwalm-Radweg, Traumstern-Route, Ulmtalradweg

Erlebnisse mit anderen Verkehrsteilnehmern
Ich glaube, ich habe in den vergangenen drei Wochen fast alles erlebt, was mich hat am Anfang der Stadtradeln-Zeit über Respekt sprechen lassen (die Reihenfolge ist beliebig gewählt und nur nach Kategorie sortiert):
- hupende Autofahrer
- Autofahrer, die abbiegen, ohne auf Radfahrer zu achten
- extrem enges Vorbeifahren (1,50 m wäre wirklich schön)
- Fahrradfahrer, die ohne Schauen einfach irgendwo langfahren
- Fahrradfahrer, die anscheinend nicht wissen, dass rote Ampeln auch für sie gelten
- m.E. viel zu viele Radfahrer ohne Helm
- Fußgänger, die meinen, der Rad und Fußweg gehört ihnen allein
- pöbelnde Fußgänger, weil man klingelt - oder weil man einfach an ihnen vorbei fährt (mit genug Platz)
- Fußgänger, die einfach Fahrradwege kreuzen, ohne zu schauen
- Scherben auf Radwegen

Schlussendlich werde ich weiterhin alles mit dem Fahrrad erledigen, das einzige, bei dem ich wirklich überlege, die Mitfahrgelegenheit im Auto zu nutzen, das ist das Handballtraining zu später Abendstunde. Ich bin nun zwar mit dem Rad ins Training gefahren, konnte mit einer kleinen Tasche auch alles notwendige einpacken, aber ob ich dabei bleibe, ist aber ehrlich gesagt fraglich. Aber den Rest meines Alltags und auch viele meiner Ausflüge werde ich weiterhin mit dem Rad machen.

Ich hoffe, alle Teilnehmenden hatten genauso viel Spaß am Radeln wie ich und werden in der Zukunft das ein oder andere Mal mehr das Auto stehen lassen.

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Wir dürfen wieder trainieren

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Während der Stadtradeln - Zeit gingen die Inzidenzien immer weiter runter - und das bedeutete: Wir dürfen wieder trainieren - Handball - so richtig - mit Ball - und in der Halle!!

Normalerweise werde ich immer in Kleinlinden eingesammelt und mit dem Auto mit zur Halle in Lützellinden genommen - aber dieses Mal ist es anders - ich darf ja nicht mit ins Auto steigen! Also mit dem Rad? Oder Bus? Ne, Bus ist kompliziert, vor allem nach dem Training, da ist man so an die Fahrzeiten gebunden, also Rad! Aber wie packe ich meine riesige Handballtasche so um, dass ich alles auf dem Rad mitnehmen kann? Was brauche ich denn beim Training wirklich? Gehe ich im Anschluss in der Halle duschen oder doch lieber daheim?

Schlussendlich habe ich meine Tasche einfach deutlich verkleinert und beschlossen, die Dusche nach dem Training auf zu Hause zu verlegen. So passte neben meinem Handball, den Schuhen und meinen Knieschonern - die Trainingssachen kann man ja schon anziehen - auch noch ein Schnelltest-Corona-Kit für die Mannschaft in meine Tasche.

Zum Glück ist der Weg in die Halle nicht all zu weit von mir, sodass mir auch der Rückweg nach dem Training nicht all zu schwer fiel.

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Freundin besuchen - Kassel mit Zug und Fahrrad

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Nicole Wittig
Team: tellermeer_feiermaker
Kommune: Gießen

Es war soweit, es ging am letzten Samstag des Stadtradelns nach Kassel, um eine Freundin zu besuchen. Diesmal aber nicht allein, sondern mit meiner Edda im Schlepptau. Auf dem Hinweg im Zug wurden wir zudem noch begleitet - auch wenn die Begleitung den Rückweg schon am selben Tag antrat, weil eine gemeinsame Tour am Sonntag zeitlich leider nicht passte. So sollte es dann mit Edda allein über eine vorher am Radroutenplaner Hessen geplante Strecke zurück nach Gießen gehen - nach Bedarf hier und da anpassbar oder aber auch mit dem Zug beendbar. Die Planung war also so, dass ich möglichst immer in der Nähe von Bahnhöfen unterwegs bin, sodass ich die Tour so gestalten kann, wie ich es will und kann.

Auf dem Weg mit dem Fahrrad gab es eine Menge zu erleben:
- neue unbekannte Radwege
- viele andere Radfahrer
- ganz viel Natur und Stille zum Genießen
- und viele Erfahrungen

Aber von Anfang an:
Von Kassel (Nähe Auestadion) ging es erst einmal in Richtung Orangerie. Von dort aus ließ sich der Fuldaradweg super leicht finden. Aber nicht nur der Fuldaradweg war angeschrieben, sondern eine Vielzahl an verschiedenen Radwegen. Herrlich - vor allem für jemanden, der nicht nach Navi, sondern nur nach Schildern fährt (:

Der Fuldaradweg führt idyllisch langsam nach Süden durch wahnsinnig beeindruckende Täler. Kurz hinter Guntershausen beginnt der Eder-Radweg, welchem ich schlussendlich bis nach Wabern folgen konnte. Und auf dem Radweg bei Altenburg traf ich auf einen anderen "Allein-Radelnden", mit dem ich ins Gespräch kam und schlussendlich bis Wabern gemeinsam unterwegs war. Es entstanden schnell interessante Gespräche über das Erkunden mit dem Rad und der Art und Weise Dinge auf dem Fahrrad wahrzunehmen. Ein nettes Gespräch, aber in Wabern fuhr er weiter in Richtung Edersee und ich folgte nun dem Hessischen Fernradweg R4, um in Richtung Borken zu fahren.

In oder vor Borken wollte ich unbedingt den Schwalm - Radweg finden, der mich bis nach Treysa führen sollte. An dieser Stelle muss einfach betont werden, wie schlecht der Schwalmradweg in Wabern ausgeschildert ist. Hätte meine Begleitung von Samstag mir nicht einige Tipps am Telefon gegeben, hätte ich in Wabern definitiv auf mein Handy mit Maps oder Routenplaner zurückgreifen müssen, da hier eigentlich schon der Schwalm - Radweg beginnen hätte sollen. Über den R4 zu fahren, war eine tolle einfache Lösung, die jemand anderes für mich gefunden hatte. Jedoch hatte ich dank des R4´s ein sehr lustiges Erlebnis mit einer Bahnschranke, an der ich mit Fernsprechanlage den Fahrdienstleiter bitten musste, die Bahnschranke zu öffnen, sodass ich die Bahngleise überqueren konnte - auf der anderen Seite musste ich dann natürlich auch Bescheid geben, dass ich heil angekommen bin. Und siehe da, als ich das Schauspiel fotografieren wollte - extra für diesen Stadtradeln-Blog - da fiel mir auf einmal das Schwalm-Radweg Schild in den Blick und ich wusste, dass ich gefunden hatte, wonach ich gesucht hatte.

Also ging es weiter bis kurz vor Borken - da entdeckte ich den Seen - Rundweg, welcher mir ebenfalls bei dem Telefonat empfohlen wurde. Na dann, der Borkener See soll so schön sein mit dem Naturschutzgebiet, das muss ich mir anschauen. Also der Route gefolgt, wahnsinnig schöne Ausblicke genossen und mich am Ende in Borken mit Kaffee und Kuchen belohnt.

Im Anschluss ging es dann endlich weiter nach Treysa - dort sollte es dann weiter über den den Bahnradweg Rotkäppchenland, welcher gleichzeitig auch der Radweg-Deutsche-Einheit ist, nach Neustadt (Hessen) gehen. An einem Anstieg vor Momberg hatte ich urplötzlich einen Biker hinter mir - ich war leicht verwirtt, drehte mich aber erst auf der Kuppe angekommen um und sah einen Herren auf einem E-Bike (ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber das muss an dieser Stelle so betont werden) und wusste, warum derjenige hinter mir war - ich war nicht langsam den Berg hoch, aber mit dem E-Bike ist es halt eine Spur einfacher als nur mit der reinen Muskelkraft (und den einigen Kilometern, die ich schon in den Beinen hatte). Aber wir kamen durch meinen Kommentar über sein E-Bike schnell ins Gespräch und fuhren bis Momberg gemeinsam - dort endete seine Tour - und die seiner Frau. Und dann erinnerte ich mich, ich hatte vor dem Anstieg zwei E-Biker überholt gehabt, Mann und Frau! Aber von der Frau war kurz vor Momberg weit und breit nichts zu sehen! Direkt sprach ich ihn darauf an, ob er seine Frau nun einfach zurück gelassen hatte - er meinte, sie kenne das nicht anders von ihm... das lasse ich wohl lieber unkommentiert

Weiter ging es für mich von Neustadt über den Hessischen Fernradweg R2, welcher gleichzeitig auch immer noch der Radweg Deutsche Einheit ist, über Stadtallendorf und Kirchhain nach Cölbe, wo ich auf den Lahnradweg auffuhr. Zwischenzeitlich musste ich unbedingt noch einmal anhalten, um diesen wundervollen Zaun aus Fahrrädern zu fotografieren. Und am Ende hieß es, einen bekannten Weg für die letzten Kilometer über Marburg nach Gießen.

Am Ende des Tages saß ich insgesamt gut achteinhalb Stunden im Sattel und war insgesamt fast zehneinhalb Stunden unterwegs. Ich habe eine Menge gesehen, ich habe Landschaften, die ich aus dem Zug schon einmal gesehen hatte, viel intensiver wahrgenommen, ich habe viele Menschen gesehen, gegrüßt und mit manchen bin ich auch ins Gespräch gekommen. Ich bin über viele verschiedene Radwege gefahren mit der unterschiedlichsten Beschaffenheit, manche Wege fand ich schnell, manche nicht so schnell - aber am Ende des Tages freute ich mich darauf, mich am Abend mit meiner Begleitung von Samstag auszutauschen, was wir alles erlebt hatten auf dem Weg - und beim nächsten Mal fahren und erleben wir einfach wieder zusammen!

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Herausforderung am Donnerstag

Geschrieben am 18.06.2021 von Stefan Mielke
Team: Fahrräder bewegen Bielefeld
Kommune: Bielefeld

Am Donnerstag hatte ich als Stadtradel Star der Stadt Bielefeld eine neue Herausforderung. Ein langersehnter Termin in Osnabrück zu einer Laufanalyse bei der Firma Motioncheck Inh. Stefan Woltering stand an. Also wurde früh morgens das Fahrrad vorbereitet, Gepäcktaschen und vor allem Getränke geladen. Das erste Stück mit dem Rad ging dann über die Habichtshöhe, Brackwede, über den neuen Fahrradweg Stadtring und dann direkt zum Bahnhof.

Der Tranfer mit der NordWestBahn funktionierte einwandfrei.

Nach der Lauf- und Leistungsdiagnostik stand dann die Rückfahrt mit dem Fahrrad an.

Um 14 Uhr war ich wieder in der Sieker Schweiz und habe die Fahrt genossen

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Grenzen der Autofreiheit und der Freiheit mit Auto

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Familie Kordeuter
Team: Lastenrad & Co
Kommune: Waiblingen im Rems-Murr-Kreis

„Unglaublich, oder? Ich fahr‘ wieder EIN Mal ins Geschäft und jetzt isch – so wie ich des seh‘- isch hier Vollsperrung im Tunnel! Ein einziges S**eißmal fahr‘ ich wieder ins Geschäft mit’m Auto und es sieht so aus! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll!“ - Fabian 5.51h; B29; Auffahrt Waiblingen Süd vor dem Kappelbergtunnel (Symbolbild rechts^^)

Das ist Autofrust, geballt in 44 wohlartikulierte Wörter oder auch die Grenzen der sogenannten automobilen Freiheit.

Aber der Reihe nach:
Eigentlich hatten wir uns als Stadtradel-Familie dazu verpflichtet, drei Wochen lang kein Auto von innen zu sehen. Das ist an 93,7% aller Tage im Jahr auch kein Problem (Quelle: Kordeuter 2021). Aber dann gibt es sie eben doch, diese 6,3% der Tage, an denen ein Auto sinnvoll und nützlich ist:

Zum Beispiel weil Kleinanzeigen-Inserate nicht auf einen warten und weil sich 70kg Material nicht so gut im Zug transportieren lassen. Glücklicherweise können wir im Bedarfsfall auf einige Optionen zurückgreifen und Fabian konnte spontan ein Auto bei seinem Arbeitgeber ausleihen. Die Reise führte ihn über Weil im Schönbuch nach Ertingen im Landkreis Biberach und anschließend wieder zurück.

Das Fahrzeug musste anderntags aber auch wieder zurückgebracht werden. Das Ergebnis hast du oben schon gelesen. Ganz ehrlich: Den Stress, jeden Tag mit dem Auto nach Stuttgart zu pendeln und unsere Lebenszeit im Stau zu verplempern, möchten wir uns nicht mehr geben. Waiblingen ist nur einen Katzensprung von der Landeshauptstadt entfernt. Und im Gegensatz zum oberen Foto sieht Fahrradpendeln so aus:

Strecke: 242 Autokilometer

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5. Tag 17.06.2021 Baindlkirch

Geschrieben am 18.06.2021 von Manfred Schwarz
Team: FC Puchheim
Kommune: Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck

Langsam wird es tagsüber richtig warm. Daher am Vormittag nur eine Runde mit dem Rennrad über Bergkirchen – Lauterbach – Unterschweinbach – Baindlkirch (im Landkreis Aichach-Friedberg) – Egenhofen – Überacker – Palsweis.

Später gegen Abend noch eine kleine Tour über Gilching und Eichenau. Sehr erfreut waren wir zu sehen, dass das Restaurant Castonho am nördlichen Ortsausgang wieder geöffnet ist.

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4. Tag 16.06.2021 Tour nach Landsberg am Lech

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Manfred Schwarz
Team: FC Puchheim
Kommune: Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck

Heute die erste Tour mit Ursula und ihrem neuen Gravel-Bike. Ich fuhr mit dem 17 Jahre alten Trekking-Rad, dass mir immer noch sehr gut gefällt und mit dem ich regelmäßig zur Arbeit fuhr.
Der Hinweg war über Grafrath, Türkenfeld, südlich am Kloster St. Ottilien vorbei und dann weiter parallel zur Autobahn A8 direkt nach Landsberg am Lech. Eine kurze Runde über den Marktplatz und durch die Altstadt mit direktem Weg zu einem sehr guten Thai-Restaurant im Sportpark am nördlichen Ende der Stadt. Es war unser erster Besuch in diesem Thai-Restaurant. Aber es wird bestimmt nicht der letzte sein. Das Essen hatte eine angenehme Schärfe, die Größen der Portionen sind „radfahrergerecht“ und ein schattiges Plätzchen findet man immer.
Die Rückfahrt in den Kreis FFB auf meistens ruhigen Nebenstraßen über Kaufering, Luttenwang, Mammendorf und Maisach.

Am frühen Abend dann eine sehr schön von Hans S. ausgearbeitete und geführte Tour mit den Tourenradfahrern („Körberlradlern“) vom FC Puchheim mit Allacher Lohe, Feldmochinger See, Schleißheim mit der Ruderregattaanlage von 1972 und dem Karlsfelder See.

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Mit dem Rad zur Schule

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Kai-Friederike Oelbermann
Team: Tempo 13!
Kommune: Magdeburg

Zur Schule und Kita geht's natülich jeden Tag mit den Rädern. Wir könnten zwar auch laufen, aber so geht's schneller und man kommt nicht ganz so sehr ins Schwitzen. Die Baustellenzäune in der Sternstraßre stehen noch unverändert da. Bislang also noch freie Fahrt.

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Unverhofft kommt oft

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von David Matheja
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Nun möchte ich meinerseits auch endlich meine Erfahrung mit euch teilen.
Zu Beginn bin ich in dieses Projekt mit etwas Grün hinter den Ohren gestartet. Da ich ja so oder so 3 km Arbeitsweg habe somit insgesamt ganze 6km bewältigen muss, ist ja das Stadtadeln kein Problem für mich.

Und direkt in den ersten 1 oder 2 Tagen waren die morgendlichen Fahrten zur Arbeit wunderschön. Ich kenne zwar die Strecke sehr gut, jedoch nahm ich die Eindrücke viel besser wahr. Die Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch die Bäume kämpften. Das morgendliche Konzert der Vögel um die Wandelhalle und dem gesamten Kurpark herum. So viele Blumen die mir auf dem Weg begegnen, da macht die Fahrt zur Arbeit wirklich Spaß und sorgt für zusätzlich Motivation.

Im Laufe der Woche überlegte ich mich bereits, welche schönen Fahrradtouren ich denn absolvieren könnte. Eine sehr schöne App die ich auf dem Handy habe, hat im Übrigen absolut tolle Vorschläge für Fahrrad aber auch Wandertouren. Und wie es so oft im Leben ist, kommen unerwartete Situationen im Leben dazu – oder in meinem Fall unerwartete Strecken! Am Donnerstag war ich plötzlich mit Freunden am See verabredet und schon führte mich der Weg Richtung Borken zur Stockelache.
Heute am 18.06 möchte ich gerne einen Kurs mit meiner Freundin und ihrer Mama machen. Besser gesagt einen Yoga – Kurs ….. bei der Sperrmauer in Hemfurth am Edersee.
Morgen sind wir in Fritzlar zu Freunden auf einen Geburtstag eingeladen. Ich bin ja mal auf die Rückfahrt gespannt. :-) notfalls wird dort übernachtet.
Und zu guter Letzt erhielt ich für Montag einen Termin zur theoretischen Prüfung für das Motorrad. Morgens um 8.30 muss ich da sein. Natürlich in Fritzlar.

Nun manchmal kommen die Ideen und Möglichkeiten von ganz alleine. Meine erste Fahrt gestern war zugegebener Maßen schon sehr anstrengend zum See. Es war tatsächlich auch mit Planung verbunden, da ich mir die Strecke, vorher nochmal nach Hause zu fahren (2 x 3 km) , sparen wollte. Also habe direkt alles eingepackt und dann gings direkt nach der Arbeit zum See!
Die Landschaft besonders auf dem Rückweg hat mich begeistert. Als ich 2 Hasen im Feld rumtollen sah, dachte ich mir: „ Mensch was für ein Glück, die sieht man doch so selten.“ Kaum war der Gedanke verflogen sah ich gleich die nächsten zwei Hasen im Feld.
Abends war ich mir sicher, dass ich wegen der Wärme kaum einschlafen konnte. Nun kaum lag ich im Bett, fielen mir die Augen zu!

Für mich war es ein perfektes Beispiel für folgenden Leitsatz:

RAUS AUS DER KOMFORTZONE!!!

Und wenn der Mensch sich dazu überwindet, kann Wunderschönes und Neues erlebt werden!

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Mit dem Batmobil durch Worms

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von David Maier
Team: Stadtverwaltung Worms
Kommune: Worms

So jetzt läuft es aber langsam: Meine Freunde von Emotion Ebike haben mir ein wahrhaftiges Batmobil zur Verfügung gestellt. Ich fühl mich super, denke auch, dass ich damit den ein oder die andere in Not retten kann.

Spaß bei Seite: Das Load ist wirklich ein super Fahrrad. Nicht ganz handlich, aber fährt sich gut und du kannst halt einfach all deine Einkäufe mit dem Fahrrad erledigen.

Und es hat noch einen Vorteil: Die Größe verschafft auf der Straße automatisch mehr Respekt. Autos überholen nicht direkt, halten mehr Abstand.

Was mir aber auffällt, ist, dass wir in der Innenstadt schlicht keine anständigen Stellmöglichkeiten für Bikes dieser Art haben. Hier müsste man wirklich etwas tun.

Jetzt freue ich mich auf ein anderes Ebike, dass ich ausprobieren darf und versuche noch eni paar Kilometer runterzureißen :-)

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Ausflug in die Altstadt

Geschrieben am 18.06.2021 von Stefan Mielke
Team: Fahrräder bewegen Bielefeld
Kommune: Bielefeld

Am Dienstag hatten wir Gelegenheit mit unseren Rädern uns ein wenig das grüne Band der Stadt und die Neugestaltung der Altstadt anzusehen. Die Tour auf dem grünen Band hat uns sehr viel Spaß gemacht und ist empfehlenswert. Bezüglich des Waldhof freuen wir uns darauf, dass dieser Platz bald nicht mehr durch eine Straße getrennt ist und dadurch sicherlich noch mehr Leben in unsere Stadt kommt.

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Die erste Woche ist fast um

Geschrieben am 18.06.2021 von Carsten Nickel
Team: Kreisverwaltung Mainz-Bingen
Kommune: Mainz-Bingen

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen!

Die ersten fünf Tage des diesjährigen Stadtradelns sind vorüber und in der Kreisverwaltung ist schon eine ordentliche Menge CO2 eingespart worden. Klasse!
Ich habe es in dieser Woche geschafft, dass ich die vier Tage, wo ich in Ingelheim gewesen bin, immer mit dem Fahrrad nach Haus gefahren bin. Immer viel am Rhein vorbei und mit vielen tollen Blicken!
Bislang ist es mir nicht schwergefallen, meine Ex-Frau wegen des Autos nicht zu fragen. Wie schon geschrieben, ist die Infrastruktur was Einkaufsgelegenheiten sowie ÖPNV betrifft in Gustavsburg hervorragend.
Ich wünsche allen Teilnehmenden ein schönes Wochenende mit viel Spaß auf dem Rad (was bei mir allerdings nicht der Fall sein wird, da zu viele ehrenamtliche Termine anstehen, die entweder fußläufig sind oder digital stattfinden)

Viele Grüße
Carsten Nickel

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Stadtradeln in Twistringen - Das Finale...

Geschrieben am 18.06.2021 von Peter Schwarze
Team: Hilde
Kommune: Twistringen

Liebe Stadtradeln-Gemeinschaft,

was für ein Finale...

In der letzten Woche des Stadtradeln-Zeitraums haben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch mal so richtig ins Zeug gelegt - allen voran die wahrscheinlich jüngsten Teilnehmer - die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Am Markt in Twistringen.

Eine sensationelle Leistung und ein verdienter erster Platz, zu dem man sehr herzlich gratulieren kann.

Aber auch die gesamte Team-Leistung der Twistringer Radel-Gemeinschaft ist fast schon unglaublich. Die von unserem Bürgermeister Jens Bley zu Beginn ausgelobte Marke von 200.000 Kilometern erschien anfangs schon fast illusorisch - am Ende waren es dann weit mehr als 300.000 Kilometer, die erradelt wurden. Auf dieses Ergebnis kann unsere Stadt zu recht sehr stolz sein.

Und Spaß gemacht hat es obendrein - bei bestem Wetter hat man vielerorts aktiv Radelnde gesehen, die sich häufig zuriefen: "Na, auch am Stadtradeln ?"

Die Gemeinschaft ist Twistringen ist einfach toll - so kann es dann auch im nächsten Jahr weitergehen.

Ich darf dann das ehrenvolle Amt der Patenschaft für unsere Kommune weitergeben und habe auch schon eine Idee - mehr wird allerdings noch nicht verraten...

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: "Stadtradeln in Twistringen ? Na klar, ich bin dabei..."

Sonnige Grüße

Peter Schwarze

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Woche 1 hat Spaß gemacht!

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Michael Kunte
Team: GRÜNE Kaiserslautern
Kommune: Kaiserslautern

Die erste Woche hat viel Spaß gemacht. Klar, zur Kita und zur Uni ging es wie eigentlich sonst auch per Fahrrad. Zum Glück liegt alles in einer solchen Entfernung, dass es auch für unsere Fünfjährige kein Problem ist. Außerdem gab es keinen Wolkenbruch. Die neue Behelfsampel an der Trippstadter Straße macht zudem die Überquerung für uns einfacher.
Eine besondere Herausforderung haben mir zwei Verwaltungsratssitzungen der Sparkasse in Ramstein gebracht. Aber es hat großen Spaß gemacht: Am Mittwoch und Freitag ging es morgens um 8 über den Vogelwoog, Rodenbach, Weilerbach und Mackenbach nach Ramstein. Zurück habe ich jeweils die Route über Landstuhl, Landstuhler Bruch, Kindsbach und Einsiedlerhof in die Stadt gewählt. So tut selbst ein Sitzungsmarathon dem Wohlbefinden gut…
Euer / Ihr
Michael Kunte

PS: Zum Gelterswoog hat der Ausflug am Wochenende auch Spaß gemacht. Okay der Berg an der Burg Hohenecken ist schon eine Herausforderung ?

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Tag 12 - 17.06.2021

Geschrieben am 18.06.2021 von Ramona Schaum
Team: KiTa Villa Regenbogen
Kommune: Quierschied im Regionalverband Saarbrücken

Nachdem ich Leon mit dem Rad zum Kindergarten gefahren hatte, stand zuersteinmal ein längerer Lauf auf dem Plan bevor die große Hitze kommt.

Nach den 21,6 gelaufenen Kilometer habe ich eine kurze Pause eingelegt und bin dann direkt aufs Rad und habe diese Strecke fast genauso nochmal mit dem Rad absolviert. Es waren ein paar Kilometer mehr (ca. 32) da ich auf den Trails mit dem Rad nicht durchkam und ich ein paar Umwege nehmen musste.

Als ich Leon dann mit dem Rad wieder eingesammelt hatte, wollten wir eigentlich im Garten planschen. Dabei entdeckte ich eine Zecke und so zogen wir nochmals los und fuhren zum Arzt zum Ziehen dieser, natürlich mit dem Rad :-)

Gegen Abend wurde ich von meinem Mann zum Essen eingeladen nach Spiesen-Elversberg.
Den Hinweg fuhren ich und Leon mit dem Rad. Auf dem Rückweg ist Leon lieber im Auto mit dem Papa gefahren, da es etwas später wurde.
Und so fuhr ich alleine mit vollem Bauch nach Hause.
Anmerkung: Ich kam nur ein paar knappe Minuten später an als die Herren :-)
Ein Vorteil hatte es: als ich zuhause ankam, war von dem Völlegefühl nichts mehr zu spüren!

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Hitze, Hitze, Hitze!

Geschrieben am 18.06.2021 von Wolfgang Metzner
Team: Stadt Bamberg
Kommune: Bamberg

Ich bin ehrlich, mit ist es viel zu heiß. Aber gerade deswegen ist es angenehmer, auf dem Fahrrad zu sitzen, als in einem Auto, weil frische Luft besser ist, als eine Klimaanlage. Gestern Abend fuhr ich bis ins Gewerbegebiet zur Shakespeare-Premiere des TIG. Man kommt mit dem Fahrrad ohne Probleme überall hin und hat keine Parkplatzsorgen. Und wenigstens bewegt man sich ein bisschen, wenn man sonst nahezu nur am Schreibtisch sitzt. Leider ist aber bisher meine erradelte Kilometerzahl nicht sehr hoch.

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Stadtszenen

Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Stephanie Dreyfürst
Team: vhs Wiesbaden
Kommune: Wiesbaden

Gestern fuhr ich recht flott den Lorelei-Ring in Richtung Klarenthaler Straße entlang, um in den Kurt-Schumacher-Ring zu kommen. Feierabendverkehr ging so gerade, die Sonne schien, heiße Temperaturen. Mein geliehenes E-Bike ist ganz schön schnell, ich konnte also locker mit den Autos mithalten. Weil es auf der Straße keinen Radweg gibt, nutzte ich die rechte Fahrspur. Eine Spur weiter links fand das eine Kollegin im Auto wohl so kriminell, dass sie mir durch das geöffnete Autofenster zurief "Radweg benutzen!!!", worauf ich nur zurückrufen konnte: "Es gibt keinen!". Den Gehweg als Radweg zu missbrauchen war tatsächlich keine Option: Autos parken auf dem Seitenstreifen und Hecken aus Vorgärten machen die begehbare Fläche so eng, dass ein sicheres Navigieren auf dem Rad (d.h. ohne mich selbst und v.a. Fußgänger zu gefährden) unmöglich ist, deswegen habe ich mich für die Straße entscheiden. Ich muss sagen, dass es auf einer so großen Straße keinen eigenen Radweg gibt, hat mich doch negativ überrascht. Dass Autofahrer*innen einen aus dem Fenster anschreien, irgendwie auch. Ob da wohl jemand denkt, die Straßen "gehören" den Autos? Zeit umzudenken, finde ich.

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Hitze, Hitze, Hitze!

Geschrieben am 18.06.2021 von Wolfgang Metzner
Team: Stadt Bamberg
Kommune: Bamberg

Ich bin ehrlich, mit ist es viel zu heiß. Aber gerade deswegen ist es angenehmer, auf dem Fahrrad zu sitzen, als in einem Auto, weil frische Luft besser ist, als eine Klimaanlage. Gestern Abend fuhr ich bis ins Gewerbegebiet zur Shakespeare-Premiere des TIG. Man kommt mit dem Fahrrad ohne Probleme überall hin und hat keine Parkplatzsorgen. Und wenigstens bewegt man sich ein bisschen, wenn man sonst nahezu nur am Schreibtisch sitzt. Leider ist aber bisher meine erradelte Kilometerzahl nicht sehr hoch.

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Tag 11 - 16.06.2021

Geschrieben am 18.06.2021 von Ramona Schaum
Team: KiTa Villa Regenbogen
Kommune: Quierschied im Regionalverband Saarbrücken

Für den 16.06.2021 gibt es nicht so viel zu berichten.

Wie gewohnt bin ich zur Arbeit und zurück gependelt und mittags habe ich nur eine kleine Runde durch den Wald gedreht und Leon mit dem Rad abgeholt.

Es war viel zu heiß für jegliche Bewegung und so haben wir es uns im Garten mit Planschbecken gemütlich gemacht.

Die Muskeln haben sich auch über eine kleine Erholungspause gefreut.

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Tag 5, Fr. 18.06.2021:„Fahrradfahren ist für mich wie ein kleiner Urlaub“ *

Geschrieben am 18.06.2021 von Panthera Leo
Team: Offenes Team - Landkreis Bamberg
Kommune: Landkreis Bamberg

... und auch deshalb war ich wie jeden Tag wieder für den Fotowettbewerb auf Tour und habe einige Fotos als Hinweis auf die Radwege mit Logo mitgebracht.
>>Diesmal war es eine herrliche Tour von Barockkirche zu Barockkirche am Wasser entlang ohne größere Steigungen.

Nur für den Abstecher zum Feierabendbierchen mussten etwas Höhenmeter überwunden werden - aber dafür schmeckte die Belohnung dann umso besser... ;)

Weiterführende Infos zum Fotowettbewerb auf https://www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg/


(* Wigald Boning, deutscher Komiker und Moderator, *1967)

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DingDong, Grunz, T'schuldigung

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Manuel Steidel
Team: Bündnis 90 Die Grünen
Kommune: Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis

Ohne jeden Zweifel sind selbst die gut ausgebauten Radrouten in unserer Umgebung meist viel zu schmal, um eine leistungsfähige Radinfrastruktur zu bieten.
Die meisten Radwege innerorts sind gemischt mit Fußverkehr und so kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrer:innen und Fußgänger:innen. Das Gleiche auf den Feldwegen.

Nehmen wir als Beispiel den noch besten, beziehungsweise einzigen, baulich vom Autoverkehr getrennten Radweg, den wir in Rauenberg haben: Von Wiesloch kommend entlang der alten "Entenmörder"-Strecke bis nach Mühlhausen.

Meist sind die Wege so schmal, dass man nur im Idealfall nebeneinander fahren kann und im Regelfall hintereinander fährt, um Gegenverkehr, Spaziergänger:innen und Hunden auszuweichen. Nur um es deutlich zu machen: Das Problem sind nicht die Anderen, sondern die ungenügend breiten Wege!

Funfact am Rande: Dieser Radweg ist laut Beschilderung teilweise nicht einmal ein Radweg!
¯_(ツ)_/¯

Das nimmt einem doch deutlich den Fahrspaß auf dem Rad. Denn man möchte sich mit anderen auch unterhalten können und daher nebeneinander fahren. Nichts anderes ermöglichen wir im Übrigen dem Autoverkehr: Hier sitzt man auch nebeneinander, und redet miteinander. Wieso ist es also nicht möglich, die gleichen Rahmenbedingungen auch dem Rad- und Fußverkehr zu bieten und damit deutlich attraktiver zu gestalten? Zumal ein Radschnellweg deutlich günstiger zu haben ist als Autostraßen.

Natürlich können wir nicht überall extra-breite Super-Duper-Radschnellwege für jede Fahrtrichtung zur Verfügung stellen. Aber auf den wichtigsten Routen sollten wir das niederländische Vorbild nachahmen. Macht Euch mal den Spaß und schaut auf Google Maps irgendeine Stadt oder Gemeinde in den Niederlanden an. Vollkommen egal welche. Ab einer gewissen Gemeindegröße werdet Ihr auf den Hauptstraßen separate, rot gefärbte, Radwege vorfinden oder, wo kein Platz dafür ist, wird der Autoverkehr durch bauliche Maßnahmen verlangsamt.

So bleibt uns kurzfristig nur, die schmalen Wege miteinander zu teilen, so gut es geht. Dabei beobachte ich drei Varianten, wie man sich den anderen ankündigt, damit diese einem Platz machen:

Die unhöflichste Form ist, das gegrunzte "EY!": Erfüllt zumeist sein Zweck, damit Platz gemacht wird, lässt die Stimmung aber auf allen Seiten in den Keller rauschen.

Die häufigste Variante ist hingegen das simple Klingeln: Es ist schnell ausgeführt und scheint gesellschaftlich akzeptiert zu sein. Für diejenigen, die angeklingelt werden, ist es aber zumeist im ersten Moment ein Schreck und sie springen auf die Seite. Manchen Radfahrer:innen ist das bewusst und verzichten dann vollständig auf eine rechtzeitige Ankündigung. Das ist natürlich die schlechteste Wahl.

Meine bevorzugte Variante: Ich rufe ein freundliches "T'schuldigung" voraus und beim Passieren ein "Danke" oder "Guten Tag" hinterher. Man erntet in aller Regel auch einen freundlichen Gruß und ein Lächeln. Wir sollten doch den Vorteil nutzen, miteinander zu reden, wenn nicht 2Tonnen Blech um uns herum die Kommunikation mit unseren Mitmenschen verhindert, oder?

Ich würde meinen: So kommen wir gemeinsam besser durch den Tag und an das Ziel :)

Im diesen Sinne wünsche ich Euch einen schönen Radfahr-Tag!

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Fahren mit Strom Teil 1: Pedelec

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Matthias Röttgermann
Team: ADFC Markgröningen
Kommune: Markgröningen im Landkreis Ludwigsburg

man muss ja alles mal probieren: heute also mit dem Pedelec gefahren.
Fazit: hilfreich bei Steigungen, Vorteilhaft beim schnellen Anfahren an Kreuzungen. Ansonsten aber ... für mich ziemlich überflüssig - fahre in gerader Strecke eh schneller als 25 km und nach oben fehlen mir die schweren Gänge um kraftvoll reinzutreten. Also: der Vorteill ist gar nicht soooo groß :)

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18.06. Noch 4 Tage... Startschuss Stadtradeln

Geschrieben am 18.06.2021 von Stefan Verhoeven
Team: Clever Ruder Club e. V.
Kommune: Kleve im Kreis Kleve

Auch wenn die Kilometer erst ab kommenden Montag gezählt werden, findet morgen bereits die Auftaktveranstaltung fürs Stadtradeln statt. Ab 10:30 Uhr werde ich daher am Pop-up Store in der Fußgängerzone (An der Münze 12) sein und von dort zum Markt an der Linde fahren. Vielleicht sieht man sich ja!

Gestern war es übrigens mal wieder an der Zeit die Vorräte aufzufüllen - da ich zusätzlich noch den normalen Kinderfahrradsitz im Gepäck hatte und daher keine Einkaufskisten genutzt habe sah das etwas wüst aus...

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STADTRADELNSTAR TAG 5

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Norbert Seidl
Team: Team Verwaltung
Kommune: Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck

Puchheim hat einen neuen Hingucker: die Seniorenrikscha mit Kapitän Michael Stöckemann. Ab jetzt können die Senior:innen aus dem Haus Elisabeth Wind um die Haare spüren beim Ausfahren. Danke an die Ermöglicher und Finanzierer: hp+p, Sparkasse FFB und Stadt Puchheim. #stadtradeln #stadtradelnphm

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Das wahre Landleben

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Willi Bott
Team: Grüne Alltagsradler
Kommune: Warburg im Kreis Höxter

Also denn, Liebe Leute,

jetzzze geht das Stadtradeln zu Ende und mir sind noch viele Geschichten dazu eingefallen unterwegs - aber abends zu müde, um sie aufs Papier zu bringen.

So war ich jetzt bei meinem alten Freund Paule, der ist auf seine nun auch alten Tage Biobauer nebenbei aufm Dorf bei Witzenhausen. Und da ist bei dem tollen Wetter natürlich Heuernte für seine wunderschönen roten Kuhviecher angesagt. Also Arbeitsklammotten in die Fahrrad-Packtasche und hinne. Kennt Ihr das Niestetal östlich von Kassel an die niedersächsische Landesgrenze hoch in den Kaufunger Wald? Traumhafter Radweg vom Kasseler Bahnhof aus durch lange Wiesentäler in Wald eingebettet, dann oben am Umschlag-Pass auf gut 400 m geht’s auf eng schlängelnder, dadurch quasi auch Raserfreier Landstraße den Wald hinab nach Witzenhausen, wo dich unten Kirschbaum-Wiesen und Wacholderheiden empfangen.
Also bei Paule bin ich dann nicht Rad gefahren, weil Heuschwader und Frontlader am Fahrrad noch nicht erfunden sind.
Ich sach ja immer , wer wie ich als pupertierender Bauernjunge das Glück hatte, den Eicher MAMMUT mit ordentlich Zwischengas über die Dorfkreuzungen zu jagen, um dann mit 45 PS und ALLRAD mit dem Heupressengespann an hängiger Wiese nicht abzuschmieren, da haben sich soviel Nackenhaare vor Starksein hochgestellt, da brauchst Du dein Lebtag keine Harley und kein Porsche nett mehr. Deinen Mitmenschen mit lautem Brumm Brumm auf die Senkel gehen ist dann einfach ein für alle mal durch.
Und wer dem Rausch der Geschwindigkeit fröhnen möchte, der soll sich mal aufs Radel setzen und von Grimelsheim zur Diemel runterrauschen mit 60 und mehr Sachen. Das flattert ganz schön, nicht nur um sondern auch zwischen den Ohren.
Tags drauf haben wir dann den Bullen vom Bauernkollegen noch zu den Kühen auf die Weide gebracht. Soviel zum Thema Männerleben.

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Tag 19

Bild Geschrieben am 18.06.2021 von Dr. Volker Zywietz
Team: Offenes Team - Ennigerloh
Kommune: Ennigerloh im Kreis Warendorf

Wieder eine Nachtfahrt. Und mit dieser hätte ich gar nicht gerechnet. Und dass ich mich so darüber freuen würde, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Regelmäßige Beratungen in unserer Kirchengemeinde finden seit Beginn der Corona-Pandemie nur noch per Zoom statt. Und, obwohl es eine Einschränkung ist, arrangiert man sich damit und findet es am Ende noch praktisch, dass man keine weiten Wege mehr zurücklegen muss. Aber sich persönlich zu begegnen ist doch viel schöner als über Kamera und Mikrofon. So muss es den Schülern gegangen sein, als sie sich endlich wieder im Klassenzimmer treffen durften.
Und wenn ich schon aus dem Haus muss, und der Mittwoch Nachmittag frei ist, kann ich noch eine Schleife über Münster und Herbern nach Hamm fahren.
Nach Münster wähle ich die Strecke über Sendenhorst und Albersloh, die ich als Student oft gefahren war, nun aber nur noch selten nutze. Die Stelle, wo das Foto entstand, zwischen Albersloh und Gremmendorf, war damals für mich als Radfahrer der Horror. Es gab keinen Radweg, die Straße war schmal und wegen des Wäldchen dunkel und man hat sich immer gewünscht, dass nicht zu viele LKWs unterwegs waren. Mittlerweile läd ein Tisch mit Bänken und großzügigen Fahrradparkplätzen zum Verweilen ein. Wäre ich früher nicht im Traum drauf gekommen, dass irgendwann so etwas möglich sein würde.
In Münster zu radeln ist schon toll. Man wird als Radfahrer von den Verkehrsplanern wertgeschätzt. Und dennoch ist es nicht möglich, alle Gefahrenpunkt vollständig auszuräumen. Wir sind als eher ungeschützte Teilnehmer am Straßenverkehr darauf angewiesen, in jedem Moment wachsam zu sein, lieber einmal mehr anzuhalten, wenn die Situation es erfordert und für aktive und passive Sicherheit selbst zu sorgen (Antrieb, Bremsen, Beleuchtung Helm...). Ach ja, Beleuchtung: Die Beleuchtung der Fahrräder ist mittlerweile so kraftvoll geworden, dass die Fahrbahn perfekt und großzügig ausgeleuchtet werden kann. Wir müssen uns aber darüber im klaren sein, dass so starke Scheinwerfer, wenn sie falsch eingestellt sind, den Gegenverkehr duch Blendung in Gefahr bringen können. Also immer wieder mal die Einstellung der Lichtanlage überprüfen. Wir fahren ja auch mit dem Auto nicht ständig mit Fernlicht...

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