STADTRADELN-Star Blog: Villingen-Schwenningen


Morgenrot und Nebelfelder

Geschrieben am 19.09.2020 von Lena Krächan
Team: Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen
Kommune: Villingen-Schwenningen

Den Tacho auf 0 setzen, Helm aufziehen, Licht einschalten und noch schnell in die Handschuhe schlüpfen. Dann geht es los. Besser gesagt, es rollt. Die ersten Kilometer sammle ich auf dem Weg nach Schwenningen. Leider ist es noch so früh, dass sogar die Sonne noch nicht einmal müde über den Horizont blinzelt. Im Stockdustern holpere ich über die mit Blitzasphalt nur notdürftig geflickte Straße Richtung Zollhaus. Später auf dem Weg nach Villingen wärmt die Sonne mit ihrem spätsommerlichen Glanz bereits die Luft.
Nach der Arbeit steht noch Milch holen beim Bauern auf dem Programm, auch perfekt mit dem Rad zu erreichen und danach entspanne ich mich noch im Yogakurs. Wobei die Entspannung hier dieses Mal etwas zu kurz kommt, zu stark ist mein Muskelkater vom Wochenende. Im Anschluss im Dunkeln mit dem Fahrrad noch heim zu radeln kostet ziemlich Überwindung und reißt mich ein letztes Mal für den Tag aus meiner trägen Müdigkeit.
Am Dienstag geht es bei schönster Sonnenaufgangsstimmung mit dem Rad nach Mühlhausen. Die Radwege bis zur Grundschule sind insgesamt ganz ok, nur die ordentliche Steigung von Weigheim nach Mühlhausen macht wenig Spaß. Ein enger, schmaler und sehr schlecht einzusehendes holpriges Wegchen schlängelt sich im Dickicht neben der Straße hoch. Hier könnte einiges verbessert werden. Auf dem Rückweg fahre ich auf der Straße und komme knapp an die zulässige Höchstgeschwindigkeit heran. Bergab mit zuverlässigen Bremsen macht das richtig Spaß.
Später steht noch einkaufen auf dem Programm. Mit Korb auf dem Gepäckträger und großem Rucksack am Rücken an sich kein Problem; wenn nicht meine Beine noch immer vom Muskelkater geplagt wären. Und auch meine Schultern und Hüften beschweren sich darüber schon wieder einen schweren Rucksack tragen zu müssen. Den zu einem Muskellöwen ausgewachsenen Muskelkater versuche ich abends mit einer leichten Massage zu besänftigen.
Am Mittwoch genieße ich das erste Mal diese Woche den kurzen direkten Weg ins Büro, ohne vorherige Außeneinsätze. Dafür geht es später dann noch nach Schwenningen. Der Radweg an der Wieselberstraße kurz vor dem Nordring, macht auch sehr wenig Spaß zu fahren. Hier reihen sich Schlagloch an Schlagloch und daneben hat es die schön frisch asphaltierte Straße. Autofahrer sollte man sein...
Abends entscheide ich mich gegen den Yogakurs, meine Muskeln leiden immer noch und steige dafür noch für eine entspannte Runde aufs Mountainbike um ein bisschen Waldluft zu schnuppern. Immer dabei ist neben dem Helm die Sonnebrille - das wichtigste Abwehrmittel gegen Fliegen und anderlei Kleinzeug, das einem sonst gerne in die Augen kommt.
Donnerstag und Freitag trete ich ein weniger und kürzer, der Muskellöwe hat sich glücklicherweise so langsam in ein schnurrendes Kätzchen verwandelt, aber auch meine Knie sind von der anstrengeden Wanderung und dem nachfolgenden Radfahren doch noch merklich beansprucht. Da ich noch eine Weile durchhalten will und dabei auch Spaß haben will, folgen zwei entspannte Tage mit nur wenigen Radkilometern. Eine kleien Runde mit dem Mountainbike muss Freitagmittag allerdings sein. Unterwegs treffe ich den schönsten Ziegenbock der Welt: sicher ein verwunschener Prinz...
Nun steht das Wochenende an. Mal schauen, wo es mich und mein Fahrrad am Samsatg und Sonntag hintreibt.

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Raus aus der Bequemlichkeit

Geschrieben am 16.09.2020 von Lena Krächan
Team: Stadtverwaltung Villingen-Schwenningen
Kommune: Villingen-Schwenningen

Die meisten Alltagswege mache ich ganzjährig mit dem Fahrrad. Was mich dabei überzeugt ist das Prinzip von "einfach drauf springen und losradeln" und "ankommen und abstellen". Ich muss nirgends lange nach einem Parkplatz suchen. Ein Fahrrad kann man meist überall hinquetschen. Dadurch sind die Wege viel kürzer. Auch muss ich nicht daran denken noch zu tanken, was mir beim Auto tatsächlich schon des Öfteren Stress bereitet hat. Denn das Tanken schiebe ich hier immer gerne noch ein bisschen vor mir her, denke mir "ach, das reicht noch" und irgendwann ist es dann ganz dringend - ich fahre auf den letzten Reservetropfen und bin natürlich genau dann entweder schon sehr knapp dran oder es gibt gerade dort weit und breit keine Tankstelle.
So entschied ich mich, nun für 21 Tage bewusst komplett aufs Auto zu verzichten. Passender Weise wollte sich meine Schwester für genau diesen Zeitraum mein Auto leihen um damit in den Urlaub zu fahren, so dass ich sogar ganz befreit nach dem Motto "aus den Augen - aus dem Sinn" mein Fahrrad aus der Garage holen kann ohne dabei den Verlockungen meines Autos ausgesetzt zu sein.
Am Wochenende vor dem Start des Stadtradelns hieß es noch einmal die Vorteile mit dem Auto auskosten und ab in die Berge. Die Beinmuskulatur wurde mit über 20kg schweren Rucksack, 2000hm und einer 130m hohen Kletterroute optimal auf die kommende Beanspruchung durchs Radeln eingestimmt. Der Stau auf dem Heimweg am Sonntagabend war perfekt um noch ein wenig Autoverdrossenheit aufkommen zu lassen. So dass ich am Montag in finsterdunkler Frühe gerne aufs Rad gestiegen bin.

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