STADTRADELN-Star Blog: Schwielowsee


Tag 17 „Die Kirche im Dorf lassen ...“

Bild Geschrieben am 17.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Ich habe dermaßen viel um die Ohren, dass ich leider auf die längeren Touren momentan verzichten muss und mich auf mein Kerngeschäft konzentriere ....
Trotzdem fallen natürlich die alltäglichen innerörtlichen Besorgungstouren an, aber auch die Zustellung der Geburtstagspost für „meine Jubilare“ - ab 80 bekommt jeder Caputher Bürger zum runden Jubiläum eine persönliche Glückwunschkarte von mir, das sind die erfreulichen Aufgaben, die man als Ortsvorsteherin noch so am Rande absolviert : )
Bei REWE treffe ich einen Caputher Handwerker, der wirklich immer mit dem Rad unterwegs ist. Er hat einen erstaunlichen Fahrradfuhrpark, für jede sich bietende Gelegenheit. Auf meine Nachfrage bestätigt er, dass er natürlich auch am „Stadtradeln“ teilnimmt,. Super!

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Schwielowsee braucht eine Fahrrad-Werkstatt! Aber vorher etwas „Tech-Talk“

Bild Geschrieben am 17.09.2020 von Christian Wessel
Team: Klima-Initiative Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Im Schwielowseer Stadtradlen-Blog ist ja wirklich viel Leben drin!

Kathrin schreibt teilweise mehrmals täglich über ihre verschiedenen Aktivitäten – zu denen sie immer mit dem Rad fährt – vorbildlich, klasse!
Annedore ist ohne Auto mobil – mit 3 kleinen Kindern – mit Lastenrad, Fahrradanhänger und nun auch mit dem zweiten Spross auf dem eigenen Rad – super!
Und Max ist wechselweise mit nem schnellen Rennrad oder Gravelbike unterwegs und macht beim Stadtradeln die 1.000 km voll – beeindruckend!

Es sind schon viele Themen vorgekommen, die ich auch „auf der Liste“ hatte. Das Lastenrad z.B. ist nicht nur bei Annedore ein Thema, auch Kathrin hat es für den Einkauf genutzt. Ich meine, es sollte Lastenräder zur Miete bei uns in der Gemeinde geben. Eins in jedem Ortsteil, damit man damit den wöchentlichen Einkauf erledigen kann. Man kann zwar auch recht viel mit einem robusten Tourenrad und 4 Packtaschen transportieren, aber da braucht man schon ziemliche Pack-Künste. Ich mache das meist wöchentlich, wenn ich bei meinen Eltern in Kladow vorbeischaue und dort den Wocheneinkauf erledige, siehe Foto. Das klappt aber nur, weil mein Rad ein extra-robuster Lasten-Esel ist..........

Womit ich zu DEM Thema komme, das in unserem Blog noch nicht vorkam und auf das ich mich seit Tagen freue:

„Tech Talk“! Ja, ich bin Ingenieur und habe ein Faible für Technik! Und beim Fahrrad gibt es viele grundsätzliche und spezielle Themen, über die man wunderbar reden / schreiben / „philosophieren“ kann… also los geht’s!

Ich möchte hier mein Fahrrad vorstellen – beziehungsweise mein „Alltags-Rad“ – ich habe noch 3 weitere Räder im Einsatz, aber das ist ein anderes Thema (Max, wir sollten uns mal verabreden…) ;-)

Mein Alltags-Rad habe ich mir vor 5 Jahren gekauft. Vorher hatte ich meine Alltagsfahrten mit einem mit Straßenreifen, Gepäckträger, Schutzblechen, Licht etc. ausgestattetem ausrangierten Mountainbike erledigt. Bis die Kettenstrebe brach – ein typischer Ermüdungsbruch des Stahlrahmens, nach 15 Jahren intensiver Nutzung mit Packtaschen; kein Wunder, dafür war er nicht gemacht. Also musste ein wirklich robustes Stadtrad her, welches mindestens die nächsten 15 Jahre hält und wenig Ärger macht. Das sowas nicht ganz billig ist, war klar. Und ich hatte natürlich über die Jahre schon einige Ideen im Kopf, die ich irgendwann mal umsetzen wollte.

An erster Stelle: Eine Nabenschaltung mit 14 gleichmäßig abgestuften Gängen von dem Hersteller aus Kassel mit dem „R“ am Wortanfang. Der Kenner sieht das auf dem Bild unten natürlich sofort. Eingehüllt in Konservierungsspray, das ich im Frühjahr regelmäßig „vergesse“, abzuwischen.
Der Rahmen: Extra-Robust, entwickelt für extra große und schwere Radler. Also mit reichlich Reserven und Zuladungsmöglichkeit.
26-Zoll-Felgen die eigentlich nur in Tandems eingebaut werden, gerade eingespeicht, mit „unplattbar“-Reifen mit Allwetter-Profil, auf 4-5 bar aufgepumpt, damit sie gut rollen.
Vorne natürlich ein super-duper Nabendynamo mit nur 3 Watt Rollwiderstand, damit das Fahren mit Licht nicht bremst.
Was ist auf dem Bild noch zu erkennen?
Die Anhängerkupplung – für sperrige Transporte kommt der alte Kinderanhänger ab und an noch zum Einsatz – 40kg Zuladung sind erlaubt!
2 Flaschenhalter – im Sommer brauche ich bis zu 1 Liter (Wasser!) pro Stunde.
Klick-Pedale. Klar, zum „Rund treten“… und sonst falle ich vom Rad. ;-)
Eine etwa alle 200km gereinigte und geschmierte Kette – sonst geht ja die halbe Leistung als Reibung verloren.
Je ein robuster Gepäckträger hinten und vorn.
Und noch eine paar Details, die hier aber vermutlich viel zu weit gehen würden (liest überhaupt noch jemand???).
Das Ganze wiegt etwa 15 kg + Schloss (1,3 kg!) + Radflasche(n) + Packtasche(n) mit Notwerkzeug, Ersatzschlauch, Regenzeug … also sind es selten unter 20kg, die die Fuhre wiegt. Das fällt aber nur auf, wenn ich das Rad die Treppen an der Brücke am Caputher Gemünde oder am Bahndamm am Templiner See rauf- und runtertrage… hier wären mit dem Rad befahrbare Rampen wirklich sinnvoll!

Mit so einem Rad macht das Alltagsradeln einfach Spaß. Kram in die Packtasche(n), Helm auf, losfahren. Die Kleidung passend zum Wetter – von luftig bis völlig wetterfest bei Regen und im Winter. Und im Urlaub mit den Kindern nehme ich natürlich das schwere Gepäck, das Zelt, die Isomatten etc. . Es kommt vor, dass ich mein Rad nicht mehr anheben kann – aber es rollt trotzdem prima geradeaus!

„Geradeaus“ – okay, es ist Zeit „die Kurve zu kriegen“ – zurück aus den Verzweigungen der Fahrrad-Leidenschaft, hinein in mehr allgemeingültige Themen. Für die meisten Radfahrer taugt ja ein normales Fahrrad, und dann geht es um ganz andere Fragen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn es bei uns in der Gemeinde eine Fahrrad-Werkstatt gäbe? Es radeln über 300 Schwielowseer*innen beim Stadtradlen mit. Bei kleinen oder größeren Problemen, zur Wartung oder zum Radkauf muss man nach Potsdam oder in die Nachbargemeinden fahren. Es gab früher mal eine Fahrrad-Werkstatt in Caputh in der Nähe des Fähranlegers. Ist so etwas nicht eine Geschäftsidee, die heute wieder funktionieren könnte? Oder wäre eine tageweise geöffnete Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt ein Anfang?

Ich freue mich auf Reaktionen zu dieser Frage – und natürlich zu dem kleinen (!) Ausflug in den Fahrrad-„Tech Talk“.

Ich bin über c.wessel(at)klima-schwielowsee.de zu erreichen.

Euer / Ihr Christian Wessel

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Tag 16 „Nimm zwei“

Bild Geschrieben am 16.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Heute habe ich im Rathaus gleich zwei Sitzungen - als ehrenamtliche Kommunalpolitikerin, versteht sich. Bereits kurz nach vier mache ich mich auf den Weg rund um den See, um noch einige Kilometer auf mein Punktekonto zu packen, da ich leider wegen der Vorbereitung auf die Sitzungen wirklich extrem wenig Zeit habe. (Wer mich kennt weiß, dass ich mich immer gut vorbereite ; ) Leider ist die Enttäuschung groß, als ich in Ferch vom Fahrrad steige: die App hat mal wieder die Aufzeichnung während der Fahrt unterbrochen, na toll... Mittlerweile weiß ich ja aber wie es geht: Strecke bei Naviki eingeben und dann die geradelten Kilometer manuell eintragen, trotzdem nervt das natürlich...
1. Sitzung: Ortsvorsteherrunde, gemeinsam mit meinen beiden männlichen Amtskollegen und der Bürgermeisterin. Sehr zielorientierte Gespräche, macht Spaß, da alle Teilnehmer gut vorbereitet sind.
2. Sitzung: Hauptausschuss - hier wird die Gemeindevertretersitzung vom 30.09.2020 bereits vorbereitet. Lange Diskussionen erwartet man eigentlich nicht, da bereits in den Gremien der Sitzungsfolge dazu ausführlich diskutiert worden ist. Aber natürlich taucht dann doch immer wieder hier und da eine Frage auf und wir diskutieren alle sehr engagiert, sachorientiert.
Im Dunklen geht es danach mit dem Fahrrad am Schwielowsee zurück nach Caputh, habe nette Begleitung von meinem Fraktionsvorsitzenden-Kollegen (von den Grünen), alle anderen waren heute motorisiert am Start...

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Tag 15 "Es grünt so grün, die Zweite"

Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Heute mit dem Rad einen Abstecher zum Altmann Garten gemacht. Wer ihn kennt weiß, dass er am Krähenberg liegt und es für einen radelnden Flachlandtiroler wie mich, wirklich eine Herausforderung ist, diesen Berg zu "erklimmen"... jedenfalls kam ich heute, noch dazu bei diesen sommerlich heißen Temperaturen, mit hochrotem Kopf oben an. Das hatte ich neulich bereits im Gespräch mit einem passionierten Radfahrer auch ehrlich zugegeben, dass mir Berge nicht so liegen. In meiner zweiten Heimat Andalusien zolle ich den Radrennfahrern stets höchsten Respekt, wenn sie die vielen Serpentinen Richtung Sierra Nevada aufsteigen: Chapeau!
Mit der wunderbaren Hebamme Martina Seidler sehr anregende Gespräche geführt, sie hält gemeinsam mit ihrer Familie den denkmalgeschützten Garten nach Kräften liebevoll in Schuss, auch dafür: Chapeau!
Wie sich jeder denken kann, war der Rückweg natürlich nun die reinste Freude Ich musste freiwillig bremsen, sonst hätte ich mich nicht an das Tempolimit der hier herrschenden Tempo-30-Zone halten können. Wie gut, dass ich vor einigen Wochen das Rad zur Durchsicht gegeben habe und daher auch meine Bremsen einwandfrei funktionieren : )

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Woche 2

Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Die zweite Woche ging gestern zu Ende und jetzt fühlt es sich gar nicht mehr so nach Herbst an, wie noch zu Anfang. Heute werde ich von einem Radfreund abgeholt und wir drehen noch eine extra Tour nach der Arbeit. Am Wochenende ist diese Woche nicht so viel Zeit und dann müssen die 1000 km eben unter der Woche voll gemacht werden. Gestern habe ich wieder einen Umweg gemacht, um noch auf 666 km zu kommen. Jetzt fühlt es sich auch so an, als wäre ich im Plan und der Rest ist gut schaffbar. Gestern und heute bin ich über Petzow und Werder gefahren. Leider ist der Radweg in Petzow vom Ortseingang bis hinter der Kirche so schlecht, dass man mit dünnen Reifen dort nicht fahren kann. Schlamm, Sand und Steine und zwischen den Bäumen manchmal unter einem Meter breit. Hier würde ein Schutzstreifen auf der Straße wohl mehr Sinn machen (die alten Bäume für einen Radweg zu fällen wäre keine Option).

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Tag 14 „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“

Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Natürlich meine ich das nur im übertragenen Sinne und spiele auf die im nächsten Jahr stattfindende Bundestagswahl an. In Michendorf haben sich heute die Bewerberin und die Bewerber, die für unseren Wahlkreis als SPD-Direktkandidaten in den Bundestag einziehen möchten, vorgestellt. Interessierte Mitglieder unseres Ortsvereins radelten vorbildlich mit den Rädern zu dieser sehr informativen Veranstaltung. Schauen wir mal, wer von den Fünfen das Rennen machen wird...
Auf dem Rückweg diesmal kein einziges Tier gesehen, die Caputher Chaussee hat ja in den Abend- und Nachtstunden sehr häufig Damwild- oder Wildschweinbegegnungen zu bieten.

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Tag 13 „Caputh - das Chicago des Schwielow-Sees“

Bild Geschrieben am 14.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

... so hat Fontane Caputh in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ betitelt. Und er hat sogar während einer seiner Reisen durchs Havelland in Caputh übernachtet. Um daran zu erinnern, hat der Cultura e.V. eine Gedenktafel aufstellen lassen, die ich gestern gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins enthüllen durfte,. Vorab noch eine kurze Lesung, wie Fontane damals seinen Aufenthalt beim Gastwirt Bossdorf beschrieb. Der hatte übrigens „die unerläßlichste aller Wirtseigenschaften: er war freundlich.“
Und freundlich sind die Gastwirte in Caputh bis heute. Am Abend radeln wir zum Fährhaus, um dort den Tag mit einer „Grünen Weißen“ ausklingen zu lassen. Die Schlange der Wartenden ist lang, aber auch für uns findet man schnell ein gemütliches Plätzchen.
Heute zwar nicht so viel geradelt wie sonst, aber ganz ehrlich, ich fahre lieber, wenn die Wege leer sind... Muss ich in der Woche also etwas mehr in die Pedale treten. In diesem Sinne allen einen guten Start in die Woche!

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Neue Wege entdecken

Geschrieben am 14.09.2020 von Annedore Althausen
Team: Familienzentrum Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Keineswegs muss man mit dem Rad dieselben großen Straßen fahren, wie mit dem Auto!
Manchmal gibt es mit dem Rad viel schönere Strecken zu entdecken! Oft sind die Radverbindungen direkter und ohne größere Umwege.
Allerdings sind sie oft auch unbefestigt. Und ein ungeübtes Auge kann auf (Online)Karten nicht unbedingt erkennen, ob dieser Weg, der für Radfahrende vorgeschlagen wird, tatsächlich existiert.
Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen!
Letztens bin ich zu einem Termin nach Nuthetal gefahren. Mit dem Auto müsste man entweder über Potsdam oder über die L77 fahren. Beides ist mit dem Rad nicht sehr attraktiv, weil ziemlich weit und ziemlich autolastige Strecken.
Für mich ging es quer durch, durch Wilhelmshorst und durch den Wald. Das ist nicht nur das Von-A-nach-B, da gehts nicht mehr nur um die Strecke. Da krieg ich den Kopf frei, da kommen mir viele Gedanken, Ideen. Da kann ich mich (etwas) auspowern, da kann ich durchatmen. Abschalten.
Radfahren an sich erlebe ich schon als befreiend, als entspannend und (bei aller körperlicher Anstrengung) als kraftgebend. Wenn ich es dann noch schaffe, schöne Strecken abseits der großen (autolastigen) Straßen zu finden, ist es ein wahrer Genuss! Das ist Lebensqualität!
In Nuthetal sah ich dann diese Initiative Blühstreifen (siehe Foto). Gibts so etwas schon in Schwielowsee?

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Die ganze Familie auf dem Rad

Geschrieben am 13.09.2020 von Annedore Althausen
Team: Familienzentrum Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Wir sind ja im Ort ziemlich viel mit dem Lastenrad unterwegs. Denn das ist so praktisch! Es bietet viel Platz für Kinder (Ich hatte in der letzten Woche einmal sogar alle 4 Plätze in der Kiste mit Kindern besetzt. Ansonsten sind es meist nur unsere 1, 2 oder 3 eigenen Kinder.), für Einkauf oder für sonstigen Kram, der mitgenommen werden will.
Doch nun hat auch Kind2 das Radelfieber gepackt und es fährt 5-jährigen-gerechte Entfernungen nun selbst und sammelt so nun auch fürs Stadtradeln Kilometer! Natürlich fürs Team Familienzentrum!

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Tag 12 - Ferch - Leipzig

Bild Geschrieben am 13.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

6:30 Uhr Der Wecker klingelt. Ich mache schnell für die beiden "großen Töchter" den Frühstückstisch fertig und sammle meine sieben Sachen zusammen. Am Vortag hatte ich viel zu tun und bin erst spät ins Bett gekommen. Die Müdigkeit steckt mir noch in den Knochen. Ich verzichte auf einen Kaffee (der bringt bei mir so früh am Morgen sowieso nicht viel). Draußen sind 9°C und ich überlege noch, ob ich mehr zum Anziehen brauche, als nur ein Trikot und ein dünnes Jäckchen. Aber zumindest ist es dann wenig Gewicht und ich komme schneller voran. Ich stelle mich auf ein Radabenteuer ein, weil ich die Strecke (zumindest ab Treuenbrietzen) noch nie gefahren bin.

7:41 Uhr Mit elf Minuten Verspätung starte ich den Radcomputer und rolle los in Richtung Beelitz. Ich habe eine Stunde Puffer/ Pause eingeplant und mir anhand meiner Fitness die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnen lassen (30,5 km/h). Nach meinem Plan müsste ich gegen 13 Uhr in Leipzig ankommen. Ab 14 Uhr kann das Hotelzimmer bezogen werden und ab 15 Uhr feiert Opa seinen 80. Geburtstag. Na dann mal los...

7:53 Uhr Ich stoppe kurz auf der Autobahnbrücke der A10, um ein erstes Foto für den Blog zu machen. Die Sonne spendet noch nicht merklich Wärme, aber steht schon hoch genug am Himmel, um genug Licht zu spenden. Es geht weiter über den Radweg R1 in Richtung Beelitz Heilstätten. Der Radweg hat in den letzten Jahren gelitten und es gibt viele Wurzelbuckel, so dass man dieses Stück nicht schnell befahren kann, ich muss an vielen Stellen abbremsen und werde ordentlich durchgeschüttelt.

8:13 Uhr Beelitz. Ich stehe plötzlich vor einer Baustelle, die mein Navi nicht kannte und werde durch Seitenstraßen und Kopfsteinpflasterpassagen wieder auf die Landstraße gebracht. Diese unvorhergesehenen Zeitfresser kennt Komoot leider nicht und mein Offline-Fahrradnavi erst recht nicht. Ich stelle wieder mal fest - man sollte für lange Strecken immer mehr Zeit einplanen als nötig, um allen Eventualitäten Zeit einzuräumen (von Pannen mal abgesehen). Nach Beelitz rolle ich mehr oder weniger einsam auf einem schnurgeraden Radweg neben der B2. Es ist langweilig. Ich setze meine Knochenschallkopfhörer auf (die Ohren bleiben frei) und mache mir über das Internet Radio Fritz an. Leider ist der Internetempfang vielerorts noch so schlecht, dass ich zwischendurch immer wieder mehrere Minuten Pause habe, in denen mein Handy offline ist. Digitales Deutschland...

8:56 Uhr Treuenbrietzen. Die Sonne kommt langsam raus, ich friere an den Beinen nicht mehr so. Auf den Straßen ist geschäftiges Treiben. Viele Leute sind unterwegs, um Brötchen zu holen oder den Hund auszuführen. Ich liege gut in der Zeit, aber spare mir einen Stopp. In meiner Jackentasche habe ich zwei Müsliriegel, das muss fürs erste reichen. Die Verpackung stopfe ich zusammen mit meinem Handschuhen in die Jackentasche und weiter geht die Reise. Lieber keine Zeit verlieren, es liegen immer noch mehr als 100km vor mir. Nach Treuenbrietzen geht es plötzlich nur noch bergauf. Echt jetzt? Wer hat hier einen Berg hingesetzt? Das wusste ich gar nicht. Mein Fahrradnavi zeigt die nächsten Kilometer immer konstant zwischen 0,5 und 3,5% Steigung. Das sind die fiesesten Anstiege. Man sieht sie kaum, aber die Geschwindigkeit geht runter auf 25 km/h. Ich fahre durch Wälder und plötzlich ist zwar die Steigung vorbei, der Wald aber auch. Es folgen endlose, monotone Äcker. Ein kräftiger Gegenwind setzt ein, der mich noch bis zum Ziel begleiten wird. Ich passiere einige kleine Dörfer, deren Namen ich noch nie gehört habe und zwischendrin, angekündigt durch ein etwa DIN-A4--großes Schild auch die Grenze zu Sachsen-Anhalt. Es zieht sich, es ist zäh, mal mit Radweg und mal ohne entlang der B2. Zumindest habe ich (leise) Musik auf dem Ohr und bin abgelenkt von der Monotonie. Windräder, Felder, ein paar Bäumchen, noch mehr Felder und Windräder. So geht das über eine Stunde. Keine Kurve, kaum Häuser, fast keine anderen Radfahrer. Kein Wunder - die Strecke ist nicht schön und in der Nähe wohnt auch kaum jemand. Ich muss an das Lied von Rainald Grebe denken. "Nimm dir Essen mit, wir fahren nach Brandenburg". Check, ich habe einige Stullen eingepackt.

10:05 Uhr Lutherstadt Wittenberg. Juhu - endlich wieder Zivilisation! Häuser - nein, ganze Straßenzüge! Ich war zwar schonmal hier, aber das ist Jahre her. und eigentlich sind wir damals auch nur bei einer Hochzeit gewesen und haben nichts von der Stadt gesehen. Ich sehe mich um, fahre am Panorama von Asisi vorbei. Ein paar Leute stehen mit großem Abstand an und wollen rein. Irgenwann müssen wir auch nochmal herkommen mit den Kindern und mehr Zeit beschließe ich. Während ich so schaue verpasse ich gleich zweimal die richtige Abbiegung und muss wieder zurück auf den Track. Ich lande wieder auf Kopfsteinpflasterstraßen am Bahnhof. Super gemacht - nochmal richtig durchgeschüttelt. Hoffentlich halten die Ersatzflaschen in meinem Rucksack dicht. Da ist doch Kohlensäure drin... Das Navi leitet mich mehr oder weniger am Stadtkern vorbei (geht auch schneller vermute ich) und nach zehn Minuten bin ich auch schon wieder aus der Stadt raus . Ein kurzes Vergnügen, aber ich muss weiter. Mein Puffer schrumpft im Gegenwind schnell, ich verliere jede Stunde 4,5 Kilometer, weil ich nur durchschnittlich mit 26 km/h rolle. Das klingt erstmal nicht viel, aber es summiert sich eben. Ich wollte in Lutherstadt Wittenberg gemütlich frühstücken und mich irgendwo mal zehn Minuten hinsetzen. Pustekuchen! Keine Zeit. Immer weiter.

10:16 Uhr Kurz hinter Wittenberg fahre ich über die Elbe. Was für eine Aussicht! Was für ein Wetter! Jetzt stoppe ich doch. Ich ziehe endlich meine Jacke aus (es sind inzwischen 18 Grad) und genieße fünf Minuten lang die Aussicht über den Fluss, während ich mir vier Paninis genehmige. Weiter geht es. Jetzt fühlt es sich doch etwas mehr nach Rennradfahren an denke ich, so ohne Jacke. Aber irgendwie ist der Rucksack jetzt auch schwerer geworden. Man kann eben nicht alles haben. Es ist ja schon toll im September noch so schönes Wetter zu haben (bis auf den verdammten Wind, der immer noch zunimmt).

Es geht weiter. ich fahre über Eutzsch, Reuden, Radis nach Gräfenhainichen. Die Straßen dort sind teilweise stark befahren und Radwege kennt man hier nicht. Wer will hier schon Rad fahren. Die Distanzen zwischen den Orten sind ja auch viel zu groß, oder? Ich treffe zwei Asiatinnen, die auf einem großen Runkel an der Landstraße mit ihren Rennrädern Selfies machen. Es ist ein schräger Anblick, während hinter dem Blickfeld die großen LKW überholen. Ich warte auf Veränderung, auf einen Radweg. Ich überlege, ob ich Oma anrufen sollte, dass ich später komme, weil ich so langsam vorankomme. Ich entscheide mich dagegen. Wird schon schiefgehen.

11:19 Uhr Kurze Zeit später werde ich mit einem tollen Radweg am Gröberner See belohnt. Die Aussicht ist fantastisch, es ist ein alter Tagebau. davon werde ich in den nächsten Stunden noch mehrere sehen. Ich halte an und fülle die beiden Ersatzflaschen im Rucksack in meine Trinkflaschen am Rad um. Stopfe mir ein Panini in den Mund und eines in die Trikottasche. Die restlichen Brote stecke ich in die Außentaschen meines Rucksacks, um während der Fahrt danach greifen zu können ohne anhalten zu müssen. Während ich dort auf dem Boden hantiere, werde ich von Familien belächelt, die an mir vorüberradeln. Wenn die wüssen, dass ich schon 89 km in den Beinen habe. Später lerne ich über das Internet, dass dort ein Skelett eines 100.000 Jahre alten Waldelefant gefunden wurde. Interessant. Heute würde der Waldelefant dort aber nur noch Steppe finden und vor den Touris und Jetskis flüchten. Der Asphalt ist super, denke ich. eine Minute später stehe ich vor einem Bauzaun und werde auf einen sandigen Feldweg mit spitzen Steinen gelenkt. So ein Mist. Mit meinen Reifen komme ich dort nicht lang. Zurück fahren bis zur Bundesstraße? Keine Option, zu weit. Damit verliere ich locker eine halbe Stunde. Na gut, dann laufe ich eben, mal sehen wie weit es bis zum nächsten Asphalt ist. Die Cleats knirschen, als ich nach einem Kilometer wieder einklicke.

Es geht weiter über Gossa, Pouch (am Muldestausee), vorbei am Seelhausener See. Die Landschaft ist super abwechslungsreich mit den vielen Stauseen. Kein Wunder, dass dort so viele Urlauber unterwegs sind.

12:26 Uhr Ortseingang Delitzsch
Ich fange an nachzurechnen. Wollte ich nicht 13 Uhr in Leipzig sein? Ist Leipzig doch schon so nah? Wo ist eigentlich Delitzsch? Ich schaue auf den Tacho. 115 km sind schon geschafft, OK. So übel sieht es nicht aus. Die Beine laufen noch geschmeidig und der Wind ist auch noch da. dann komme ich eben ein bisschen später. Es gibt ja erst 15 Uhr Kaffee... Hier hat Komoot gut geplant. Die Straße ist kaum befahren und der Belag ist gut. Der Belag von meinem Brot auch - Räucherlachs und Frischkäse. Der starke Wind lässt die Luft kühl wirken, obwohl der Tacho schon 23 Grad anzeigt. Auf einigen Passagen kann ich nicht schneller als 23 km/h fahren und muss den Lenker die ganze Zeit festhalten, so pustet es.
Ich sehe die Flugzeuge zum Landeanflug ansetzen. Jetzt ist es nicht mehr weit! Der Flughafen Halle-Leipzig ist um die Ecke von meinen Großeltern. Super Sache. Ich fahre über die A14 bei Radefeld. Die letzten Kilometer vorbei am Porsche-Werk spule ich nur so ab. Ab hier kommt der Wind endlich mal teilweise von hinten. Ich gebe dem Rad nochmal die Sporen und fahre kurz mal über 50 km/h. Das musste mal sein.

13:24 Uhr Ankunft in Leipzig. Meine Oma kommt mir schon entgegen, ich hatte ihr einen Live-Standort geschickt. Sie hat extra Kartoffelsuppe gekocht, "weil ich ja so ausgehungert bin". Bin ich zwar nicht, die Suppe schmeckt trotzdem super. Jetzt freue ich mich auf eine Dusche und darauf die Familie beim Kaffee zu sehen.

137 km

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Tag 12 „Wochenend und Sonnenschein“

Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Wie schon gesagt, das Wochenende gehört, sofern es sich einrichten lässt, der Familie. Heute durchkreuzte zunächst meine älteste - sprich längste - Freundin meine Pläne, aber eigentlich gehört sie ja auch schon zur Familie ; )
Nach unserem Girlstalk bin ich dann direkt zu meiner Mama geradelt, gemeinsames Kaffeetrinken Bei schönstem Sonnenschein auf ihrer Terrasse. Schnell bei der Gelegenheit noch Fontane aus ihrem Bücherregal geborgt, morgen steht eine Lesung dazu auf dem Programm.
Danach zu der neu eröffneten Schlossgalerie Haape geradelt, ein wirkliches Juwel für den Caputher Kulturbetrieb! Und das sage ich nicht nur, weil ich mit einem der dort ausstellenden Künstler verheiratet bin. Schauspielerin Ursela Monn, mit der mein Mann ab Oktober wieder in Köln einen Spielfilm drehen wird, war und ist auch total begeistert.
Jeden Samstag und Sonntag zwischen 12 - 18 h kann man sich übrigens die wunderbare Ausstellung selbst ansehen.
Nach Galerieschluss noch fix zum REWE geradelt, denn sonst hat die Familie am Wochenende nichts zu essen. Zum Glück hat sich mein Mann seinen Traum vom Christiania Rad vor Jahren erfüllt und da passt locker ein Wochenendeinkauf rein. So kann zu guter Letzt der Tag mit einem schönen Grillen zuhause ganz entspannt ausklingen.

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Tag 11 „Tatü-tata die Feuerwehr ist da...“

Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Feierliche Übergabe des HLF 20 bei der Freiwilligen Feuerwehr in Caputh. Die Kameraden fahren mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug vor, ich natürlich mal wieder mit dem Rad... Beeindruckend; was das neue Fahrzeug alles an Technik und Einsatzgerätschaften an Bord hat! Der Caputher Ortswehrführer Rolf Käfer ist so nett und gibt mir eine spannende Einführung, ich bin begeistert.
Meine Hochachtung gilt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, denn sie leisten wirklich Großes mit ihrem ehrenamtlichen Engagement!

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Tag 10 „Eine Seefahrt, die ist lustig...“

Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Heute zunächst vom Rad auf den Dampfer umgestiegen. Schöne Aufgabe als Ortsvorsteherin : die alljährliche Seniorendampferfahrt. Während der Inselrundfahrt blieb genug Zeit für interessante Gespräche.So habe ich von Dr. Thiele super Tipps für neue Fahrradrouten bekommen. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an die Familie Thiele, die diesen Ausflug auch in diesem Jahr möglich gemacht hat und natürlich auch für ihr langjähriges Engagement!
Abends noch Sitzung des Klimabeirats im Rathaus Ferch, dann doch noch zum Fahrradfahren gekommen : )

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Tag 9 „Das bisschen Haushalt ...“

Bild Geschrieben am 10.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Heute habe ich einen Termin im Rathaus Ferch mit der Kämmerin und ihrer Mitarbeiterin, es geht um den Haushalt für Caputh. Ich stehe zunächst vor verschlossenen Türen, da beinahe das komplette Rathauspersonal heute auswärts ist - Teamtag. Apropos Team: Unser Caputher Ortsbeirat hatte in Vorbereitung des Haushalts 2021 ff. in einer Sondersitzung bereits zusammen gesessen und bis spät abends über Haushaltsfragen diskutiert: Welche Maßnahmen sind für unseren Ort dringend notwendig, welche Visionen haben wir für die weitere Entwicklung?
An dieser Stelle möchte ich meine Mitglieder des Caputher Ortsbeirates wirklich loben und mich bei allen bedanken, dass sie der Einladung gefolgt sind und sich so engagiert eingebracht haben!!!
PS: Auf meiner täglichen Runde komme ich ja über die eine oder andere Brücke, dann schaue ich natürlich auch immer nach Lösungen, die wir in unserer Gemeinde umsetzen könnten. So gesehen an der Eisenbahnbrücke am Bahndamm Templiner See: Dort ist der Treppeneinstieg dauerhaft versiegelt, somit entstehen keine Pfützen mehr bei Regenwetter, wie das ja leider noch immer in Caputh an der Brücke der Fall ist. Auch die Schräge für die Fahrräder ist deutlich breiter und somit läßt sich das Rad komfortabler hoch bzw. runter schieben. Sollten wir auch mal drüber nachdenken!

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Tag 8 "Der kalte Hauch des Todes"

Geschrieben am 10.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Auf dem Rückweg, vom Zernsee kommend, freue ich mich auf meine Ankunft in Caputh, nur noch wenige Minuten bis nach Hause. In der Schwielowseestraße steht gerade die Postfrau neben ihrem Auto, wie so oft mit 2 Rädern auf dem Bürgersteig. Sie wartet darauf, dass ich auf der rechten Straßenseite an ihr vorbeifahre, um dann selbst zu Fuß die Straße zum gegenüberliegenden Briefkasten zu überqueren.Genau in dem Moment, wo wir gleichauf sind, schießt zwischen uns eine schwarze Limousine hindurch, es fehlen auf beiden Seiten nur wenige Zentimeter. Alles geht sehr schnell und ich erkenne lediglich das Autokennzeichen C für Chemnitz. Dass bei diesem gefährlichen Überholmanöver, noch dazu mit viel zu hoher Geschwindigkeit, niemand verletzt wurde, grenzt an ein Wunder, ist aber leider auf dieser Straße keine Seltenheit. Auch Einheimische überholen auf dieser langen, geraden Strecke gerne Autos, die vorschriftsmäßig ihre 50 kmh fahren... Daher mahne ich schon seit Jahren, dass für die Rad- und Schulwegsicherheit hier dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen. Ich hoffe, das hier liest ein Verantwortlicher!

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Was mir durch den Kopf geht, wenn ich Rad fahre...

Bild Geschrieben am 10.09.2020 von Christian Wessel
Team: Klima-Initiative Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Nach einer Woche Stadtradeln standen bei mir etwas mehr als 300 km im Stadtradeln-„km-Buch“. Da habe ich selbst gestaunt, denn sonst zähle ich meine Kilometer nicht. Sondern die Zeit, die ich auf dem Rad verbringe. Egal ob mit dem Stadtrad, dem Rennrad oder dem Mountainbike – ich genieße die Zeit, die ich unterwegs bin!

In den vergangenen Tagen bin ich viel zwischen Potsdam und Caputh gependelt, am Ufer des Templiner Sees entlang.
Dann war ich, wie jede Woche einmal, bei meinen Eltern in Kladow zu Besuch. Mit dem Rad brauche ich etwas mehr als eine Stunde für eine Strecke, via Geltow, Neuem Palais, um den Krampnitzsee herum und durch Sacrow – darauf freue ich mich immer! Meine letzte Autofahrt dorthin ist schon länger her, sie hat bei dichtem Verkehr mehr als 1,5 Stunden gedauert.
Dann war ich letzte Woche mit dem Rad in Berlin. Das sind dann schon 1,5-2 Stunden pro Strecke, aber eben nicht verlorene Zeit, weil man mit dem Auto im Stau steht, sondern Genuss-Zeit!
Am Wochenende stand dann noch ein Ausflug auf dem Plan – mit dem Zug nach Gransee und dann mit dem Rad via Neuruppin, Fehrbellin, Paulinenaue, Ribbeck, Nauen und Potsdam zurück. Zwischendrin haben wir im Gudelacksee gebadet, lecker zu Mittag gegessen und später in Ribbeck Café und Kuchen genossen.
Ach ja, beim und nach dem Radfahren schmeckt das Essen immer so gut … und „es setzt nicht an“!

Und worüber denke ich als Radfahrer dann die ganze Zeit nach? Über „nichts Besonderes“. Zeit auf dem Rad bedeutet für mich in erster Linie, dass ich mich wohl fühle, mich bewege, mich erhole, die Eindrücke der Umwelt ungefiltert mitbekomme. Also ist die Zeit auf dem Rad für mich wirklich Wohlfühlzeit!
Und meistens bin ich im hier und jetzt – was ja auch besser so ist, da man ja nicht allein unterwegs ist und die Wege auch nicht immer völlig eben sind. Hin und wieder entstehen aber auch tolle Ideen, wenn ich auf dem Rad unterwegs bin. Nicht, weil ich verbissen über einem Problem brüte, sondern weil der Denkapparat beim Radfahren „durchgelüftet“ wird und sich entspannt.

Also ist Radfahren eine wirklich gute Sache! Oder, wie es der Grafiker Martin Hoffmann vor 30 Jahren treffend formuliert und grafisch umgesetzt hat:

Radfahren ist einfach besser.
Für Deinen Leib, Deine Seele und Dein Portemonnaie; für unsere Luft, unsere Ohren und überhaupt.

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Tag 9 - Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Bild Geschrieben am 09.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Während ich die letzten beiden Tage mehr oder weniger kraftsparend und gemütlich zur Arbeit gerollt bin fange ich heute an die Tour nach Leipzig am Samstag zu planen. Einige Dinge gehören zum Standardrepertoire, aber bei einer Strecke über 100 km und das ohne Streckenkenntnis braucht es doch noch ein paar mehr Vorbereitungen als sonst. Als erstes habe ich (schon letztes Wochenende) eine Tour auf Komoot geplant und auf meinen Fahrradcomputer hochgeladen. Der Radcomputer bietet mir Ausweichstrecken an, wenn der Belag nicht fahrbar ist, oder die Straße wider erwarten gesperrt ist. Bei Komoot kann man auch auswählen, mit welchem Typ Fahrrad man unterwegs ist und der Straßenbelag wird entsprechend wenige Überraschungen bereithalten. Die meiste Zeit werde ich auf Asphalt (Radweg und Landstraße) rollen. Die Wahl fiel daher erstmal auf das Rennrad. Wenn das Wetter nicht mitspielt kann ich zur Not noch spontan auf den Arbeits-Crosser wechseln. Schutzbleche hat das Rad nicht, dafür ist es mit 8 kg Gesamtgewicht nochmal ein Stück leichter und aerodynamischer. Ich habe mich auch entschieden diesmal einen kleinen Rucksack mitzunehmen, um unabhängig von Wasserauffüllstationen wie Tankstellen etc. zu sein. Sonst fahre ich diese Streckenlängen nur mit Müsliriegeln und etwas Geld in der Trikottasche. Dieses Mal geht es aber wie gesagt in unbekannte Gefilde und so habe ich weniger Stress in der Organisation.

Was ich immer auf längeren Touren dabei habe (Trikottasche und am Rahmen): Radcomputer Wahoo Elemnt Roam mit Routennavigation, Mini-Rücklicht, Minipumpe bis 8 bar, ein bis zwei Ersatzschläuche, Reifenheber, Minitool mit Inbusschlüsseln, selbstklebende Flicken für den Schlauch, Mund-Nasen-Maske, Ventilverlängerungen für Hochprofilfelgen, 2x750ml Wasser mit Isogetränkepulver, 2 Gels, 2 Müsliriegel.

Zusätzlich kommt jetzt noch Verpflegung dazu: 2 Flaschen 500ml zum Nachfüllen, 10 Paninis mit unterschiedlichem Belag, weitere Gels und Riegel. Dazu eine sehr klein gepackte Regenjacke, falls das Wetter nicht mitspielt, Wechselbrille für die Ankunft (die Familie mit den Wechselklamotten kommt später und ohne normale Brille müsste ich sonst die ganze Zeit mit der Sonnenbrille herumlaufen).

Auf dem Bild rechts habe ich mal fast alles zusammengestellt, was am Samstag mitfährt (außer die Paninis, die wären dann oll, und das Minitool, das habe ich gerade verlegt...)

So bepackt kann am Samstag früh die Reise starten. Für die 135 km bis zu meinen Großeltern habe ich inklusive Pausen etwa 5,5 Stunden geplant (ca. 25 km/h Schnitt). Damit sollte ich gegen Mittag da sein, wenn ich morgens losfahre. Die Rückreise wird je nach verfügbarer Zeit aber vermutlich nicht mit dem Rad, sondern mit dem Bus passieren, da die Beine nach der Tour mal einen Tag Pause brauchen.
Bis dahin warten zwei vermutlich unspektakuläre Tage im Büro.

Haltet durch, das Wochenende ist nah - und nicht vergessen die Kilometer einzutragen ;-)

Euer Maxe

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Tag 7 – Ende der ersten Woche

Bild Geschrieben am 08.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Die erste Woche ist vorbei und es ist Zeit für ein kurzes Fazit. Das Wetter war besser als vorhergesagt, so dass alle Stadtradler mehr Kilometer sammeln konnten, als ich vorher für möglich gehalten hätte. Ich habe meinen Heimweg von der Arbeit gestern nochmal etwas verlängert, um genau auf 333 km zu kommen (und dann auch nochmal 200m extra, damit es auch eine richtige Schnapszahl wird…). Die Distanz war kein Problem, da die Arbeitswege zusammen jede Woche schon ca. 180 km ausmachen. Die Tage werden merklich kürzer und inzwischen ist es morgens schon ganz schön schummerig, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache. Am Nachmittag scheint noch die Sonne, so dass ich auch in Ferch ein schönes Bild vom Heidekraut machen konnte (Schöne Grüße an Frau Freundner, die Ortsvorsteherin von Caputh – schöne Fotos und interessante Berichte!).
Nun geht es frisch in Woche zwei, am Wochenende geht es zu Opas Geburtstag nach Leipzig, das wird eine Tour… ich werde berichten.
Bis dahin erstmal noch viel Spaß!

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Tag 7 „Es grünt so grün“

Bild Geschrieben am 07.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Radelt man die Uferchaussee entlang, riecht man die Havel schon, bevor man sie überhaupt sieht. Jedes Jahr das gleiche: Grün soweit das Auge reicht.
Apropos grün: unterwegs heute bewusst den ersten „Stadtradler im Einsatz“ getroffen und die Begegnung gleich zu einem kommunalpolitischen Austausch genutzt, danach ging es weiter in entgegengesetzten Richtungen - nicht inhaltlich sondern geographisch ; )

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Tag 5 und 6 - Das erste Wochenende

Bild Geschrieben am 07.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Die erste Woche neigt sich langsam dem Ende entgegen. Bisher lief es für das Team der Grundschule Caputh ganz gut, aber am Wochenende war die Meuselbach-Grundschule in Geltow so fleißig, dass sie bereits einen Vorsprung von 400 km herausfahren konnten. Das kann ich selbst bei fleißigster Kilometerschrubberei nicht alleine aufholen.
Mein Wochenende war eigentlich recht ruhig, am Samstag bin ich bei Schmuddelwetter nur 44 km gefahren und am Sonntag stand dann ein Geburtstagsbesuch auf dem Plan, so dass ich nochmal 86 km tracken musste. In der ersten Woche sind es jetzt schon über 300km, also heißt mein neues Ziel jetzt 1000 km für den Stadtradel-Zeitraum. Das klingt erstmal ohne Probleme machbar.
Einige Dinge werde ich aber bewusst erst danach erledigen, weil es für mich logistisch mit dem Rad zu schwierig ist: drei leere Getränkekisten wegbringen, Schränke transportieren und der Baumarktbesuch sind für mich als Dorfbewohner schwer ohne Lastenrad oder größeren Radanhänger zu managen. Solche Dinge mache ich i.d.R. mit unserem Transporter.

In der Familie kam neulich das Thema auf, wie viel man denn mehr an Kalorien verbraucht, wenn man jeden Tag 18km zur Arbeit fährt. Deshalb nutze ich diesen Post heute auch mal, noch ein paar Daten zu posten.
Zum Thema Kalorien: das ist natürlich ganz stark vom Körpergewicht, Fahrradgewicht und der eingesetzten Power abhängig. Meine Uhr ermittelt aufgrund der Herzfrequenz immer Werte zwischen 300 und 400 kcal pro Strecke. Das sind dann z.B. 6 Äpfel oder 3 Bananen oder auch 1,5 Brötchen pro Tour. Ich fahre meistens zwischen 25 und 32 kmh Schnitt im niedrigeren Pulsbereich von 110 bis 140 Schläge pro Minute und mein Rad für die Arbeitswege wiegt 9kg. Wenn man seine Ernährung also nicht umstellt und dann diese Strecken täglich fährt kann man damit auch relativ schnell abnehmen. Das Problem dabei ist nur, dass man ja auch mehr Hunger hat, als ohne zu radeln...

In dem Sinne.. guten (Frühstückshunger)!

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Familienausflug mit dem Fahrrad

Geschrieben am 07.09.2020 von Annedore Althausen
Team: Familienzentrum Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Am Wochenende waren wir in Langerwisch und haben uns die Tiere auf der Muckeles Farm angeguckt. Das ist ein kleiner, privat geführter Gnadenhof hier ganz in der Nähe. Und der hat sogar Wildschweine!
Es war ein schöner Familienausflug mit dem Rad! Mit dabei waren unsere beiden Erwachsenenräder, eines davon hat einen Kindersattel auf dem Oberrohr und zwei Fußruhen installiert (was Kind2 diesmal genutzt hat), ein Kinderfahrrad vom ältesten Kind und ein Fahrradanhänger mit zwei Sitzen (wo aber nur Kind3 drin saß). Platz für die Picknickdecke und das Essen hatten wir in den Fahrradtaschen und im Anhänger.
Einzig die Radwegführung und Qualität der Wege in Michendorf lassen zu wünschen übrig. Aber ich weiß, dass es in Michendorf eine sehr aktive Radverkehrsinitiative gibt. Und Michendorf startet sein Stadtradeln an dem Tag, an dem unseres zu Ende geht!

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Besorgungen und kurze Wege im Ort mit der Familie

Geschrieben am 06.09.2020 von Annedore Althausen
Team: Familienzentrum Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

In der Woche habe ich meist nur relativ kurze Wege, so dass ich in den ersten Stadtradeln-Tagen nur wenige Kilometer sammeln konnte.
Rewe, Eisdiele und Apotheke, sowie Familienzentrum und der Garten der Oma liegen in angenehm kurzer Radelentfernung. So können die Kinder ins Lastenrad klettern und wir machen die Tour gemeinsam. Mit Fahrtwind um die Nase und guter Laune.
Wenn die Kinder müde sind, müssen sie nicht nach Hause laufen oder selber radeln, sondern sitzen gemütlich im Lastenrad. Das genießen wir sehr.
(Das geht natürlich auch mit einem Fahrradanhänger, aber im Lastenrad ist mehr Platz für (mehr) Kinder und (größeren) Einkauf.)

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Tag 6 „Von Totenköpfen und Traktoren“

Bild Geschrieben am 06.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Das Wochenende gehört der Familie, trotzdem schell auf dem Rad noch (m)eine Runde gedreht. Einfach drauf los geradelt, vor mich hin geträumt. Dann stutzig bei Weg-Namen wie diesem: „Todtenkopfweg“. Vielleicht sollte ich doch lieber mit Helm fahren, schießt es mir durch den Kopf...Und schon taucht alsbald das nächste beunruhigende Schild auf ... ach herrjeh, wenn ich Pech habe, muss ich mir also den Rad- und Gehweg auch noch mit Traktoren teilen? Aber außer anderen Radlern treffe ich heute am Sonntag hier niemand anderen an ; )

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Tag 5 „Achtung freilaufende Waldzwerge“

Bild Geschrieben am 05.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Am Rande einer Familienfeier zwischen Frühstück und Mittagessen schnell aufs Rad und quer durch den Wald... da sollte man die Augen offen halten, stand doch da ein Schild, dass vor „freilaufenden Waldzwergen“ warnte.
Und was die wohl mit Fahrradfahrern tun, die nicht achtsam durch den Wald fahren? Wenig später kam ich dann an dem Resultat vorbei, was aus deren Fahrrädern wird ... Nochmal Glück gehabt ; )

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Tag 4 „Wo die wilden Kerle wohnen“

Bild Geschrieben am 05.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Als Radfahrer hat man zwangsläufig Begegnungen mit Tieren. Leider die meisten davon mit unangeleinten Hunden, die einen vom Fahrrad pflücken wollen. Auch wenn Herrchen oder Frauchen oft der Meinung ist, dass ihr kleiner / großer Liebling doch nur spielen will. Ich will es nicht.
Aber man trifft unterwegs natürlich auch auf ganz andere Tiere, dieser stattliche Büffel stand heute am Wegesrand, ganz friedlich auf einer Weide. Strahlte schon eine gewisse Präsenz aus... Eine hautnahe Begegnung mit Büffeln hatte ich damals während der Dreharbeiten im Pine-Ridge-Reservat in South Dakota, da grasten sie neben unseren Zelten!
Bis nach Petzow radeln reicht, um diesen „wilden Kerl“ anzutreffen.
PS: Sie ist wieder da, die Pfütze, die an der Bahnbrücke am Strandbad für nasse Füße sorgt : (

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Tag 3 und 4 - What you have missed today

Bild Geschrieben am 04.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Was hast Du heute verpasst? Diese Frage stellt man sich manchmal - manchmal auch nicht. Manchmal frage ich mich, ob die Menschen, die in Ihren Autos an mir vorbei zur Arbeit hetzen genauso denken würden wie ich, wenn sie sich auf die Entschleunigung einer Radfahrt zur Arbeit einlassen würden.
Gestern stand im Sonnenaufgang der Nebel noch über den Feldern, als ein paar Rehe meinen Radweg Richtung Fichtenwalde kurz vor mir kreuzten und hektisch im Wald verschwanden. Ein Hase und ein Eichelhäher versteckten sich schnell. Der Waldboden war noch feucht und übersät von mehr oder weniger großen Pfützen und die frische Morgenluft strömt in die Lungen. Diese Morgenstimmung habe ich früher nie erlebt, wenn ich müde in meinem Auto den Weg zur Arbeit mehr als Pflicht absolvierte. Heute ist es nicht nur Arbeitsweg, sondern Freizeit, Freiheit und manchmal auch ein ordentliches Workout.
Was gibt es noch so zu erzählen? Gestern war Elternabend in der Caputher Schule. Der Weg dorthin war auch schön im Sonnenuntergang und die 16 km kann ich auch gebrauchen (Kleinvieh macht auch Mist). Danach war ich ausgehungert, da ich mich beim Abendessen etwas zurückgehalten hatte. Jetzt beginnt erstmal das erste Wochenende im Stadtradel-Zeitraum, wenn ich mich zu Hause von der Betreuung der drei Kinder entschuldigen kann werden es vielleicht auch ein paar Kilometer mehr, als unter der Woche. Mal wieder alte Bekannte auf eine Radtour zum Quatschen treffen und am Sonntag steht auch noch ein Familiengeburtstag ins Haus - nicht gerade um die Ecke.

Jetzt gibt es erstmal stilecht ein (alkoholfreies) Radler und die Zusammenfassung der Tour-de-France-Etappe, die ich durch die Arbeit wieder mal verpasst habe. In dem Sinne Prost! und Gute Nacht!

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Tag 3 "Reif für die Insel"

Bild Geschrieben am 03.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Nachmittagstermin in Werder. Ab auf die Insel und diese Gelegenheit nutzen, um im Duval vorbeizuschauen. Franziska, die Besitzerin, kenne ich schon seit über 20 Jahren, wir haben uns in Hamburg bei Dreharbeiten während des Studiums kennengelernt und mittlerweile noch mehrmals gemeinsam vor der Kamera gestanden. Nun sind wir also fast Nachbarn. Ich erzähle ihr von "Stadtradeln", findet sie natürlich auch Klasse, ihr Fahrrad wird gerade auf Vordermann gebracht.
Die Küche vom Duval ist übrigens sehr empfehlenswert, heute gibt es Quiche, drei verschiedene Variationen. Quiche mit Mediterranem Gemüse kann ich auf jeden Fall empfehlen : )
Gut gestärkt mache ich mich später auf den Heimweg und radle an der ewig langen Autoschlange auf der Gegenspur der Berliner Straße vorbei.
Die Tour nach Werder enthielt heute gleich zwei Fahrradstraßen, da macht das Fahren natürlich so richtig Spaß!

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Tag 2 "Den Moment genießen mit Erica"

Bild Geschrieben am 02.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Auf der Strecke nach Michendorf hat man es als Radfahrer gut, denn der vor Jahren gebaute Radweg war wirklich eine gute Investition in Sachen Sicherheit und Fahrkomfort. Leider gibt es dann im Ort, ähnlich wie bei uns in Caputh, noch nicht durchgängig Radschutzstreifen, da wird es manchmal leider sehr eng für uns Radler - den polizeilich geforderten Abstand hält so gut wie kein Autofahrer ein ...
Aber der absolute Vorteil war heute für mich auf dieser Strecke, dass ich, nachdem ich das wunderschön blühende Heidekraut aus dem Augenwinkel entdeckt hatte, direkt anhalten und vom Rad steigen konnte, um kurz inne zu halten und mich an dieser, für unsere märkische Landschaft so typischen Pflanze, zu erfreuen. Der wissenschaftliche Name: Erica.
Also den Moment genießen (mit Erica ; ) Weiterradeln. Glücklich sein...

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Tag 2 - Kalte Dusche inklusive

Bild Geschrieben am 02.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Heute gab es schon am zweiten Tag eine ordentliche Packung Schlamm und Regen (nicht alle Wege auf meinem Arbeitsweg sind gut ausgebaut). So ist das nun mal im Herbst (Herbst? Ja, ging gestern offiziell los habe ich gehört...).
Gestern abend habe ich für meine Frau und die Kinder noch den Radanhänger repariert (ein schnöder Platten), so dass er heute für die Wege im Ort wieder einsetzbar war.
Im Büro war bei mir sehr viel zu tun und so war der Heimweg im Regen pure Meditation. Der Asphalt fließt unter dem Rad dahin und ab und zu wird man durch ein überholendes Auto aufgeschreckt. Wieder eine gute Möglichkeit sich zu erden...
Die Regensachen wurden heute nicht nur umsonst hin und her gefahren, sondern auch mal benutzt.
Morgen sind es dann an Tag 3 schon über 100 Kilometer und der Elternabend steht auch noch auf dem Plan. Dafür wird dann meine "City-Möhre" herausgeholt, ein günstiges Rennrad ohne Gangschaltung und ohne Schnellspanner, das man auch draußen unbewacht stehen lassen kann.
Für morgen muss ich auch noch die Rücksäcke umpacken von klein nach groß, da die im Büro gebunkerten Klamotten zur Neige gehen und somit ein größerer Transport ansteht (das mache ich sonst manchmal mit dem Familienauto aber als Stadtradeln-Star natürlich jetzt mit einem Armeerucksack auf dem Rad).

Danke fürs Lesen und schön weiter fleißig Kilometer tracken!

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Tag 1 „Autofasten“

Bild Geschrieben am 01.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Tag 1 ohne Auto fing damit an, dass unser Familienauto in die Werkstadt nach Michendorf musste. Als ich unsrer Caputher Werkstatt erklärte, dass ich das Auto aber nicht selbst dorthin fahren darf, hatte Nico, der Chef, gleich Verständnis: „Ach, Du machst sowas ähnliches wie Fasten, nur eben mit Auto.“Ja genau, Autofasten! Und er versprach, das Auto für mich dorthin zu bringen. Super und vielen Dank nochmal!
Heute dann noch eine weitere Premiere für mich: meine erste Bürgersprechstunde als Ortsvorsteherin im Bürgerhaus Caputh. Die erste Besucherin Frau Ohnesorge. Wenn das kein gutes Omen Ist!
Kurz nach 19 h auf dem Heimweg ist das Licht so schön, da bin ich noch schnell bis nach Ferch und zurück geradelt, eine wunderbare Lichtstimmung überm Schwielowsee, die mir sonst glatt entgangen wäre...

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Frostiger Start in Ferch

Bild Geschrieben am 01.09.2020 von Max Leinert
Team: Grundschule Caputh
Kommune: Schwielowsee

Auch Ferch startet heute pünktlich zum Stadtradeln. Um 6.30 Uhr waren schon einige Radler im Ort unterwegs und das Wetter spielt auch mit. Bei heute morgen nur 7 Grad war es schon etwas frostig, aber mit den passenden Sachen hat der innere Schweinhund immer keine Chance. Man muss eben vorher immer mal den Wetterbericht ansehen, dann kann man sich schon halbwegs darauf einstellen. Meine Strecke führte mich heute über den gut ausgebauten Radweg R1 Richtung Fichtenwalde, dort hat man als Radpendler immer seine Ruhe. Im Laufe der kommenden drei Wochen kommt ja dann auch noch die Dunkelheit auf dem Arbeitsweg dazu. Heute war übrigens für mich der 265. Tag mit dem Rad im Büro.
Für alle, die sich das Pendeln schon immer mal vorgenommen haben kann man nur sagen: Einfach machen! Die Logistik spielt sich dann nach ein paar Tagen von ganz alleine ein (Wechselsachen im Büro deponieren, falls das Wetter mal schlechter ist, Regensachen beschaffen für Schlechtwettertage und ein bisschen Werkzeug, falls man mal einen Platten hat, immer genug Zeit einplanen, damit man nicht zu sehr hetzen muss um rechtzeitig da zu sein).

In dem Sinne: Einen guten Start auch allen anderen fleißigen Kilometersammlern.

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So sieht ein gelungener Start ins Stadtradeln aus!

Bild Geschrieben am 01.09.2020 von Christian Wessel
Team: Klima-Initiative Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Heute früh haben Annedore und ich am Ortsausgang von Caputh in Richtung Potsdam für das Stadtradeln geworben.
Zwischen 7:00 und 8:00 sind etwa 100 Radler vorbeigekommen - eine sehr beeindruckende Zahl! Viele bekannte Gesichter und viel gute Laune sind uns begegnet. Einige kannten das Stadtradlen schon, ein paar waren sogar schon aktiv beim Kilometer-Sammeln. Anderen Vorbeikommenden konnten wir das Stadtradeln kurz erläutern und haben ein Infoblatt zusammen mit einem Apfel mitgegeben.
Als dann Marion Trumbull von der Schwielowseer Tourismusverwaltung aus Potsdam auf dem Weg zur Arbeit nach Ferch angeradelt kam, haben wir uns doppelt gefreut. Sie hat das Stadtradeln nach Schwielowsee geholt und macht natürlich vorbildlich mit.
So sieht ein gelungener Start ins Stadtradeln aus!

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