STADTRADELN-Star Blog: Schwielowsee


Stadtradeln Schwielowsee – Nachlese: Erwartungen weit übertroffen!

Bild Geschrieben am 24.09.2020 von Christian Wessel
Team: Klima-Initiative Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

326 aktive Schwielowseer Radler*innen haben in 3 Wochen über 70.000 km erradelt.
Das sind über 6,5 Kilometer pro Einwohner*in!
Platz 1 im Land Brandenburg!


SUPER! KLASSE! SENSATIONELL!

Das ist viel mehr, als ich mir als engagierter Bürger, der sich für Radverkehrsthemen einsetzt, erhofft hatte.

Abgesehen von der tollen Stimmung der Teilnehmenden, der Motivation, der positiven Rückmeldungen etc. hier erstmal ein paar beeindruckende Zahlen. Oder vielleicht einfach die aus meiner Sicht wichtigste Zahl:

Pro Einwohner*in sind wir über 6,5 Kilometer während des 3-Wochen-Zeitraums des Stadtradelns vom 1.-21. September 2020 geradelt.
Das ist der klare Platz 1 im Vergleich zu den 30 Brandenburger Gemeinden / Kreisen / Städten, die teilgenommen haben – vor Ketzin mit 5,3 und Falkensee mit 3,8 Kilometern pro Einwohner*in!

Im Vergleich zu den insgesamt etwa 1.500 teilnehmenden Gemeinden liegen wir bei den Kilometern pro Einwohner*in zwar nur auf Platz 121 – aber da sind viele Gemeinden dabei, die schon mehrere Jahre beim Stadtradeln mitmachen. Das könnte ein Ansporn sein, im nächsten Jahr noch einmal kräftig zuzulegen!

• Nur 50 Gemeinden haben über 10 Kilometer pro Einwohner*in geschafft,
• nur 8 über 20 Kilometer pro Einwohner*in
• und Altshausen im Landkreis Ravensburg liegt ganz vorne, mit rund 4.100 Einwohnern, 719 Radelnden und über 225.000 km – das sind 55 Kilometer pro Einwohner*in! Auf der Stadtradeln-Seite von Altshausen kann man nachlesen, wie dort im Juli ein wahres „Radfieber“ ausgebrochen ist – da bekomme ich Gänsehaut!

Aber bevor ich mir ausmale, was wir im nächsten Jahr auf die Beine (Pedalen) stellen könnten,
hier meine persönliche Nachlese zum Stadtradeln 2020 der Gemeinde Schwielowsee:

-> Es hat riesigen Spaß gemacht!
Von Tag 1 an, als ich mit Annedore am Ortseingang von Caputh gen Potsdam Frühstücksäpfel und Flyer für das Stadtradeln verteilt habe und Frau Trumbull plötzlich vor uns stand, mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit!

-> 38 Teams, 326 Radelnde … and the winner is…
Zwischen den 38 Teams ist im Verlauf des Stadtradelns ein schöner Wettbewerb um die Platzierungen ausgebrochen. Dass das Team der Klima-Initiative Schwielowsee mit den beiden Schulen um den 1. Platz „gestrampelt“ ist, freut uns natürlich sehr! Ob wir nach Ende des „Nachmeldezeitraums“ tatsächlich an erster Stelle stehen ist nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass es ein toller Ansporn für viele war, sich zu beteiligen, auf’s Rad zu steigen, geradelte Kilometer zu melden … und jeden Morgen auf der Website nachzuschauen, wie sich das Ranking innerhalb des Teams und in der Gemeinde entwickelt hat.

-> Viel Entwicklungspotenzial und -notwendigkeit bei der nicht motorisierten Mobilität
Ich habe rund um das Stadtradeln viele interessante Gespräche geführt. Insgesamt wurde deutlich, dass rund um das Thema Mobilität in unserer Gemeinde ein großes Entwicklungspotenzial besteht. Weg vom Radfahren als „zwischen Autos und Fußgängern geduldetes Phänomen bei schönem Wetter“ hin zu einer „auf Augenhöhe mit dem motorisierten Individualverkehr ernstgenommenen Mobilitätsform!“ Dies bedeutet, wie ich in vergangenen Blog-Beiträgen unterstrichen habe, dass das Radfahren sicherer und attraktiver für Jung und Alt werden muss.

-> Nächster Meilenstein: Ein durchgängiges Radverkehrskonzept für Schwielowsee!
Das erfolgreiche Stadtradeln zeigt, wie wichtig es ist, dass wir ein durchgängiges Radverkehrskonzept erhalten und die enthaltenen Maßnahmen zügig und konsequent umgesetzt werden. Ich setze daher viel Hoffnung in das Radverkehrskonzept, welches 2021 durch kompetente Radverkehrsplaner unter Mitwirkung von engagierten Schwielowseer*innen erstellt werden soll! Es braucht sichere und attraktive Verbindungen für Kita- und Schulkinder, für den Weg zur Arbeit, zu den Bahnhöfen, zum Arzt, zur Apotheke, zum Einkaufen, für Freizeitaktivitäten etc., innerhalb unserer Ortsteile und dazwischen und zu den umliegenden Orten und Städten.

-> Stadtradeln = Klimaschutz? Ja klar!
Ein Kritikpunkt, den ich öfter gehört habe, war: „Ich sehe nicht, dass mit jedem beim Stadtradeln gemachten Kilometer CO2 eingespart wird. Du fährst doch sowieso Rad. Und die Ausflugsfahrten dürfte man auch nicht mitzählen!“ Dazu meine ich: Das Stadtradeln mobilisiert die Interessierten, motiviert zum Ausprobieren und zeigt, was möglich ist! Auf die Berechnung der eingesparten Tonnen CO2 schaue ich dabei nicht primär, auch wenn der Beitrag relevant ist. Ich freue ich vielmehr über die Gespräche, die sich darum drehen, was alles mit dem Rad im Alltag möglich ist. Und da verteidige ich auch gerne diejenigen, die mit dem e-Bike kräftig Kilometer gesammelt haben. Ohne e-Unterstützung hätten viele die zurückgelegten Entfernungen nur mit dem Auto bewältigt. Das sind dann wirklich eingesparte Kilogramm CO2 – natürlich bei Nutzung von Lade-Strom aus erneuerbaren Energien.

-> Radfahrer*innen: Große Vielfalt an Typen und Bedarfen
Es gibt nicht DEN oder DIE EINE/N RADFAHRER*IN. Es gibt vielmehr eine große Vielfalt an Menschen und Fahrrädern, die beim Stadtradeln unterwegs waren und einem im Alltag begegnen. Von dem routinierten, umsichtigen und vorrausschauenden Radler, der die Gefahrenstellen erkennt, sich nie in den „toten Winkel“ eines motorisierten Fahrzeugs begibt und dem Bus beim Ausscheren aus der Haltestelle den Vorrang lässt, über die sportlich ambitionierte Rennradfahrerin, den eher gemütlichen Genussradler, die Familien mit Lastenrad und Kleinkindern, die rüstige Seniorenradlerin – bis hin zu dem unerschrockenen, leichtsinnigen im Dunkeln ohne Licht radelnden Draufgänger, der sich und andere in Gefahr bringt. Deswegen aber zu sagen, dass „98% der getöteten Radfahrer selbst schuld sind“ (Original-Aussage eines zuschauenden Schwielowseers beim Fahrrad-Sonntag) ist völlig fehl am Platz! Mich hat diese Aussage sprachlos und traurig gemacht. Aber wie so oft – einige wenige schwarze Schafe bestätigen die vorgefasste Meinung. Die positiven Rückmeldungen überwiegen jedoch bei Weitem völlig!

-> Umso wichtiger ist es, dass das Radfahren als zentrales Element der zukunftsweisenden Mobilität anerkannt wird und dass sich dies im vielfältigen Handeln von Politik, Verwaltung und Gesellschaft niederschlägt! Die nicht-motorisierte Mobilität (Radfahren und zu Fuß gehen) ist auf jeden Fall ein wichtiges Puzzlestück bei der Frage, wie wir das Miteinander und das alltäglich erlebte Zusammenleben in unserer Gemeinde gestalten wollen.

Ich wünsche allen Stadtradler*innen ein gut gelauntes Weiterradeln!

Und ich bin gespannt, was aus den Ideen der letzten Wochen bezüglich Fahrrad(selbsthilfe)werkstatt, Leih-Lastenräder, Car-Sharing etc. wird.

Ich freue mich auf Eure / Ihre Anregungen, Rückmeldungen, Unterstützung, …

Ihr / Euer Christian Wessel
c.wessel at klima-schwielowsee.de

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Tag 1 - 21: Fazit

Geschrieben am 22.09.2020 von Kathrin Freundner
Team: Offenes Team - Schwielowsee
Kommune: Schwielowsee

Meine einzige Sorge, bezüglich des Wetters, stellte sich als vollkommen unbegründet heraus. Ich bin kein einziges Mal in diesen drei Wochen nass geworden. Da es die spätsommerlichen Temperaturen aber wirklich gut mit uns meinten, musste ich meinen Fahrstil oft anpassen von „auf Tempo“ auf „gemütlich“, denn wer will schon verschwitzt bei einem Termin ankommen, geschweige denn derangiert an einer Sitzung teilnehmen. Also mehr Zeit einplanen für eine Strecke. Aber das war alles machbar.
Schwieriger war es allerdings für mich, die ich freiberuflich tätig bin und keinen Nine to Five Job habe, die täglichen Kilometer „zu machen“, denn das Arbeitshaus befindet sich nur wenige Meter neben unserem Wohnhaus... Ich fahre zwar schon immer viel Rad, aber um mit meinen Teamkollegen mitzuhalten, kamen viele der gefahrenen Kilometer nicht mal eben so zustande, sondern ich musste teilweise extra Zeit einplanen. War zwar machbar, aber ein Zeitfaktor, der letztendlich auf Kosten der Familienzeit ging...

Für das „Offene Team Schwielowsee“ habe ich mich übrigens ganz bewusst entschieden, um Menschen, die sich keiner Gruppierung zugehörig fühlten, zu zeigen, dass es auch einfach nur darum gehen kann, in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu radeln, ohne aber in einer bestimmten Schublade einsortiert zu werden.

Die Bedingungen für uns „Stadtradelstars“ möchte ich auch noch einmal bitten zu überdenken:

  • Kein Auto von innen sehen? Ups, dagegen habe ich dann bei der Besichtigung des neuen Feuerwehrautos wohl glatt verstoßen, weil ich mir das neueste Schmuckstück unserer Freiwilligen Feuerwehr Caputh genauesten hab erklären lassen, natürlich nicht bei Fahrbetrieb ; )
  • E-Bikes nennen wir in der Familie scherzhaft „Motor-Räder“, denn genau genommen sind sie nichts anderes. Wie also in Zukunft gefahrene Kilometer gerecht abrechnen?
  • ÖPNV- und Bahnfahrten sind ebenfalls erlaubt, obwohl die DB ja bekanntlich auch anteilig Kohle- und Atomstrom benutzt : (
  • Wir haben ein erdgasbetriebenes Familienauto, das wir mit Biogas betanken, CO 2 neutraler geht es eigentlich gar nicht ... Es gibt also noch viel zu bedenken bei den Regularien.

  • Dass die App leider nicht immer funktioniert hat, war schon schade. So musste man dann noch nachträglich mit seiner altbewährten Fahrrad-App die Kilometer nachvollziehen. Also auch noch quasi Buchhaltung on top...
    Nichtsdestotrotz haben mir die drei Wochen Stadtradeln wirklich viel Spaß gemacht, sie haben gezeigt, dass man im Alltag wirklich öfter das Auto stehen lassen kann und sollte. Gerade im Stadtverkehr ist das Rad oft auch die schnellere Alternative.
    Interessante Gespräche mit ähnlich Fahrradbegeisterten haben sich über die Stadtradel-Thematik immer wieder im Lauf dieser Zeit ergeben. Das Thema Fahrradfahren ist derzeit präsenter bei allen als eh und je.
    Daher bin ich sehr froh und dankbar, dass sich unsere Gemeinde letzten Endes zur Teilnahme am Stadtradeln durchringen konnte, so wie es unsere Fraktion schon seit vielen Jahren immer wieder angeregt hat : ))

    Danke an alle, die in den vergangenen drei Wochen so fleißig für unsere Gemeinde in die Pedalen getreten sind!
    Wir sehen uns - natürlich beim Fahrradfahren,

    herzlich ,
    Kathrin Freundner

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    Tag 20 und 21 - Überstunden im Sattel

    Bild Geschrieben am 22.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Jetzt ist es vollbracht! Doch noch - nach den Schwierigkeiten der letzten Tage.
    Ich möchte nochmal kurz zusammenfassen, was in den letzten beiden Tagen so los war.

    Sonntag (Tag 20): Nachdem ich quasi drei Tage Pause hatte durch meine Zahn-OP waren die Beine am Sonntag wieder frisch und ich hatte mir eine große Runde vorgenommen. Zum Mittag ging es los - das Wetter war wieder super. Ich wollte kurz um den Schwielowsee über Potsdam fahren und zum Bäcker nach Blankensee. In Potsdam habe ich dann eine Bekannte getroffen und mich neben dem Radweg erstmal 20 Minuten lang festgequatscht. Danach waren die Beine wieder kalt, aber bei der Wärme draußen geht es schnell, bis man wieder Vollgas geben kann. So hatte ich kurz hinter dem Ortsausgang Potsdam auf der B2 schon wieder 40 km/h auf dem Tacho. Es rollte sich sehr gut (im Duell mit einem Elektrofahrrad auch bergauf), bis plötzlich ein lautes Zischen die Idylle unterbrach. So ein Mist! Der erste Platten des Jahres. Der Elektro-Mopedfahrer freute sich und zog weiter und ich machte Zwangspause am Wegesrand. Nach fast 6000 km. Das hatte mir noch gefehlt. Beim Wechseln des Schlauches fiel mir auf, dass der Hinterreifen auch schon seine besten Tage hinter sich hatte. Mehrere kleine Steinchen und Glassplitter steckten bereits tief im Gummi. Also dann doch lieber nach Hause, mein Ersatzschlauch war ja nun im Einsatz und beim zweiten Platten hätte ich mit Flickzeug anfangen müssen...
    Zu Hause angekommen wurde ich erstaunt begrüßt "was denn - schon wieder da?!" Ja - nach einer Stunde dann der Radwechsel und Zeit für ein Tässchen Kaffee, wenn man schonmal zu Hause ist. Dann also der Crosser - na gut. Damit ist man nicht so schnell unterwegs. Mein Radkumpel Marco sagte mal sehr passend "fährt sich eher wie ein SUV, nicht wie ein Sportwagen". Stimmt. Man muss schon ein paar Watt mehr treten, um mit 30km/h zu rollen. Allein die dicken Reifen mit Stollen und wenig Druck machen bestimmt einen großen Anteil am Fahreindruck aus, denn der Rahmen ist mit 1,2 kg ähnlich leicht (trotz Alu) wie der Carbonrahmen des Rennrades.
    Die zweite Runde führte mich zu meinem Lieblingsbäcker "Röhrig" nach Blankensee. Dort gibt es noch bis Ende November Sonntags auf dem Hof leckeren Kuchen und Kaffee. Die Straßen in der Umgebung sind leer und gut asphaltiert, also perfekt für Radler. Ingesamt kam ich dann am Sonntag auf 100,1 km.

    Montag (Tag 21): Noch 88 km offen und nur noch ein Tag. Dazu Büroarbeit von 8 bis 17 Uhr. Puhh... na das kann was werden. Als erstes habe ich meinen Wecker um eine Stunde zurückgestellt. Schlaf wird sowieso überbewertet. Um 5 Uhr morgens klingelte das Teil, draußen war es natürlich noch stockfinster. Belohnt wurde ich aber mit einem klaren Sternenhimmel ohne Wolken. Super! Das hatte ich dieses Jahr auch noch nicht. Um meine Runde etwas auszudehnen startete ich in die entgegengesetzte Richtung - also in Richtung Caputh. Dort kam dann langsam die Dämmerung hinter den Bäumen zum Vorschein und es waren auch viele andere RadlerInnen unterwegs. Ich fuhr weiter nach Potsdam und dort schien die Morgensonne schon auf die Nicolaikirche und das Mercure-Hotel. Die Straßen waren schon entsprechend voll. Weiter ging es dann über Potsdam West - B1 - nach Geltow. Diese Strecke wird gerade gebaut, die Radfahrer beider Richtungen müssen sich den schmalen Radweg auf einer Straßenseite teilen. Viele Radler nutzen auch andernorts die falsche Straßenseite (Rechtsfahrgebot gilt auch für Radfahrer!) - ich finde das sollte öfter kontrolliert werden, da es dadurch oft zu brenzligen Situationen kommt, z.B. an Ausfahrten oder Einmündungen. Ein Frontalcrash zweier Radfahrer kann lebensgefährlich sein, wenn beide ca. 30 km/h fahren und sich zu spät sehen.
    Auf der Baumgartenbrücke konnte ich schnell ein Foto des großen Zernsees machen, der spiegelglatt in der Morgendämmerung dalag. Jetzt war es schon nach 7 Uhr... Zeit weiterzufahren. Hinter Werder entschied ich mich über den Panoramaradweg zu fahren bis nach Plötzin. Die Obstbauern waren dort gerade damit beschäftigt die Äpfel zu ernten. Mein 50 Meter langer Schatten huschte über das weite Feld und hier ist es morgens doch erheblich kühler, als in Potsdam - bestimmt 5 Grad Unterschied. In Potsdam sind mir Radfahrer im T-Shirt entgegengekommen, hier wäre wohl eher die Winterjacke angebracht gewesen. Ab Göhlsdorf wird es für Radfahrer nochmal etwas unangenehm - erst kein Radweg und eine stärker befahrene Landstraße, dann zwar ein Radweg, aber seit Jahren unzumutbare Wurzelbuckel im 20cm-Abstand. Ich überlege schon, ob ich demnächst dort auch lieber auf dem Autobahnzubringer auf der Straße fahre, meinen Felgen zuliebe.
    Die Rückreise am Abend gestaltete sich entspannt, aber unmotiviert. Ab ca. Mittag hatte sich ein fieser Schnupfen manifestiert und eigentlich hatte die heimische Couch eine ziemlich große Anziehungskraft. So kurz vor dem Ziel aufzugeben kam aber natürlich nicht in Frage. Mir fehlten ja nur noch läppische 40km und ich habe zwei gesunde Räder. Der Heimweg ging also über Emstal, Kanin, Borkwalde und Borkheide. Vom Bahnhof Borkheide führt eine Fahrradstraße direkt bis zum Bahnhof Beelitz Heilstätten. Dort rollt es sich super, auch weil man keine Angst vor Autos haben muss. Hinter der Fahrradstraße ging es dann ein kurzes Stück auf durch den Ort und gleich wieder auf den nächsten Radweg - mein Lieblingsradweg R1 bis nach Ferch. Der Asphalt ist schlechter geworden. Trotzdem ist der "Heilstätten Rollercoaster" wie es in der Fahrradapp Strava heißt, immer noch eine schöne Strecke. Durch den Wald, über die Autobahn und viele Mini-Anstiege mittendrin. In Ferch angekommen bin ich dann nochmal nach Caputh, dort über die Brücke nach Geltow und konnte auf der Baumgartenbrücke noch ein zweites Foto aufnehmen, diesmal vom Sonnenuntergang. Bis ich über Petzow wieder in Ferch war, war die Sonne dann auch komplett untergegangen.

    Fazit 3 Wochen. 1003 km und 4277 Höhenmeter in 37:22 Stunden. Es war viel Schönes dabei. Viel Entspannung und ein paar Schreckmomente. Alles in Allem würde ich sagen es lohnt sich auf jeden Fall - wenn man die Möglichkeit dazu hat - viele Wege im Ort und auch zu den Nachbarorten mit dem Rad zu machen. Bei einigen Strecken hätte ich sicher lieber das Auto genommen, aber oft siegt bei vielen Autofahrern einfach die Faulheit (so war es bei mir früher auch - früher aufstehen um länger zu fahren kostet Überwindung). Es lohnt sich aber nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Gesundheit, Fitness, sowie auch für die gut ausgebauten Fahrradorte und die Anwohner (weniger Lärm, weniger Dreck, länger haltbarerer Straßenbelag).
    Unser Team hat vermutlich nur den 2. Platz belegt - schade. Aber wir sind bestimmt im nächsten Jahr auch wieder am Start!

    Liebe Grüße aus Ferch - Maxe

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    Stadtradeln ist unfair

    Geschrieben am 21.09.2020 von Annedore Althausen
    Team: Familienzentrum Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    oder
    Wenn das Fahrrad eine ganze Familienkutsche ersetzt

    In der letzten Stadtradeln-Woche hatte ich Erledigungen in Potsdam auf dem Zettel. Ich wollte fünf verschiedene Orte in der Innenstadt anfahren, Sachen hier abliefern und anderen Kram dort einsammeln, einkaufen... Mit dabei: zwei Kinder. Ich hatte den Anhänger randvoll mit Gepäck und das Fahrrad mit zwei Kindersitzen voll Kinder.
    Puh!... Letztlich zeigte mein Tacho aber nur 25km an... Das war unfair. Ich habe viele viele Kilos Gepäck und Kinder in der Stadt (mit Radwegen, Bordsteinkanten, Ampeln, Zufußgehenden, Autofahrenden...) umherkutschiert, ständig gestoppt, neu gepackt, und immer viel geschleppt.
    Als Einzelpendler*in vom Auto aufs Rad zu steigen, kann ja jede*r! ;-)
    Ich freu mich total, dass ich so einen Ritt auch mit dem Fahrrad schaffe. Leider kriege ich dafür keine Extrapunkte beim Stadtradeln... ;-)

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    Tag 21 „Darf`s ein bisschen mehr sein?“

    Bild Geschrieben am 21.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    `Wenn ich versucht habe, andere Radfahrerer für das Stadtradeln zu gewinnen, habe ich oft zu hören bekommen „Ach, das lohnt sich bei mir nicht. Aber gestern bin ich soundsoviel Kilometer gefahren, die schenk ich dir!“ Lass ich mir natürlich nicht „schenken“, das wäre ja glatt geschummelt.
    Ich habe mich sehr gefreut, dass sich Dr. Thiele im Lauf der Radel-Aktion auf mein Zuraten unserem offenen Team angeschlossen hat, denn er ist für mich wirklich ein Ausnahme- Radler. Und so habe ich mich in den vergangenen Tagen auch sehr gefreut, wie seine Kilometer immer weiter in die Höhe stiegen. Er hatte mir ja Routen-Tipps gegeben, für die ich bisher leider nicht die Zeit gefunden habe, aber heute war es nun endlich soweit. Und noch dazu nicht allein, sondern ganz spontan mit meiner Tochter, die heute zufälliger Weise mit dem Rad aus Berlin gekommen ist. Die Radwege unserer Tour waren wirklich sehr gut, sei es zwischen Michendorf und Wildenbruch oder weiter nach Fresdorf, Stücken, Zauchwitz ... erst auf dem Rückweg zwischen Beelitz und Seddin ist es nicht mehr ganz so lustig, hier wurde der Asphalt durch Wurzeln hochgehoben und man kann dadurch nicht wirklich schnell fahren, geschweige denn, auf dem Sattel sitzen ...
    Auch die Abgase der B 1 stinken einem, im wahrsten Sinne des Wortes. Unterm Strich war es aber eine lohnenswerte Tour, mit teilweise sehr skurrilen Dingen am Wegesrand.
    PS: Ich bremse auch für Raupen ; )

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    Tag 20 „Ab durch die Mitte“

    Bild Geschrieben am 21.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Fahrradsonntag ist traditionell immer auch mit dem Vereinspokalschießen bei der „Schützengilde 1920“ verbunden. Da in diesem Jahr alles etwas anders ist, radeln heute alle Teilnehmer unserer Mannschaft separat direkt zum Schützenplatz: Für uns gilt es, den sehr guten 3. Platz aus dem Vorjahr zu verteidigen, schauen wir mal...
    Danach geht es weiter zur Seewiese Ferch, die mittags schon gut gefüllt ist. Die Fercher Obstkistenbühne unterhält hier die Rastenden mit ihrem Programm und ich treffe auf etliche Stadtradler der anderen Mannschaften.
    Der alljährliche Fahrradsonntag ist immer ein großes Ereignis bei uns am Schwielowsee, aber natürlich sind die Radwege heute extrem voll, so dass ich später am Abend noch einmal aufs Rad steige, um nun die Stille zu genießen.

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    Tag 19 - Mit dem Anhänger zum Einkaufen

    Bild Geschrieben am 20.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Nur noch zwei Tage, dann ist das Stadtradeln wieder vorbei.

    Endlich - sagen meine Frau und meine Kinder, die mich in dieser Zeit weniger gesehen haben als sonst, weil ich einige Strecken mit dem Rad gemacht habe, die ich sonst mit dem Auto gefahren wäre. Bisher war es ein ganz schönes Auf und Ab der Teams in Schwielowsee und nun hat erstmal die Klimainitiative die erste Position Übernommen. Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit aufzuholen, aber ab heute bin ich wieder mit am Start. Ich putze gerade mein Fahrrad, das seit Leipzig noch keinen Lappen gesehen hat und bereite mich auf eine von der Haushaltsführung genehmigte Runde von ca. 80km Länge vor. Einmal zum Lieblingsbäcker in Blankensee (Trebbin) und mit Umwegen wieder zurück.
    Jetzt warte ich nur darauf, dass es etwas wärmer wird, so dass ich nicht mit Wintersachen fahren muss.
    Gestern wollte ich mit meinem Singlespeed (Rennrad ohne Gangschaltung) zum Einkaufen und wurde gleich zurückgepfiffen. Ich könne doch wenigstens ein Kind mitnehmen und mit dem Anhänger fahren. Ja - der Anhänger ist eine gute Idee - aber nur, wenn die Strecke flach ist. Nach Geltow zum Einkaufen ist die Strecke leider überhaupt nicht flach, also habe ich kurzerhand beschlossen das (mir etwas zu kleine) Fahrrad meiner Frau zu nehmen, das ich kürzlich aufgebaut habe. Das Fahrrad hat eine Gangschaltung, die es einem ermöglicht auch mal langsam zu fahren mit viel Kraft. Also Kind 2 ordentlich eingepackt (es ist doch recht frisch im Fahrtwind), Helm auf, angeschnallt und mit einem langen Einkaufszettel aufgemacht nach Geltow. Als es dann erstmal rollte war es echt angenehmer, als ich dachte. Das Rad ist gefedert und man sitzt wie auf einem Sessel. Für die ca. 7 km lange Strecke haben wir akzeptable 20 Minuten gebraucht und ich hatte zwar an den Anstiegen zu kämpfen, musste aber nirgends absteigen und schieben.
    In Geltow haben wir dann gleich den Wochenendeinkauf erledigt. Darunter mehrere Pakete Mehl, Zucker, Milch, Eier, Brot, Reis und noch einige andere schwere Dinge. Der Radanhänger ist ja ausgelegt für 40 kg Zuladung und Kind 2 wiegt nur 15 kg. Der Rückweg war entsprechend beschwerlich. Leichte Anstiege sind kein Problem, aber wenn z.B. am Resort Schwielowsee kurz mal 8% Steigung kommen wird es schon hart. Kurz hinter Petzow musste ich sogar kurz absteigen und schieben, weil die Kette beim Schalten übergesprungen ist und das Anfahren am Berg einfach nicht drin war. Jetzt verstehe ich auch, wozu man einen Elektromotor gebrauchen kann. Mit dem Rennrad wäre ich diese Anstiege mit mindestens 25 km/h gefahren, aber mit einem 50 kg schweren Anhänger ist es nur mit Mühe möglich überhaupt dort hochzukommen, ohne abzusteigen oder umzufallen (und das mit bestens trainierter Beinmuskulatur). Vielleicht wäre ein Lastenrad auch was für uns?

    Heute ist erstmal noch Fahrradsonntag. Vielleicht schaue ich auch mal in Ferch auf der Seewiese vorbei, wenn ich wieder zurück bin. Ich finde es jedenfalls gut, dass sich so viele Vereine und Künstler im Ort daran beteiligen!

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    Nach dem Stadtradlen kommen: Radverkehrskonzept - und für mich persönlich: Car Sharing

    Bild Geschrieben am 20.09.2020 von Christian Wessel
    Team: Klima-Initiative Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Aber zuerst möchte ich Dir, Max, gute Besserung wünschen!
    Als ich den Titel Deines Blog-Eintrags „Aus und vorbei?“ sah, habe ich zuerst einen riesigen Schreck bekommen! Nein, bitte kein Unfall – und dann die Erleichterung – es war „nur“ ein Weisheitszahn, der Dich ausgebremst hat.

    Kathrin hatte ja vor ein paar Tagen schon Ihren Blog-Eintrag mit „kalter Hauch des Todes“ betitelt. Das hat mich daran erinnert, wie vor 8 Jahren bei einer Rennrad-Tour im Harz ein entgegenkommender Autofahrer mich beim Abbiegen übersehen und „abgeräumt“ hat. Ich hatte riesiges Glück im Unglück, ich bin „nur“ über die Kühlerhaube geflogen und mit Abschürfungen und Prellungen davongekommen.

    Radfahren muss unbedingt sicherer und attraktiver für Jung und Alt werden! Es ist unabdingbar, „dass für die Rad- und Schulwegsicherheit hier dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen“ schreibt Kathrin über die Schwielowseestraße. Das gilt generell für das Radfahren in unserer Gemeinde! Und genau dafür schreibt die Verwaltung ja gerade die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes aus, wobei die Bürger*innen und auch Kinder und Jugendliche systematisch beteiligt werden sollen. Corona-bedingt hat sich der Ablauf leider verzögert und nun wird das Radverkehrskonzept erst nächstes Jahr erstellt, da es im Winter wenig Sinn macht. Ich bin gespannt auf den Verlauf der Erstellung des Konzeptes, von der Vor-Ort-Ist-Aufnahme bis zu den Ergebnissen, Prioritäten und Empfehlungen der Rad-Planungs-Experten!

    Das Foto rechts habe ich letztes Jahr in Würzburg gemacht - so kann z.B. eine übersichtliche und sichere Einfahrt zu einem Supermarkt aussehen!

    Und jetzt möchte ich noch kurz von einer schönen überraschenden Wendung berichten; Ich hatte bei einem meiner ersten Blog-Einträge geschrieben, dass ich mein Auto meistens nur alle 4 Wochen nutze, wenn ich einen Großeinkauf oder ähnliches tätige. Das haben Freunde gelesen und mich gefragt, ob sie sich meinen VW-Bus für eine Woche Ostsee-Camping-Urlaub ausleihen dürfen. Na klar, und auch gerne zu anderen Gelegenheiten. Auch wenn es für mich nun bedeutet, dass ich direkt anschließend an das Stadtradeln noch eine Woche das Auto nicht nutzen werde. Also los geht’s, mit meinem kleinen aber ganz konkreten Car-Sharing! Man muss kein Auto besitzen, nur weil man ab und an mal ein Auto braucht! Car Sharing ist ein guter Weg dahin, das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel zu nutzen und nur gelegentlich das Auto. Der größte Widerstand dagegen: Die Gewohnheit: Reinsetzen und losfahren. Aber vielleicht hat das Mitmachen beim Stadtradeln ja dem/r einen oder anderen gezeigt, dass „weniger Auto“ oft „mehr Lebensqualität“ bedeutet. Frische Luft, Bewegung … und ach ja, ich hatte es schon in einem zurückliegenden Blog geschrieben: Nach dem Radfahren schmeckt das Essen doppelt so gut. Das kann jeder ganz einfach ausprobieren – beim nächsten Mal Sonntags-Brötchen-holen – mit dem Fahrrad! Auch nach Ende des Stadtradelns ;-)

    Genug für heute, es ist spät geworden, morgen ist Fahrrad-Sonntag in Schwielowsee, da werden wir natürlich nochmal kräftig Kilometer sammeln!

    Bis später, Euer / Ihr Christian Wessel

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    Tag 17 - Aus und vorbei?

    Bild Geschrieben am 18.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    "Mitunter sitzt die ganze Seele in eines Zahnes dunkler Höhle." sagte einst Wilhelm Busch.
    Wie recht er hatte! Manch einer im Team mag sich gewundert haben, dass es irgendwie nichts Neues gibt im Kilometerbuch. Am Mittwoch beim Abendbrot brach zu meinem Unglück ein Weisheitszahn durch. Eine schlaflose Nacht folgte und eine Not-OP im Bergmannklinikum am Donnerstag morgen. Meine Frau hat mich netterweise mit dem Auto von dort abgeholt. Jetzt sitze ich mit dicker Backe auf der Couch und frage mich, ob mein selbstgestecktes Kilometerziel von 1000 km noch zu schaffen ist. Man sollte es ja auch nicht übers Knie brechen... heute werde ich jedenfalls maximal kurz mit der Tochter radeln üben oder kleine Besorgungen in Werder oder Caputh mit dem Rad erledigen. Der Schädel brummt und die Beine sind schwer von den gestrigen Strapazen. 202 km und 4 Tage sind noch offen - das wird viel Überwindung kosten...

    Was bleibt ist Zeit auch nochmal zur Radsituation in Schwielowsee meinen Senf dazuzugeben. Christian Wessel hat schon recht, wenn er schreibt, dass wir hier schlecht ausgestattet sind. Ich bin die letzten Male bei akutem Ersatzteilbedarf zu Wollings nach Glindow oder ins Radhaus in Werder gefahren (jeweils ca. 6 km von Ferch). Dort gab es in der Coronazeit teilweise nur Termine fünf Wochen im Voraus, da nun alle gerne mit dem Rad fahren wollen (verständlich). Ich habe z.B. alle Teile für den Neuaufbau eines Fahrrads meiner Frau dann im Laden gekauft und musste einige Alternativen in Kauf nehmen, was die Teile angeht. Zumindest hatte ich die Teile sofort und konnte die lokalen Radläden auch nochmal etwas stärken. Meine Frau hat jetzt ein leichtes Alu-Rad mit neuer Schaltung, neuen Reifen und neuer Beleuchtungsanlage von mir gebastelt bekommen.
    Da die Technik gerade im Rennradbereich aber immer komplizierter wird und jeder Hersteller andere Teile benötigt habe ich mir in unserem Keller schon nach dem Umzug eine Fahrradwerkstatt aufgebaut. Eine Wand voll Spezialwerkzeug, ein Montageständer, Schmiermittel, Reiniger, Ersatzteile und für den Winter noch ein Rollentrainer, der sich "smart" mit dem PC verbinden lässt, um Trainingssoftware abzuspielen. So kann man auch im Winter genauso sportlich aktiv sein wie im Sommer, trotz Kälte und Dunkelheit.
    Eine Selbsthilfewerkstatt hätte ich seinerzeit auch gerne genutzt und schätze, dass auch viele weniger aktive Radler das sicher nutzen würden, selbst wenn es nur eingeschränkte Öffnungszeiten gäbe (z.B. 1x die Woche für 3 Stunden oder so). Auch die Idee mit dem leihbaren Lastenrad finde ich super. In Berlin bei meinen Eltern im Kiez gibt es so etwas ähnliches - dort kann man einen Transporter im Kiez mieten, der nur den Anwohnern bestimmter Straßen ausgeborgt wird.
    Am Tech-Talk würde ich mich auch gerne beteiligen, aber ich glaube das wird dann zu viel Fachsimpelei für den Blog. Nur ganz kurz: ich nutze immernoch keine feste Beleuchtung, sondern Stecklampen, die aber STVO-konform und sehr hell sind (nicht gerade der Todesstern, aber schon fast wie ein Auto-Fernlicht bei maximaler Stufe). Für einen passenden Nabendynamo müsste ich mein Rennrad-Laufrad neu einspeichen lassen und dann wäre ich bei einer vernünftigen Lösung nicht unter 500 Euro dabei. Die Akkus meiner Stecklichter reichen ca. 6 Stunden, so dass ich damit theoretisch locker zwei bis drei Tage zur Arbeit hin und zurück komme - das muss erstmal reichen. Ich lade sie trotzdem jeden Tag auf. Mein Gepäck transportiere ich nur mit dem Rucksack, um schneller voran zu kommen.

    Bald ist die dritte Woche vorbei - die Kilometer können aber bis eine Woche nach dem Ende noch nachgetragen werden! Möge das große Blatt mit dir sein.

    Für Fragen, Anregungen oder Kritik an meinen Blogposts bitte eine Mail an max.leinert at gmx.de

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    Tag 17 „Die Kirche im Dorf lassen ...“

    Bild Geschrieben am 17.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Ich habe dermaßen viel um die Ohren, dass ich leider auf die längeren Touren momentan verzichten muss und mich auf mein Kerngeschäft konzentriere ....
    Trotzdem fallen natürlich die alltäglichen innerörtlichen Besorgungstouren an, aber auch die Zustellung der Geburtstagspost für „meine Jubilare“ - ab 80 bekommt jeder Caputher Bürger zum runden Jubiläum eine persönliche Glückwunschkarte von mir, das sind die erfreulichen Aufgaben, die man als Ortsvorsteherin noch so am Rande absolviert : )
    Bei REWE treffe ich einen Caputher Handwerker, der wirklich immer mit dem Rad unterwegs ist. Er hat einen erstaunlichen Fahrradfuhrpark, für jede sich bietende Gelegenheit. Auf meine Nachfrage bestätigt er, dass er natürlich auch am „Stadtradeln“ teilnimmt,. Super!

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    Schwielowsee braucht eine Fahrrad-Werkstatt! Aber vorher etwas „Tech-Talk“

    Bild Geschrieben am 17.09.2020 von Christian Wessel
    Team: Klima-Initiative Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Im Schwielowseer Stadtradlen-Blog ist ja wirklich viel Leben drin!

    Kathrin schreibt teilweise mehrmals täglich über ihre verschiedenen Aktivitäten – zu denen sie immer mit dem Rad fährt – vorbildlich, klasse!
    Annedore ist ohne Auto mobil – mit 3 kleinen Kindern – mit Lastenrad, Fahrradanhänger und nun auch mit dem zweiten Spross auf dem eigenen Rad – super!
    Und Max ist wechselweise mit nem schnellen Rennrad oder Gravelbike unterwegs und macht beim Stadtradeln die 1.000 km voll – beeindruckend!

    Es sind schon viele Themen vorgekommen, die ich auch „auf der Liste“ hatte. Das Lastenrad z.B. ist nicht nur bei Annedore ein Thema, auch Kathrin hat es für den Einkauf genutzt. Ich meine, es sollte Lastenräder zur Miete bei uns in der Gemeinde geben. Eins in jedem Ortsteil, damit man damit den wöchentlichen Einkauf erledigen kann. Man kann zwar auch recht viel mit einem robusten Tourenrad und 4 Packtaschen transportieren, aber da braucht man schon ziemliche Pack-Künste. Ich mache das meist wöchentlich, wenn ich bei meinen Eltern in Kladow vorbeischaue und dort den Wocheneinkauf erledige, siehe Foto. Das klappt aber nur, weil mein Rad ein extra-robuster Lasten-Esel ist..........

    Womit ich zu DEM Thema komme, das in unserem Blog noch nicht vorkam und auf das ich mich seit Tagen freue:

    „Tech Talk“! Ja, ich bin Ingenieur und habe ein Faible für Technik! Und beim Fahrrad gibt es viele grundsätzliche und spezielle Themen, über die man wunderbar reden / schreiben / „philosophieren“ kann… also los geht’s!

    Ich möchte hier mein Fahrrad vorstellen – beziehungsweise mein „Alltags-Rad“ – ich habe noch 3 weitere Räder im Einsatz, aber das ist ein anderes Thema (Max, wir sollten uns mal verabreden…) ;-)

    Mein Alltags-Rad habe ich mir vor 5 Jahren gekauft. Vorher hatte ich meine Alltagsfahrten mit einem mit Straßenreifen, Gepäckträger, Schutzblechen, Licht etc. ausgestattetem ausrangierten Mountainbike erledigt. Bis die Kettenstrebe brach – ein typischer Ermüdungsbruch des Stahlrahmens, nach 15 Jahren intensiver Nutzung mit Packtaschen; kein Wunder, dafür war er nicht gemacht. Also musste ein wirklich robustes Stadtrad her, welches mindestens die nächsten 15 Jahre hält und wenig Ärger macht. Das sowas nicht ganz billig ist, war klar. Und ich hatte natürlich über die Jahre schon einige Ideen im Kopf, die ich irgendwann mal umsetzen wollte.

    An erster Stelle: Eine Nabenschaltung mit 14 gleichmäßig abgestuften Gängen von dem Hersteller aus Kassel mit dem „R“ am Wortanfang. Der Kenner sieht das auf dem Bild unten natürlich sofort. Eingehüllt in Konservierungsspray, das ich im Frühjahr regelmäßig „vergesse“, abzuwischen.
    Der Rahmen: Extra-Robust, entwickelt für extra große und schwere Radler. Also mit reichlich Reserven und Zuladungsmöglichkeit.
    26-Zoll-Felgen die eigentlich nur in Tandems eingebaut werden, gerade eingespeicht, mit „unplattbar“-Reifen mit Allwetter-Profil, auf 4-5 bar aufgepumpt, damit sie gut rollen.
    Vorne natürlich ein super-duper Nabendynamo mit nur 3 Watt Rollwiderstand, damit das Fahren mit Licht nicht bremst.
    Was ist auf dem Bild noch zu erkennen?
    Die Anhängerkupplung – für sperrige Transporte kommt der alte Kinderanhänger ab und an noch zum Einsatz – 40kg Zuladung sind erlaubt!
    2 Flaschenhalter – im Sommer brauche ich bis zu 1 Liter (Wasser!) pro Stunde.
    Klick-Pedale. Klar, zum „Rund treten“… und sonst falle ich vom Rad. ;-)
    Eine etwa alle 200km gereinigte und geschmierte Kette – sonst geht ja die halbe Leistung als Reibung verloren.
    Je ein robuster Gepäckträger hinten und vorn.
    Und noch eine paar Details, die hier aber vermutlich viel zu weit gehen würden (liest überhaupt noch jemand???).
    Das Ganze wiegt etwa 15 kg + Schloss (1,3 kg!) + Radflasche(n) + Packtasche(n) mit Notwerkzeug, Ersatzschlauch, Regenzeug … also sind es selten unter 20kg, die die Fuhre wiegt. Das fällt aber nur auf, wenn ich das Rad die Treppen an der Brücke am Caputher Gemünde oder am Bahndamm am Templiner See rauf- und runtertrage… hier wären mit dem Rad befahrbare Rampen wirklich sinnvoll!

    Mit so einem Rad macht das Alltagsradeln einfach Spaß. Kram in die Packtasche(n), Helm auf, losfahren. Die Kleidung passend zum Wetter – von luftig bis völlig wetterfest bei Regen und im Winter. Und im Urlaub mit den Kindern nehme ich natürlich das schwere Gepäck, das Zelt, die Isomatten etc. . Es kommt vor, dass ich mein Rad nicht mehr anheben kann – aber es rollt trotzdem prima geradeaus!

    „Geradeaus“ – okay, es ist Zeit „die Kurve zu kriegen“ – zurück aus den Verzweigungen der Fahrrad-Leidenschaft, hinein in mehr allgemeingültige Themen. Für die meisten Radfahrer taugt ja ein normales Fahrrad, und dann geht es um ganz andere Fragen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn es bei uns in der Gemeinde eine Fahrrad-Werkstatt gäbe? Es radeln über 300 Schwielowseer*innen beim Stadtradlen mit. Bei kleinen oder größeren Problemen, zur Wartung oder zum Radkauf muss man nach Potsdam oder in die Nachbargemeinden fahren. Es gab früher mal eine Fahrrad-Werkstatt in Caputh in der Nähe des Fähranlegers. Ist so etwas nicht eine Geschäftsidee, die heute wieder funktionieren könnte? Oder wäre eine tageweise geöffnete Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt ein Anfang?

    Ich freue mich auf Reaktionen zu dieser Frage – und natürlich zu dem kleinen (!) Ausflug in den Fahrrad-„Tech Talk“.

    Ich bin über c.wessel(at)klima-schwielowsee.de zu erreichen.

    Euer / Ihr Christian Wessel

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    Tag 16 „Nimm zwei“

    Bild Geschrieben am 16.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Heute habe ich im Rathaus gleich zwei Sitzungen - als ehrenamtliche Kommunalpolitikerin, versteht sich. Bereits kurz nach vier mache ich mich auf den Weg rund um den See, um noch einige Kilometer auf mein Punktekonto zu packen, da ich leider wegen der Vorbereitung auf die Sitzungen wirklich extrem wenig Zeit habe. (Wer mich kennt weiß, dass ich mich immer gut vorbereite ; ) Leider ist die Enttäuschung groß, als ich in Ferch vom Fahrrad steige: die App hat mal wieder die Aufzeichnung während der Fahrt unterbrochen, na toll... Mittlerweile weiß ich ja aber wie es geht: Strecke bei Naviki eingeben und dann die geradelten Kilometer manuell eintragen, trotzdem nervt das natürlich...
    1. Sitzung: Ortsvorsteherrunde, gemeinsam mit meinen beiden männlichen Amtskollegen und der Bürgermeisterin. Sehr zielorientierte Gespräche, macht Spaß, da alle Teilnehmer gut vorbereitet sind.
    2. Sitzung: Hauptausschuss - hier wird die Gemeindevertretersitzung vom 30.09.2020 bereits vorbereitet. Lange Diskussionen erwartet man eigentlich nicht, da bereits in den Gremien der Sitzungsfolge dazu ausführlich diskutiert worden ist. Aber natürlich taucht dann doch immer wieder hier und da eine Frage auf und wir diskutieren alle sehr engagiert, sachorientiert.
    Im Dunklen geht es danach mit dem Fahrrad am Schwielowsee zurück nach Caputh, habe nette Begleitung von meinem Fraktionsvorsitzenden-Kollegen (von den Grünen), alle anderen waren heute motorisiert am Start...

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    Tag 15 "Es grünt so grün, die Zweite"

    Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Heute mit dem Rad einen Abstecher zum Altmann Garten gemacht. Wer ihn kennt weiß, dass er am Krähenberg liegt und es für einen radelnden Flachlandtiroler wie mich, wirklich eine Herausforderung ist, diesen Berg zu "erklimmen"... jedenfalls kam ich heute, noch dazu bei diesen sommerlich heißen Temperaturen, mit hochrotem Kopf oben an. Das hatte ich neulich bereits im Gespräch mit einem passionierten Radfahrer auch ehrlich zugegeben, dass mir Berge nicht so liegen. In meiner zweiten Heimat Andalusien zolle ich den Radrennfahrern stets höchsten Respekt, wenn sie die vielen Serpentinen Richtung Sierra Nevada aufsteigen: Chapeau!
    Mit der wunderbaren Hebamme Martina Seidler sehr anregende Gespräche geführt, sie hält gemeinsam mit ihrer Familie den denkmalgeschützten Garten nach Kräften liebevoll in Schuss, auch dafür: Chapeau!
    Wie sich jeder denken kann, war der Rückweg natürlich nun die reinste Freude Ich musste freiwillig bremsen, sonst hätte ich mich nicht an das Tempolimit der hier herrschenden Tempo-30-Zone halten können. Wie gut, dass ich vor einigen Wochen das Rad zur Durchsicht gegeben habe und daher auch meine Bremsen einwandfrei funktionieren : )

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    Woche 2

    Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Die zweite Woche ging gestern zu Ende und jetzt fühlt es sich gar nicht mehr so nach Herbst an, wie noch zu Anfang. Heute werde ich von einem Radfreund abgeholt und wir drehen noch eine extra Tour nach der Arbeit. Am Wochenende ist diese Woche nicht so viel Zeit und dann müssen die 1000 km eben unter der Woche voll gemacht werden. Gestern habe ich wieder einen Umweg gemacht, um noch auf 666 km zu kommen. Jetzt fühlt es sich auch so an, als wäre ich im Plan und der Rest ist gut schaffbar. Gestern und heute bin ich über Petzow und Werder gefahren. Leider ist der Radweg in Petzow vom Ortseingang bis hinter der Kirche so schlecht, dass man mit dünnen Reifen dort nicht fahren kann. Schlamm, Sand und Steine und zwischen den Bäumen manchmal unter einem Meter breit. Hier würde ein Schutzstreifen auf der Straße wohl mehr Sinn machen (die alten Bäume für einen Radweg zu fällen wäre keine Option).

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    Tag 14 „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“

    Bild Geschrieben am 15.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Natürlich meine ich das nur im übertragenen Sinne und spiele auf die im nächsten Jahr stattfindende Bundestagswahl an. In Michendorf haben sich heute die Bewerberin und die Bewerber, die für unseren Wahlkreis als SPD-Direktkandidaten in den Bundestag einziehen möchten, vorgestellt. Interessierte Mitglieder unseres Ortsvereins radelten vorbildlich mit den Rädern zu dieser sehr informativen Veranstaltung. Schauen wir mal, wer von den Fünfen das Rennen machen wird...
    Auf dem Rückweg diesmal kein einziges Tier gesehen, die Caputher Chaussee hat ja in den Abend- und Nachtstunden sehr häufig Damwild- oder Wildschweinbegegnungen zu bieten.

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    Tag 13 „Caputh - das Chicago des Schwielow-Sees“

    Bild Geschrieben am 14.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    ... so hat Fontane Caputh in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ betitelt. Und er hat sogar während einer seiner Reisen durchs Havelland in Caputh übernachtet. Um daran zu erinnern, hat der Cultura e.V. eine Gedenktafel aufstellen lassen, die ich gestern gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins enthüllen durfte,. Vorab noch eine kurze Lesung, wie Fontane damals seinen Aufenthalt beim Gastwirt Bossdorf beschrieb. Der hatte übrigens „die unerläßlichste aller Wirtseigenschaften: er war freundlich.“
    Und freundlich sind die Gastwirte in Caputh bis heute. Am Abend radeln wir zum Fährhaus, um dort den Tag mit einer „Grünen Weißen“ ausklingen zu lassen. Die Schlange der Wartenden ist lang, aber auch für uns findet man schnell ein gemütliches Plätzchen.
    Heute zwar nicht so viel geradelt wie sonst, aber ganz ehrlich, ich fahre lieber, wenn die Wege leer sind... Muss ich in der Woche also etwas mehr in die Pedale treten. In diesem Sinne allen einen guten Start in die Woche!

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    Neue Wege entdecken

    Geschrieben am 14.09.2020 von Annedore Althausen
    Team: Familienzentrum Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Keineswegs muss man mit dem Rad dieselben großen Straßen fahren, wie mit dem Auto!
    Manchmal gibt es mit dem Rad viel schönere Strecken zu entdecken! Oft sind die Radverbindungen direkter und ohne größere Umwege.
    Allerdings sind sie oft auch unbefestigt. Und ein ungeübtes Auge kann auf (Online)Karten nicht unbedingt erkennen, ob dieser Weg, der für Radfahrende vorgeschlagen wird, tatsächlich existiert.
    Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen!
    Letztens bin ich zu einem Termin nach Nuthetal gefahren. Mit dem Auto müsste man entweder über Potsdam oder über die L77 fahren. Beides ist mit dem Rad nicht sehr attraktiv, weil ziemlich weit und ziemlich autolastige Strecken.
    Für mich ging es quer durch, durch Wilhelmshorst und durch den Wald. Das ist nicht nur das Von-A-nach-B, da gehts nicht mehr nur um die Strecke. Da krieg ich den Kopf frei, da kommen mir viele Gedanken, Ideen. Da kann ich mich (etwas) auspowern, da kann ich durchatmen. Abschalten.
    Radfahren an sich erlebe ich schon als befreiend, als entspannend und (bei aller körperlicher Anstrengung) als kraftgebend. Wenn ich es dann noch schaffe, schöne Strecken abseits der großen (autolastigen) Straßen zu finden, ist es ein wahrer Genuss! Das ist Lebensqualität!
    In Nuthetal sah ich dann diese Initiative Blühstreifen (siehe Foto). Gibts so etwas schon in Schwielowsee?

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    Die ganze Familie auf dem Rad

    Geschrieben am 13.09.2020 von Annedore Althausen
    Team: Familienzentrum Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Wir sind ja im Ort ziemlich viel mit dem Lastenrad unterwegs. Denn das ist so praktisch! Es bietet viel Platz für Kinder (Ich hatte in der letzten Woche einmal sogar alle 4 Plätze in der Kiste mit Kindern besetzt. Ansonsten sind es meist nur unsere 1, 2 oder 3 eigenen Kinder.), für Einkauf oder für sonstigen Kram, der mitgenommen werden will.
    Doch nun hat auch Kind2 das Radelfieber gepackt und es fährt 5-jährigen-gerechte Entfernungen nun selbst und sammelt so nun auch fürs Stadtradeln Kilometer! Natürlich fürs Team Familienzentrum!

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    Tag 12 - Ferch - Leipzig

    Bild Geschrieben am 13.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    6:30 Uhr Der Wecker klingelt. Ich mache schnell für die beiden "großen Töchter" den Frühstückstisch fertig und sammle meine sieben Sachen zusammen. Am Vortag hatte ich viel zu tun und bin erst spät ins Bett gekommen. Die Müdigkeit steckt mir noch in den Knochen. Ich verzichte auf einen Kaffee (der bringt bei mir so früh am Morgen sowieso nicht viel). Draußen sind 9°C und ich überlege noch, ob ich mehr zum Anziehen brauche, als nur ein Trikot und ein dünnes Jäckchen. Aber zumindest ist es dann wenig Gewicht und ich komme schneller voran. Ich stelle mich auf ein Radabenteuer ein, weil ich die Strecke (zumindest ab Treuenbrietzen) noch nie gefahren bin.

    7:41 Uhr Mit elf Minuten Verspätung starte ich den Radcomputer und rolle los in Richtung Beelitz. Ich habe eine Stunde Puffer/ Pause eingeplant und mir anhand meiner Fitness die Durchschnittsgeschwindigkeit errechnen lassen (30,5 km/h). Nach meinem Plan müsste ich gegen 13 Uhr in Leipzig ankommen. Ab 14 Uhr kann das Hotelzimmer bezogen werden und ab 15 Uhr feiert Opa seinen 80. Geburtstag. Na dann mal los...

    7:53 Uhr Ich stoppe kurz auf der Autobahnbrücke der A10, um ein erstes Foto für den Blog zu machen. Die Sonne spendet noch nicht merklich Wärme, aber steht schon hoch genug am Himmel, um genug Licht zu spenden. Es geht weiter über den Radweg R1 in Richtung Beelitz Heilstätten. Der Radweg hat in den letzten Jahren gelitten und es gibt viele Wurzelbuckel, so dass man dieses Stück nicht schnell befahren kann, ich muss an vielen Stellen abbremsen und werde ordentlich durchgeschüttelt.

    8:13 Uhr Beelitz. Ich stehe plötzlich vor einer Baustelle, die mein Navi nicht kannte und werde durch Seitenstraßen und Kopfsteinpflasterpassagen wieder auf die Landstraße gebracht. Diese unvorhergesehenen Zeitfresser kennt Komoot leider nicht und mein Offline-Fahrradnavi erst recht nicht. Ich stelle wieder mal fest - man sollte für lange Strecken immer mehr Zeit einplanen als nötig, um allen Eventualitäten Zeit einzuräumen (von Pannen mal abgesehen). Nach Beelitz rolle ich mehr oder weniger einsam auf einem schnurgeraden Radweg neben der B2. Es ist langweilig. Ich setze meine Knochenschallkopfhörer auf (die Ohren bleiben frei) und mache mir über das Internet Radio Fritz an. Leider ist der Internetempfang vielerorts noch so schlecht, dass ich zwischendurch immer wieder mehrere Minuten Pause habe, in denen mein Handy offline ist. Digitales Deutschland...

    8:56 Uhr Treuenbrietzen. Die Sonne kommt langsam raus, ich friere an den Beinen nicht mehr so. Auf den Straßen ist geschäftiges Treiben. Viele Leute sind unterwegs, um Brötchen zu holen oder den Hund auszuführen. Ich liege gut in der Zeit, aber spare mir einen Stopp. In meiner Jackentasche habe ich zwei Müsliriegel, das muss fürs erste reichen. Die Verpackung stopfe ich zusammen mit meinem Handschuhen in die Jackentasche und weiter geht die Reise. Lieber keine Zeit verlieren, es liegen immer noch mehr als 100km vor mir. Nach Treuenbrietzen geht es plötzlich nur noch bergauf. Echt jetzt? Wer hat hier einen Berg hingesetzt? Das wusste ich gar nicht. Mein Fahrradnavi zeigt die nächsten Kilometer immer konstant zwischen 0,5 und 3,5% Steigung. Das sind die fiesesten Anstiege. Man sieht sie kaum, aber die Geschwindigkeit geht runter auf 25 km/h. Ich fahre durch Wälder und plötzlich ist zwar die Steigung vorbei, der Wald aber auch. Es folgen endlose, monotone Äcker. Ein kräftiger Gegenwind setzt ein, der mich noch bis zum Ziel begleiten wird. Ich passiere einige kleine Dörfer, deren Namen ich noch nie gehört habe und zwischendrin, angekündigt durch ein etwa DIN-A4--großes Schild auch die Grenze zu Sachsen-Anhalt. Es zieht sich, es ist zäh, mal mit Radweg und mal ohne entlang der B2. Zumindest habe ich (leise) Musik auf dem Ohr und bin abgelenkt von der Monotonie. Windräder, Felder, ein paar Bäumchen, noch mehr Felder und Windräder. So geht das über eine Stunde. Keine Kurve, kaum Häuser, fast keine anderen Radfahrer. Kein Wunder - die Strecke ist nicht schön und in der Nähe wohnt auch kaum jemand. Ich muss an das Lied von Rainald Grebe denken. "Nimm dir Essen mit, wir fahren nach Brandenburg". Check, ich habe einige Stullen eingepackt.

    10:05 Uhr Lutherstadt Wittenberg. Juhu - endlich wieder Zivilisation! Häuser - nein, ganze Straßenzüge! Ich war zwar schonmal hier, aber das ist Jahre her. und eigentlich sind wir damals auch nur bei einer Hochzeit gewesen und haben nichts von der Stadt gesehen. Ich sehe mich um, fahre am Panorama von Asisi vorbei. Ein paar Leute stehen mit großem Abstand an und wollen rein. Irgenwann müssen wir auch nochmal herkommen mit den Kindern und mehr Zeit beschließe ich. Während ich so schaue verpasse ich gleich zweimal die richtige Abbiegung und muss wieder zurück auf den Track. Ich lande wieder auf Kopfsteinpflasterstraßen am Bahnhof. Super gemacht - nochmal richtig durchgeschüttelt. Hoffentlich halten die Ersatzflaschen in meinem Rucksack dicht. Da ist doch Kohlensäure drin... Das Navi leitet mich mehr oder weniger am Stadtkern vorbei (geht auch schneller vermute ich) und nach zehn Minuten bin ich auch schon wieder aus der Stadt raus . Ein kurzes Vergnügen, aber ich muss weiter. Mein Puffer schrumpft im Gegenwind schnell, ich verliere jede Stunde 4,5 Kilometer, weil ich nur durchschnittlich mit 26 km/h rolle. Das klingt erstmal nicht viel, aber es summiert sich eben. Ich wollte in Lutherstadt Wittenberg gemütlich frühstücken und mich irgendwo mal zehn Minuten hinsetzen. Pustekuchen! Keine Zeit. Immer weiter.

    10:16 Uhr Kurz hinter Wittenberg fahre ich über die Elbe. Was für eine Aussicht! Was für ein Wetter! Jetzt stoppe ich doch. Ich ziehe endlich meine Jacke aus (es sind inzwischen 18 Grad) und genieße fünf Minuten lang die Aussicht über den Fluss, während ich mir vier Paninis genehmige. Weiter geht es. Jetzt fühlt es sich doch etwas mehr nach Rennradfahren an denke ich, so ohne Jacke. Aber irgendwie ist der Rucksack jetzt auch schwerer geworden. Man kann eben nicht alles haben. Es ist ja schon toll im September noch so schönes Wetter zu haben (bis auf den verdammten Wind, der immer noch zunimmt).

    Es geht weiter. ich fahre über Eutzsch, Reuden, Radis nach Gräfenhainichen. Die Straßen dort sind teilweise stark befahren und Radwege kennt man hier nicht. Wer will hier schon Rad fahren. Die Distanzen zwischen den Orten sind ja auch viel zu groß, oder? Ich treffe zwei Asiatinnen, die auf einem großen Runkel an der Landstraße mit ihren Rennrädern Selfies machen. Es ist ein schräger Anblick, während hinter dem Blickfeld die großen LKW überholen. Ich warte auf Veränderung, auf einen Radweg. Ich überlege, ob ich Oma anrufen sollte, dass ich später komme, weil ich so langsam vorankomme. Ich entscheide mich dagegen. Wird schon schiefgehen.

    11:19 Uhr Kurze Zeit später werde ich mit einem tollen Radweg am Gröberner See belohnt. Die Aussicht ist fantastisch, es ist ein alter Tagebau. davon werde ich in den nächsten Stunden noch mehrere sehen. Ich halte an und fülle die beiden Ersatzflaschen im Rucksack in meine Trinkflaschen am Rad um. Stopfe mir ein Panini in den Mund und eines in die Trikottasche. Die restlichen Brote stecke ich in die Außentaschen meines Rucksacks, um während der Fahrt danach greifen zu können ohne anhalten zu müssen. Während ich dort auf dem Boden hantiere, werde ich von Familien belächelt, die an mir vorüberradeln. Wenn die wüssen, dass ich schon 89 km in den Beinen habe. Später lerne ich über das Internet, dass dort ein Skelett eines 100.000 Jahre alten Waldelefant gefunden wurde. Interessant. Heute würde der Waldelefant dort aber nur noch Steppe finden und vor den Touris und Jetskis flüchten. Der Asphalt ist super, denke ich. eine Minute später stehe ich vor einem Bauzaun und werde auf einen sandigen Feldweg mit spitzen Steinen gelenkt. So ein Mist. Mit meinen Reifen komme ich dort nicht lang. Zurück fahren bis zur Bundesstraße? Keine Option, zu weit. Damit verliere ich locker eine halbe Stunde. Na gut, dann laufe ich eben, mal sehen wie weit es bis zum nächsten Asphalt ist. Die Cleats knirschen, als ich nach einem Kilometer wieder einklicke.

    Es geht weiter über Gossa, Pouch (am Muldestausee), vorbei am Seelhausener See. Die Landschaft ist super abwechslungsreich mit den vielen Stauseen. Kein Wunder, dass dort so viele Urlauber unterwegs sind.

    12:26 Uhr Ortseingang Delitzsch
    Ich fange an nachzurechnen. Wollte ich nicht 13 Uhr in Leipzig sein? Ist Leipzig doch schon so nah? Wo ist eigentlich Delitzsch? Ich schaue auf den Tacho. 115 km sind schon geschafft, OK. So übel sieht es nicht aus. Die Beine laufen noch geschmeidig und der Wind ist auch noch da. dann komme ich eben ein bisschen später. Es gibt ja erst 15 Uhr Kaffee... Hier hat Komoot gut geplant. Die Straße ist kaum befahren und der Belag ist gut. Der Belag von meinem Brot auch - Räucherlachs und Frischkäse. Der starke Wind lässt die Luft kühl wirken, obwohl der Tacho schon 23 Grad anzeigt. Auf einigen Passagen kann ich nicht schneller als 23 km/h fahren und muss den Lenker die ganze Zeit festhalten, so pustet es.
    Ich sehe die Flugzeuge zum Landeanflug ansetzen. Jetzt ist es nicht mehr weit! Der Flughafen Halle-Leipzig ist um die Ecke von meinen Großeltern. Super Sache. Ich fahre über die A14 bei Radefeld. Die letzten Kilometer vorbei am Porsche-Werk spule ich nur so ab. Ab hier kommt der Wind endlich mal teilweise von hinten. Ich gebe dem Rad nochmal die Sporen und fahre kurz mal über 50 km/h. Das musste mal sein.

    13:24 Uhr Ankunft in Leipzig. Meine Oma kommt mir schon entgegen, ich hatte ihr einen Live-Standort geschickt. Sie hat extra Kartoffelsuppe gekocht, "weil ich ja so ausgehungert bin". Bin ich zwar nicht, die Suppe schmeckt trotzdem super. Jetzt freue ich mich auf eine Dusche und darauf die Familie beim Kaffee zu sehen.

    137 km

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    Tag 12 „Wochenend und Sonnenschein“

    Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Wie schon gesagt, das Wochenende gehört, sofern es sich einrichten lässt, der Familie. Heute durchkreuzte zunächst meine älteste - sprich längste - Freundin meine Pläne, aber eigentlich gehört sie ja auch schon zur Familie ; )
    Nach unserem Girlstalk bin ich dann direkt zu meiner Mama geradelt, gemeinsames Kaffeetrinken Bei schönstem Sonnenschein auf ihrer Terrasse. Schnell bei der Gelegenheit noch Fontane aus ihrem Bücherregal geborgt, morgen steht eine Lesung dazu auf dem Programm.
    Danach zu der neu eröffneten Schlossgalerie Haape geradelt, ein wirkliches Juwel für den Caputher Kulturbetrieb! Und das sage ich nicht nur, weil ich mit einem der dort ausstellenden Künstler verheiratet bin. Schauspielerin Ursela Monn, mit der mein Mann ab Oktober wieder in Köln einen Spielfilm drehen wird, war und ist auch total begeistert.
    Jeden Samstag und Sonntag zwischen 12 - 18 h kann man sich übrigens die wunderbare Ausstellung selbst ansehen.
    Nach Galerieschluss noch fix zum REWE geradelt, denn sonst hat die Familie am Wochenende nichts zu essen. Zum Glück hat sich mein Mann seinen Traum vom Christiania Rad vor Jahren erfüllt und da passt locker ein Wochenendeinkauf rein. So kann zu guter Letzt der Tag mit einem schönen Grillen zuhause ganz entspannt ausklingen.

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    Tag 11 „Tatü-tata die Feuerwehr ist da...“

    Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Feierliche Übergabe des HLF 20 bei der Freiwilligen Feuerwehr in Caputh. Die Kameraden fahren mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug vor, ich natürlich mal wieder mit dem Rad... Beeindruckend; was das neue Fahrzeug alles an Technik und Einsatzgerätschaften an Bord hat! Der Caputher Ortswehrführer Rolf Käfer ist so nett und gibt mir eine spannende Einführung, ich bin begeistert.
    Meine Hochachtung gilt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, denn sie leisten wirklich Großes mit ihrem ehrenamtlichen Engagement!

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    Tag 10 „Eine Seefahrt, die ist lustig...“

    Bild Geschrieben am 12.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Heute zunächst vom Rad auf den Dampfer umgestiegen. Schöne Aufgabe als Ortsvorsteherin : die alljährliche Seniorendampferfahrt. Während der Inselrundfahrt blieb genug Zeit für interessante Gespräche.So habe ich von Dr. Thiele super Tipps für neue Fahrradrouten bekommen. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an die Familie Thiele, die diesen Ausflug auch in diesem Jahr möglich gemacht hat und natürlich auch für ihr langjähriges Engagement!
    Abends noch Sitzung des Klimabeirats im Rathaus Ferch, dann doch noch zum Fahrradfahren gekommen : )

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    Tag 9 „Das bisschen Haushalt ...“

    Bild Geschrieben am 10.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Heute habe ich einen Termin im Rathaus Ferch mit der Kämmerin und ihrer Mitarbeiterin, es geht um den Haushalt für Caputh. Ich stehe zunächst vor verschlossenen Türen, da beinahe das komplette Rathauspersonal heute auswärts ist - Teamtag. Apropos Team: Unser Caputher Ortsbeirat hatte in Vorbereitung des Haushalts 2021 ff. in einer Sondersitzung bereits zusammen gesessen und bis spät abends über Haushaltsfragen diskutiert: Welche Maßnahmen sind für unseren Ort dringend notwendig, welche Visionen haben wir für die weitere Entwicklung?
    An dieser Stelle möchte ich meine Mitglieder des Caputher Ortsbeirates wirklich loben und mich bei allen bedanken, dass sie der Einladung gefolgt sind und sich so engagiert eingebracht haben!!!
    PS: Auf meiner täglichen Runde komme ich ja über die eine oder andere Brücke, dann schaue ich natürlich auch immer nach Lösungen, die wir in unserer Gemeinde umsetzen könnten. So gesehen an der Eisenbahnbrücke am Bahndamm Templiner See: Dort ist der Treppeneinstieg dauerhaft versiegelt, somit entstehen keine Pfützen mehr bei Regenwetter, wie das ja leider noch immer in Caputh an der Brücke der Fall ist. Auch die Schräge für die Fahrräder ist deutlich breiter und somit läßt sich das Rad komfortabler hoch bzw. runter schieben. Sollten wir auch mal drüber nachdenken!

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    Tag 8 "Der kalte Hauch des Todes"

    Geschrieben am 10.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Auf dem Rückweg, vom Zernsee kommend, freue ich mich auf meine Ankunft in Caputh, nur noch wenige Minuten bis nach Hause. In der Schwielowseestraße steht gerade die Postfrau neben ihrem Auto, wie so oft mit 2 Rädern auf dem Bürgersteig. Sie wartet darauf, dass ich auf der rechten Straßenseite an ihr vorbeifahre, um dann selbst zu Fuß die Straße zum gegenüberliegenden Briefkasten zu überqueren.Genau in dem Moment, wo wir gleichauf sind, schießt zwischen uns eine schwarze Limousine hindurch, es fehlen auf beiden Seiten nur wenige Zentimeter. Alles geht sehr schnell und ich erkenne lediglich das Autokennzeichen C für Chemnitz. Dass bei diesem gefährlichen Überholmanöver, noch dazu mit viel zu hoher Geschwindigkeit, niemand verletzt wurde, grenzt an ein Wunder, ist aber leider auf dieser Straße keine Seltenheit. Auch Einheimische überholen auf dieser langen, geraden Strecke gerne Autos, die vorschriftsmäßig ihre 50 kmh fahren... Daher mahne ich schon seit Jahren, dass für die Rad- und Schulwegsicherheit hier dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen. Ich hoffe, das hier liest ein Verantwortlicher!

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    Was mir durch den Kopf geht, wenn ich Rad fahre...

    Bild Geschrieben am 10.09.2020 von Christian Wessel
    Team: Klima-Initiative Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Nach einer Woche Stadtradeln standen bei mir etwas mehr als 300 km im Stadtradeln-„km-Buch“. Da habe ich selbst gestaunt, denn sonst zähle ich meine Kilometer nicht. Sondern die Zeit, die ich auf dem Rad verbringe. Egal ob mit dem Stadtrad, dem Rennrad oder dem Mountainbike – ich genieße die Zeit, die ich unterwegs bin!

    In den vergangenen Tagen bin ich viel zwischen Potsdam und Caputh gependelt, am Ufer des Templiner Sees entlang.
    Dann war ich, wie jede Woche einmal, bei meinen Eltern in Kladow zu Besuch. Mit dem Rad brauche ich etwas mehr als eine Stunde für eine Strecke, via Geltow, Neuem Palais, um den Krampnitzsee herum und durch Sacrow – darauf freue ich mich immer! Meine letzte Autofahrt dorthin ist schon länger her, sie hat bei dichtem Verkehr mehr als 1,5 Stunden gedauert.
    Dann war ich letzte Woche mit dem Rad in Berlin. Das sind dann schon 1,5-2 Stunden pro Strecke, aber eben nicht verlorene Zeit, weil man mit dem Auto im Stau steht, sondern Genuss-Zeit!
    Am Wochenende stand dann noch ein Ausflug auf dem Plan – mit dem Zug nach Gransee und dann mit dem Rad via Neuruppin, Fehrbellin, Paulinenaue, Ribbeck, Nauen und Potsdam zurück. Zwischendrin haben wir im Gudelacksee gebadet, lecker zu Mittag gegessen und später in Ribbeck Café und Kuchen genossen.
    Ach ja, beim und nach dem Radfahren schmeckt das Essen immer so gut … und „es setzt nicht an“!

    Und worüber denke ich als Radfahrer dann die ganze Zeit nach? Über „nichts Besonderes“. Zeit auf dem Rad bedeutet für mich in erster Linie, dass ich mich wohl fühle, mich bewege, mich erhole, die Eindrücke der Umwelt ungefiltert mitbekomme. Also ist die Zeit auf dem Rad für mich wirklich Wohlfühlzeit!
    Und meistens bin ich im hier und jetzt – was ja auch besser so ist, da man ja nicht allein unterwegs ist und die Wege auch nicht immer völlig eben sind. Hin und wieder entstehen aber auch tolle Ideen, wenn ich auf dem Rad unterwegs bin. Nicht, weil ich verbissen über einem Problem brüte, sondern weil der Denkapparat beim Radfahren „durchgelüftet“ wird und sich entspannt.

    Also ist Radfahren eine wirklich gute Sache! Oder, wie es der Grafiker Martin Hoffmann vor 30 Jahren treffend formuliert und grafisch umgesetzt hat:

    Radfahren ist einfach besser.
    Für Deinen Leib, Deine Seele und Dein Portemonnaie; für unsere Luft, unsere Ohren und überhaupt.

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    Tag 9 - Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

    Bild Geschrieben am 09.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Während ich die letzten beiden Tage mehr oder weniger kraftsparend und gemütlich zur Arbeit gerollt bin fange ich heute an die Tour nach Leipzig am Samstag zu planen. Einige Dinge gehören zum Standardrepertoire, aber bei einer Strecke über 100 km und das ohne Streckenkenntnis braucht es doch noch ein paar mehr Vorbereitungen als sonst. Als erstes habe ich (schon letztes Wochenende) eine Tour auf Komoot geplant und auf meinen Fahrradcomputer hochgeladen. Der Radcomputer bietet mir Ausweichstrecken an, wenn der Belag nicht fahrbar ist, oder die Straße wider erwarten gesperrt ist. Bei Komoot kann man auch auswählen, mit welchem Typ Fahrrad man unterwegs ist und der Straßenbelag wird entsprechend wenige Überraschungen bereithalten. Die meiste Zeit werde ich auf Asphalt (Radweg und Landstraße) rollen. Die Wahl fiel daher erstmal auf das Rennrad. Wenn das Wetter nicht mitspielt kann ich zur Not noch spontan auf den Arbeits-Crosser wechseln. Schutzbleche hat das Rad nicht, dafür ist es mit 8 kg Gesamtgewicht nochmal ein Stück leichter und aerodynamischer. Ich habe mich auch entschieden diesmal einen kleinen Rucksack mitzunehmen, um unabhängig von Wasserauffüllstationen wie Tankstellen etc. zu sein. Sonst fahre ich diese Streckenlängen nur mit Müsliriegeln und etwas Geld in der Trikottasche. Dieses Mal geht es aber wie gesagt in unbekannte Gefilde und so habe ich weniger Stress in der Organisation.

    Was ich immer auf längeren Touren dabei habe (Trikottasche und am Rahmen): Radcomputer Wahoo Elemnt Roam mit Routennavigation, Mini-Rücklicht, Minipumpe bis 8 bar, ein bis zwei Ersatzschläuche, Reifenheber, Minitool mit Inbusschlüsseln, selbstklebende Flicken für den Schlauch, Mund-Nasen-Maske, Ventilverlängerungen für Hochprofilfelgen, 2x750ml Wasser mit Isogetränkepulver, 2 Gels, 2 Müsliriegel.

    Zusätzlich kommt jetzt noch Verpflegung dazu: 2 Flaschen 500ml zum Nachfüllen, 10 Paninis mit unterschiedlichem Belag, weitere Gels und Riegel. Dazu eine sehr klein gepackte Regenjacke, falls das Wetter nicht mitspielt, Wechselbrille für die Ankunft (die Familie mit den Wechselklamotten kommt später und ohne normale Brille müsste ich sonst die ganze Zeit mit der Sonnenbrille herumlaufen).

    Auf dem Bild rechts habe ich mal fast alles zusammengestellt, was am Samstag mitfährt (außer die Paninis, die wären dann oll, und das Minitool, das habe ich gerade verlegt...)

    So bepackt kann am Samstag früh die Reise starten. Für die 135 km bis zu meinen Großeltern habe ich inklusive Pausen etwa 5,5 Stunden geplant (ca. 25 km/h Schnitt). Damit sollte ich gegen Mittag da sein, wenn ich morgens losfahre. Die Rückreise wird je nach verfügbarer Zeit aber vermutlich nicht mit dem Rad, sondern mit dem Bus passieren, da die Beine nach der Tour mal einen Tag Pause brauchen.
    Bis dahin warten zwei vermutlich unspektakuläre Tage im Büro.

    Haltet durch, das Wochenende ist nah - und nicht vergessen die Kilometer einzutragen ;-)

    Euer Maxe

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    Tag 7 – Ende der ersten Woche

    Bild Geschrieben am 08.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Die erste Woche ist vorbei und es ist Zeit für ein kurzes Fazit. Das Wetter war besser als vorhergesagt, so dass alle Stadtradler mehr Kilometer sammeln konnten, als ich vorher für möglich gehalten hätte. Ich habe meinen Heimweg von der Arbeit gestern nochmal etwas verlängert, um genau auf 333 km zu kommen (und dann auch nochmal 200m extra, damit es auch eine richtige Schnapszahl wird…). Die Distanz war kein Problem, da die Arbeitswege zusammen jede Woche schon ca. 180 km ausmachen. Die Tage werden merklich kürzer und inzwischen ist es morgens schon ganz schön schummerig, wenn ich mich auf den Weg zur Arbeit mache. Am Nachmittag scheint noch die Sonne, so dass ich auch in Ferch ein schönes Bild vom Heidekraut machen konnte (Schöne Grüße an Frau Freundner, die Ortsvorsteherin von Caputh – schöne Fotos und interessante Berichte!).
    Nun geht es frisch in Woche zwei, am Wochenende geht es zu Opas Geburtstag nach Leipzig, das wird eine Tour… ich werde berichten.
    Bis dahin erstmal noch viel Spaß!

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    Tag 7 „Es grünt so grün“

    Bild Geschrieben am 07.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Radelt man die Uferchaussee entlang, riecht man die Havel schon, bevor man sie überhaupt sieht. Jedes Jahr das gleiche: Grün soweit das Auge reicht.
    Apropos grün: unterwegs heute bewusst den ersten „Stadtradler im Einsatz“ getroffen und die Begegnung gleich zu einem kommunalpolitischen Austausch genutzt, danach ging es weiter in entgegengesetzten Richtungen - nicht inhaltlich sondern geographisch ; )

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    Tag 5 und 6 - Das erste Wochenende

    Bild Geschrieben am 07.09.2020 von Max Leinert
    Team: Grundschule Caputh
    Kommune: Schwielowsee

    Die erste Woche neigt sich langsam dem Ende entgegen. Bisher lief es für das Team der Grundschule Caputh ganz gut, aber am Wochenende war die Meuselbach-Grundschule in Geltow so fleißig, dass sie bereits einen Vorsprung von 400 km herausfahren konnten. Das kann ich selbst bei fleißigster Kilometerschrubberei nicht alleine aufholen.
    Mein Wochenende war eigentlich recht ruhig, am Samstag bin ich bei Schmuddelwetter nur 44 km gefahren und am Sonntag stand dann ein Geburtstagsbesuch auf dem Plan, so dass ich nochmal 86 km tracken musste. In der ersten Woche sind es jetzt schon über 300km, also heißt mein neues Ziel jetzt 1000 km für den Stadtradel-Zeitraum. Das klingt erstmal ohne Probleme machbar.
    Einige Dinge werde ich aber bewusst erst danach erledigen, weil es für mich logistisch mit dem Rad zu schwierig ist: drei leere Getränkekisten wegbringen, Schränke transportieren und der Baumarktbesuch sind für mich als Dorfbewohner schwer ohne Lastenrad oder größeren Radanhänger zu managen. Solche Dinge mache ich i.d.R. mit unserem Transporter.

    In der Familie kam neulich das Thema auf, wie viel man denn mehr an Kalorien verbraucht, wenn man jeden Tag 18km zur Arbeit fährt. Deshalb nutze ich diesen Post heute auch mal, noch ein paar Daten zu posten.
    Zum Thema Kalorien: das ist natürlich ganz stark vom Körpergewicht, Fahrradgewicht und der eingesetzten Power abhängig. Meine Uhr ermittelt aufgrund der Herzfrequenz immer Werte zwischen 300 und 400 kcal pro Strecke. Das sind dann z.B. 6 Äpfel oder 3 Bananen oder auch 1,5 Brötchen pro Tour. Ich fahre meistens zwischen 25 und 32 kmh Schnitt im niedrigeren Pulsbereich von 110 bis 140 Schläge pro Minute und mein Rad für die Arbeitswege wiegt 9kg. Wenn man seine Ernährung also nicht umstellt und dann diese Strecken täglich fährt kann man damit auch relativ schnell abnehmen. Das Problem dabei ist nur, dass man ja auch mehr Hunger hat, als ohne zu radeln...

    In dem Sinne.. guten (Frühstückshunger)!

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    Familienausflug mit dem Fahrrad

    Geschrieben am 07.09.2020 von Annedore Althausen
    Team: Familienzentrum Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Am Wochenende waren wir in Langerwisch und haben uns die Tiere auf der Muckeles Farm angeguckt. Das ist ein kleiner, privat geführter Gnadenhof hier ganz in der Nähe. Und der hat sogar Wildschweine!
    Es war ein schöner Familienausflug mit dem Rad! Mit dabei waren unsere beiden Erwachsenenräder, eines davon hat einen Kindersattel auf dem Oberrohr und zwei Fußruhen installiert (was Kind2 diesmal genutzt hat), ein Kinderfahrrad vom ältesten Kind und ein Fahrradanhänger mit zwei Sitzen (wo aber nur Kind3 drin saß). Platz für die Picknickdecke und das Essen hatten wir in den Fahrradtaschen und im Anhänger.
    Einzig die Radwegführung und Qualität der Wege in Michendorf lassen zu wünschen übrig. Aber ich weiß, dass es in Michendorf eine sehr aktive Radverkehrsinitiative gibt. Und Michendorf startet sein Stadtradeln an dem Tag, an dem unseres zu Ende geht!

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    Besorgungen und kurze Wege im Ort mit der Familie

    Geschrieben am 06.09.2020 von Annedore Althausen
    Team: Familienzentrum Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    In der Woche habe ich meist nur relativ kurze Wege, so dass ich in den ersten Stadtradeln-Tagen nur wenige Kilometer sammeln konnte.
    Rewe, Eisdiele und Apotheke, sowie Familienzentrum und der Garten der Oma liegen in angenehm kurzer Radelentfernung. So können die Kinder ins Lastenrad klettern und wir machen die Tour gemeinsam. Mit Fahrtwind um die Nase und guter Laune.
    Wenn die Kinder müde sind, müssen sie nicht nach Hause laufen oder selber radeln, sondern sitzen gemütlich im Lastenrad. Das genießen wir sehr.
    (Das geht natürlich auch mit einem Fahrradanhänger, aber im Lastenrad ist mehr Platz für (mehr) Kinder und (größeren) Einkauf.)

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    Tag 6 „Von Totenköpfen und Traktoren“

    Bild Geschrieben am 06.09.2020 von Kathrin Freundner
    Team: Offenes Team - Schwielowsee
    Kommune: Schwielowsee

    Das Wochenende gehört der Familie, trotzdem schell auf dem Rad noch (m)eine Runde gedreht. Einfach drauf los geradelt, vor mich hin geträumt. Dann stutzig bei Weg-Namen wie diesem: „Todtenkopfweg“. Vielleicht sollte ich doch lieber mit Helm fahren, schießt es mir durch den Kopf...Und schon taucht alsbald das nächste beunruhigende Schild auf ... ach herrjeh, wenn ich Pech habe, muss ich mir also den Rad- und Gehweg auch noch mit Traktoren teilen? Aber außer anderen Radlern treffe ich heute am Sonntag hier niemand anderen an ; )

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