STADTRADELN-Star Blog: Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf


Auf in den Endspurt

Bild Geschrieben am 06.10.2020 von Fred Schelp
Team: Stadtverwaltung
Kommune: Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf

Die Leidensfähigkeit auch beim schlechten Wetter am meinem Urlaubsort Como das Fahrrad zu nutzen, wurde durch starke Regenfälle auf die Probe gestellt. Dennoch haben meine Frau und ich und nicht entmutigen lassen und das Hotel-Fahrrad für Touren ins Umland genutzt.
Im Gespräch mit Einheimischen wurde deutlich, wie sehr diese unter dem motorisierten Individualverkehr leiden und die Verkehrsreduzierung in Zeiten des Lockdowns als echtes Plus an Lebensqualität bewerten, welches sie zunehmend wieder vermissen.
Aufgefallen ist mir, dass es in früheren Zeiten eine Küstenbahn gab, die es wieder zu reaktivieren lohnt mit einem Fahrradanhänger zur Erhöhung der Reichweite.
Am 03.10. machte ich einen Stopp in Mailand, um auch hier die Leihstruktur zu nutzen. Es ist positiv zu sehen, dass Mailand wie auch andere Großstädte versuchen den Radverkehr durch Fahrradausleihstationen und bevorrechtigte Fahrradspuren zu stärken. Es ist schon ein interessantes Gefühl mit dem Rad entlang der Nobelgeschäfte zu radeln – wie Chanel, Zegna, Luis Vuitton.

In Waldkraiburg angekommen, habe ich mich wieder wie gewohnt auf mein kleines BMW-Radl geschwungen und meine Arbeitswege absolviert.
Am ersten Tag wäre ich am Kreisel St. Erasmus beinahe mit entgegenkommenden radelnden Schülern zusammengestoßen. Als langjähriger Radler entwickelt man einen „siebten Sinn“ und fährt defensiv an neuralgischen Stellen, wozu unbedingt die Radwegeführung am Stockhamer Berg gehört. Der Radelweg von der City kommend ist ein Hauptschulweg. Er ist aber von seinen Sichtbeziehungen sehr schlecht ausgebaut und unfallträchtig. Hinzu kommt, dass die meisten Schülerinnen/Schüler ohne Helm und ohne Licht radeln. Es wird eine meiner nächsten Aktionen mit den Schulen und der Polizei sein, hier für eine höhere Sensibilisierung zu sorgen.

Das Stadtradeln in Waldkraiburg geht in dieser Woche in seine letzte Runde! Ich habe trotz widriger Umstände mein persönliches Kilometerziel erreicht und sogar überschritten. Auch nach Beendigung von Stadtradeln werde ich weitestgehend auf eine Autonutzung verzichten, der Umwelt und meiner Gesundheit zuliebe!

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Es wird fleißig weitergeradelt: 21.09. bis 27.09.

Bild Geschrieben am 28.09.2020 von Fred Schelp
Team: Stadtverwaltung
Kommune: Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf

Am 21.09.2020 unternahm ich eine kombinierte Radeltour von meinem Wohnort Waldkraiburg – Holzhausen entlang dem Inn nach Mühldorf. Dort besuchte ich in dienstlicher Mission das staatliche Schulamt und sprach dort mit dem Schulamtsdirektor zu Themen der Schulentwicklung. Er reagierte schon etwas verwundert ob meiner Radelkluft lachte aber als er von meiner Mission als Stadtradel-Star erfuhr. Die Strecke führte mich über das malerische Inntal durch kleine Dörfer. Station machte ich jeweils im neuen Café des Stifts Ecksberg. An diesem Vormittag absolvierte ich zwei drei Stunden dauernde Gespräche. Es zeigte sich, dass bei gutem Wetter auch ein Radius von bis zu 20 km gut mit dem Dienstrad abzudecken ist.
Am nächsten Tag schüttete es aus Kübeln, dass bei bester Regenkleidung das Rad mehr unter dem Regenschirm geschoben als gefahren wurde. Was machts-denn solche Tage gibt es nicht oft und sind ein Plädoyer für einen sinnvollen Verkehrsmittelmix aus Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln und einem Leihauto oder einem Gemeinschaftsauto.

Meinen Urlaub verbringe ich gegenwärtig in Como am Comer See. Angereist bin ich klimafreundlich mit der Bahn. Am Urlaubsort gehören wir zu den wenigen Gästen, die mit einem Leihrad im Ort und !dem Umland unterwegs sind. Die Ferrari- und Porschedichte ist enorm. Es gibt kaum ausgewiesene Fahrradwege und es gehört schon eine Portion Mut dazu mit dem Verkehr mitzufließen. Die italienischen Autofahrer*innen sind aber auf Radfahrer*innen eingestellt und halten genügend Abstand, anders als in Deutschland. Dies liegt auch daran, dass viele Radrennfahrer*innen rund um den Comer See unterwegs sind. Dafür sieht man kaum E-Bike-Fahrer*innen. Man gibt sich hier auch als Fahrradfahrer*innen gesundheitsbewusst sportlich. Meine Kondition wurde besonders erprob, da das Leihrad ein Single-Speed ist, also ohne eine Gangschaltung.
Es wäre doch eine Vision für Nobelorte – weniger Autoverkehr und mehr Infrastruktur für Radfahrer, gepaart mit Gesundheitsangeboten! Menschen, die mit der Bahn anreisen erhalten Rabatte, denn sie nehmen weniger Umweltinfrastruktur in Anspruch. Man bedenke, dass jeder qm Straße mind. 1000 € kostet und Fußgänger*innen und Radfahrer*innen viel weniger Fläche nutzen, von dem geringeren Ausstoß an Klimagasen ganz zu schweigen.

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Die ersten Touren

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Fred Schelp
Team: Stadtverwaltung
Kommune: Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf

17.09.2020

Auch an diesem Tag absolvierte ich meinen Arbeitsweg mit dem Radl. Ich freue mich über die vielen Schülerinnen/Schüler die mir auf dem Schulweg entgegenkommen. Allerdings nehme ich wahr, dass fast 95% ohne Helm fahren und dass, obwohl viele den Gehweg nutzen und teilweise gegen die Fahrtrichtung fahren was mit erheblichen Risiken verbunden ist. Hier gilt es durch Informationen in den Schulen nachzubessern!


18.09.2020

An diesem Tag stand die große Chiemsee-Rundfahrt an bei strahlenden Sonnenschein starteten mein Freund aus Bielefeld und ich die Tour in Prien, wo wir uns ein E-Bike ausliehen.
Entgegen der Empfehlung umfuhren wir den See über Rimsting und sahen uns Pulken von entgegenkommenden Radler*innen konfrontiert. Um diesen zu entgehen nahmen wir Nebenrouten auf den wir Kilometer ohne fremdkontakt wahren. In wunderbarer Landschaft erfreuten wir uns an dem Kaiserwetter und botanischen Leckeries wie Wiesen voller Herbstzeitlose, die im Übrigen trotz aller Schönheit sehr giftig ist und daher nicht gepflückt werden sollte. Bei Verpflegungsstopps in Gestad (nicht zu verwechseln mit dem schweizerischen Gstaad) genossen wir die bayerische Küche.
Am Ende standen 61 km auf dem Tacho!

19.09.2020

So eingefahren starteten wir am frühen Morgen mit konventioneller Muskelkraft zu unserer Inn-Radweg-Tour. Da wir uns nicht entscheiden konnten starten wir südlich Richtung Gars, um alsbald Richtung Neuötting über Mühldorf dem Inn zu folgen. Auch an diesem Tag genossen wir den Sonnenschein und malerische Flusspanoramen. Motiviert durch einen 26 km/h-Schnitt beschlossen wir bis Burghausen zu radeln. Unterwegs konnten wir einem havarierten Radler helfen, sein Rad wieder fit zu machen. Es ist ein Phänomen der radelnden Menschen, dass man sich freundlich grüßt und bei Bedarf gerne hilft.
In Marktl dinierten wir unterhalb des päpstlichen Geburtshauses und gönnten unseren Rädern einen kräftigen Hub Luft an der Radstation neben der dortigen Tourist-Information. Hier zeigt sich die Wertschätzung, die man den Radler*innen entgegenbringt.
Frisch gestärkt fuhren wir von dort bis Burgdorf. Auf dem Wege dorthin besuchten wir auch die Vogelfreistätte Salzachmündung mit weiten Schilfbeständen und einer hohen Biodiversität. Am Wegesrand fielen uns Bäume ins Auge, an denen sich der hier wieder heimisch gewordene Biber versucht hatte.
Da unserer Hintern bereits recht wund war und wir uns nicht verfahren wollten, nahmen wir die gleiche Strecke retour um nach sechs Stunden reinen Radelns mit diversen Kurzstopps wohlig erschöpft um 22.00 Uhr ins Bett zu fallen.

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16.09: Es geht endlich los

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Fred Schelp
Team: Stadtverwaltung
Kommune: Waldkraiburg im Landkreis Mühldorf

Ich nahm an der Eröffnungsveranstaltung Stadtradeln im idyllischen Stadtpark von Waldkraiburg teil. Neben dem Landrat Max Haimerl war auch Bürgermeister Robert Pötzsch, die stellvertretende Bürgermeisterin von Mühldorf Ilse Preisinger-Sontag und die Bürgermeisterin von Haag Sissi Schätz zugegen.
In diesem Rahmen erfolgte eine lauschige Kurztour um den Teich, gefolgt von vielen Kameras der Presse. Fazit: Wenig Kilometer – aber viel öffentliche Aufmerksamkeit.

Meinen Arbeitsweg von insgesamt 4,6 km fahre ich jeden Tag, bei Wind und Wetter. Besondere Herausforderung bildet der Stockhamer Berg gleich am Anfang der Tour mit einem 30 Meter steigen (28%) Gewaltanstieg. Was am Anfang noch einen Puls von 250 verursachte, wird jetzt immer mehr zur Routine und ersetzt den morgendlichen Wakeup Kaffee.

Abends nach getaner Arbeit erfolgt noch ein Ausrollen. Diesmal ging es nach Urfram. Hier kombinierte ich Vergnügen mit dem Nützlichen. Auf dem Weg in Bergfram steht neuerdings ein Bio-Gemüsehäuschen, wo ich mein Frischgemüse einkaufe. Diesmal gab es frischen Chinakohl, Zucchini und Tomaten – alles für einen leckeren Gemüsetopf am Abend.

Auf meiner Tour verarbeite ich das Tagengeschehen, komme runter und entspanne mich ganzheitlich.

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