STADTRADELN-Star Blog: Essen in der Metropole Ruhr


Letzter Eintrag ins Logbuch

Bild Geschrieben am 14.06.2019 von Holger Zepper
Team: #Team AcK KREUZ und quer
Kommune: Essen in der Metropole Ruhr

Mit dem heutigen Freitag endet die Aktion Stadtradeln in Essen. Drei Wochen in denen das Rad im Mittelpunkt stand, sind nun um. Zum Abschluss lädt der ADFC noch zum Nachtradeln ein – das wird bei den sommerlichen Temperaturen sicherlich eine schöne Veranstaltung.
Vielleicht sage ich meiner Familie aber insgeheim, dass die Aktion einfach bis in den Herbst verlängert wurde  So sind wir alle dann weiterhin bemüht nicht ins Auto zu steigen.

Mein Fazit

Ja, auch für einen Vielradler wie mich ist es schon eine Umstellung, nicht doch mal auf das Auto zurückgreifen zu können. Dazu ist das Leben, so wie ich es führe, mit Ehrenamt und drei Kindern schon herausfordernd. Aber ein Leben ohne Auto ist ja auch nicht das Ziel – lasst uns gemeinsam das Ziel verfolgen, den Gesamtverkehr in Essen um ein Viertel durch die Nutzung des Rades zu reduzieren.

Darf ich als Stadtradel-Star meckern?

Mit den Jahren habe ich mir eigentlich eine gewisse Gelassenheit im Straßenverkehr angewöhnt. Wer am Jahresende 13.000 Kilometer auf der Uhr hat, war viele Stunden im Straßenverkehr unterwegs. Und ehrlich gesagt habe ich auch aufgehört meiner Frau am Ende des Tages davon zu berichten, dass ich in der ein oder anderen Situation mal wieder den Engelschutz an meiner Seite hatte. Gerade in der dunklen Jahreszeit. Aber es nervt schon, wenn du überholt wirst und fast der Außenspiegel dein Hintern berührt.

Man könnte nun viele Dinge aufzählen, die einem das Rad fahren im Revier vermiesen würden. Von ordentlichen Radwegen, über die Erreichbarkeit mancher Stadtteile über das Verhalten aller Verkehrsteilnehmer – aber lasst uns immer das Positive sehen!

Wenn ich einen Wunsch diesbezüglich frei hätte, würde ich mir für jeden Verkehrsteilnehmer, egal wie er unterwegs ist, Gelassenheit und Respekt wünschen. Wir Christen würden das Wort Nächstenliebe einsetzen. Aber da unsere Welt kaum zu entschleunigen ist, müssen doch alle Verantwortlichen ihr Bestes geben, um möglich vielen Menschen einen Anreiz zu bieten, öfter mal das Rad zu nutzen.

Adè Lastenrad

Schweren Herzens muss ich mich nun auch wieder von dem grünen Lastenrad trennen, welches mir zur Verfügung gestellt wurde. Aber auch hier bleibt alles positiv, denn die freien Lastenräder kann jeder im Stadtgebiet kostenlos ausleihen! Und wer weiß, vielleicht lade ich mir mit dem Rad bald mal einige Kilos Schokolade in Amsterdam ein – denn einmal an der `Schokofahrt` teilzunehmen, steht noch auf meiner To-do-Liste. Neugierig geworden? Infos gibt es hier: www.schokofahrt.de

Bleibt mir noch am Ende `Tschüss` zu sagen! Vielleicht sieht man sich mal auf unseren Straßen und Wegen der Stadt. Fahren Sie stets rücksichtsvoll, aber treten Sie für Ihre Rechte ein! Und eine Bitte habe ich noch, weil ich es am Pfingstwochenende gesehen habe: Eine Radtour mit FlipFlops geht garnicht 

Bleiben sie gesund und aktiv!

Sportliche Grüße,
Holger Zepper

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Einer dieser Tage….

Bild Geschrieben am 12.06.2019 von Holger Zepper
Team: #Team AcK KREUZ und quer
Kommune: Essen in der Metropole Ruhr

Heute ist wieder einer dieser Tage – dieser, entschuldigung, geilen Tage. Vielleicht kann es der ein oder andere Leser und Radler nachvollziehen, was ich meine. Dieser Start in den Tag, wenn du morgens um 6 Uhr die Haustür aufmachst und merkst: Es ist angenehm warm. Die Sonne ist schon lange vor mir aufgestanden und unter diesen Umständen kann ich nun zur Arbeit fahren. Jede Jahreszeit hat meiner Meinung nach ihr Vorzüge und geilen Tage. Aber im Sommer morgens schon mit kurzen Ärmeln auf Rad zu steigen, finde ich schon klasse.

Welchen Weg?

Das tolle an meinem Arbeitsweg ist, ich muss nicht immer den gleichen fahren. Oft entscheide ich spontan, welche Route ich wähle. So wie heute, wenn ich mich schon um 6 Uhr richtig wohl fühle auf dem Rad, nehme ich gerne die etwas längere Route. Länger heißt für mich 5 Kilometer mehr fahren, aber dafür fern ab des Stadtverkehrs zu radeln und eine der Radtrassen zu nutzen. Heute Morgen war es der Springorum-Radweg, der mich von Bochum-Dahlhausen bis zur Königsallee in die Bochumer Innenstadt bringt. Von dort ist der Weg nicht weit, ehe ich auf die Erzbahntrasse an der Jahrhunderthalle gelange, die mich nach Herne-Wanne führt.

Trassenhopping und Haldenhopping

Was für eine tolle Idee vom RVR, die alten Bahntrassen zu Radwegen umzugestalten! Ich nutze diese Wege gerne, um dem Verkehr auf den Straßen zu umgehen. Auch wenn man hier viele Lückenschlüsse anmeckern könnte, sind die Verhältnisse für einen Ballungsraum doch schon ganz nett. Und jeder der beruflich mit Planungsrecht und politischen Entscheidungen zu tun hat weiß, dass leider viel Zeit für so eine Realisierung ins Land geht.
Eine weitere tolle Sache sind meiner Meinung nach die renaturierten Halden im Pott. Gerne nehme ich auf meinem Rückweg die Halde Hoheward (Herten) mit. Das Revier aus 120 Meter Höhe zu sehen, hat was. Die `Himmelstreppe` in Bochum Wattenscheid kann auch auf meinem Weg nach Hause liegen und die Essener Halde Schurenbach ist auch prima ans Radwegenetz angebunden. Führt mich der Weg nach Hause mal über Hattingen, muss man auf dem Leinpfad an der Ruhr auch schon mal den Rindern ausweichen. Die tun auch nix... :-)

Natur erleben

Aber zurück zu meinem Start in den Tag. Auf dem Weg ins Büro liefen mir 3 Hasen über den Weg. Einer großen Schnecke musste ich ausweichen. Als die Pontonbrücke in Bochum-Dahlhausen noch für den Autoverkehr geschlossen war, stand auch schon mal ein Reh auf der Straße und guckte mich mit großen Augen an. Greifvögel warten in den Ruhrauen auf ihr Frühstück und der Fuchs quert auch gerne mal den Springorum-Radweg. Das alles erlebe ich vom Rad aus – hautnah. Und wenn ich dann im Büro bin, die Kaffeetasse in der Hand halte, kommt mir oft ein `Danke, lieber Gott` über die Lippen. Danke, dass ich gesund bin, einen Job habe, diesen mit dem Rad erreichen kann und das du die Welt erschaffen hast. Unseren gemeinsamen Lebensraum – den es zu schützen und zu bewahren gilt!
Liebe Leser und Mitradler, dass Wetter ist und bleibt noch prima. Schwingt euch auf´s Rad, ob zum Genussradlen, oder um Dinge des Alltags zu erledigen. Schaut mal links und rechts, was am Wegesrand so alles los ist. Bestimmt findet ihr auch etwas woran ihr euch erfreuen könnt.

Gut Tritt und Sport frei,
Holger Zepper

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Halbzeit!

Bild Geschrieben am 06.06.2019 von Holger Zepper
Team: #Team AcK KREUZ und quer
Kommune: Essen in der Metropole Ruhr

Jetzt ist sie schon zur Hälfte rum, die Aktionszeit des Stadtradelns in Essen. Und bis hier hin war es gar nicht so schlimm :-) Es hat sich doch recht gut eingespielt – Vatta Zepper ohne Auto. Dauerte ein wenig bis alle Familienmitglieder merkten: Papa kann mich mal nicht eben irgendwo hinfahren. Aber Dank der Wetterverbesserung zu Anfang der zweiten Aktionswoche, viel meiner Familie der Tritt in die Pedale nicht schwer. Und die Jungs im Kindergarten gucken immer ganz interessiert, wenn das grüne Lastenrad vor der Kita parkt. Und siehe da, meine Frau sammelt nun auch fleißig Kilometer mit dem Rad, sodass sich eine Anmeldung lohnte. Natürlich im Team `KREUZ und quer`, dem ökumenischen Radteam in der Stadt Essen. Nur nicht Letzter werden, so ihre Devise :-)

Schöner Platz im Mittelfeld

In den letzten Jahren konnte ich durch die Fahrten zur Arbeit und den Trainingskilometern meist am Ende der Aktionszeit den größten Kilometerstand im Team vorweisen. Dat wird in diesem Jahr nix! :-)
Warum? Zum einen haben wir echte Kilometerfresser im Team, die jetzt schon eine Distanz auf der Uhr haben, wie ich im letzten Jahr am Ende der Stadtradel-Aktion. Chapeau!

Zum anderen verlagert sich die Alltagsgestaltung als Stadtradel-Star doch schon anders. Ich muss gerade die Abendtermine anders planen. Mit dem Rad nach Rüttenscheid dauert 35 Minuten, und nicht 20 so wie mit dem Auto. Und 5 Minuten zum auskühlen brauche ich auch immer…

Die tolle Auswahl an Räder

Wer das Radfahren akribisch betreibt, wird nicht nur ein Rad im Keller oder in der Garage haben. Auch ich darf auf ältere Schätzchen zurückgreifen, die mich je nach Wetter und Art meiner Fahrt ans Ziel bringen. Im Moment gleich auf 2 Lastenräder zurückgreifen zu können, ist echter Luxus und eine prima Sache. Das Bullitt vom ADFC fühlt sich in der Stadt pudelwohl, fährt sich super und bringt Kind und kleinere Einkäufe sicher ans Ziel.

Seit etwas über einem Jahr darf ich aber auch über ein Babboe-Lastenrad verfügen. Dieses Rad mit schicker und sehr geräumiger Holzkiste, nutzen wir von der neuapostolischen Kirche in der Stadt Essen als Info- und Präsentationsrad. Mit diesem Rad bin ich beispielsweise am Himmelfahrtswochenende nach Düsseldorf gefahren, wo der internationale Jugendtag unserer Kirche stattfand. Rund 27.000 junge Christen konnten über vier Tage lang rund 250 Angebote wahrnehmen und Gemeinschaft pflegen. Höhepunkt war der Gottesdienst in der Arena mit dem Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Jean-Luc Schneider. Bis auf die Fahrten über das Messegelände, von Workshop zu Workshop, von der Podiumsdiskussion zum Vortrag, kamen in diesen Tagen nicht viele Kilometer zusammen.

Bleibt mir am Ende einem jeden Radler/rin allzeit ein gute, unfall- und stressfreie Fahrt zu wünschen. Wir Rennfahrer sagen auch: Kette rechts – aber das kommt bei den Fahrern einer Narbenschaltung und/oder einem Elektroantrieb ja nicht zur Anwendung :-)

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Das E-Bike...

Bild Geschrieben am 29.05.2019 von Holger Zepper
Team: #Team AcK KREUZ und quer
Kommune: Essen in der Metropole Ruhr

Die ersten Tage liegen nun hinter meiner Familie und mir, in denen wir auf das Auto verzichtet haben. Und ich muss ehrlich sagen, würde meine Frau kein E-Bike besitzen, hätte ich für die Aktion Stadtradeln schon eine links und rechts gekriegt :-)

Aber dank der Tretunterstützung kann sie auch Einkäufe erledigen, die sie in den Nachbarort verschlagen. Und siehe da, die 20 Kilometer-Einkaufstour hat ihr sogar Spaß gemacht. Die Topografie im Essener Süden veranlassen leider so manchem, dann doch nicht zum Rad zu greifen. Oder ist diese Zeit vorbei? Gefühlt umgeben mich 75% E-Biker aller Art. Bald bin ich einer der Letzten, die sich mit reiner Muskelkraft fortbewegen. Es ist ja schon schwierig unseren großen Kids zu vermitteln, dass sie doch bitte ihr Rad für die Fahrt zum Fußballtraining oder zum Reitstall nutzen sollen, anstatt das E-Bike von Mama. `Is abba weniger anstrengend, Vadda`, bekomme ich dann zu hören - unsere Jugend :-)

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Aktion Stadtradeln in Essen gestartet

Geschrieben am 27.05.2019 von Holger Zepper
Team: #Team AcK KREUZ und quer
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Am Samstag, den 25. Mai, war es mal wieder soweit. Die Essener Dezernentin Simone Raskob eröffnete in der `Grünen Mitte` von Essen das Stadtradeln 2019. Das Wetter spielte mit und so war eine große Schar an Radfahrern zur Eröffnungsveranstaltung gekommen. Mitten drin Teile der Familie Zepper. Meine Frau und unser jüngster Sohn begleiteten mich zur Abgabe meines Autoschlüssels, welcher in der roten Geldkassette von Frau Zeise (Umweltamt) landete. Ich konnte mir am Mikrofon nicht verkneifen unserer Dezernentin als Arbeitsauftrag mal die Nord-Süd-Verbindung ans Herz zu legen. Gerade aus dem Süden kommend ist die Innenstadt mehr als schlecht zu erreichen – gerade mit unserem 6-jährigen Sohn keine Spazierfahrt.

Zu dieser wurde dann allerdings die Weiterfahrt zur Stadtgrenze nach Gelsenkirchen, wo im Revierpark Nienhausen dann die erste Bürgermeisterin von Gelsenkirchen die Stadtradelsaison eröffnete. Hier sorgten der Kuchen und die Bratwurst dann auch für den Ausgleich der zuvor verbrannten Kalorien. Die Heimfahrt konnte ich dann mit meiner Frau und unserem Sohn genießen. Über die Trasse ging es über Freisenbruch zurück nach Burgaltendorf.

An dieser Stelle möchte ich im übrigen Mirko Senke und dem ADFC danken, dass ich am Tag vor dem Stadtradeln ein freies Lastenrad abholen konnte. Für den Aktionszeitraum kann ich nun ein Bullitt nutzen – sehr zur Freude unseres Jüngsten. Freie Lastenräder kann im Übrigen jeder kostenlos buchen und nutzen. Unter https://essener-lastenrad.de/ sind alle Infos zu finden.

Mit dem Bullitt fuhr ich dann auch gleich am Sonntag zum Gottesdienst in die Gemeinde Rüttenscheid unserer Neuapostolischen Kirche. Schwups runter an die Ruhr, von dort auf die Grugatrasse und 12 Kilometer später saß ich in der Kirchenbank. Was für eine tolle Fahrt an diesem Sonntagmorgen. Die Ruhe an der Ruhr, die angenehme Temperatur – für mich ein perfekter Start in den Tag.

Als die Familie sich mittags wieder zusammengefunden hatte, musste dringend ein Eis her. Der Weg nach Kupferdreh schreckt Radfahrer aus Burgaltendorf eigentlich ab, weil doch einige Höhenmeter überwunden werden müssen, oder die Kupferdreher Straße einfach kaum radtauglich ist – vom Straßenbelag her, sowie auch vom Verkehr. Hier muss der Radler mit dem Verkehr schwimmen…Aber, wir haben es gewagt!

Am heutigen Montag stieg ich zum 79. Mal aufs Rad um ins Büro zu fahren. Seit dem 02. Januar 2018 habe ich es geschafft, auch die in den vergangenen Jahren eher wenigen Fahren mit dem Auto ins Büro zu unterlassen. Dem Lastenrad sei Dank kommt der Geburtstagskuchen oder andere zu transportierende Dinge auch ins Büro. Und aufgrund des milden Winters konnte ich bisher alle Fahrten ins Büro mit dem Rad erledigen. Heute allerdings mit ner Regenbuchse – es musste ja auch um 6 Uhr gleich mal kräftig schütten :-)

Allen Mitstreitern wünsche ich weiterhin eine unfall- und stressfreie Fahrt!
Beste Grüße,
Holger Zepper

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