STADTRADELN-Star Blog: Westerkappeln im Kreis Steinfurt


Geschafft....

Geschrieben am 22.06.2019 von Simone Baumann
Team: Familienzentrum St. Barbara
Kommune: Westerkappeln im Kreis Steinfurt

Irgendwoher kam der Einwand, dass Fahren mit dem E- Bike ja gar nicht klimaneutral wäre. Das stimmt, aber ich stelle folgende Rechnung dazu auf:

1 Liter Superbenzin beinhaltet die Energie von 8,4 kWh. Mein Fahrrad- Akku hat eine Kapazität von 0,5 kWh. Die Reichweite liegt bei ca. 84 km (mal mehr, mal weniger). Dann beträgt der Energiebedarf umgerechnet in Benzin 0,05 Liter, oder anschaulicher gesagt: 2,5 Schnapsgläser! Der regenerative Anteil am Strommix in Deutschland nähert sich der 40% Marke. Dann kann man vom Benzin noch mal 1 Schnapsglas abziehen. E- Bikes sind also kein Problem für das Klima, sondern im Gegenteil: Häufig locken sie Menschen längere Fahrtstrecken zu bewältigen und das Auto bleibt dann zuhause stehen.

21 Tage STADTRADELN sind nun geschafft und mein Fazit:
Es war eine spannende Erfahrung mit zahlreichen Höhen und Tiefen. Besonders schön, mein Fahrrad läuft ohne Probleme. Es kann weiter gefahren werden....

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Positive Routine stellt sich langsam ein.....

Geschrieben am 15.06.2019 von Simone Baumann
Team: Familienzentrum St. Barbara
Kommune: Westerkappeln im Kreis Steinfurt

Die zweite Woche Stadtradeln ist vorbei, was soll ich sagen...“Und wöchentlich grüßen die Regenwolken!“ Unpassend am Dienstagmorgen, nach dem verlängerten Pfingstwochenende, schüttet es erneut wie aus Eimern. Wie war das noch mal? Gegen Regen kannst du dich entsprechend kleiden, gegen Blitze kannst du dich nicht schützen. Es donnert nicht, also brauche ich die Kolleginnen erst gar nicht anrufen. Ganz ehrlich: "Nichts täte ich jetzt lieber!"
Ab, hinein in die Regenkleidung und los geht es. Der Schutz gegen den Regen ist eigentlich ganz gut, gar nicht so schlimm. Unter der Regenkleidung kommt man jedoch etwas stärker ins schwitzen, so dass ich mich über die mitgenommene Wechselwäsche freue.
Der Tag kann kommen!
Und der kam dann in Form eines ganztägigen „Erste- Hilfe- Kurs“ in unserer Einrichtung.
Das erste Thema war dann auch gleich: "Schütze deinen Kopf beim Fahrradfahren mit einem Helm!
Ich benutze meistens einen Fahrradhelm und habe mir jetzt vorgenommen, diesen nun noch regelmäßiger zu tragen. Und diese Empfehlung möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich weiter geben:
"Das Tragen eines Fahrradhelm ist ganz wichtig! Nicht nur für unsere Kleinen."
So nun kommt die dritte Woche und so langsam stellt sich eine sehr positive Routine ein.

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Zwischen Begeisterung und Drama

Geschrieben am 11.06.2019 von Simone Baumann
Team: Familienzentrum St. Barbara
Kommune: Westerkappeln im Kreis Steinfurt

Liebe STADTRADLER und Interessierten,

eine Woche Stadtradeln ist vorbei und hier kommt mein erster Zwischenbericht. Meine ca. 13 km lange Wegstrecke von Osnabrück zum Familienzentrum St. Barbara ist ziemlich hügelig, verbunden mit den entsprechenden Steigungen. Dabei unterstützt mich der Elektroantrieb meines Pedelec, der mir den Einstieg in die nächsten Wochen zusätzlich erleichtert hat.

Das Fahrrad fährt aber nicht von alleine - ich muss schon noch in die Pedale rein treten. Die Kombination aus Batterieunterstützung und eigener Tretkraft, die das Fahrrad so konstant nach vorne bewegen, auch bergauf, fühlt sich gut an.
Auf der postkartenidyllischen Strecke entlang der Westerkappelner Bauernschaften kann ich den Arbeitstag an der frischen Luft gedanklich gut vorbereiten oder auf dem Rückweg noch mal Revue passieren lassen. Ich bin begeistert!

Aber es gab auch einige Widrigkeiten, von denen ich sogar nicht begeistert war:
1. Montagmorgen 6 Uhr: Ein wirklich heftiges Gewitter mit andauerndem Starkregen und Blitzen prasselt herunter. Gegen den Regen hilft entsprechende Kleidung, aber gegen die Blitze ist man - anders als im Auto - auf dem Fahrrad nicht geschützt. Und das auf der Fahrt durch offene Feldlandschaften. Lebensgefährlich! Nein, jetzt muss doch das Auto her! Aber halt: Ich habe mich verpflichtet 3 Wochen lang in kein Auto zu steigen, auch nicht als Beifahrer. Zum Glück haben mich die angerufenen Kolleginnen super unterstützt. Bis halb zehn habe ich dann von Zuhause aus gearbeitet und bin dann nach Wolkenaufbruch los geradelt. Tolles Team, vielen lieben Dank an Euch.

2. Am Ende der Rückstrecke geht es ordentlich bergab und mein Fahrrad nimmt dort entsprechend Tempo auf. Auf diesem Streckenbereich gibt es eine Nebenstraße, die in ein Wohngebiet führt. Plötzlich stoppt ein Auto am Fahrradweg, wir finden Blickkontakt und trotzdem fährt das Auto vor. NOTBREMSUNG! Knapp vorbei und der Autofahrer zeigt nach der anschließenden Ansprache keinerlei Einsicht für ein mögliches Fehlverhalten. Viele Autofahrer, das zeigen auch meine Erfahrungen aus der Vergangenheit, haben keinen ausreichenden Blick für Fahrradfahrer.

3. Verdammt! Das E-Bike schaltet sich bereits nach 4km Hinstrecke ab, aber das meiste des Weges liegt ja noch (bergauf) vor mir. Sehr ärgerlich, auch weil das angeblich schon 2x in der Werkstatt unseres Vertrauens repariert wurde. Ich hänge auf dem Land ohne Mobilfunkempfang. Das schwere Fahrrad ist jetzt ohne Elektroantrieb natürlich ein schwerer Rucksack. Vollkommen nass geschwitzt und mit 30 Minuten Verspätung erreiche ich unsere Einrichtung. Die Kolleginnen sind wieder hilfsbereit eingesprungen. Mein Erlebnis sorgt bei den Kolleginnen für ausgelassenes Gelächter. Und unser ehrenamtlicher Hausmeister „Hannes“ hat später in akribischer Kleinarbeit einen Kabelbruch zwischen Steuereinheit und Motor entdeckt und repariert.

Die Begeisterung für’s Radfahren ist wieder zurück! Es kann weitergehen…

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