STADTRADELN-Star Blog: Dresden


Über Schutzstreifen und andere Radwege

Bild Geschrieben am 28.06.2019 von Joachim Breuninger
Team: Verkehrsmuseum
Kommune: Dresden

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit fahre ich auch entlang der Petersburger Straße auf dem für Fahrradfahrer vorgesehenen "Schutzstreifen".
Das ist ja eine mittlerweile offenbar favorisierte Form des Radwegs hier in Dresden, da diese Streifen an immer mehr Stellen abmarkiert werden..
Für mich ist das jedoch höchstens die zweit - bzw. drittbeste Variante. Am besten ist natürliche eine komplette Trennung vom Autostraßenverkehr. Auf meiner diesjähirgen Radtour von Salzburg nach Grado auf dem AlpeAdria Radweg habe ich dort fantstische Lösungen vorgefunden. So etwas ist natürlich in einer Großstadt aus Platzgründen selten möglich,.Es gibt aber auch in Dresden Beispiele: Der Elberadeweg (nur zu eng, wenn zu voll) oder die Durchfahrt durch den Großen Garten.
Mein Problem mit diesen "Schutzstreifen" ist, dass sie nicht wirklich schützen! Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Autos und Fahrrädern istin der Regel immens . Besonders heikel wird es beim Überholen langsamer Radfahrer, was oft nicht ohne Ausweichen auf die Fahrspur geht. Dies führt zu Unsicherheit und Unsicherheit ist für viele Menschen das größte Hindernis, auf das Fahrrad umzusteigen.
Besonders negativ gelöst finde ich hierbei die Winterbergstraße. Hier wurden aus 2 Autospuren eine überbreite Austospur und ein schmaler "Schutzstreifen". Warum nicht eine normalbreite Autospur und ein überbreiter "Schutzstreifen"?
In der Praxis führt das heute dazu, dass zwei Autos nebeneinander mit überhaupt keinem Sicherheitsabstand dann Radfahrern auf ihrem "Schutzstreifen" sehr nahe kommen. Das kann, finde ich, wirklich nicht die Lösung sein.
Ich persönlich finde Fahrradstraßen die beste Lösung für alle.
Darunter verstehe ich Seitenstraßen, die nur für Fahrräder komplett durchgängig sind, für den Durchgangsverkehr aber unattraktiv , da in regelmäßigen Abständen die Durchfahrt für PKW durch Poller unterbunden wird. Dadurch bleiben die Straßen für Anwohner nutzbar, PKW sind dort langsam unterwegs und Radfahrer sicherer.
Eine Lösung, die nicht viel Geld kostet, und Fahrrad und Auto nicht in unnötige Konkurrenzsituationen zwingt.
Das wär doch mal was für Dresden!

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Täglich mit dem Rad in Dresden unterwegs

Bild Geschrieben am 25.06.2019 von Joachim Breuninger
Team: Verkehrsmuseum
Kommune: Dresden

Bei meinem täglichen Weg ins Museum begegnet mir so ziemlich jeder Radweg-typ. Insgesamt bildet das, glaube ich, einen typischen Querschnitt durchs Dresdner Fahrradwegenetz. Ich habe auf ca 200 m gar keinen Radweg, ich muss Kreuzungen mittels „Bettelampeln“überqueren, ich fahre auf der beliebten Dresdner „sandgeschlämmten Wegedecke. Die ist, wenn es trocken ist, ganz wunderbar, bisschen staubig vielleicht, aber wehe es regnet: Dann sieht man aus, wie nach einer Singletrailtour mit dem Mountainbike.
Aber dann kommt für mich das Highlight des Tages: knapp drei km durch den Großen Garten, der schönste Radweg Deutschlands. Gebremst wird die Euphorie dann täglich an der Lennéstraße: Den Typ, der dies Kante zwischen Strasse und Park eingebaut hat, würde ich gerne mal kennenlernen. Hier schüttelt es Tag für Tag Tausende DresdnerRadfahrer und ihre Räder mächtig durch!
Dann.folgt wieder: kein Radweg inkl. gegen die Einbahnstrasse, was immer wieder zu lustigen Begegnungen mit Dresdner Autofahrern führt. Vorbei am Skaterplatz auf den „Schutzstreifen“ an der Petersburger.
Dazu die nächsten Tage dann mehr!
Joachim Breuninger

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