STADTRADELN-Star Blog: Geesthacht


Abschlussbericht Stadtradeln als StadtradelnStar

Bild Geschrieben am 15.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Als Stadtradeln-Star hatte ich mich verpflichtet, drei Wochen auf das Auto zu verzichten, sowohl als Fahrer als auch als Mitfahrer. Erlaubt an Verkehrsmitteln waren nur Rad, Bus und Bahn. Da ich in der City Nord arbeite, ist der Weg mit dem Rad ohne Motor und ÖPNV (knapp 2 Stunden) einfach zu weit. Daher habe ich während der Zeit des Stadtradelns Urlaub genommen.

Frau Platz hatte mich gefragt, ob ich für die Stadt Geesthacht quasi als Botschafter für das Stadtradeln Stadtradeln-Star werden möchte. Gesagt, getan.

Hauptanliegen war es nicht, möglichst viele km zu erradeln. Sondern vielmehr durch meine Reiseberichte Eindrücke zu vermitteln, wie schön - aber auch teilweise anstrengend - Radreisen sind.
Egal ob auf eigene Faust, ohne oder mit eBike, geführte Touren mit oder ohne Gepäcktransport. Daher habe ich auch mitunter von Begegnungen mit anderen Radlern berichtet. Schön ist es auch, wenn eine anstrengende Tour geschafft und der innere Schweinehund überwunden war.

Per WattsApp habe ich immer aktuell berichtet. Ein 15jähriger schrieb mir zum Abschluss: "Danke an dich Christian, für die ganz tollen Eindrücke, die du geteilt hast." Ein anderer schrieb: "Ich habe ganz fasziniert deine Bilder verfolgt".

Ich hoffe sehr, dass ich mein Ziel erreicht habe. Traut es euch einfach zu! Für die Tour habe ich auch nicht großartig trainiert. Übrigens - auch Klassenfahrten kann man per Rad machen. Gerne gebe ich zu der Organisation Tipps, da ich das früher mehrfach als Begleiter mitgemacht habe.

In meinem Team fragte ein neues Mitglied an, ob sie sich auch mit eintragen dürfe. Sie fahre aber nur 10 km pro Tag. "Klar doch, es ist vollkommen egal, wie viele km, wichtig ist, die Lust am Radeln zu gewinnen" war meine Antwort. Und sie ist in den 21 Tagen über 350 km gefahren!

Als Stadtradeln-Star habe ich auch Gelegenheiten genutzt, evtl. Anregungen, die ich auf der Tour sehe, mitzubringen.

Dieses sind z. B. der wunderschön vom NABU gestaltete Rastplatz mit Bienenhotel, Fahrradhalterungen an den Ampeln, extra Gitter für Liebesschlösser. Können ja auch kreative Formen sein wie z. B. der Liebesstein in Heidelberg. Weiterhin die Möglichkeit eines Warnschildes für die Engstelle Besenhorst. Oder die fest installierte Fahradpannenstation.

Mir hat die Tour viel Spaß gemacht, ich habe sehr viel neues gesehen und viele neue Menschen kennengelernt.

Auch die restlichen drei Tage habe ich gut ohne Auto überstanden.

Apropos Auto: Ich hatte den Eindruck, dass im Südwesten der Republik viel freundlicher mit Radfahrern umgegangen wird. An jedem Übergang, insbesondere den Inseln, hat jeder Autofahrer gehalten, um mich durchzulassen. Zurück in der Heimat stand ein Auto vor der roten Ampel beim Freibad in der Fahrradzone. Gerade dort, wo vor kurzem ein tödlicher Unfall war. Als ich den Fahrer auf die Fahrradhaltezone aufmerksam machte, hat er mir einen Vogel gezeigt und ist bei grün davon gerast. Ich überlege noch, ihn anzuzeigen.

Drei Wochen "ohne" war eine klasse Zeit, auch wenn mich Leute zum Mitfahren "verführen" wollten, es ihnen aber nicht gelungen ist.

Künftig werde ich mir jedes Mal überlegen, ob die Tour mit dem Auto wirklich sein muss.

Und: Wer wird schon mal vom Bürgermeister samt "Gefolgschaft" in den Urlaub verabschiedet?!?...

Am letzten Tag des Stadtradelns habe ich zu Hause das erlebt, was ich unterwegs zum Glück nicht erleben musste. Ein heftiges Unwetter mit Gewitter! Ich bin zwar zweimal während der Tour nass geworden und hatte mitunter starken Gegenwind, dabei konnte ich aber Radeln. Bei Gewitter oder Starkregen geht das natürlich nicht.

Viele liebe Grüße Christian Henkel

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Rückreise mit der Bahn

Bild Geschrieben am 12.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Am Pfingstsonntag hatte mir ein sehr hilfsbereiter Bahnmitarbeiter in Friedrichshafen eine Rückreise mit der Bahn inkl. Fahrrad organisiert. Allerdings nur IC und Nahverkehr. Reisezeit gut 9 Stunden. Aber Hauptsache ich komme irgendwie zurück. Über die Bahn-App ist eine Reservierung/Buchung leider nicht möglich.

Von der JH Ulm ging es knapp 5 km zum Bahnhof. Wo ist der Bahnhof? Keine Beschilderung. Also Navi, okay bin gleich da. Am Bahnhof herrschte das reinste Baustellenchaos. Falsche Wegweisungen, ich bin extra nicht nach Gespür gefahren. Dann Nase voll gehabt und über die Straße zum Bahnhof gelangt.

Zugabfahrt Gleis 1, ich war rechtzeitig vor Ort. Zug hatte knapp 5 Minuten Verspätung, Umsteigezeit in Darmstadt schrumpfte auf 13 Minuten. In Darmstadt hatte ich knapp 10 Minuten Zeit. Nur Fahrstuhl war möglich, keine Schieberinnen. Hat geklappt, Nahverkehrszug hatte auch etwas Verspätung. Umstieg in Mainz in den IC nach Hamburg auf dem gleichen Bahnsteig hat ebenfalls geklappt.

Rückreise dann über die Rhein-Ruhr-Route mit herrlichem Ausblick auf den Rhein. Nette Unterhaltungen während der Zugfahrt gehabt, so dass die Stunden im Zug schnell vergingen.

Hamburg dann mit 15 minütiger Verspätung gegen 18:30 Uhr erreicht. Alles insgesamt super gelaufen. Aufgrund einer Unwetterwarnung habe ich mich entschieden mit der S-Bahn zurück zu fahren. Ein fataler Fehler.

Zum Bahnsteig der S21 hin. Fahrstuhl bis November gesperrt! Wie sollen da Eltern mit Kinderwagen, Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Radfahrer auf den Bahnsteig gelangen? Umleitung über Dammtor! Hätte ich ja im Zug bleiben können. Also zum Fahrstuhl des anderen Bahnsteiges. Vorbei an - kein Kommentar! Mir war da sehr unwohl, als Mutter oder Rollstuhlfahrer wäre ich nicht zu dem Aufzug gegangen.

Dammtor in die fast leere S21 gestiegen. Am Hauptbahnhof dann Chaos. Solche Menschenmassen in der S21 habe ich noch nicht erlebt. Einer pöbelte mich an "verschwinde hier mit deinem scheiß Rad, du darfst hier gar nicht mitfahren", andere standen mir bei. Ich dachte, dass der gleich auf mich losgeht. Aber irgendwie hat der sich dann verzogen, nachdem er contra von den anderen Fahrgästen erhalten hat.

Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das die erste S21 seit 30 Minuten war! Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich lieber geradelt. So schafft man Vertrauen in den ÖPNV. Ich bin eigentlich keiner der rummeckert, sondern nach konstruktiven Lösungen sucht. Aber so etwas im Feierabendverkehr geht gar nicht.

Und die Bahn wurde an den anderen Haltestellen nicht leerer...

In Bergedorf bin ich dann nach Hause geradelt bzw. direkt zur Musik am Hafen.

Nach 17 Tagen und 1.515 Kilometern Fahrradfahren aus eigener Muskelkraft endete dann nicht nur die Tour, sondern der Abend klang auch toll aus.

Ich freue mich wieder, zu Hause zu sein, werde die nächsten drei Tage aber noch einige km für das gute Klima erradeln.

Mein finaler Blog erscheint dann am Samstag.

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13. Etappe Lindau - Ulm

Bild Geschrieben am 11.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Letzter großer Fahrtag. Und der sollte es in sich haben. Gestartet um 7:15 Uhr durch schon anstrengende Wege. Unterwegs gefrühstückt bei herrlichem Wetter. Und dann begannen die Höhen und Tiefen des Allgäus. Das war mir schon bewusst, allerdings hatte ich bei NO-Fahrtrichtung mit SW-Wind gerechnet. Weit gefehlt.

Zu den Bergetappen kam noch Gegenwind hinzu. Selbst bergab musste ich treten. Mittags um 13 Uhr hatte ich gerade erst 50 von 113 km lt. Navi geschafft. Ups, hoffentlich schaffe ich das überhaupt. Heute war so ein Tag, an dem ich mir ein eBike herbeigesehnt habe. Aber nützt ja nichts. Inneren Schweinehund überwinden, trinken, Traubenzucker, Bananen. Als es nicht mehr ging, 15 Minuten Pause gemacht. Danach lief es wieder trotz Gegenwind. Aber die Strecke war ja auch planmäßig fallend.

Kurz vor Ulm habe ich die Donau wiedergetroffen. Noch rechtzeitig um 17:30 Uhr habe ich die JH erreicht. Allerdings musste ich kurz vorher aufgrund eines steilen Anstieges zum fünften Male schieben. Aber so werden auch andere Muskeln aktiviert.

Abends habe ich noch einen Schiedsrichterkameraden getroffen. Er wollte mich zum Gasthaus mit dem Auto mitnehmen. Das ging natürlich nicht, mit dem Rad war ich die 3 km auch schneller da.

Schöne Strecken und Landschaften habe ich gesehen, insbesondere der Blick zurück zu den Alpen war faszinierend. Die Strapazen haben sich gelohnt, auch wenn einige Routen auf Straßen verliefen.

Morgen geht es zurück nach Geesthacht mit 2 x umsteigen. Ich bin aber froh noch eine Zugverbindung mit Radmitnahme bekommen zu haben. Daher berichte ich morgen wohl mehr vom Bahnfahren...

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D A CH FL

Bild Geschrieben am 10.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Was für ein Hammertag das werden sollte.

Morgens gemütlich bei strömenden Regen gefrühstückt. Neben mir Pinneberger, die mit Mountainbikes Pisten hinabfahren wollten. Um 10 Uhr hörte es mit dem Regen auf. Vor dem Fahrradschuppen Oma, Mutter und 12jahrigen Sohn getroffen, die eine geführte Tour mit Gepäcktransport machen.

Dann ging los. Deniz aus Tübingen meinte, wenn ich schon am Bodensee bin, kann ich gleich Österreich mitnehmen. Und die Schweiz. Und als Tophighlight Liechtenstein (ich wusste bis dahin nicht, wo Liechtenstein liegt). "Sind nur 65 km und alles gerade Strecke."

Gesagt, getan. Südöstlich am Bodensee nach Österreich eingefahren, dann über Bregenz zum Rhein. Diesen entlang, plötzlich war ich in der Schweiz! Habe also die EU ohne irgendwelche Kontrollen verlassen (und das mehrmals, wie sich später rausstellte). Es war ein wunderschöner, gut ausgebauter und beschilderter Weg. Links und rechts die Alpen. Und irgendwann war ich in Liechtenstein. Hab ich nur mitbekommen, weil ich gefragt habe..

Beim Überholen eines Radlerpärchens stellte sich heraus, dass sie aus Reinbek kamen und auch am Stadtradeln teilnehmen. Zufälle gibt's... Sie wollten von Lindau nach Lugano - Respekt!

In Vaduz bin ich gleich am Rheinstadion vorbei gekommen, wo am nächsten Tag das EM-Quali-Spiel FL gegen Finnland stattfinden sollte. Dann in die Innenstadt. Wollte einen Kaffee trinken, aber die Währung ist trotz EU SFr. Und Petrus öffnete wieder die Schleusen.

Also Rückweg angetreten, es wurde wieder wärmer. Regenjacke aus, geradelt. Dann zogen wieder Wolken auf, Regenjacke an, war auch gut so, denn es hat wieder geregnet.

Kurz vor Bregenz noch eingekehrt, Schnitzel mit Pommes gegessen und die letzten 18 km angetreten.

Nach 138 km bin ich um 20:30 Uhr sicher und heil in meiner Unterkunft gelandet. Wann hat man das schon mal, dass man an einem Tag in vier Ländern war und dabei noch die EU verlassen hat. Ein schöner, wenn auch mitunter nasser Tag ging mit einer warmen Dusche zu Ende. Vielen Dank Deniz für den Tipp!

Morgen geht's nach Ulm, dem Ende meiner Reise. Von dort mit dem Zug zurück. Die

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12. Etappe Rottweil - Lindau KBodensee, Bayern)

Bild Geschrieben am 09.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Das hätte ich nie gedacht, dass ich einmal den Bodensee per Rad erreiche. Heute war es soweit. "Soweit und dann ohne Motor? Und das in dieser Gegend“ habe ich heute mehrfach gehört. Morgens frühzeitig um 8 Uhr gestartet ging es zunächst bei morgendlicher Frische nach Tuttlingen. Mitunter bergab, mitunter bergauf, ganz gemütlich geradelt.

In Tuttlingen musste ich einen Fluss überqueren - es war die Donau! So bin ich noch 100 Meter entlang der Donau gefahren. Nachdem ich einige Höhenmeter überwunden hatte ging es bergab mit Spitzentempo 55 km/h. Das ist nicht ungefährlich. Plötzlich sah ich schwarzweisse Umrisse in der Ferne. Es waren tatsächlich die Alpen!

In Stockach habe ich drei Abiturientner aus dem Rheinland getroffen, die ungeübt zum Bodensee wollten. Aus "maximal 50 km pro Tag sind dann mindestens 50 km pro Tag geworden" berichteten Sie mir. Prima und nachahmenswert.

In Ludwigshafen habe ich dann den Bodensee erreicht.

Der Radweg. Naja. Tolle Kulisse. Fast nur ebenerdig, geringe Steigungen. Teilweise sehr nah an der vielbefahrenen Bundesstraße (besonders in Friedrichshafen). Häufig enge Wege (es passten nur zwei Räder nebeneinander und das bei Gegenverkehr!). Viele undisziplinierte Radler und Fußgänger. Zwei Mal führte die Route durch Fußgängerzonen, wo ein Fahren aufgrund der Masse an Leuten nahezu unmöglich war. Das war schon sehr gefährlich und ich war froh, die Route unfallfrei überstanden zu haben. Note von mir: Mangelhaft - ein ungenügend gibt es nicht wegen der tollen Aussicht, der guten Beschilderung sowie den wenigen Steigungen.

In Friedrichshafen noch schnell ein Bahnticket gekauft. Dachte dass es viel einfacher ist zurück zu fahren, aber viele Radplätze waren ausgebucht. Final hat der Bahnmitarbeiter doch noch eine Zugverbindung für Mittwoch zu einem guten Preis gefunden. Über die BahnApp ist eine Fahrradreservierung und - Ticketkauf leider noch nicht möglich.

Abends bin ich von meiner Unterkunft mit dem Bus (Fahrpreis ist in der Kurtaxe enthalten) nach Lindau reingefahren. Das Stadtbussystem mit halbstündiger Taktung ist schon genial.

Eine tolle Einrichtung (letztes Bild): An einer Bushaltestelle eine Hebebühne für Fahrräder nebst Werkzeug!

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11. Etappe Tübingen - Rottweil am Neckar

Bild Geschrieben am 08.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Als ich in Heilbronn war hat Deniz gesagt, dass ich ihn unbedingt in Tübingen besuchen muss. Und dann meinte er: "Der Bodensee ist auch nicht mehr weit weg. Dann hast du die ganze Republik von Nord nach Süd bereist. Das wäre doch klasse!" Gesagt getan, die Tour neu geplant (als Einzelreisender kein Problem, da ich immer nur etappenweise buche).

Doch bis zum Bodensee ging es zunächst über Rottweil. Eine äußerst anstrengende Tour mit etlichen Steigungen. Das eigentliche Problem war WSW - WestSüdWest. Sowohl die Route führte mich nach SWS als auch der starke Gegenwind kam aus SWS. So musste ich teilweise bergab ordentlich in die Pedalen treten. Die ersten acht Gänge waren meine "Dauerkumpels". Aber es hat sich gelohnt. Tolle Wege fernab von Straßen oder auf nicht viel befahrenen Straßen. Und am Ende des Tages ist man trotz Fluchen froh und stolz, es geschafft und den inneren Schweinehund überwunden zu haben.

In Haigerloch führte mich mein Navi einen steilen Berg hinauf, wo ich nur schieben konnte. Andere Radler hatten diesen Weg auch auf ihrem Navi einer anderen Plattform. Wir haben uns dann über die Systeme (tahuna, komoot und Google maps) ausgetauscht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es kein optimales Programm gibt. Gleichwohl führen alle Wege zum Ziel. Ich fahre grundsätzlich mit tahuna und gleiche hin und wieder die Routen mit maps ab. Trotz der widrigen Verhältnisse - ansonsten schien nur die Sonne - bin ich nach fast 70 km wohlbehalten in Rottweil angekommen. Schon aus einigen km Entfernung konnte man einen hohen schönhässlichen Turm sehen - ein 246 Meter hoher Aufzugstestturm von ThyssenKrupp. Rottweil ist die älteste Stadt von Baden-Württemberg mit ganz viel erhaltenen Fachwerkbauten. Die JH ist ein ehemaliges Frauenkloster und seit 2013 eine top moderne Herberge mitten in der Stadt. Ein kleiner Stadtbummel beendete den Tag.

Auf diesem Wege wünsche ich allen ein gesegnetes Pfingstfest - und fahrt schön mit dem Rad!!! Auch wenn es schwer wird, wir wollen die 100.000er Marke knacken!!!

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10. Etappe Heilbronn - Tübingen

Bild Geschrieben am 07.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute sollten die 1000 km erreicht werden. Das war in Stuttgart soweit. Vorher bin ich auf schönen Wegen aus Heilbronn gefahren. An einer Stelle endete der Radweg abrupt ohne Vorwarnung. Also zurück. Dort traf ich ein Radlerpärchen, die den gleichen Weg wie ich hatten. So sind wir dann auf wieder schönen Wegen entlang an Flüssen und durch kleine idyllische Städte gefahren. Das hat richtig Spaß gemacht. Ab Bietigheim trennten sich unsere Wege. In Ludwigsburg habe ich am Bahnhof eine (kleine) Freitagsdemo gesehen und mich mit einer Teilnehmerin unterhalten. Mein Navy führte mich dann (leider) direkt durch Stuttgart. Das war schon recht hügelig. In Bahnhofsnähe habe ich die nächste Demo gesehen und die Ludwigsburgerin hatte mich wiedererkannt. Danach wurde die Tour sehr anstrengend, es ging bergauf und bergab, teilweise mit 13 % Steigung/Gefälle. Ich habe ausser Rennrädern nur eBikes gesehen. Muss sich hier wohl lohnen. Rechtzeitig um 17 Uhr habe ich die Stadt Tübingen erreicht. Tübingen ist Umweltzone, Zufahrt nur mit grüner Plakette möglich. Aber beim Fahrrad brauche ich sie ja nicht. In Tübingen wurde ich von einem Schirikollegen sehr nett empfangen, er hat mir auch die wunderschöne Stadt gezeigt. Da ich auf das Auto verzichten muss, sind wir die vier Kilometer in die Stadt zu Fuß gegangen, zurück nachher mit dem Bus. Eines verbindet Deniz und mich: Deniz hat früher bei der DKMS zu der Zeit, wo ich meine Stammzellenspende gemacht habe, gearbeitet. Die ganze Stadt war mit Hinweisschildern für die DKMS versehen, so dass wir dort auch ein Foto geschossen haben. Abends haben wir dann gemeinsam meine weitere Route über Rottweil bis zum Bodensee geplant.

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MusikLaserLichterWasserShow

Bild Geschrieben am 06.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Zum Glück war ich heute dabei. Eine beeindruckende Show mit Musik unserer Zeit. Auch wenn es primär nichts mit dem Radeln zu tun hat trotzdem ein paar Eindrücke.

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BuGa Heilbronn

Bild Geschrieben am 06.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute war BuGa-Tag. Nach einem herrlichen und ausgedehnten Frühstück (gestern Abend wurde es am Weinstand etwas länger...) in der tollen JH (siehe Foto rechts) ging es zunächst kurz über das BuGa-Gelände. Dann das Fahrrad geschnappt und in die City. Dort darf man in der Fussgängerzone im Schritttempo radeln. Es gab viele Motivkindergärten, was ich toll finde. Auffällig viel Polizei war präsent. Das lag wohl an dem Tag "Heilbronn zeigt Stimme". Immer wieder gab es Grundschulen, die an allen Ecken Lieder für Toleranz gesungen haben. Eine super Aktion! Zum Radfahren ist Heilbronn nur bedingt geeignet. Einerseits erstklassige Verkehrsführung, die aber teilweise abrupt im Nirwana endete. Was sich die Planer dabei gedacht haben ist mir schleierhaft. Nachmittags zog es immer mehr zu, das Thermometer zeigte nur 13 Grad und es regnete teilweise. Schade, aber da kann man nichts ändern. Gleich werde ich noch eine Runde über das BuGa-Gelände drehen und um 22:30 Uhr zur Wasserlichtshow gehen. Morgen erwartet mich dann eine weitere Tour rd. 100km nach Tübingen.

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9. Etappe Worms - Heilbronn

Bild Geschrieben am 05.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute hieß es Abschied nehmen von der Familie. Ciao und vielen Dank, die Tage auch mit Opadienst haben viel Spaß gemacht. Rd. 120 km zeigte mir das Navi für die Route. Pünktlich 7:45 Uhr nach obligatorischem Verabschiedungsfototermin (Veröffentlichung des Fotos erfolgte ausdrücklich mit Zustimmung der Eltern) ging es zunächst durch Felder, Wiesen und Auen. In Frankenthal habe ich sogar noch eine kostenlose Dusche bekommen, was ob der angesagten Temperaturen eine Wohltat war. Hinter Mannheim musste ich den Neckar auf einer Autoseilfähre (gleiches Prinzip wie die Gierseilfähren auf der Oberelbe, aufgrund der im Neckar schwachen Strömung mit Motorantrieb) zum Preis von 60 Cent überqueren. Leider war die Fahrt viel zu schnell vorbei. Nach gut 50 km habe ich Heidelberg erreicht. In den Neckartalauen tummelten sich Entenfamilien en masse. Ich dachte schon ich sei in Entenhausen. Weiter den Neckar entlang, dann über Hoffenheim (inkl. Gelände der TSG 1899) und Sinsheim. Bis dahin waren die Strecken sehr gut zu fahren mit wenig Steigungen. Doch dann kam südöstlich von Sinsheim die Kraichgauer Bergetappe. Hier musste ich teilweise heftige Steigungen überwinden, im Wald auf Schotterpiste auch mal schieben. Und das bei mittlerweile über 30 Grad. Aber Schieben ist ja erlaubt. Und weil Berge nicht nur nach oben führen konnte ich mich zur Entspannung auch mal bergab mit rd. 50 km rollen lassen. Herrlich der frische Fahrtwind. Zwischendurch bremsen ist auch wichtig. Nach rd. 123 km habe ich wohlbehalten die im April eröffnete und auf dem BuGa-Gelände stehende JH Heilbronn erreicht. Hier bleibe ich jetzt bis Freitag vormittag. Der Vorteil bei der Lage ist, dass der Preis der BuGa in der Übernachtung in der JH enthalten ist (€ 91,20 für zwei Übernachtungen mit Halbpension!). Und dann kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit dort rumgeistern. Morgen ist BuGa und evtl. Heilbronn angesagt. Keine Angst, auch morgen wird es einen Blogeintrag geben. Am Freitag geht's weiter nach Tübingen. Übrigens: ein Foto mit dem Fahrradhaltestreifen an der Ampel - fotografiert in Heidelberg. Das Auto hielt vorbildlich davor!

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Zum Eisessen nach Worms

Bild Geschrieben am 04.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Bevor es morgen bei voraussichtlich heißem Wetter 120 km nach Heilbronn zur BuGa gehen soll habe ich heute noch einen ruhigeren family-day gemacht. Mittags mit dem Rad nach Worms geradelt und den Weg eingeprägt. Dort eine kleine Runde getourt und dann mit Nick und Schwiegertochter (die mit dem Auto angereist sind) zum Eisessen getroffen. Sehr leckeres Eis gab es in der vielbevölkerten Eisdiele. Nach "Raubtier"-Fütterung und Bummel durch die Stadt wieder zurück. Wie war nochmal der Weg? Nur nach Gefühl oder doch mit Navi? Wegweiser zum Barbarossa-Radweg hab ich nicht gesehen. Also Navi und gut war. Interessant fand ich das nebenstehende Schild... Übrigens, der in Geesthacht vor dem Freibad neu installierte Fahrradstreifen und Halt vor der Ampel (extra sogar farbig!) ist in anderen Städten farblos gang und gäbe. Und da wissen offensichtlich alle Verkehrsteilnehmer*innen bescheid.

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Nur eine kleine Rundreise

Bild Geschrieben am 03.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute war eigentlich Ruhe- und Familientag angesagt. Da der kleine Nick zum Kinderarzt musste und ich nicht mit dem Auto mitfahren durfte habe ich die Zeit zu einer kleinen Rundreise durch die Pfalz genutzt. Frau Platz bat mich im Rahmen meiner Tour Augen und Ohren für Verbesserungen offen zu halten. In Geesthacht haben wir ja die viel kritisierte Ampel in Besenhorst. Wie sagte unser Bürgermeister bei der Eröffnung des Stadtradeln? "Wir haben nur ein beschränktes Platzangebot, und das müssen sich Autos, Fußgänger und Radfahrer teilen." In einem Ort habe ich ein Verkehrsschild entdeckt (siehe Bilder). Was für Autos gilt - denn an der Stelle war es für alle eng - kann doch auch in Besenhorst gemacht werden? Warnschilder aufstellen könnte aus meiner Sicht die Situation entschärfen. Ich bin der Meinung man soll nicht nur meckern sondern konstruktiv nach Lösungen suchen, zumal es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Das die Stelle nicht optimal ist ist ja allen klar. Nachmittags gab es dann ein Unwetter (ohne Gewitter), dennoch war ich froh da nicht unterwegs gewesen zu sein.

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8. Etappe Frankfurt - Worms

Bild Geschrieben am 02.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Früh morgens um 8 Uhr nach einem tollen Frühstücksbuffet in der JH Frankfurt sollte die heutige Etappe zum Nachwuchs nach Worms führen. In Frankfurt wäre ich ohne Navi auf verlorenem Posten gewesen, da ich keine bekannte Route geplant hatte. Zunächst ging es bergauf (fast die einzige Steigung heute) und einen schönen Waldweg entlang. Später führte mich die Route über Darmstadt auf einem Fahrradstreifen entlang der B3. Zum Glück war die Straße wenig befahren. In Darmstadt habe ich Mainzelmännchenampeln entdeckt. Heute war der Kampf gegen die Wärme mit um die 30 Grad. In Worms bin ich erstmals auf den Rhein gestoßen. Worms und Radfahren? Forget it. Eine Abzweigung zum Barbarossa-Radweg hab ich verzweifelt gesucht, bis ich mitbekommen habe, dass es sich um eine nichtbefahrbare - nur zum Schieben geeignete Unterführung handelte. Dieser Weg war gut zu befahren und so bin ich mit reichlich Erdbeeren bewaffnet bei Sohn, Schwiegertochter und Enkelkind nach rd. 90 km sicher angekommen. Die nächsten Tage werde ich es etwas ruhiger angehen lassen.

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7. Etappe Birstein - Frankfurt/M.

Bild Geschrieben am 01.06.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute begann die Tour auf einer ehemaligen Bahnstrecke. Knapp 15 km fast nur bergab zum Kinzigtal. Durch den kalten Fahrtwind war ich schnell wach. Nach Wächtersbach ging es über den R3 nach Frankfurt. Diese Route ist ebenerdig und gut zu bewältigen. Allerdings führte sie recht häufig in der Nähe von Autobahnen entlang. In Hanau bin ich dann auf den Main gestoßen. Plötzlich tauchte vor mir eine Schwanenfamilie auf. Da hab ich lieber einen Umweg genommen. In Offenbach bin ich durch die neu gestaltete Hafencity gefahren. Die Stadt hat sich dort sehr gewandelt. Wohlbehalten bin ich in Frankfurt in der JH, die direkt am Main liegt, gelandet und genieße den ersten warmen Abend dort. Eine Abendtour zum Abkühlen führte mich noch zurück nach Offenbach in die schöne Hafencity. Selbst ein Frankfurter erkannte an, dass sich Offenbach positiv entwickelt hat. Gefährlich war der Rückweg auf unbeleuchteten Wegen.

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6. Etappe Bimbach - Birstein

Bild Geschrieben am 31.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute war eine nicht so lange Route geplant. Dafür waren einige Steigungen zu meistern, denn es ging über den südlichen Vogelsberg. Der Vogelsberg ist - lt. Aussage von Lutz Wagner, einem ehemaligen Bundesligaschiedsrichter - "die höchste Erhebung Hessens". Wir Norddeutsche sagen dazu auch einfach nur Berg. Es ging von Bimbach entlang der Lüder durch Schletzenhausen, Hosenfeld, Poppenrod und Pfaffenrod und wie die Orte alle heißen, teilweise auf wenig befahrenen Straßen, überwiegend auf gut ausgebauten Wirtschaftszweigen an landschaftlich reizvollen Gegenden vorbei. Rechts von mir der hohe Vogelsberg (über den der empfehlenswerte Vulkanradweg führt, den ich vor Jahren schon mal gefahren bin) mit knapp 800 Metern Höhe, links von mir in Sichtweite die Rhön. Zum Ende hin ging es über den Vogelsberg Südbahnradweg mit Gefälle und Steigungen von 8 % nach Birstein. Nach 50 km bin ich gut angekommen und habe nach dem Check-In gleich das Freibad aufgesucht. Trotz herrlichem Wetter war es nur ganz schwach besucht. Das Wasser kühlte einen richtig ab, lt. Bademeister 23 Grad, lt. Anschlag 19 Grad. Das glaube ich eher. In dem Bad gab es eine Infrarotsauna, die hab ich gleich genutzt. Herrlich und empfehlenswert! Ein schöner Tag geht zu Ende. Wie schön Deutschland doch ist.

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5. Etappe Rotenburg/Fulda - Bimbach

Bild Geschrieben am 30.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Himmelfahrt. Meine Pensionswirtin Frau Wagner hat mir zum Vatertag gratuliert. Nach einem Frühstück ging es um 9 Uhr den wieder schönen R1 Fuldaradweg entlang. Bis Bad Hersfeld gemütlich und unter "gefährlichen" Bedingungen - siehe Bild. Aber wie schrieb einer: Du trägst ja einen Helm... Hinter Bad Hersfeld wurde es sehr windig und dadurch kalt. Auf den Spuren Luthers vorbei an einem riesen Versandhändler (ich mache hier keine Werbung für ein im Ausland Steuern zahlendes Unternehmen, welches auch viele kleine Geschäfte ruiniert und Innenstädte verwaisen lässt). Ich hab mir Zeit gelassen da der Gegenwind viel Kraft kostete. Nur vereinzelt waren Gruppen unterwegs zum Feiern. Nicht wie bei uns, dass alle, die einmal in naher und weiter und sehr weiter Zukunft vielleicht mal Vater werden, alkoholisiert feiernd mit Bollerwagen durch die Gegend ziehen. Bei einer Rast traf ich auf zwei Familien, die mich dann zum Äppelwoi "verführten". Und dass rd 35 km vor dem Zielort... Es waren zwei Familien mit drei Kindern (9/9/5), die alle mit dem Rad unterwegs waren. Interessiert haben sie sich meine Erfahrungen mit Radreisen angehört. Von der Kleinen wurde ich mit Wurzeln versorgt. Immer wieder habe ich nette Begegnungen. Nachmittags bin ich dann wohlbehalten - aber doch sehr geschafft - nach 70 km in Grosslüder OT Bimbach angekommen. Eigentlich wollte ich noch nach Fulda (ca. 10 km) radeln, aber heute war ich zu kaputt. Dennoch war es wieder eine schöne Tour.

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4. Etappe Hann. Münden - Rotenburg/Fulda

Bild Geschrieben am 29.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute wurde ich als Entschädigung für die letzte Etappe mit strahlendem Sonnenschein geweckt (siehe letztes Bild 3. Etappe). Erstmals waren mehrere Radler*innen in der JH, so dass beim Frühstück angeregte Gespräche zustande kamen. Vielleicht konnte ich eine Radlerin aus Warstein dazu bringen, dass diese Stadt auch mal am Stadtradeln teilnimmt. Sie war sehr begeistert davon. Mit Verspätung (der Koch hatte wohl verschlafen) ging es um 9 Uhr auf dem excellent ausgeschilderten R1 Fuldaradweg entlang. Perfekte Trassenführung durch Kassel. Statt Haltegriffen habe ich Halteringe an den Ampeln entdeckt. Auch ne klasse Sache. Toll fand ich dass bei einer Brücke auf jeder Seite ein Gitter für Liebesschlösser aufgestellt war. Das entlastet das Brückengeländer und ist auch für unsere Hafenbrücke eine überdenkenswerte Alternative. Kurz nach Guxhagen (bekannt nur vom Autobahnrastplatz) versagte dann die gute Beschilderung - und auch mein Navi. So habe ich mich zunächst an der Strassenbeschilderung bis kurz vor Melsungen orientiert. Dann ging es wieder auf dem R1 weiter. Vor Rotenburg habe ich dann zur Abwechslung mal e-biker überholt (der Motor war aus...). Die haben mir aber einen guten Tipp für das Abendessen gegeben. Nach statt 85 geplanten km bin ich nach 103 km in einer kleinen Pension, die mir die JH wegen Vollbelegung alternativ angeboten hatte, erreicht. Es war wieder eine sehr schöne Tour entlang der Fulda bei guten äußeren Bedingungen. Irre war auch die Unterquerung einer ICE-Trasse. Das Feierabendbier hatte ich mir wohl verdient...

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3. Etappe Hildesheim - Hann. Münden

Bild Geschrieben am 28.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Heute ging es - ohne Frühstück - gleich um 7 Uhr los. Bei der Reiseplanung hatte ich mich etwas vertan. Knapp 130 km sollten es sein. Keine Schmerzen, das Radeln geht mittlerweile fast von alleine (nur bergab). Von Hildesheim fuhr ich durch die Stadt zu einem wunderschönen Radweg entlang der Innerste bis nach Bad Salzdetfurth. Da habe ich total entschleunigt und an nichts mehr gedacht. Dort in einer Bäckerei gefrühstückt. Danach auf einer ehemaligen Bahnstrecke entlang der Allee der Bäume des Jahres (da gab es mal im Fernsehen ein Quiz) gefahren. Nicht nur, dass es eine tolle Landschaft ist, nein, es ging auch nur bergab! Und einen tollen Rastplatz mit Bienenhotel hab ich entdeckt. Bis nach Göttingen konnte ich mich auf die gute Beschilderung verlassen - bis auf einmal, wo ein Kasper die Schilder verdreht hatte. In Göttingen fing es dann an zu regnen, so dass ich mein Regenzeug anziehen musste. Aber wahrscheinlich regnete es, weil die Beschilderung schlecht ist. Ohne Navi wäre ich aufgeschmissen gewesen. Danach folgten die letzten 25 km im Regen mit Steigungen. Erst ab Dransfeld konnte ich mich - wiederum teilweise auf landschaftlich schönen Strecken - fast nur noch rollen lassen. Vollkommen durchnässt aber nicht kaputt habe ich rechtzeitig zum Abendessen die wunderschön an der Weser gelegene JH Hannoverschen Münden erreicht. Bis auf den Regen war es heute eine wunderschöne Strecke, die ich geradelt bin. Sonst kennt man die Strecke von Hildesheim nach Göttingen nur aus dem Auto oder Zug. Ich wusste gar nicht, wie schön die Landschaft fernab der Autobahn ist. Und man lernt von den an den Wegrändern aufgestellten InfoTafeln eine Menge über die Natur. Das erlebt man nur mit dem Rad!

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2. Etappe Müden/Oertze - Hildesheim

Bild Geschrieben am 27.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Nach dem anstrengenden ersten Tag tat mir morgens immer noch alles weh. Wie soll ich bloß den heutigen Tag überstehen? Aber schon beim Anradeln hab ich nichts mehr gespürt von den Schmerzen. So konnte ich die 100km-Reise nach Hildesheim antreten. Zum Glück hab ich mich nicht immer aufs Navi verlassen sondern bin auch der Beschilderung gefolgt. Dadurch habe ich tolle Strecken durch Wälder gefunden, teilweise war nur Vogelgeschwitzer zu hören. Das entschleunigt ungemein. Es folgten zwar auch kurze Strecken an etwas mehr befahrenen Straßen, das war aber sehr übersichtlich. In Lühnde hätte ich das beigefügte Verkehrszeichen fast übersehen... Die letzten Kilometer nach Hildesheim bin ich an der Innerste entlang geradelt. Wobei es an einigen Stellen etwas schwierig war da wenig befahren und sehr zugewuchert. Spätnachmittags bin ich dann in dem vorgebuchten Zimmer in einer ehemaligen Kaserne untergekommen. Der zweite Tag meiner Reise neigt sich dem Ende entgegen. Heute war es auch nicht so windig wie gestern. Es war eine sehr schöne Tour.

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Drei Wochen ohne - ich bin dann mal weg

Bild Geschrieben am 27.05.2019 von Christian Henkel
Team: Steinstrassengäng
Kommune: Geesthacht

Pünktlich um 10 Uhr eröffneten der Bürgermeister der Stadt Geesthacht, Herr Olaf Schulze und die "Dezernatsverantwortliche" für das Stadtradeln Frau Anette Platz auf dem Menzer-Werft-Platz das Geesthachter Stadtradeln. Dann ging es in der Gruppe los, ich wurde bei der Elbbrücke von allen mit Klingeln verabschiedet. Kurz noch ein Selfie mit dem Bürgermeister und ich war auf mich alleine gestellt. In Lüneburg wäre ich ohne Navi mangels Beschilderung auf verlorenem Posten gewesen. Dafür toll die Haltegriffe an den Ampeln. Der Weg führte durch die Innenstadt mit Kopfsteinpflaster! Ich habe den Ilmenauradweg erreicht, auch hier war die Beschilderung sehr dürftig. Bei teils heftigem Gegenwind war es auch bergab schwierig. Etwas demotiviert war ich, als mich bergauf ein Pärchen locker und leicht überholte. Aber dann hab ich den Motor gesehen. Bis nach Müden/Oertze hatte ich weiterhin mit starkem Gegenwind zu kämpfen. Dennoch habe ich nach 90 km ausgelaugt, aber hochzufrieden die schöne Jugendherberge erreicht. Mit einem warmen Abendessen nach der warmen Dusche ging es in den Abend hinein, den ich bei einem zünftigen Radler ausklingen ließ. Fazit: Eine anstrengende, aber landschaftlich sehr reizvolle Tour.

LG Christian Henkel

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