STADTRADELN-Star Blog: Würzburg


Es gibt nichts gutes, außer man tut es

Bild Geschrieben am 29.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

hat Erich Kästner mal geschrieben. Ich mag Erich Kästner. Seine Kinderbücher habe ich verschlungen und werden jetzt von meinen Kindern verschlungen. Heute lese ich in seinem Gesamtwerk. Und gerade dieses Zitat hat mir schon oft den notwendigen Tritt in den Hintern gegeben. Es gibt Dinge, die muss man einfach mal ausprobieren. Nur dann entdeckt man die Möglichkeiten und die Schwierigkeiten die tatsächlich auftreten.
Einfach mal ausprobieren, wie und ob ein Alltag so ohne Auto funktionieren kann – das war meine Motivation als Stadtradeln-Star hier dabeizusein.

Seit ein paar Tagen sind die drei Wochen jetzt vorbei. Wir haben es geschafft. Und es war gar nicht schwer. Abgesehen von einer Autofahrt, die mein Mann im Dienste der Allgemeinheit im Rahmen einer Fahrgemeinschaft übernommen hat, haben wir alle das Auto in den letzten drei Wochen nicht bewegt. Auch die Kinder haben die meisten Strecken mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt und nur ganz selten wurden sie von anderen mal mitgenommen. Manche Dinge, wie der oft erwähnte Cello-Unterricht, waren mit ein wenig Organisation und Aufwand verbunden, bei den meisten anderen Dingen ist es gar nicht aufgefallen, dass wir nicht aufs Auto zurückgreifen konnten. Selbst unser Jüngster ist in der letzten Woche tapfer in die Ferienbetreuung ans Hubland geradelt oder, gerade als es so regnete, mit Bahn und Bus hochgefahren.

3 Wochen ohne Auto im Familienalltag war gar nicht so viel Organisation – und die Herausforderung letztlich deutlich kleiner, als zuvor gedacht.
Wir haben es geschafft! Und heute steht das Auto noch immer da, wo wir es vor einiger Zeit abgestellt haben. Denn der Wunsch, mit dem Auto Wege zur erledigen, hält sich in Grenzen. Wir haben andere Möglichkeiten für uns entdeckt. Unser Fahrrad-Anhänger ist zwar kein Lastenrad, aber hilfreich für den Transport größerer Gepäckstücke oder von Getränkekästen ist er auch.

Im Ergebnis werden wir zukünftig noch mehr Wege mit dem Rad zurücklegen. Der Älteste hat schon angekündigt, jetzt öfter mit dem Rad statt mit der Straba in die Schule fahren zu wollen. Und auch der Jüngste schreckt vor Bergen nicht mehr zurück. Wir planen weiter an einem Sommerurlaub nur mit dem Rad und optimieren die familiäre Fahrrad-Ausrüstung.
Nicht neu war für mich, dass die Fahrrad-Infrastruktur in Würzburg noch Optimierungspotentiale hat. Da werde ich mich weiterhin politisch einsetzen und engagieren – damit mehr Menschen und mehr Familien den Umstieg aufs Rad (nicht ausschließlich, aber zumindest für einige Strecken) wagen. Es lohnt sich nämlich!


Mein Fazit:
689,5 km bin ich in den 3 Wochen geradelt, die Familie zusammen kommt auf gute 1800km
Das Auto wurde nicht vermisst.
Wir werden weiterhin radeln.
Wir werden mehr Radeln als früher.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Mehr Fotos!

Ein To-Do bleibt: Mit dem Rad zum Eröffnungskonzert des Mozartfests. Vielleicht nächstes Jahr?
Beim Stadtradeln sind wir auf alle Fälle wieder dabei.

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Meine tägliche Safari...

Bild Geschrieben am 28.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

Fester Bestandteil meiner täglichen Radelstrecke Richtung Stadt und Arbeit ist der Radweg durch den Rottenbaurer Grund. Das ist zwar ein befestigter, asphaltierter Rad- und Fussweg – aber dennoch gibt es hier einiges an wilden Tieren zu treffen. Das Wildschwein hat sich bislang nur aus der Ferne gezeigt und für Fuchs, Hase, Rehe, Hund und Katz war ich mit dem Zücken der Handy-Kamera zu langsam. Aber in den letzten drei Wochen hab ich zumindest einige wilde Tiere vor die Linse bekommen. Zumindest wenn ich dran gedacht habe, ein Foto zu machen. (Habe ich schon geschrieben, dass ich mehr Fotos machen muss?)

Besonders niedlich war die Entenmutter mit ihren zwei Kindern, die – ok, das war schon Heidingsfeld – vor mir in aller Seelenruhe die Straße gequert haben und sich von nichts dabei haben stören lassen.
Aber auch sonst gibt es da je nach Uhrzeit, Jahreszeit und Witterung viel zu sehen – Die Vögel, die da in großer Anzahl leben, sorgen dann auch (bei jeder (!) Tages-und Nachtzeit) für eine passende akustische Kulisse. Naturerlebnisse, die ich mit dem Auto so nicht gehabt hätte, und die Beeindrucken. Wann habt ihr das letzte Mal eine Weinbergschnecke gesehen?

Ich freue mich jedes Mal auf meine Fahrrad-Safari durch den Rottenbaurer Grund – und vielleicht gibt es irgendwann mal eine Foto-Safari. Für heute müssen die wenigen Fotos reichen...

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Warum ich gerne Fahrrad fahre?

Bild Geschrieben am 27.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

Erstmal ist es meistens Schneller als mit Auto oder Straßenbahn. Mit der Zeit trifft man zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle bekannte Gesichter – gleichgesinnte auf dem Weg mit dem Rad zur Arbeit. Man grüßt sich. Man weiss, je nach Treffpunkt wie man (oder der andere) so in der Zeit liegt. Bewegung ist es auch – das kommt im Alltag bei den Meisten oft zu kurz (auch wenn es ärgerlich ist, wenn nach einem Tag mit vielen km am Rad der Schrittzähler am Handgelenk meint, man sollte sich noch ein wenig bewegen ). Es macht mir den Kopf frei und schafft den notwendigen Ausgleich zur Kopfarbeit. Das tollste ist aber, dass ich am Rad viel mehr wahrnehme, von dem, was um mich herum stattfindet. Ich bekomme ein ganz neues Gefühl für Entfernungen und für das Höhenprofil meiner Strecken. Ich kenne schöne und weniger schöne Strecken. Markante Punkte werden einem vertraut. Manche bekommen auch – zumindest familienintern – Namen.
Auch das Wetter spürt man so direkt. Schnee, Regen, Sonne, Wind, Wärme, Kälte und der Wechsel davon. Und immer kann ich – mit der richtigen Ausrüstung – radeln. Ich nehme wahr, wie die Natur sich Tag für Tag verändert, ich spüre Temperaturunterschiede von Schattenstrecken und Sonnenstrecken. Auf dem Weg vom Rathaus nach Hause spüre ich die Wärme der Stadt, die Kühle des Waldes und dann wieder, wie es im Ort wieder wärmer wird. Ich spüre die Hitze, die der Asphalt abstrahlt und fühle den warmen oder auch kühlenden Wind. Ich entdecke große und kleine Tiere am Wegesrand. Und der Weg durch den Rottenbaurer Grund ist jeden Tag so ein kleines Stückchen Urlaub in der Natur. Dieses unmittelbare Erleben dessen was um mich herum ist (und da meine ich auch das, was nicht so schön ist), das begeistert mich am Radfahren.

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Es ist immer Fahrradwetter…

Bild Geschrieben am 24.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

… ist das Credo meines Gatten. Beim Stadtradeln gilt das natürlich ganz besonders. Und doch wird es heute Zeit, mal über das Wetter zu reden.
Denn – auch wenn immer Fahrradwetter ist – gibt es da doch qualitative Unterschiede: heißes Fahrradwetter, kaltes Fahrradwetter, eisiges Fahrradwetter, windiges Fahrradwetter, nasses Fahrradwetter und ideales Fahrradwetter fallen mir da so spontan ein.
Bislang hatte ich ja weitgehend Glück mit dem Wetter und nennenswert nass wurde ich – vor heute – auch nicht. Aber beim Stadtradeln gibt es keine Ausreden – und wer will schon bei Regen im stickigem Bus sitzen?
Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Deswegen ging es heute – in Regenkleidung verpackt – natürlich mit dem Rad los. Nach der ersten Überwindung hat es dann richtig Spaß gemacht durch den Regen zu radeln. Ist man erstmal nass, ist es eh egal. Und heute hat sich dann schon bewiesen, dass wer billig kauft, zweimal kauft. Denn meine billige Regenkleidung hat nicht wirklich trocken gehalten. Für einen Fahrradurlaub taugt das so nicht. Ein Handtuch und Ersatzkleidung in der wasserdichten Fahrradtasche zahlt sich da aus. Im Büro kann dann alles trocknen, bis es wieder losgeht.
Und so lange halte ich es mit Karl Valentin: Wenn es regnet freue ich mich. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem!

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Cool, zur Halbzeit 300km...

Bild Geschrieben am 23.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

hab ich letzten Dienstag noch auf Facebook geschrieben. Bis Freitag wurden es dann sogar noch die 400. Trotzdem kommt ein Wochenfazit etwas später, denn wir waren spontan mal kurz weg (https://www.stadtradeln.de//index.php?&id=2520&sr_post_id=1610)...
Unsere Motivation ist nach wie vor hoch. Der Jüngste ist zum Fussballtraining geradelt, der Älteste hat den Weg zum Cello-Unterricht wieder mit dem Rad zurückgelegt. Das hat ihn wohl so motiviert, am nächsten Tag unbedingt mit dem Rad zur Schule zu radeln. Team „Stiftung Wadentest“ freute das. Irritierte Nachfragen von Mitschülern wie „Du kommst doch von Rottenbauer, das ist ja voll weit“ quittierte er gelassen mit „Warum? Das sind doch nur 10 Km?“. Der Vater, der den großen Sohn begleitete konnte das breite Grinsen kaum unterdrücken.

Auch die kurzen Strecken werden hier fleißig mit dem Rad zurückgelegt. Das Auto vermisst hier gerade niemand. Im Gegenteil, wir genießen den Freiraum den wir ohne es haben. Den Platz im Carport kann man z.B.zum Basketballspielen eh viel besser nutzen.
Unser Denken und Handeln verändert sich aber auch ein wenig.
Wir fangen an, dieses „ohne Auto“ weiter zu denken. Wir überlegen intensiv, ob und wie wir den Sommerurlaub ohne Auto nur mit Rad und Bahn bestreiten können und wollen. Und der Wunsch nach einem eigenen Lastenrad nimmt auch zu.

Entsprechend fällt auch unser Fazit von Woche zwei aus:


Motivation: ungebremst hoch
Gefahrene KM in Woche 2: 214, fast ausschließlich Alltagsfahrten
Das Auto vermisste Sekunden: 00
Gespräche übers Radeln: unzählige
befürchtete Folgekosten: hoch (Lastenrad, tourentaugliches Kinderrad, ...)
Immer noch zu wenig Fotos - daher nur ein Foto vom Wegesrand...

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Ich war mal kurz weg...

Bild Geschrieben am 21.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

Pfingstsamstag fuhren die großen Kinder ins Zeltlager. Damit das kleine Kind sich so allein mit den Eltern nicht langweilt haben wir spontan beschlossen über die Pfingsttage mit dem Rad wegzufahren und auch ein wenig zu zelten.
Pfingstsamstag früh wurden die großen Kinder in den Bus gesetzt und wir haben die Räder beladen. Erster Zwischenstopp: Zellerau – wir helfen ein wenig beim Radl-Flohmarkt (www.radboerse-wuerzburg.de) mit. Nachmittag um halb drei geht es weiter.
40km später steht unser Zelt am Campingplatz in Karlstadt und die Freibad-Saison wird auch bei der Familie Becker eröffnet.
Der nächste Tag hat perfektes Fahrrad-Wetter für uns. Um 9:30h sind wir startklar und mit einigen Zwischenstopps die der Aufrechterhaltung der Energie dienen steht am Spätnachmittag in Bettingen nach 60km unser Zelt am Camingplatz nahe der Autobahnbrücke. Das klingt schlimmer als es ist, denn der Campingplatz hat gerade für Rad-Reisende einen tolle Infrastruktur (beide Campingplätze sind übrigens sehr empfehlenswert und sehr Familienfreundlich).
Die letzte Etappe war – nach der langen Tour am Vortag – eigentlich im Wesentlichen mit der Bahn (Wertheim – Lauda und Lauda - Würzburg) gedacht. Aber das Kind war radelwillig und hat uns die letzten beiden Tage schon mit Ausdauer und Freude am Radeln überrascht – daher wurde spontan umgeplant. Über Dertingen, Holzkirchen, Uettingen, Waldbüttelbrunn und Höchberg ging es dann – mit ein paar Bergwertungen (die natürlich der Jüngste gewonnen hat) wieder nach Hause. Hier klingt jetzt das Wochenende ganz gemütlich auf der Couch aus.

Ganz grundsätzlich lässt es sich mit Kindern gut am Mainradweg lang radeln. Campingplätze kommen auch in recht regelmäßigen Abständen, so dass man die Etappen gut an der Energie und Ausdauer der Kinder ausrichten kann. Biergärten und Gasthäuser an der Strecke sorgen zudem dafür, dass auch die Energiespeicher wieder aufgefüllt werden können. Für den Rückweg gibt es dann im Zweifelsfall immer – außer zwischen Lohr und Wertheim – eine Bahnlinie. Oder eben auch Alternativstrecken – die dann aber deutlich mehr Steigungen haben.

Wir werden wieder kommen. Und wir wissen jetzt: ein längerer Fahrrad-Urlaub scheitert sicherlich nicht an unserem Jüngsten. Sein Stadtradeln-Zähler ist inzwischen auch schon bei 230km.

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"Hallo, Clara!" "Tschüß, Clara!"

Bild Geschrieben am 18.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

Lastenräder sind schon eine tolle Sache!
Das große Kind war wieder mit dem Fahrrad zum Musikunterricht an der Waldorfschule – und dieses Mal hat uns Clara beim Cello-Transport geholfen (und wir haben dieses Mal keine Cello mit Clara Foto – wir müssen wirklich mehr Fotos machen!). Nach Louise ist jetzt auch Clara meine Freundin. Clara hat mir auch geholfen die Getränke im Büro aufzufüllen und beim Einkauf war sie auch dabei. Meine Kolleginnen wundern sich da bei mir inzwischen über nichts mehr - sondern schauen sich neugierig das Lastenrad mal aus der Nähe an.

Aber die Blicke der Menschen, wenn man da mit dem Lastenrad vorbei fährt, sind schon immer noch lustig – und richtig nett wird es, wenn man auf Kinder trifft: "Schau mal, die heißt Clara!" „Hallo Clara!!!“ „Tschüß Clara!“.
Und auch wir sprechen über Clara, Louise und ihre Geschwister schon fast wie über Kinder. "Wir müssen Louise noch abholen!" " Ich bring dir Clara nachher vorbei."

Die freien Lastenräder in Würzburg sind schon eine tolle Sache und helfen uns tatsächlich viel - gerade da, wo unsere zur Zeit autofreie Familie sonst aufgeschmissen wäre. Mit so einem Lastenrad ist auch ein Großeinkauf, der Getränkeeinkauf oder eben ein Cello-Transport gut möglich.

Was ich über Lastenräder gelernt habe: Dreirädrige "Bakfiets" wie Louise haben tendenziell eine höhere Ladekapazität, man muss sie aber - gerade in Kurven - vorsichtiger fahren. Man kann sich einfach nicht in die Kurve legen und im Vergleich zu meinem normalen Fahrrad ist das schon eine recht große Umgewöhnung. Die zweirädrigen Räder "Long John" ( https://de.wikipedia.org/wiki/Long_John ) fahren sich eher ähnlich wie mein normales Fahrrad, einzig der größere Radstand erfordert kurze Einübung. Vielleicht geht es euch aber auch anders, und ihr kommt mit der dreirädrigen Louise besser klar als mit Anton, Clara, Max oder Zora auf zwei Rädern. Probiert es einfach aus bei https://lastenrad-wuerzburg.de

Einen großen Haken haben die freien Lastenräder, die man kostenlos ausleihen kann, aber doch: Zumindest bei uns wächst der Wunsch nach einem eigenen Lastenrad stetig.

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"Mama, wir können doch einen Umweg fahren..."

Geschrieben am 11.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

„Mama, wir können doch eine Umweg fahren, dann können wir mehr Kilometer aufschreiben“ sprach der 7jährige als wir uns am Samstag auf den Weg machten zum Auftakt Stadtradeln. Die Motivation war hoch – nicht nur bei ihm. Auch ohne Umweg konnte er am Abend dann 35 km aufschreiben – und der Rest der Familie auch. Die Motivation war ungebrochen und für den nächsten Tag legten wir dann noch ne Schippe drauf. Warum mit dem Bus zur Landesgartenschau wenn man auch das Rad nehmen kann? Am Abend standen weitere 31 km (inklusive Steigung) bei allen im km-Buch.

Auch wenn ich der Stadtradeln-Star bin und komplett auf Auto verzichte haben wir uns als Familie vorgenommen, das gemeinsam durchzuziehen. Das heißt, dass auch der Rest der Familie soweit wie möglich auf Autofahrten verzichtet – sonst wäre das ja einfach: Alle Mama-Taxi-Fahrten wären dann einfach Papa-Taxi-Fahrten. Wenn es hart auf hart kommt, dann wird das so sein – aber grundsätzlich soll es nicht so laufen.

Nach einer knappen Woche ist die Motivation bei der ganzen Familie noch groß. Entsprechend fuhr der große Sohn dann auch mit dem Fahrrad zum Cello-Unterricht hoch an die Waldorfschule. Sein Cello wurde im Lastenrad Louise transportiert. Vorher hat Louise die Geschwister noch beim Treffpunkt zur Chorfahrt (by the way: der Kinder- und Jugendchor Rottenbauer studiert gerade ein Musical ein – am 24. Juni wird es aufgeführt und es wird sich lohnen) abgeliefert – und sorgte auch dort für Aufsehen. Die Kinder mussten dann wohl auf der Fahrt mehrere Fragen beantworten.

Das ist auch das Interessante gerade, die vielen Gespräche darüber, warum ich und wir als Familie so was machen. Und es wirkt, es motiviert andere, mehr mit dem Fahrrad zu erledigen.

Fazit nach einer knappen Woche:
192 gefahrene km,
3 Tage Lastenrad Louise,
zu wenig Fahrradparkplätze am Eingang der LGS,
eine weiterhin begeistert radelnde Familie,
unsere Kinder schaffen mehr an Strecke und Steigungen (Heuchelhof-Berg!) als wir gedacht hatten,
ich könnte mehr Fotos machen,
mindestens 1 neue Familie beim Stadtradeln
und bislang ein platter Reifen.

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Morgen geht´s los...

Bild Geschrieben am 04.05.2018 von Lore Koerber-Becker
Team: rote Radlerinnen und Radler
Kommune: Würzburg

Vorbereitung ist ja bekanntlich alles... von daher haben wir heute den Nachmittag genutzt und die Räder stadtradel-schick gemacht, nochmal die Reifen aufgepumpt und ein wenig geschraubt wurde auch. Das Auto ist auch schon mal um die Ecke gefahren und der neu gewonnene Raum wurde gleich anderweitig zum Spielen genutzt. Der Basketballkorb bleibt da jetzt erstmal hängen...

Jetzt kann es losgehen.

Durch's Stadtradeln hab ich damals angefangen, mehr Wege mit dem Rad zurückzulegen.
Die Motivation, möglichst viele Strecken mit dem Rad statt Auto oder Bahn zu fahren, ist mir geblieben.
Weil es gut tut, Spaß macht und meistens schneller geht.

Dieses Jahr will ich in den drei Wochen komplett auf´s Auto verzichten. Das wird im Alltag sicher auch eine Herausforderung.
Aber ich freu mich drauf und bin gespannt, was dann auch über die Stadtradeln-Zeit hinaus weiter wirkt.

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