STADTRADELN-Star Blog: Aaron Baufeld


Viel gefahren und viel erlebt...

Geschrieben am 26.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach

...in den 3 Wochen ohne Auto.
Die Zeit als Stadtradelstar war voller Erlebnisse, positive wie negative, hat sich für mich aber definitiv gelohnt.
In den unzähligen Stunden, die ich während den über 1000 Radkilometern auf dem Fahrrad saß, habe ich einige gefährliche Situationen erlebt und bin froh, dass nix passiert ist. So manch einer würde jetzt bestimmt sagen, dass das Risiko als Radfahrer doch viel zu hoch ist, und man deshalb lieber Auto fährt.
Das kann aber nicht die Lösung sein. Wer mehr Fahrrad fährt lernt es auch mit vielen Situationen viel besser umzugehen und gelassener zu reagieren. Deshalb einfach mal klein anfangen und dann immer mehr an das Fahrrad gewöhnen.
Außerdem war das Ziel ja auch, das Auto einfach mal 3 Wochen stehen zu lassen. Hätte ich in diesem Zeitraum nur die Fahrten, die ich sonst mit dem Auto mache, durch das Rad ersetzt, dann wäre es gut machbar gewesen. Der Ehrgeiz, in diesem Zeitraum möglichst viel Kilometer auf dem Rad zu sitzen, hat die die Zeit auch anstrengend werden lassen. Dennoch hatte ich sehr viel Spaß und habe viel neues entdeckt und einfach die Natur genießen können. Und auf sein Umfeld hat man einen gewissen Einfluss, wenn man sagt, dass man mit dem Fahrrad kommt, weil man gerade nicht mit dem Auto fahren darf. Man bekommt neben mut machenden Worten durchaus auch Unterstützung :-)

Bei mir hat der Zeitraum auf jeden Fall einige Gedanken losgetreten und ich will versuchen in Zukunft noch öfters auf das Auto zu verzichten.
Hierzu werde ich nach einem Fahrradanhänger schauen um auch mal größere Besorgungen mit dem Fahrrad machen zu können.
Ich muss jedoch auch gestehen, dass ich aktuell auf den Komfort des eigenen Autos noch nicht dauerhaft verzichten möchte. Es gibt doch einige Termine, die mit dem Auto deutlich einfacher zu managen sind - eine Hochzeit zum Beispiel.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Zeit als Stadtradelstar sehr viel Spaß gemacht hat und ich schon am Überlegen bin wann der nächste Zeitraum sein wird, in dem ich mal wieder auf das Auto verzichten möchte.
Außerdem werde ich weiterhin mein Umfeld motivieren im täglichen Leben das Fahrrad als Verkehrsmittel zu wählen. Es bringt einfach so viele Vorteile mit sich ;-)

Um noch mehr Personen von Autofahrern zu Radfahrern zu machen, wünsche ich mir jedoch auch von den Kommunen mehr aktive Arbeit. Der Radfahrer will sich bewegen und nicht an Ampeln stehen um Straßen überqueren zu müssen. Da findet er dann andere Wege die Ampeln zu umgehen. Und genau dieses Konfliktpotenzial mit Autofahrern muss nicht sein. Schafft durch sinnvolle Routenführungen attraktive Radwege. Diese werden dann auch genutzt und verhelfen so auch dazu die ewigen Autoschlangen aus Innenstädten rauszubekommen und das Parkplatzproblem kleiner werden zu lassen.


Vielen Dank an alle, die mich in dieser Zeit unterstützt haben oder mal mit mir geradelt sind.
Ich wünsche allen Radlern weiterhin allzeit gute Fahrt und immer genug Luft im Reifen.
Gerne tausche ich mich auch in der Zukunft mit Radelnden, Autofahrern, Planern, etc.... aus um das Miteinander auf deutschen Verkehrswegen zu fördern.

Viele Grüße
euer Aaron Baufeld

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Woche 2 - Regentage und schwere Beine

Bild Geschrieben am 19.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach

Auch diese Woche war ich wieder viele Kilometer auf Radwegen und Straßen unterwegs. Auch ich merke inzwischen die vielen Kilometer in meinen Beinen und würde manchmal gerne bequem im Auto sitzen, aber beim Stadtradeln wird das Auto stehen gelassen!

Mein höchstes Hoch und vermutlich auch mein tiefstes Tief diese Woche waren am Freitag Nachmittag. Hatte am Freitag ein bisschen früher Feierabend gemacht und eine neue Route ausprobiert - durchs Neckartal und Murrtal über Backnang wieder nach Hause. Im Neckartal bin ich an mehreren hundert Metern Blechlawine vorbeigeradelt und hatte einfach freie Fahrt. Das war für mich ein Glücksgefühl und eine Bestätigung warum es sich lohnen kann aufs Fahrrad zu sitzen.
Auf der gleichen Radtour musste ich aber auch mal wieder über Landstraße und Buckelpiste radeln, weil der Radweg einfach so aufgehört hat. Das sind dann wieder so Momente wo man sich überlegt warum man eigentlich versucht Strecken mit dem Rad zurückzulegen.
Dennoch war die Radtour im Gesamten sehr schön. :-)

Angefangen hat meine Woche übrigens damit, dass ich mir überlegen musste, wie denn der neue Balkonstuhl vom Möbelhaus zu mir nach Hause kommt. Aber als erfahrener Radfahrer findet man auch für diesen Transport eine Lösung ;-)

Mittwoch und Donnerstag waren sehr verregnet, weshalb ich die Tage einfach mal genutzt habe um ein bisschen Pause zu machen und abends anstatt nochmal radeln zu gehen ein paar andere Dinge zu erledigen. Den Arbeitsweg habe ich trotzdem mit dem Rad zurückgelegt - wurde zwar nass, aber es gibt schlimmeres oder auch die Möglichkeit im Rucksack Wechselklamotten mitzunehmen.

Gestern und heute war ich im Kreis Böblingen unterwegs. Das war pure Radfahrerfreude. Man kann praktisch von Stuttgart-Vaihingen bis Herrenberg in einem Zug durchfahren (bis auf ein paar wenige Ampeln). Wo man vor Jahren noch keine Ahnung hatte, wie man durch Böblingen durchkommen soll, fährt man heute auf eigenen Radwegen oder gar Radschnellwegen. Es ist schön zu sehen, dass sich bei einigen Kommunen das Fahrrad inzwischen doch zu einem ernstgenommenen Verkehrsteilnehmer entwickelt (hat). Da könnte sich Stuttgart durchaus auch mal eine Scheibe abschneiden.

Auch diese Woche wünsche ich mir, dass wir es alle schaffen mehr Miteinander im deutschen Straßenverkehr hinzubekommen. Und da kann jeder seinen Teil dazu beitragen.

Ich wünsche euch allen weiterhin eine gute Fahrt und kommt immer wieder gesund zu Hause an. Bin gespannt, was die dritte Woche so mit sich bringt :-)

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Woche 1 - super Wetter und viele Kilometer

Geschrieben am 12.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach

Hallo zusammen,

die erste Woche Stadradeln und ohne Auto ist bereits rum. Aufgrund des schönen Wetters und wenigen persönlichen Terminen fiel es mir relativ leicht diese Woche auf das Auto zu verzichten. Die wenigen Besorgungen, die ich machen musste, haben alle super mit dem Fahrrad geklappt.
Kommende Woche wird es bestimmt deutlich interessanter, da ich ein paar Dinge im Programm stehen habe, für die ich sonst eher das Auto nehmen würde. Bin schon auf die Herausforderungen gespannt :-)

Dennoch hatte ich diese Woche auch einige Frustmomente. Am Montag war ich zum Beispiel mit dem Rennrad unterwegs. Auch mit dem Rennrad versuche ich möglichst viele Radwege zu nutzen. Dies ist jedoch oft sehr unkomfortabel oder aufgrund des Bodenbelags gar nicht möglich. Deshalb gibt es eben auch Abschnitte die man auf der Straße fährt. An einer Stelle, wo es stark und relativ lang bergauf geht, habe ich viele Autofahrer erlebt, die so knapp überholen, dass ich etwas Angst bekommen habe und mir überlegt habe wie ich mich besser schützen kann. Es gibt jedoch auch sehr viele Autofahrer, die auch auf Radfahrer achten.
Durch dieses Erlebnis und verschiedene Diskussionen im Kollegenkreis und auf Facebook frage ich mich, wie man in Zukunft im Straßenverkehr wieder respektvoller miteinander umgehen kann. Das ist sicher keine einfache Herausforderung, es wäre aber schön.
Hierfür kann sich jeder Radfahrer überlegen wie er den Autofahrern entgegenkommen kann und von den Autofahrern wünsche ich mir, dass sie einfach mal durchatmen und dem Radfahrer den benötigten Raum geben.

Hier ist der Dialog notwendig und auch einfach mal gute Radwege! Ich denke, dass man viele Situationen entschärfen könnte, wenn es mehr Radwege gäbe, die auch für Rennräder attraktiv sind. Das heißt, keine Schotterpiste oder Schlaglöcher, genug Platz um auch mal Tempo fahren zu können und andere Nutzer des Weges ungefährlich überholen zu können. Viele Teile des Remstalradweges wurden letztes Jahr überarbeitet und deutlich besser fahrbar. Diese Arbeit darf gerne fortgeführt werden.

Und wenn wir schon bei Radwegen sind, warum sind manche Radwege so geplant, dass man an der Routenführung zweifeln muss. So gesehen heute zwischen Freiberg und Benningen (Bild). Da geht der Radweg auf einmal über mehrere Kilometer auf der Verbindungsstraße zwischen den Ortschaften entlang. Dort liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 70 km/h. Für mich als Vielradler wäre das noch vertretbar, aber für Familien oder Gelegenheitsradler definitv ein No Go! Es gibt dort eine Möglichkeit nicht auf der Straße fahren zu müssen, aber ohne Mountainbike kommt man da leider nur schwer oder gar nicht voran.

Trotz der Frustmomente, das Positive am Rad fahren hat diese Woche doch deutlich mehr Gewicht.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Wochen und werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass mehr Leute öfters aufs Rad steigen und das Auto mal stehen lassen. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und Motivation beim Radeln. Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Euer Aaron Baufeld

Update vom 19.07. inzwischen muss ich meine Aussage mit der Distanz, die man auf der Ortsverbindungsstraße zurücklegen muss etwas relativieren. Es gibt an Teilen der Strecke einen parallel verlaufenden Weg. Fakt ist aber trotzdem, ohne auf der Straße zu fahren kommt man dort nicht hin.

Bild

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Es geht los!

Geschrieben am 06.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach

Hallo liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler in Fellbach und Umgebung,

als es heute morgen geregnet hat dachte ich mir nur: super, so kann man richtig motiviert in das Stadtradeln starten, wenn man direkt die erste Fahrt durch den Regen machen muss.
Zum Glück ist es jetzt wieder trocken und die Fahrt in die Arbeit wird etwas entspannter.

Ich wünsche euch allen viel Spaß in den kommenden 3 Wochen, viele tolle Erlebnisse auf dem Fahrrad und die Motivation auch bei dem größten Regen das Auto stehen zu lassen.
Passt auf euch auf und bleibt gesund :-)


Euer Aaron Baufeld

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