Infos zur Teilnahme / FAQ RadlerInnen

Wer kann an der Kampagne STADTRADELN teilnehmen?

  • Mitglieder des Kommunalparlaments einer teilnehmenden Kommune
  • BürgerInnen einer teilnehmenden Kommune
  • Alle Personen, die in der teilnehmenden Kommune arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen.

Wo sehe ich, ob meine Kommune mitmacht?

Alle beteiligten Kommunen sind unter Teilnehmerkommunen aufgelistet. Sollte Ihre nicht dabei sein, so wenden Sie sich an Ihre Kommune (Verwaltung, Stadt-/Gemeinderat etc.) und regen Sie eine Teilnahme an!

Wann wird geradelt?

Das STADTRADELN findet jährlich vom 1. Mai bis 30. September statt. In den Kommunen selbst wird an 21 aufeinanderfolgenden Tagen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung geradelt. Den genauen Zeitraum kann die teilnehmende Kommune frei wählen.

Wie kann ich mitmachen?

Ihre Kommune muss sich zunächst für das STADTRADELN anmelden bzw. bereits angemeldet sein (Infos unter Anmeldung), dann können Teams gebildet oder sich Teams angeschlossen werden. Danach einfach losradeln und die klimafreundlichen Fahrradkilometer im Online-Radelkalender eintragen.

Wo und wie kann ich mich registrieren und meine erradelten Kilometer eintragen?

  • TeilnehmerInnen mit Internetzugang registrieren sich mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse für den Online-Radelkalender, sobald dieser für ihre Kommune freigeschaltet wurde. Nach erfolgreicher Registrierung können dann dort die Kilometer eingetragen werden, die automatisch dem Team und der Kommune gutgeschrieben werden.
  • TeilnehmerInnen mit einem Smartphone können über die STADTRADELN-App (für Android und iOS-Systeme) Kilometer eintragen: Zum einen händisch (ein Einloggen über das Internet ist dann nicht mehr notwendig) oder noch einfacher via GPS-Funktion, die die exakte Route aufführt und die zurückgelegten Kilometer berechnet.
  • TeilnehmerInnen ohne Internetzugang registrieren sich direkt bei der lokalen Koordination ihrer Kommune. Dort können km-Erfassungsbögen bereitgestellt werden, sodass handschriftlich die erradelten Kilometer abgegeben werden können. Die AnsprechpartnerInnen sind auf der Unterseite der teilnehmenden Kommune bei Teilnehmerkommunen zu finden.

Welche Kilometer zählen beim STATRADELN und wie werden sie erfasst?

Jeder Kilometer, der innerhalb des 21-tägigen Aktionszeitraums beruflich oder privat mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann gezählt werden; (Rad-)Wettkämpfe und Training auf stationären Fahrrädern (Indoor-, Spinbikes o. Ä.) sind dabei ausgeschlossen.

Die geradelten Kilometer können z. B. mit einem Kilometerzähler, Fahrradcomputer, der STADTRADELN-App oder einem Radroutenplaner (z. B. Naviki) ermittelt bzw. geschätzt werden.

Wer kontrolliert die geradelten bzw. eingetragenen Kilometer? Kann hier nicht geschummelt werden?

Das STADTRADELN lebt prinzipiell vom Fairplay-Gedanken und der Ehrlichkeit der RadlerInnen, zehntausende von RadlerInnen können und wollen wir nicht kontrollieren. Die KoordinatorInnen in den Kommunen sind jedoch angehalten nach „Ausreißern“ zu schauen und ggf. nachzuhaken bzw. nach einer Überprüfung zu bitten. Auch die „soziale Kontrolle“ unter- und innerhalb der Teams funktioniert gut.

Davon abgesehen ist das eigentliche Ziel der Kampagne, schlichtweg mehr Menschen – und hier insbesondere die KommunalpolitikerInnen als EntscheidungsträgerInnen in Sachen Radverkehrsförderung – auf das Rad zu bekommen und dieses Thema durch einen Wettbewerb öffentlichkeitswirksamer darstellen und bearbeiten zu können. Gleichzeitig zeigen die RadlerInnen mit ihrer Teilnahme den Verantwortlichen, wie wichtig ihnen Klimaschutz und Radverkehrsförderung sind und wie viele schon jetzt mit dem Rad unterwegs sind.

Wie kann ich als STADTRADLER-STAR teilnehmen?

Wer in der Sonderkategorie STADTRADLER-STAR an den Start gehen möchte, wendet sich bitte direkt an die lokale Koordination der teilnehmenden Kommune; diese wird den STADTRADLER-STAR dann anmelden.

Welcher Personenkreis (z. B. BürgermeisterInnen, StadträtInnen etc.) die Kommune in dieser Sonderkategorie repräsentieren soll, obliegt der lokalen Koordination.

Warum soll ich als KommunalpolitikerIn mitmachen?

Nutzen Sie das STADTRADELN, um (mindestens) 21 Tage ganz bewusst die Lenkerperspektive einzunehmen und die Verkehrssituation für RadfahrerInnen in Ihrer Kommune zu erfahren. Die wahren ExpertInnen in Sachen Radverkehrspolitik sind all jene, die sich theoretisch wie praktisch mit der „Materie“ auseinandersetzen – schärfen Sie daher Ihre Sinne und das Bewusstsein zur Verbesserung der Radverkehrssituation.

Als Mitglied des Kommunalparlaments sollten Sie zudem Ihre Vorbildfunktion nicht unterschätzen resp. diese nutzen: Mit Ihrer Teilnahme zeigen Sie anderen, wie wichtig Ihnen Klimaschutz sowie eine nachhaltige Mobilität sind und verhelfen ganz nebenbei mit jedem zurückgelegten Radkilometer Ihrer Kommune zu einer guten Platzierung in der Gewinnkategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament.

Wer zählt als Mitglied im Kommunalparlament?

(für Registrierung im Zusammenhang mit Gewinnkategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ relevant)

Bei der erstmaligen Registrierung der RadlerInnen wird nach dem Status als ParlamentarierIn resp. nach der Mitgliedschaft im Stadt-/Gemeinderat bzw. Stadt-/Gemeindeverordnetenversammlung und/oder Kreis-/Regionstag gefragt. Diese Angabe ist entscheidend für die Gewinnkategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament, in der das Klima-Bündnis Kommunen auszeichnet.

Grundsätzlich sind die Mitglieder des Kommunalparlaments alle Personen, die dem Stadt-/Gemeinderat bzw. der Stadt-/Gemeindeverordnetenversammlung oder Kreis-/Regionstag angehören. Ausschlaggebend ist hierbei stets die Stimmberechtigung. Für Städte gibt es die Wahlmöglichkeit, auch Mitglieder der Bezirksparlamente/OrtsbeirätInnen etc. hinzuzuzählen und diese aktiv ins STADTRADELN einzubinden.

Fragen Sie bei Zweifel bitte direkt bei Ihrer lokalen Koordination nach (AnsprechpartnerInnen sind auf der Unterseite der teilnehmenden Kommune bei Teilnehmerkommunen zu finden).

Ich fahre schon jeden Tag Fahrrad, warum soll ich trotzdem mitmachen?

Mit Ihrer Teilnahme zeigen Sie auch den Verantwortlichen in Sachen Radverkehr, wie wichtig Ihnen Klimaschutz und Radverkehrsförderung sind. Je mehr RadlerInnen beim STADTRADELN mitmachen, umso deutlicher bzw. lauter wird dieses Signal! Den (politischen) Entscheidern wird bewusst(er), wie viele FahrradfahrerInnen es gibt und wie viele Wege mit dem Rad in der Kommune bereits zurückgelegt werden, sodass diesen VerkehrsteilnehmerInnen auch mehr Raum zugesprochen werden muss. Zudem können nur registrierte STADTRADELN-TeilnehmerInnen die Meldeplattform RADar! nutzen.

Ich fahre kaum/nur kurze Strecken Fahrrad, warum soll ich trotzdem mitmachen?

Jeder Kilometer auf dem Rad ist nahezu zwangsläufig ein Beitrag zum Klimaschutz! Daher zählt jeder Radkilometer und jedeR RadlerIn. Das STADTRADELN ist kein Wettkampf Einzelner, sondern ein gemeinschaftliches Projekt, bei dem jedeR so viel beiträgt, wie man kann und möchte. Vielleicht fahren Sie ja so wenig Fahrrad, weil Sie mit den Bedingungen für RadfahrerInnen nicht zufrieden sind: Verstärken Sie daher durch Ihre Teilnahme das Signal für mehr Radverkehrsförderung! Und außerdem: Nur die registrierten STADTRADELN-TeilnehmerInnen können die Meldeplattform RADar! nutzen, um so aktiv für bessere Radwege zu sorgen!

Zudem: Gerade die Kurzstrecken mit dem Auto haben es in sich – hier liegt ein enorm hohes Einsparpotenzial! Auf den ersten Kilometern verbraucht ein kalter Motor bis zu 30 Liter pro 100 Kilometer und der Motorverschleiß ist besonders hoch. Sie tun also auch etwas für die Langlebigkeit Ihres Autos, wenn Sie für Kurzstrecken umsteigen und sparen daneben noch mehr Geld sowie klimaschädliches CO2!

Warum die CO2-Angaben?

Beim STADTRADELN geht es neben der konkreten Radverkehrsförderung bzw. langfristiger Infrastrukturverbesserung, z. B. durch die Meldeplattform RADar!, um den Klimaschutz, was Vereinsziel des Klima-Bündnis ist. Wir möchten mit möglichst einfachen, verständlichen Botschaften kommunizieren bzw. ins Bewusstsein rufen: Jede Fahrt mit dem Rad ist praktizierter Umwelt- und Klimaschutz – nahezu zwangsläufig, das ist ja das Gute daran!

Wir sprechen bewusst stets von CO2-Vermeidung und nicht von Einsparung, da wir wissen, dass natürlich nicht jede Fahrt mit dem Rad tatsächlich eine Autofahrt einspart/ersetzt. Streng genommen können z. B. Personen, die überhaupt kein Auto haben, nie etwas einsparen – dass ihr Verhalten jedoch positive Auswirkungen auf den Klimaschutz hat, sollte unbestritten sein, was wir entsprechend mitberücksichtigen und würdigen wollen.

Die Kampagne erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Durch die Anzeige der CO2-Vermeidung (basierend auf 142 g CO2 pro Personen-km, Angaben lt. Umweltbundesamt) wollen wir schlichtweg veranschaulichen, welch positive Effekte unser aller Mobilitätsverhalten durch das Radfahren hat – und wie viel gar mehr, wenn „massenhaft“ und regelmäßig aufs Rad umgestiegen wird, selbstverständlich auch über das STADTRADELN hinaus!

(Warum) Zählen Fahrten mit einem Pedelec/E-Bike?

Pedelecs (mittlere Leistung des Motors 250 W, Unterstützung riegelt bei 25 km/h ab) sind fürs STADTRADELN erlaubt, da sie nicht zuletzt als Fahrräder im Sinne der StVO gelten. Außerdem zeigen Studien, dass Pedelecs auch unter Berücksichtigung der Akkuproduktion ausgesprochen klimafreundliche Fahrzeuge sind: Mit weniger als 6 g CO2/km stoßen sie etwa 20-mal weniger CO2 aus als ein sparsames Auto mit Verbrennungsmotor.

Unterstützung verdienen Pedelecs aber auch, weil sie den Aktionsradius des Fahrrads deutlich vergrößern und viele neue RadlerInnen erschließen können. Hier liegt ein großes Potenzial, Fahrten mit dem Auto zu reduzieren.

Zu guter Letzt: Auch und besonders Pedelec-FahrerInnen sind durch ihre höhere Durchschnittsgeschwindigkeit auf eine gute Radinfrastruktur angewiesen, sodass auch diese natürlich die Meldeplattform RADar! nutzen dürfen und sollen!

Was ist bei einer STADTRADELN-Teilnahme noch zu beachten?

Die genauen Teilnahmebedingungen, Voraussetzungen für die STADTRADLER-STARS etc. sind unter den Spielregeln nachzulesen.

Findet das STADTRADELN auch im nächsten Jahr statt?

Ja! Das STADTRADELN hat sich erfreulicherweise so etabliert, dass die Kampagne bis auf unbestimmte Zeit vom Klima-Bündnis weiter angeboten wird.

Wie jedes Jahr werden spätestens ab dem Frühjahr Anmeldungen für Kommunen und anschließend dann Registrierungen für Teams sowie RadlerInnen möglich sein.