Gehweg statt Geduld

Geschrieben am 18.07.2020 von Carmen Debatin
Team: Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)
Kommune: Bruchsal im Landkreis Karlsruhe

Nicht immer gibt es extra Fahrrad-Seitenstreifen oder Radwege. Dann muss man als Radfahrer auf der Straße fahren. Oftmals ist das gar kein Problem. Doch in den vergangenen 10 Tagen kam es fast täglich vor, dass ich von Autos überholt wurde, deren FahrerInnen offenbar nicht die Geduld hatten, einge 100 m mit nur 23 km/h in der 30er-Zone zu fahren oder nicht warten wollten, bis ich das letzte Stückchen Berg an den parkenden Autos vorbei hochgefahren bin.
Statt ein bisschen Geduld aufzubringen, fuhren sie mit unverminderter Geschwindikeit über den Gehweg, um an mir vorbeizukommen (und um dann 50 m später, abzubiegen oder an der Ampel halten zu müssen...).

Auch ich fühle mich nicht wohl, wenn ich merke, dass ich offenbar ein Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer bin. Aber: durch ein mehrmaliges Gas Geben und Abbremsen hinter mir, kann ich auch nicht schneller fahren. Und der Gehweg ist nun mal ein Geh-Weg und kein Fahr-Weg.
Also liebe Autofahrer: Etwas mehr Geduld bitte!

Trotzdem will ich auch einmal die positiven Erlebnisse mit Autofahrern hervorheben:
Immer wieder schön ist es, wenn AutofahrerInnen mitdenken und bspw. auf ihre Vorfahrt verzichten und uns Radfahrern Zeichen geben, dass wir weiterfahren dürfen, ohne anhalten oder absteigen zu müssen.
Dankbar bin ich auch allen AutofahrerInnen, die uns Radfahrer mit angemessenem Abstand überholen und die vorgeschriebenen 1,5 m nicht unterschreiten.

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