Woche 1 - super Wetter und viele Kilometer

Geschrieben am 12.07.2020 von Aaron Baufeld
Team: volldAMF
Kommune: Fellbach

Hallo zusammen,

die erste Woche Stadradeln und ohne Auto ist bereits rum. Aufgrund des schönen Wetters und wenigen persönlichen Terminen fiel es mir relativ leicht diese Woche auf das Auto zu verzichten. Die wenigen Besorgungen, die ich machen musste, haben alle super mit dem Fahrrad geklappt.
Kommende Woche wird es bestimmt deutlich interessanter, da ich ein paar Dinge im Programm stehen habe, für die ich sonst eher das Auto nehmen würde. Bin schon auf die Herausforderungen gespannt :-)

Dennoch hatte ich diese Woche auch einige Frustmomente. Am Montag war ich zum Beispiel mit dem Rennrad unterwegs. Auch mit dem Rennrad versuche ich möglichst viele Radwege zu nutzen. Dies ist jedoch oft sehr unkomfortabel oder aufgrund des Bodenbelags gar nicht möglich. Deshalb gibt es eben auch Abschnitte die man auf der Straße fährt. An einer Stelle, wo es stark und relativ lang bergauf geht, habe ich viele Autofahrer erlebt, die so knapp überholen, dass ich etwas Angst bekommen habe und mir überlegt habe wie ich mich besser schützen kann. Es gibt jedoch auch sehr viele Autofahrer, die auch auf Radfahrer achten.
Durch dieses Erlebnis und verschiedene Diskussionen im Kollegenkreis und auf Facebook frage ich mich, wie man in Zukunft im Straßenverkehr wieder respektvoller miteinander umgehen kann. Das ist sicher keine einfache Herausforderung, es wäre aber schön.
Hierfür kann sich jeder Radfahrer überlegen wie er den Autofahrern entgegenkommen kann und von den Autofahrern wünsche ich mir, dass sie einfach mal durchatmen und dem Radfahrer den benötigten Raum geben.

Hier ist der Dialog notwendig und auch einfach mal gute Radwege! Ich denke, dass man viele Situationen entschärfen könnte, wenn es mehr Radwege gäbe, die auch für Rennräder attraktiv sind. Das heißt, keine Schotterpiste oder Schlaglöcher, genug Platz um auch mal Tempo fahren zu können und andere Nutzer des Weges ungefährlich überholen zu können. Viele Teile des Remstalradweges wurden letztes Jahr überarbeitet und deutlich besser fahrbar. Diese Arbeit darf gerne fortgeführt werden.

Und wenn wir schon bei Radwegen sind, warum sind manche Radwege so geplant, dass man an der Routenführung zweifeln muss. So gesehen heute zwischen Freiberg und Benningen (Bild). Da geht der Radweg auf einmal über mehrere Kilometer auf der Verbindungsstraße zwischen den Ortschaften entlang. Dort liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 70 km/h. Für mich als Vielradler wäre das noch vertretbar, aber für Familien oder Gelegenheitsradler definitv ein No Go! Es gibt dort eine Möglichkeit nicht auf der Straße fahren zu müssen, aber ohne Mountainbike kommt man da leider nur schwer oder gar nicht voran.

Trotz der Frustmomente, das Positive am Rad fahren hat diese Woche doch deutlich mehr Gewicht.
Ich freue mich auf die kommenden zwei Wochen und werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass mehr Leute öfters aufs Rad steigen und das Auto mal stehen lassen. Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß und Motivation beim Radeln. Passt auf euch auf und bleibt gesund.

Euer Aaron Baufeld

Update vom 19.07. inzwischen muss ich meine Aussage mit der Distanz, die man auf der Ortsverbindungsstraße zurücklegen muss etwas relativieren. Es gibt an Teilen der Strecke einen parallel verlaufenden Weg. Fakt ist aber trotzdem, ohne auf der Straße zu fahren kommt man dort nicht hin.

Bild

Teilen: Facebook | Twitter