Aller guten Dinge sind drei

Bild Geschrieben am 22.06.2020 von Markus Tyroller
Team: Waldkindergarten Eichstätt
Kommune: Eichstätt

Es begann am Mittwoch mit einem leichten Donnergrollen kurz bevor ich von der Arbeit heimradeln wollte, während ich mich startklar machte fings dann wie aus allen Kübeln zu schütten an, nach einem Kilometer spürte ich wie das Wasser an meinen Unterschenkeln runterläuft und wie es sich in meinen Schuhen sammelt.
Das war eine neue Erfahrung.
Als ich dann durchnäßt und glücklich daheim war, das Fahrrad im Keller verstaut hatte, und es dann genau in dem Moment zu regnen aufhörte als ich wieder rausging, da war ich schon so richtig stolz auf mein unschlagbares Timing.
Die Schuhe bekam ich dann bis zum Freitag trocken, dank 50 Grad Ober- und Unterhitze im Backofen.
Am Freitag begann es dann schon zu regnen während die Kinder noch am Platz spielten. Die hatten ihre Freude und ich hatte gelernt und wartete einfach. Aber nix da, ne halbe Stunde nach Feierabend regnete es immer noch unvermindert weiter.
Beim Heimradeln dachte ich dann auch mal an meine "schöne" gelbe Regenjacke und die wasserdichte Regenhose. Sollte ich die womöglich jetzt mal rauskramen und bereithalten?
Ein Blick ins kilometer Buch des Stadtradelns zeigte mir dass ich selbst in meinem Team auf dem letzten Platz liege, und das als "Stadtradelstar"! Da muss sich was ändern.
Da ich am Samstag eh in Ingolstadt zu tun hatte plante ich um, mit dem Zug hin, mit dem Radl zurück. Wunderbar, der Laptop passt genau in die Satteltasche, noch ne Brotzeit und was zum Trinken in den Rucksack packen, sonst wenig Gepäck, da ich das sonst ja die ganze Zeit über mit mir mitschleppen müsste.
Die Zugverbindung nach Ingolstadt ist ja relativ gut und auch dort war es mit dem Rad leichter als mit dem Auto, keine nervige Parkplatzsuche oder Parkscheinlösen, sondern direkt zum Ziel. Das Treffen selbst lief auch gut, jetzt noch ein bißchen durch Ingolstadt radeln, vielleicht ein Eis und dann gehts nach hause.
Doch was ist das, das vom Himmel ganz schnell auf meine Hand und meinen Kopf fällt, nass ist, und von dem auf einmal immer mehr runterkommt. Genau - REGEN - ist ja nicht so dass er mir unbekannt ist. Nachdem ich in Kürze wieder komplett durchnäßt bin, und ich vor meinem inneren Auge wieder diese Vision von der gelben Regenjacke und der wasserdichten Hose habe, und ich genau weiß wo sie hängt, bzw im Schrank liegt drehe ich doch um und mach mich auf dem Weg zum Hauptbahnhof.
Den Zug nach Eichstätt habe ich zwar genau um 1 Minute verpasst und deswegen 59 Minuten Zeit über die Weisheit nachzudenken, die ich standardmäßig neuen Eltern die im Waldkindergarten hospitieren sage oder einfach jedem der es nicht hören will und übers Wetter jammert: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung."
Stimmt.

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