Mit dem Rad zur Arbeit

Geschrieben am 21.09.2019 von Christoph Gießing
Team: Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde
Kommune: Kaufbeuren

In dieser Woche bin ich seit Montag insgesamt 224 km geradelt:

  • 44 km mit unseren Kindern zur Schule, zum Kinderturnen, zum Kinderchor, zur Leichtathletik und eine große Stadtrunde
  • 180 km mit dem Rad zur Arbeit

  • Das Stadtradeln läuft wirklich gut - viel besser als ich es mir vorgestellt habe. Eine tolle Sache ist für mich das Radeln zur Arbeit. Dies habe ich auch schon vor dem Stadtradeln oft gemacht, aber nicht immer. Jetzt fahre ich zu 100% mit dem Rad. Es macht unglaublich fit und Spaß. Beugt Krankheitstagen vor, ist pure Entschleunigung und Umweltschutz. Morgens frische Luft tanken, im Sonnenaufgang den Körper aktivieren, dann duschen und energiegeladen in den Tag starten ist toll! Und insgeheim freue ich mich nach der Ankunft schon wieder auf die Heimfahrt. Für die Strecke brauche ich je nach Windstärke und -richtung 45 bis 55 Minuten. Ich arbeite im gut 22 km entfernten Buchloe und die Bedingungen um mit dem Rad zu pendeln sind ideal.


    Ich starte bei uns im Neubaugebiet am Kaiserweiher und fahre den Krankenhausberg hinunter. Die Ampel am Ende der Straße ist meist rot, so dass ich dort kurz stoppen muss. Dann geht es auf der Mindelheimer Straße weiter in Richtung Norden. Auf Höhe des Lidls wechsel ich dynamisch auf den Fuß- und Radweg, welchen ich erst in Leinau wieder verlasse, weil er dort an der Wertachbrücke endet. Im Gegensatz zur B16, zu welcher ich auf dem Radweg parallel fahre, ist es ab dort ziemlich verkehrsarm. Ich fahre weiter nach Pforzen, über den Radweg nach Zellerberg. Hier ist eine relativ kritische Ausfahrt, aus der oft Autos - trotz dem Stopp-Schild - bis auf den Radweg vorfahren und darauf stehenbleiben. Es gibt auch viele die am Stopp-Schild stehenbleiben und mich durchwinken (Vielen Dank an dieser Stelle!), dennoch ist es besser das Tempo an dieser Stelle etwas rauszunehmen. In Zellerberg radel ich eine Abkürzung durch diverse Nebenstraßen in Richtung Beckstetten. Von dem Hang, den man anschließend hinunter fährt, hat man bei klarem Himmel einen tollen Ausblick auf die Alpen und den morgendlichen Berufsverkehr auf der B12. Auf der darauf folgenden langen Geraden fährt man circa 2 km parallel zu den Bahngleisen durch den Wald und freies Feld. Auch hier ist es selten ein Auto zu sehen - öfter kommen einem andere Radfahrer entgegen. Nach Beckstetten fahre ich Richtung Weinhausen, weiter durch Lindenberg nach Buchloe. Hier fahre ich manchmal auf der Straße, bei viel Verkehr entscheide ich mich der Sicherheit wegen eher für den Schlagloch-Radweg.

    An meinen Arbeitsplatz angekommen erwartet mich ein großer überdachter, videoüberwachter und abschließbarer Fahrradparkplatz. Die Stellplätze sind mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, aber alles topp gepflegt und ordentlich in Schuss - zudem voll funktionsfähig. Ich teile mir die Stellplätze mit rund 70 meiner Kollegen, die ebenfalls mit dem Rad zur Arbeit fahren, großteils aus Buchloe und Umgebung. Bevor ich meine Arbeit beginne, gehe ich duschen und ziehe mich um - dann kann es voller Energie losgehen!

    Einigen meiner Mitarbeiter habe ich schon das gemeinsame Radeln von Kaufbeuren vorgeschlagen. Bis jetzt konnte ich leider noch nicht die dafür notwendigen Argumente vorbringen. Aber vielleicht ändert es sich mit diesem Kurzbericht und den Fotos. Es muss ja nicht täglich sein, ein Anfang wäre es, sich als Ziel zu setzen, ein Mal im Monat mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Ich wage zu behaupten, wer das ein Mal ausprobiert, der wird das Pendeln mit dem Rad für sich entdecken und nicht mehr missen wollen!

    Teilen: Facebook | Twitter