Die ersten vier Tage Stadtradeln in Kaufbeuren

Geschrieben am 13.09.2019 von Christoph Gießing
Team: Förderkreis Schule und Jugend Oberbeuren & Freunde
Kommune: Kaufbeuren

Seit nun vier Tagen läuft das Stadtradeln bei uns in Kaufbeuren und heute Abend am Freitag, den 13.09.19 schreibe ich meinen ersten Blogeintrag. Da es nicht nur mein erster Blogeintrag für das Stadtradeln, sondern überhaupt ist, fällt es mir ehrlich gesagt nicht ganz so leicht.

Die letzten Tage bin ich täglich in der Früh mit unseren Kindern zur Schule und am Mittag zurück nach Hause geradelt, habe einige Besorgungen in der Stadt und in Mauerstetten erledigt, bin am ersten Schultag nach Oberbeuren geradelt, da wir vom Elternbeirat der Grundschule, die Eltern der neuen Schüler mit Kaffee und Gebäck versorgt haben. Und heute Nachmittag sind wir zum Kinderturnen nach Oberbeuren geradelt. Und selbstverständlich bin ich täglich (außer heute) zur Arbeit geradelt. In Summe kamen in den letzten vier Tagen 186km zusammen. (Alle Strecken kann man in meinen Strava-Profil nachvollziehen: https://www.strava.com/athletes/37602207 )

Nach und nach möchte ich innerhalb des Stadtradeln-Zeitraumes die Strecken, die wir im Alltag benutzen, kurz aber detailliert beschreiben. Einfach um zu zeigen, wie schön und facettenreich das Radeln (vor allem mit Kindern) im Alltag sein kann. Den Anfang mache ich heute mit unserem Schul- und Kindergartenweg nach Oberbeuren.

Wir radeln die Strecke täglich, außer bei Gewitter, Starkregen oder Minusgraden. Entweder begleitet meine Frau oder ich unsere Kinder. Es ist eine schöne und auch sichere Strecke - ideal also!

Wir starten bei uns im Neubaugebiet am Kaiserweiher, weiter über den Marienweg in Richtung Kesselberg. Auf der Wiese rechts hat es eine Kuhherde, linke Seite ist das Schaf- und Ziegengehege der Marienschule. Gelegentlich steht auch das ein oder andere Pony draußen oder eine ausgebüchste Ziege mitten auf dem Marienweg, die sich unter dem Maschendrahtzaun herausgemogelt hat. Gerade im Sonnenaufgang ist es wunderschön zu radeln. Regelmäßig halten wir an und streicheln die Ziegen durch den Zaun.

Anschließend radeln wir den Radweg in Richtung Oberbeuren am Kesselbergspielplatz entlang. Hier ist Vorsicht geboten, da dies gerade in der Früh eine stark frequentierte Strecke ist, es kommen uns einige Schülerinnen der Marienschule aus Oberbeuren entgegen. Zuerst geht es steil bergab, bei klarem Himmel am Horizont, die Alpen - ein herrlicher Ausblick. Rechts entlang der langen, leicht steigenden Geraden parallel der Sophie-von-Laroche-Straße hat es diverse Obstbäume.

Weiter gehts über die Ampel an der Lindauer Sraße und über einen Feldweg nach Oberbeuren. An der Schule verabschieden wir unserer Sohn, der in die zweite Klasse geht. Mit meiner Tochter radle ich weiter zum Kindergarten. Wir fahren meist über die kleine Brücke und ein Stück übers Feld auf den Oberbeurer Weg. Von dort haben wir immer den Fünfknopfturm im Blick. Dann verabschiede ich mich von unserer Tochter und radle wieder nach Hause.
Der Heimweg am Mittag verläuft genau auf der selben Strecke, gelegentlich halten wir auf dem Rückweg am Spielplatz an und schaukeln eine Runde. Oder an den Obstbäumen entlang des Radweges. Dort versuchen unsere Kindern immer mal wieder einen Apfel vom Baum zu schütteln.

Für das, was ich während diesen drei Kilometern mit meinen Kindern erlebt habe, muss so mancher Großstädter einen Urlaub auf dem Bauerhof machen - wir haben dies alles vor der Tür.

Das tägliche Radeln macht den Kindern Spaß und sie bewegen sich bei frischer Luft.
Was will man mehr?

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