Zweite Woche Stadtradelstar – langsam wird Fahrradfahren zur Routine

Bild Geschrieben am 19.06.2018 von Dennis Volk-Borowski
Team: Rote Radler Wiesbaden
Kommune: Wiesbaden

In der zweiten Woche waren wieder viele berufliche Termine zu erledigen – etliches auch knapp hintereinander – da hatte ich im Vorfeld doch Bedenken, wie ich das ohne Auto hinbekommen sollte.

Nun, knapp zusammengefasst lässt sich sagen: Meine Befürchtungen haben sich ins Gegenteil verkehrt:
Mit dem E-Bike bin ich schneller und bequemer bei meinen Terminen. Ich komme gut durch und parke immer direkt davor. Staus interessieren mich nicht mehr, entweder trete ich ein bisschen schneller oder ich weiche auf Schleichwege aus, z.B. auf die Einbahnstraßen durch Wohngebiete, in denen man als Radler auch gegen die Fahrtrichtung fahren darf. Allerdings ist das mit Vorsicht zu genießen. Allzu sorglos sollte sich der Radler nicht darauf verlassen, dass die Autofahrer Fahrradgegenverkehr einkalkulieren. Selbst mit den Pictogrammen auf dem Boden, die es dem Autofahrer zeigen, kommt es schon mal zu gefählichen Situationen. Da fahre ich im eigenen Interesse sehr aufmerksam und defensiv, damit ich nicht unter die (Auto-)Räder gerate.

Dennoch, im Auto war ich in Staus immer gestresst und genervt, weil ich zu spät ankommen würde. Ich fühlte mich eher ausgeliefert, mit dem Rad kann ich etwas dagegen tun und das funktioniert. Sehr angenehm.

Am Dienstag war erst Sitzung im Rathaus, anschließend Planungsausschuss in den Horst-Schmitt-Kliniken. Ich musste also mit dem Rad von der Innenstadt zu den HSK. Fazit: Mit dem E-Bike kein Problem, eine schöne Strecke durchs Grüne und über Felder und trotz Steigung mühelos.

Am Wochenende musste ich vom Rüdesheimerstraßen-Fest zum Spielplatzfest in Frauenstein. Uff.
Aber es ging auch hier schneller und problemloser, als ich dachte.

Am Sonntag hatten wir Geburtstagsparty unseres jünsten Sohnes – verbunden mit „Rudelgucken“ des WM Spiels Deutschland – Mexiko bei uns. Also war einiges an Getränken zu besorgen: Eine Kiste Limo, eine Kiste Wasser, eine halbe Kiste Bionade und einige Sechserpacks Bier. Alles passte rein und zu schleppen gab es weniger, denn das Lastenrad kann bis direkt vor die Tür fahren.

So langsam bin ich so an „mein“ E-Bike gewöhnt, dass ich es eigentlich nach dem Stadtradel-Ende am liebsten behalten will. Jeden Tag genieße ich es, mit diesem Fahrzeug zur Arbeit zu fahren.

Nur die Kilos, die ich hoffte, zu verlieren, sind auf der Waage immer noch zu sehen. Aber vielleicht liegt es daran, dass meine Waden muskulöser geworden sind? Muskeln wiegen ja mehr, hab ich mal gehört…

Teilen: Facebook | Twitter | Google+