Fahrrad unschlagbar

Geschrieben am 13.06.2018 von Dennis Volk-Borowski
Team: Rote Radler Wiesbaden
Kommune: Wiesbaden

„Nun läuft das Stadtradeln schon eine Woche, und der Stadtradelstar hat noch nichts in den Blog geschrieben“.
Dabei liegt es nicht daran, dass Radfahren ein Zeitfresser wäre – es war einfach zu viel im Beruf los.
Ja, Radeln ist kein Zeitfresser, eher im Gegenteil: Ich habe jetzt bis auf einen Termin in Gießen alles mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigt – auch einen Termin in Mainz - und stelle fest, dass das viel Spaß macht, mir als Büromenschen die nötige Bewegung verschafft und obendrein schnell ist. Vor allem auf kurzen Strecken in der Stadt ist das Fahrrad echt unschlagbar. Da kommt kein Bus und auch kein individuell genutztes Auto mit.
Nachdem ich ja ein elektrisch unterstütztes Lastenfahrrad zur Verfügung habe, habe ich einfach mal ausprobiert, wie das mit dem Einkaufen geht, und bin erstaunt: Es passt viel rein, durch die Wendigkeit kann ich jederzeit auf dem Heimweg kurz anhalten und einkaufen, sogar ein Sprudelkasten kann mühelos mitgenommen werden und den gibt es nicht nur auf der grünen Wiese.
Ich habe sogar so viel Spaß an dieser ungewohnten Bewegung gefunden, dass ich mehrfach mal für eine Stunde drauflosgefahren bin und die Wege rund um Wiesbaden ausprobiert habe. Erstaunlich wie schnell man aus der Stadt raus durch Wiesen und Felder im Ländlichen unterwegs sein kann und auch schnell wieder zurück in die Stadt ist.

Das klingt jetzt nach einer Menge Spaß. Macht es auch. Aber die Mängel im Wiesbadener Radverkehrsnetz machen es mir schwer, den Spaß nicht zu verlieren. Auch ich bin schon auf diese Radwege geraten, die plötzlich enden, z.B. auf dem Weg nach Mainz, eben noch ausgewiesener Hessen-Radweg und dann endet der und ich muss mich in den laufenden Verkehr einfädeln – kein angenehmes Gefühl. Wenn es überhaupt weitergeht.
Auch wenn – mangels anderer Möglichkeiten – Radfahrer in beiden Richtungen auf einem schmalen Radweg unterwegs sind, das kann richtig gefährlich werden. So geschehen am Amöneburger Kreisel.
Auch stelle ich fest, dass ungepflegte Straßen für einen Autofahrer zwar unangenehm, für einen Radfahrer aber eine deutliche Beeinträchtigung sind. Man muss auf einer Abwärtsstrecke sehr aufpassen, nicht in Schlaglöcher zu geraten und so zu Fall zu kommen.
Hier ist eine Meldung an RADar fällig.

Eine Sache, die es inzwischen an vielen Kreuzungen gibt, ist die Halteposition für die Fahrräder vor den Autos, so dass die Räder deutlich sichtbar halten können und vor den Autos und somit geschützt – straten können. Eigentlich eine sehr gute Sache. Leider muss ich bemerken, dass viele Taxifahrer diesen geschützten Bereich der Fahrradfahrer nicht respektieren.
Ja leider.

Insgesamt aber ist die Bilanz nach einer Woche als Radelstar positiv.
Bald mehr von meinen schönste (ode auffälligsten) Fahrraderlebnissen.

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