Drei Wochen ohne Auto

Geschrieben am 11.06.2018 von Notburga Henke
Team: Bündnis90/Die Grünen
Kommune: Castrop-Rauxel in der Metropole Ruhr

Drei Wochen ohne Auto - ja es geht wirklich. Allerdings sind die Erfahrungen mit der Kompatibilität unterschiedlicher Verkehrsmittel auch sehr vielfältig. Das bedeutet, mehrere über den Tag verteilte Termine in unterschiedlichen Städten verlangen ein hohes Maß an Vorbereitungen. Nun sind die Nachbarstädte bei uns im Ruhrgebiet räumlich durchaus erreichbar. Es gibt aber auch hier Bus- und Bahnverbindungen, die nur einmal stündlich angeboten werden. Aber immerhin gibt es sie.

Der autolose Zustand fördert übrigens die Disziplin. Mal eben mit dem Auto zum Bahnhof fahren zu lassen geht nicht. Dann muss ich vorher zusehen, mit allem rechtzeitig fertig zu werden.

Dabei erlebe ich auch groteske Situationen. Am vergangenen Sonntag wollte ich mit dem Zug nach Münster fahren. Da es in unserer Region z. Zt. immer wieder Störungen wegen Bauarbeiten gibt, schaute ich noch einmal auf die Seite der Deutschen Bahn. Bei meiner ausgesuchten Verbindungsfolge war der 1. Zug mit einem auffälligen roten Dreieck mit ! garniert. Der Sinn wurde auch erklärt. Aufgrund von Bauarbeiten kommt es zu großen Verspätungen. Ich wollte pünktlich in Münster sein, also hastete ich zum Bahnhof. Die frühere Zugverbindung ging ca. 30 Minuten eher, war aber frei von Merkmalen einer Verspätung. Die Realität: dieser frühere Zug fiel aus und der spätere erschien pünktlich.

Notburga Henke

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