STADTRADELN-Star Blog: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken


Geschafft!

Bild Geschrieben am 30.09.2020 von Mirco Bertucci
Team: SPD Saarbrücken und Freund*innen
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Das war’s dann auch schon mit dem diesjährigen Stadtradeln. Die letzten drei Wochen sind für mich wie im Flug vergangen. Vor allem die Touren mit meinen Teammitgliedern und anderen Gruppen haben mir richtig viel Spaß gemacht. Und wir haben zusammen gut was erreicht. Allein mein Team ist insgesamt über 1500 km Rad gefahren und hat dabei rechnerisch über 200 kg CO2 gespart. Alle Stadtradlner*innen und Saarbrücken haben zusammen rund 164.00 km geschafft und 24 t CO2 eingespart.

Nach der Aktion darf jetzt aber nicht Schluss sein. Bestimmt werden die ein oder anderen von uns in den kommenden Wochen früher oder später dazu neigen, das Rad wieder weniger zu nutzen als während der Aktion – erst recht, wenn es jetzt wieder kühl und nass wird.

Vielleicht hilft dagegen ja schon, einfach weiter Kilometer zu tracken und sich ein eigenes Ziel zu setzen. Oder in kleinen Wettbewerben gegen Freund*innen, Kolleg*innen und Familienmitglieder anzutreten. Denn jetzt wo wir uns vielleicht schon fast angewöhnt haben, für einige Strecken das Rad zu nehmen, sollten wir auch dranbleiben.

Ich fahre nur noch mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das geht eigentlich bei fast jedem Wetter– auch für Anzugsträger, wie mich.

Im nächsten Jahr wird mein Team sicherlich auch wieder am Stadtradeln teilnehmen. Das Ziel ist noch lange nicht erreicht. Stadtradeln ist nicht viel mehr als ein Symbol. Aber auf dem Weg zu einer fahrradfreundlichen Stadt brauchen wir weiterhin solche Aktionen und Symbole, genauso wie jede und jeden einzelnen von uns, der sich regelmäßig aufs Fahrrad schwingt und sich schon damit für den Radverkehr stark macht. Das sorgt auch für den notwendigen Druck, damit sich in der Verkehrsplanung und im Verkehrsraum etwas ändert.

Euch allen vielen Dank fürs Mitmachen!
Mirco Bertucci

Teilen: Facebook | Twitter

Stadtradeln baut keine Radwege

Geschrieben am 26.09.2020 von Harald Kreutzer
Team: BAUT ENDLICH GUTE RADWEGE FÜR ALLE!
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Letzte Woche gab es übrigens noch einen Beitrag bei Radio SR1 über das Stadtradeln. Sorry, hatte ganz vergessen, den hier zu verlinken, weil die Woche so viel los war.

Ihr findet ihn hier zum Nachhören:
https://www.sr.de/sr/sr1/programm/themen/stadtradeln_2020_saarland_100.html

Es werden zwei Positionen gegenübergestellt.

Contra: "Christiane Solte dagegen ist viele Jahre mit ihrem Team "Zauberladen" mitgefahren. In diesem Jahr ist sie aber nicht mehr dabei, weil sie den Eindruck hat, dass die Aktion nichts bewirkt. Da fahren die mit, die ohnehin Fahrradfahren, meint sie. Die Aktion bewegt aber kaum jemanden, aufs Rad umzusteigen."

Pro: "Fahrradfahrer Harald Kreutzer findet die Aktion gut, weil sie der Politik signalisiert, dass es in Sachen Radfahren noch Handlungsbedarf gibt."

Ich wurde dort für die Position "Pro" verbucht, weil es ja sonst irgendwie auch keinen Spaß macht, wenn niemand dagegen hält :D Der Vollständigkeit halber möchte ich aber an dieser Stelle doch noch mal zu Protokoll geben, dass ich das Stadtradeln grundsätzlich begrüße, es aber auch nur als einen kleinen Baustein sehe auf dem Weg zu einer Verkehrswende im Saarland. Stadtradeln bietet den sich beteiligenden Kommunen eine Möglichkeit, dass sie für das Radfahren vor Ort ein bisschen Werbung machen können, ohne dass es weh tut und ohne lästige Diskussionen, wo man den Radverkehr verbessern könnte und den Autos Platz wegnehmen müsste. Einige Kommunen sind dort ein bisschen mutiger als andere und setzen den Störungs-Radar ein, über welchen man Defizite im Radverkehrsnetz melden kann. Die Landeshauptstadt ermuntert die Nutzer*innen des Stadtradelns auch, dass diese sich die dazugehörige App herunter laden, um Informationen zu erhalten, welche Wege stark von Radler*innen frequentiert sind, welche man vielleicht noch nicht auf dem Schirm hat. Das ist alles gut und wichtig.

Stadtradeln alleine wird jedoch keine Radwege bauen und die Infrastruktur verbessern. Es Bedarf hier des Engagements aller Alltagsradler*innen, welche diese Zeilen gerade lesen. Die Verkehrswende wird nicht in Fahrt kommen, wenn man über schlechte Radwege schimpft und ansonsten selbst nicht aus dem Quark kommt und auf die Politik, Verwaltung, Medien zu geht und sich mit anderen Radler*innen zusammen tut, um etwas zu bewegen. Die Politik wird sich nicht von selbst auf diesen Weg begeben. Sie braucht vielmehr das starke und deutliche Signal aus der Gesellschaft, dass sich etwas für den Radverkehr (und die anderen "ökologischen" Verkehrsmittel) bewegt. Dazu hat z.B. der offene Brief von Christiane beigetragen, welcher zu einer Berichterstattung zum Thema geführt hat, aber auch das Engagement vieler einzelner Alltagsradler*innen, welche in den letzten Jahren dazu gekommen sind und ihre Zeit rein geben, um etwas für den Radverkehr zu bewegen. Danke euch und ich würde mir sehr wünschen, dass künftig noch viele weitere engagierte und entschlossene Radler*innen dazu stoßen werden!

Bild

Teilen: Facebook | Twitter

Es tut mir leid.

Geschrieben am 26.09.2020 von Harald Kreutzer
Team: BAUT ENDLICH GUTE RADWEGE FÜR ALLE!
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Eigentlich wollte ich diesen Blog gerne mit ein paar netten Beispielen füllen, wie vernetzte Mobilität in Saarbrücken gelebt wird. Über den Tellerrand hinaus des Verkehrsmittels, welches man tagtäglich nutzt. In meinem Fall also das Fahrrad. Ich hatte dafür auch mal bei ein paar Leuten durchgeklingelt, welche mir vielleicht ein paar Inspirationen hätten geben können, was so vor Ort abgeht oder zumindest mal in Planung ist. Seien sie auch in ferner Zukunft, um das Fahrrad besser mit anderen Verkehrsträgern zu vernetzen. Zu oft kam da allerdings "Sie können das Fahrrad nach 9 Uhr im Bus kostenlos mitnehmen!" und dann musste das Gegenüber oft überlegen, was man nun noch aufzählen könnte. Zu oft hatte ich auch das Gefühl, dass die Leute vom Fach sich zwar mit "ihrem" Verkehrsmittel arrangiert haben, aber dass das Weiterdenken aufhört, wo es eine andere Zuständigkeit betrifft. Das ist wirklich sehr schade.

Es gibt ja schon auch ein paar Beispiele, die man noch hätte erwähnen können, wie z.B. die Fahrradboxen, welche an einigen Bahnhöfen stehen oder dass man Klappräder auch umsonst vor 9 Uhr mitnehmen kann. Theoretisch. Wenn man das allerdings mal ganz praktisch ausprobiert, dann merkt man schnell, wo man im bestehenden System an Grenzen stößt. Als ich in der ersten Woche des Stadtradelns mit dem Klapprad im ÖPNV unterwegs war, habe ich schon an der einen oder anderen Stelle leise geflucht. Ich fahre sehr gerne ÖPNV, aber mit dem Fahrrad dabei ist das noch mal eine ganz andere Geschichte. So ein Klapprad nimmt ja eigentlich nicht viel Platz weg im zusammengefalteten Zustand, aber wenn man sich damit in den morgendlichen Schul- und Berufsverkehr begibt, dann können einem schon mal die Schweissperlen auf die Stirn treten. Die Busse sind zu diesen Zeiten sowieso schon ziemlich überfüllt und wenn man dann noch ein Fahrrad unter dem Arm hat, muss man schon ziemlich jonglieren und sich sein Eckchen suchen. Keine Erfahrung, die wirklich Spaß macht. Aber wie sagte jemand letztens aus dem Bereich ÖPNV zu Fahrrädern im Bus? Eigentlich nehmen sie in Bussen ja schon viel Platz weg für reguläre Gäste. Ich verstehe das Dilemma, aber so macht man es den Leuten halt auch nicht unbedingt schmackhaft, dass sie zwischen den unterschiedlichen Verkehrsmitteln wechseln, wenn dort schon Hürden aufgebaut werden. Lösungen müssen her! Wie wäre es mit Bussen, welche mehr Platz lassen im Eingangsbereich? Oder sollten Fahrräder vielleicht auf eine Art Gepäckträger hinter dem Bus? Vielleicht gibt es auf diesem Planeten ja schon irgendwo eine Lösung, wo dies gut geregelt wird?

Als Neu-Besitzer eines Klapprades, welcher dies im ÖPNV nutzen möchte, muss ich auch mal Kritik los werden an den jeweiligen Fahrrad-Firmen: Ich hab ziemlich lange darüber gerätselt, welches Klapprad ich mir nun zulege. Man kann dort ja schon einige Hundert bis Tausend Euro auf den Tisch legen für ein Klapprad. Ich habe mich dann für eine Variante entschieden, welche knapp über 500 Euro (auch nicht gerade wenig Geld für mich) gekostet hat, jetzt aber auch schon wieder rumzickt bei der Schaltung. Bei Koffern werben die bekannten Marken damit, dass sie gut für's Flugzeug geeignet sind, weil sie besonders leicht sind oder bestimmte Maße nicht überschreiten. Habt ihr das schon mal an Falträdern gesehen, dass diese damit werben, dass sie wegen X, Y oder Z besonders gut für den ÖPNV oder für's berufliche Pendeln sind? Ich nicht. Es würde mich aber interessieren und ich denke viele andere auch, weil man so ein Ding ja meist nicht kauft, um damit längere Strecken zurück zu legen. Im Saarland gab es da ja auch schon mal durch das saarländische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr eine Initiative, um "vergünstigte" Klappräder an die Frau oder den Mann zu bringen? Vielleicht kann man ja durch das Ministerium noch mal auf dieses Thema drauf gucken und vielleicht ist ja auch vorstellbar, dass man Menschen dabei mit Gutscheinen unterstützt, welche das Auto stehen lassen und sich dafür ein Klapprad zu legen + eine ÖPNV-Karte? Klar, natürlich nicht nur als Förderung für diese Gruppe der Gesellschaft gedacht, weil die anderen zwar vielleicht kein Auto haben, aber ebenso gefördert werden müssten.

Schwierig ist bei der Fahrradmitnahme im Moment auch der verfügbare Platz im Bus. Wäre es dort vorstellbar, dass man über eine App eine Info bekommt, wie voll der jeweilige Bus oder die Bahn ist? Hierfür müsste man allerdings auch ermitteln, wie viele Personen sich im Moment in dem jeweiligen Verkehrsmitteln befinden und so weit ist die Technik im saarländischen ÖPNV glaube ich noch nicht (siehe meinen ersten Beitrag "Tüt, tüt!")?

Eigentlich wollte ich als sog. "Stadtradel-Star" auf schöne Beispiele ein gehen, wie man das mit der vernetzten und digital-unterstützten Mobilität im Saarland gut hin bekommen kann. Im Moment gehe ich aber eher mit dem Gefühl aus diesen 3 Wochen des Stadtradelns heraus, dass das Thema noch eine große, große, große Baustelle ist und sich im Moment noch niemand wirklich zuständig fühlt. Vielleicht gibt es ja auch die eine oder andere schöne und positive Entwicklung, welche ich übersehen habe? Dann würde ich mir sehr wünschen, dass man dies verstärkt öffentlich kommuniziert, damit ich, aber bestimmt auch viele andere Menschen davon profitieren können und hoffentlich vielleicht Menschen vom PKW auf den ÖPNV und das Fahrrad umsteigen!

Euer Harald von Weltveränderer e.V.

PS: OK, einen habe ich noch: Ich würde mir sehr, sehr wünschen, dass die Menschen, welche über die Mobilität der Zukunft entscheiden, auch mal die unterschiedlichen Fortbewegungsarten am eigenen Leib auf dem Weg zur Arbeit ausprobieren und nicht nur in Besprechungszimmern vom grünen Tisch darüber diskutieren. Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, dass Entscheider*innen z.B. aus/ für dem/ den Bereich ÖPNV, diesen gar nicht für ihre alltäglichen Wege nutzen. Wie kann man ein Produkt nach vorne bringen, wenn doch lieber das Auto nutzt, weil man sich insgeheim denkt, dass der ÖPNV ja so schlecht ist und man daher doch das Auto benutzen "muss"?

Bild

Teilen: Facebook | Twitter

Von Gersweiler nach Burbach mit Rad. Auch neue Radschutzstreifen helfen nicht!

Bild Geschrieben am 26.09.2020 von Susanne Speicher
Team: Fridays for Future Saarbrücken
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Wer von Gersweiler mit dem Rad nach Burbach möchte lebt gefährlich. Schon in Gersweiler stauen sich an manchen Tagen die Autos von der Autobahnauffahrt bis hoch zum Sportplatz. Einfach Wahnsinn, wie viele Autos Richtung statt wollen. Dabei sind es nur wenige Kilometer in die City, welche grundsätzlich sehr gut mit dem Rad zu erreichen wäre. Doch die fehlende Radinfrastruktur erschwert die Strecke. Wo Autos im Stau stehen, kommen Radelnde nicht ohne weiteres vorbei. Schließlich existieren in den Stadtteilen Gersweiler und Klarenthal keinerlei Radwege geschweige denn Radschutzstreifen. Somit wird man gezwungen die Autos zu umfahren, wenn man nicht mit im Stau stehen möchte. Dies ist jeden Tag aufs neue eine lebensgefährliche Situation. Zudem kommen Pöbeleien und Beschimpfungen durch so manche im Auto Hockenden. Wenn man es durch die Automassen bergab geschafft hat, ist die Gersweiler Brücke die nächste Herausforderung. Irgendwie und irgendwo einordnen. Radwege Fehlanzeige, obwohl die Brücke erst erneuert wurde. Und dann gehts nach Burbach! Der erste Radschutzstreifen ist endlich in Sicht. Doch plötzlich hört er mitten auf der Straße einfach auf und schon ist die nächste Gefahrensituation eingeplant, denn Autos nutzen die Unterbrechung des Radweges, um dort mal schnell zu parken. Auch hier ist Stau an der Tagesordnung und gerade mit dem Lastenrad, besteht keine Möglichkeit, diesem Auszuweichen. Also steht man mit den Autos und deren Abgasen voll im Stau. Wie kann es zu einer solchen Fehlplanung kommen? Liebe Stadtverwaltung, wir brauchen ununterbrochene Radwege, um sicher von A nach B zu kommen. Und diese im gesamten Stadtgebiet. Von Klarenthal, nach Gersweiler, nach Burbach in die City. Die Leute steigen nicht aufs Rad um, wenn sie Angst haben müssen überfahren zu werden. Es gibt viel zu tun! Das Stadtradeln ist eine schöne Sache und es zeigt die Lücken der Radinfrastruktur an vielen Stellen. Nun bitte zügig handeln! :)

BildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Wilhelm Heinrich Brücke oder Bismarckbrücke – welche Brücke ist sicherer?

Bild Geschrieben am 26.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Kaum ein Straßenprojekt der letzten Jahre wurde so heftig, intensiv und emotional diskutiert wie die Neugestaltung der W-H-Brücke. Gerade von oben betrachtet muten die vielen Spuren wie ein schwer entwirrbares Geflecht an. Für viele Betrachter waren schwere Unfälle vorprogrammiert. Zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht eingestellt. Was mich nicht sonderlich verwundert. Auch wenn die Spuren auf dem Luftbild verwirren mögen, geht es in Sachen Sicherheit immer darum, ob ein*e Verkehrsteilnehmer*in von den anderen Beteiligten frühzeitig wahrgenommen werden kann. Und das ist auf der Brücke definitiv der Fall. Egal aus welcher Richtung kommend bewegen sich die langsameren Radfahrer*innen immer vor möglicherweise auf eine Abbiegespur wechselnden Autofahrer*innen. Die gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert an dieser Stelle sehr gut. Lediglich einen Wermutstropfen würde ich an der W-H-Brücke anmerken. Bei der Verkehrsführung von der Saaruferstraße hätte man mehr Mut zeigen können und eine direkte Abbiegespur nach links über die Brücke einplanen sollen.
Nichts desto trotz wird die Brücke mittlerweile von den Radfahrer*innen sehr gut angenommen und wie selbstverständlich befahren.
Das liegt aber auch daran, dass die Radspuren keine andere Spuren kreuzen. Genau das ist auf der nächsten Brücke über der Autobahn nicht der Fall. Am Kreisel an der Bismarckbrücke kreuzt eine Abbiegespur den Radschutzstreifen kurz vor der Einfahrt in die Franz-Josef Röder-Straße. Während auf der WH Brücke in vergleichbaren Situationen längere Einfädelspuren existieren, gibt es am Bismarckkreisel nur diesen einen sehr gefährlichen Punkt. Hat der Radverkehr, der über den extra rot gefärbten Schutzstreifen geradeaus in die Präsident-Baltz-Straße (Verlängerung der Feldmannstraße) geführt wird, eigentlich Vorfahrt? Wenn ja, wissen das die Autofahrer*innen auch? Rechnen Ortsunkundige damit, dass ein vor ihnen fahrender Radfahrer respektive eine Radfahrerin die eigene Spur in Richtung Präsident-Baltz-Straße kreuzt? Ich denke eher nicht!
Diese Situation kann sicherlich entschärft werden. Ich hätte da auch schon eine Idee.
Mein Fazit fällt klar aus: Die W-H-Brücke ist in punkto Sicherheit für Radfahrer*innen deutlich besser geplant als die Bismarckbrücke.

BildBildBildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Mit dem Fahrrad zum Supermarkt?!

Bild Geschrieben am 25.09.2020 von Mirco Bertucci
Team: SPD Saarbrücken und Freund*innen
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Wenn ich es am Wochenende schaffe, erledige ich meine Einkäufe gerne gemütlich auf dem Wochenmarkt. Und wie viele andere auch, fahre ich gerne mit dem Fahrrad hin und zurück. Vielleicht, weil das auch irgendwie zum „Wochenmarkt-Feeling“ dazugehört: das regionale Gemüse und Obst, vielleicht Blumen und ein frisches Baguette im Fahrradkorb.

Aber mit dem Fahrrad unter der Woche zum Supermarkt? Das mache ich viel seltener. Es scheitert schon allein daran, dass ich oft keinen Platz finde, an dem ich mein Fahrrad getrost parken kann. Wenn überhaupt Fahrradständer da sind, sind die wenigen Plätze meistens schon voll belegt.

Umso ärgerlicher ist es, dass viele Menschen allein deswegen dann doch mit dem Auto losfahren. Oft könnten die Einkäufe problemlos auf dem Fahrrad transportiert werden. Wäre absolut machbar mit dem Rad, dafür braucht man an und für sich kein Auto.

Je mehr Menschen mit dem Rad einkaufen fahren, desto eher werden die Kaufleute und auch die großen Ketten auf die Problematik aufmerksam. So aufmerksam, dass sie sich bemühen, auch für Kundinnen und Kunden, die mit dem Rad kommen, die Situation vor Ort zu verbessern. Wir wollen, dass sich vor allem bei den Filialen in der City etwas tut und dass mehr Abstellmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Und es gibt da ja auch noch andere kleine Schritte, mit denen umweltfreundliches Einkaufen gefördert werden kann. Das Lastenfahrrad "Molschder Muli", das man sich ausleihen kann, war zum Beispiel permanent im Einsatz, als es darum ging, während des Lockdowns alte und kranke Menschen ehrenamtlich zu versorgen. Solche Lastenfahrräder brauchen wir auch noch anderswo!

Und auch ein Baumarkt in Saarbrücken hat die Zeichen der Zeit offenbar erkannt. Dort kann man für ein paar Stunden kostenlos ein Lastenfahrrad mieten. Das Auto kann man also einfach zuhause stehen lassen und trotzdem auch sperrigere und schwerere Artikel transportieren. Ein tolles Angebot, wie ich finde!

Ihr Mirco Bertucci

Teilen: Facebook | Twitter

Radverbindung nach Dudweiler hat eine erhebliche Lücke!

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

In den letzten Tagen habe ich mir die Radwegeverbindung nach Dudweiler genauer angeschaut. Gestartet bin ich in der Bahnhofstraße in Saarbrücken. Gleich zu Beginn fällt die Abgrenzung in der Betzenstraße auf, mit der der Radschutzstreifen von der Straße erst kürzlich getrennt worden ist. Diese sinnvolle Maßnahme, die den Streifen davor bewahrt, von PKWs einfach zu geparkt zu werden, kann gerne noch häufiger in der Stadt kopiert werden. Da fallen eifrigen Radfahrer*innen auf Anhieb sicherlich mehrere Stellen im Straßennetz ein, an denen die Schutzstreifen ebenfalls eine räumliche Trennung nötig hätten. Weiter geht es an die Saarbahnhaltestelle Johanneskirche. Der Schutzstreifen endet an der Ampel. Immerhin gibt es eine Vorstellfläche für Fahrräder, dank der man vor dem Verkehr fahren kann, sollte man vorher bei Rot an der Ampel warten müssen. Überbrückt müssen auch nur ca. 90 Meter, bevor es wieder rechts in die Dudweiler Straße geht. Direkt nach den Saarbahngleisen beginnt erneut ein Schutzstreifen. Ab der Abfahrt Beethovenstraße gibt es stadtauswärts zwei Autospuren, aber weiterhin nur einen kleinen Schutzstreifen. Dieser endet an der Brauerstraße, während die zwei Autospuren bis an die Eisenbahnbrücke nach der Kreuzung mit dem Meerwiesertalweg führen. Unter dieser Brücke wird es dann eng und die beiden Autospuren werden zusammengeführt. Radfahrer*innen müssen sich ihren Platz auf der Straße förmlich erkämpfen und das auch noch in einer Situation, in der sich der KFZ-Verkehr wegen des Einfädelvorgangs eher mit sich selbst beschäftigt. Eine Lösung wäre sicherlich, wenn die Verjüngung der beiden Spuren auf eine Spur entweder an anderer Stelle, also deutlich vor der Brücke, stattfinden würde, oder – in meinen Augen noch besser – gar nicht erst nötig wäre. In Zeiten von Pop up-Fahrradstraßen könnte zur Vermeidung dieser gefährlichen Passage die zweite Autospur zwischen Beethovenstraße und Brauerstraße bzw. Meerwiesertalweg auch gerne zur Fahrradspur umgewidmet werden.
Im weiteren Verlauf der Strecke ist die Radverkehrsinfrastruktur bis zum Dudoplatz gut ausgebaut. Ab da wechseln sich allerdings markierte und nicht markierte Abschnitte Richtung Sulzbach ab. Das sollte korrigiert werden.
Das Nadelöhr allerdings ist und bleibt wie so oft die Eisenbahnbrücke. Wenn wir mehr Fahrer*innen davon überzeugen wollen, den Weg von und nach Dudweiler mit dem Rad zurückzulegen, muss diese Gefahrenstelle dringend entschärft werden.

BildBildBildBildBildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Dank Stadtradeln jetzt über 9000 Km auf meinem Bike

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Mit dem Ziel vor Augen, dieses Jahr während der Stadtradelzeit mehr Kilometer zu fahren als letztes Jahr, bin ich neben den Alltagswegen auch zusätzliche Strecken gefahren. Am letzten Dienstag vor dem Stadtrat zeigte mein Kilometerzähler an meinem Bike tatsächlich 8.999,9 km an. Das musste ich gleich mal im Bild festhalten. Heute, eine Woche später, habe ich beim Stadtradeln inzwischen fast 600 km gesammelt und 86 kg CO2 eingespart. Du treibst übrigens nicht nur Sport und kommst entspannter an, wenn Du das Rad auch im Alltag bewegst – in der Stadt bist Du meistens auch zügiger am Ziel. Selbst zum Termin in Burbach war ich vom Rathaus St. Johann aus kommend schneller als andere mit dem Auto.
Gefühlt sehe ich zur Zeit extrem viel Leute, die mit dem Rad unterwegs sind. Das ist gut zu sehen! Je mehr Radfahrer*innen auf der Straße unterwegs sind, desto eher nehmen die anderen Verkehrsteilnehmer*innen uns auch wahr und können dann auch Rücksicht nehmen. Das ist neben dem weiteren Ausbau von sicheren Radwegen ein weiterer wichtiger Aspekt in Punkto Verkehrssicherheit.
So, jetzt geht es noch mal raus auf die Straße.
Leute, es geht in den Endspurt. Sammelt in den letzten Tagen weiter fleißig Kilometer, damit wir auch als Stadt das Ergebnis von 2019 deutlich toppen können.

Teilen: Facebook | Twitter

Sicher fahr’ ich Fahrrad!

Bild Geschrieben am 17.09.2020 von Mirco Bertucci
Team: SPD Saarbrücken und Freund*innen
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Auch auf dem sichersten Radweg können Unfälle passieren. Ein Helm kann da lebensrettend sein. Und trotzdem sehe ich momentan manchmal mehr Menschen mit Maske als mit Kopfschutz auf dem Rad durch die Gegend fahren. Ich finde, es ist auch an jedem und jeder Einzelnen, für die eigene Sicherheit zu sorgen!

Andererseits: Auf manchen Strecken kann man selbst noch so sicher ausgerüstet sein – die sind gefährlich für Fahrradfahrer*innen. Wir brauchen noch an vielen Stellen breitere Spuren. Und es sollte nicht vorkommen, dass der Radweg plötzlich einfach endet. Für Radverkehr muss in der Stadt genug Platz sein. Die bestehenden Wege müssen gut instandgehalten werden. Und es ist mehr als ärgerlich, wenn Gegenstände oder Schlaglöcher auf den Strecken regelmäßig zu platten Reifen führen. Auch hier besteht noch Verbesserungsbedarf.

Wichtig ist aber vor allem auch, ein Bewusstsein bei den anderen Verkehrsteilnehmer*innen zu schaffen: Selbst im Nauwieser Viertel, wo seit vielen Jahren Fahrradfahren im Gegenverkehr erlaubt ist, kommt es oft zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrer*innen, ich werde oft genug angehupt und angemotzt. Es gelten nicht immer für alle Transportmittel die gleichen Regeln im Straßenverkehr. Ich finde, deswegen gilt für alle, auch die Regeln der anderen zu kennen. Und auf sie Rücksicht zu nehmen! Da würde ich mir schon auch mal eine Info-Kampagne der Stadt wünschen – wir haben das vorgeschlagen.

Wir Radfahrerinnen und Radfahrer müssen uns aber auch trauen! Wer den Radverkehr tatsächlich als festen Bestandteil des Stadtverkehrs etablieren will, muss sich Respekt verschaffen und auch auf sich aufmerksam machen. Ich hab die Erfahrung gemacht: Wenn ich souverän radfahre statt defensiv aufzutreten, habe ich weniger Probleme mit den anderen Verkehrsteilnehmer*innen. Wenn wir das alle machen, dann normalisiert sich die Situation. Dann erinnert man sich als Autofahrer*in vielleicht, dass man nicht alleine auf der Straße ist.

Je mehr Fahrräder auf den Straßen, desto besser für den Radverkehr!

Machen Sie doch auch noch beim Stadtradeln mit! Vielleicht in unserem Team? →https://www.stadtradeln.de/faq-radelnde#c20180

Allzeit gute Fahrt!
Euer Mirco Bertucci

Teilen: Facebook | Twitter

Nachhaltiges Saarbrücken mit dem Rad entdecken!

Bild Geschrieben am 13.09.2020 von Susanne Speicher
Team: Fridays for Future Saarbrücken
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Am Samstag wars dann so weit. Mit einer Gruppe von netten Menschen starteten wir zur ersten nachhaltigen Radtour durch unsre schöne Landeshauptstadt. Auf unserer Route besuchten wir unterschiedliche Orte, die etwas mit dem Thema globale Nachhaltigkeit zu tun haben.
Dabei fuhren wir durch St. Johann, Malstatt und St. Arnual. Durch den Leinpfad waren die meisten Örtlichkeiten auch gut zu erreichen. Wenn man die Autos meidet, ists super. Aber das sollte ja nicht der Alltag sein. Wir starteten mit dem Thema globale Mobilität und sprachen über den Verkehr im Saarland. Dass gerade aktuell neue Zahlen rausgekommen sind, nach denen die Saarländer*innen im Bundesvergleich am meisten in der Blechkiste hocken. Nicht schön sowas zu lesen, wo man doch das Gefühlt hat, dass durch Corona die Räder auf den Straßen deutlich mehr wurden. Wenn alle auf der Welt so viel im Auto rumdüsen würden wir wir, hätten wir ein echtes Problem! Ja noch ein viel größeres. Nichtsdestotrotz, wir können alle unsren Teil leisten und daher war es ganz wichtig über die unterschiedlichen Arten der nachhaltigen Mobilität zu sprechen. Weiter gings dann nach Malstatt. Da stand das Thema Reparieren im Vordergrund. In der Breite 63 findet jeden 1. Samstag im Monat das Repair Café statt, wo defekte Geräte wieder repariert werden können. Wie die Diskussion vor Ort zeigte, sind viele Geräte nicht mehr reparierbar und landen schnell auf dem Müll. Ein heftiges Problem im Hinblick auf unsere so endlichen Ressourcen. Mal kurz noch ein neues Gerät kaufen, das alte ist schnell entsorgt. So einfach ist es eben nicht. Irgendwo ist immer jemand in der Kette, der*die den Preis dafür zahlt. Ob die Menschen in der Produktion, die Tiere die unter der Umweltverschmutzung leiden oder unser wunderbarer Planet im Ganzen. Das gleiche betrifft die Produktion anderer Konsumgüter wie Kleidung, Schuhe, usw. Lieber das Alte so lange nutzen bis nix mehr geht. Und meistens gehts dann noch ne ganze Weile ;)
Auch befassten wir uns mit dem Thema Plastik und der Verschmutzung dadurch. Wie unsere Meere darunter leiden und wie das ganze letztlich wieder beim Menschen ankommt. Mikroplastik ist ganz schön fies, denn wir sehen es gar nicht wenn wirs essen. Die Bilder der mit Plastik überfluteten Meere machen uns betroffen, ändern aber oft nichts in der Verhaltensweise. Aber immer mehr Menschen fangen an umzudenken, kritische Fragen zu stellen. Das ist wunderbar :)
Zuletzt widmete sich unsere Tour dem Bereich der Ernährung, schließlich kommen wir an diesem Thema einfach nicht vorbei. Wie wir essen entscheidet über das Leben anderer. Nicht nur der Tiere, die dafür getötet werden, sondern auch der Menschen, die in der Produktion arbeiten oder der Menschen, welche durch den Klimawandel bedroht sind. Es ist besser wir schauen da mal ein bisschen genauer hin. Auf dem Stadtbauernhof konnten wir ein schönes Beispiel einer SOLAWI kennenlernen. Für alle die das Konzept noch nicht kennen… ihr solltet euch damit befassen! :)
Ach ja, mit dem Rad in nur 3 Stunden so viel gelernt. Was man nicht alles tolles auf dem Rad erleben kann! Zwischendurch nette Unterhaltungen und die wunderschöne Sonne, die uns den Tag versüßt hat. Schööön! :)

BildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Nachhaltige, vernetzte Mobilität und eine schlauere Stadt

Bild Geschrieben am 13.09.2020 von Harald Kreutzer
Team: BAUT ENDLICH GUTE RADWEGE FÜR ALLE!
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Letzten Dienstag waren wir, Susanne Speicher und Harald Kreutzer (die sog. "Stadtradel-Stars") bei Tobias Raab auf einen Kaffee eingeladen. Er ist seit Mitte August neuer Beigeordneter im Dezernat für Wirtschaft, Soziales und Digitalisierung in der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Nach einer kurzen Vorstellung, was Weltveränderer e.V. so im Bereich Mobilität macht (z.B. der Vergleich von Schulwegen von Kindern in Uganda und im Saarland, ob mit dem Fahrrad, Bus oder Auto ), ging es dann von E-Scootern in Saarbrücken (sehr emotionales Thema in Saarbrücken), über digitale Hilfsmittel bei der Parkplatzsuche bis hin zu bestehenden Aktivitäten, welche die Landeshauptstadt im Bereich "Smart Cities" hat. Die Landeshauptstadt hat hierzu auch im April unter dem Titel "Mitmachkommune Saarbrücken" einen größeren Projektantrag eingereicht, um das notwendige Kleingeld für spannende Aktivitäten zu haben.

Es war ein kurzes Gespräch, weil er uns netterweise noch einen Platz in seinem Terminkalender frei geräumt hat, wofür er vermutlich auf eine ordentliche Mittagspause verzichtet hat. Wir konnten die Themen daher auch nur ankratzen, für welche man sich wohl normalerweise ein paar Stunden Zeit genommen hätte.

Leider wurde am gleichen Abend nach dem Treffen bekannt, dass der oben genannte Projektantrag abgelehnt wurde (Glückwunsch an den Landkreis St. Wendel, deren Projekt gefördert wird!). Dies ist schade, bietet aber vielleicht auch die Gelegenheit, dass man in der nächsten Smart Cities-Bewerbung für 2021 einen größeren Schwerpunkt auf eine global nachhaltigere und vernetzte Mobilität legt, welche vielleicht nicht nur vorbildhaft für Kommunen in Deutschland, sondern auch anderen Teilen dieses Planeten ist? Dem Gedanken der Mitmachkommune folgend, freuen sich einige Akteuer*innen bestimmt schon, dass sie hierzu ihre Gedanken und Ideen einspeisen können...

Hier noch ein paar Quellen zum Weiterlesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Smart_City
www.bmi.bund.de/smart-cities

Teilen: Facebook | Twitter

Endlich wieder Stadtradeln!

Bild Geschrieben am 11.09.2020 von Mirco Bertucci
Team: SPD Saarbrücken und Freund*innen
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Schon ein schöner Anblick, mal wieder so viele Menschen für eine gute Sache versammelt zu sehen. Besonders zu diesem Anlass, an der frischen Luft und mit Fahrrad, geht das ja auch gut mit der Einhaltung der Sicherheitsabstände. Zum Auftakt der Aktion „Stadtradeln“ sind wir in Saarbrücken letztes Wochenende ungefähr 14 Kilometer zusammen geradelt.

Damit ist der Startschuss gesetzt: In den nächsten Wochen werde ich mich wahrscheinlich täglich aufs Rad schwingen. Nicht mehr nur um zur Arbeit zu kommen. Sondern möglichst auch zu all den Terminen, zu denen ich sonst - zumeist eher aus Bequemlichkeit als aus Notwendigkeit - mit dem Auto fahren würde. Das geht. Und das ist ja der springende Punkt: Woran liegt's denn eigentlich, dass die Entscheidung im Alltag doch so oft aufs Auto fällt?

Dass das Fahrrad das umweltfreundlichere Verkehrsmittel ist, wissen wir alle. Genauso, dass sich mit dem Fahrrad Stau in der Stadt meiden und vermeiden lässt. Und eigentlich ist eine Radtour ja auch immer etwas, das man durchaus genießt. Vielleicht sind es Bedenken über die Verkehrssicherheit. Ich glaube aber, viele denken vor allem gar nicht erst daran, dass das Fahrrad eine Alternative darstellt.

Wenn viele beim Stadtradeln mitmachen, können wir dafür vielleicht ein Bewusstsein schaffen: Denn je mehr teilnehmen, desto mehr können wir auch überzeugen. Wir brauchen also Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vereine und Institutionen, um wirklich ein starkes Signal für den Fahrradverkehr zu senden.

Und nur wer Rad fährt, kann auch konstruktive Rückmeldungen zu den Problemen bei der Nutzung des bestehenden Radverkehrsnetzes liefern. Diese Impulse für die vielen kleinen Schritte, die auf dem Weg zu einer wirklich fahrradfreundlichen Stadt noch zu machen sind, brauchen wir. Sie verbessern letztlich die Gesamtsituation. So können wir mehr Menschen aufs Fahrrad bekommen, vor allem auch dauerhaft.

Nach diesem gelungenen Auftakt bin ich umso motivierter. Heute haben wir mit großem Aufgebot schon aufs Radeln in der Stadt aufmerksam gemacht. Ich bin zuversichtlich, dass auch in der nächsten Zeit viele Menschen in der Stadt auf dem Fahrrad zu sehen sein werden.

Auch Sie können sich noch anmelden und beim Stadtradeln mitmachen! Vielleicht auch in unserem Team?
https://www.stadtradeln.de/faq-radelnde#c20180

Ihr Mirco Bertucci

Teilen: Facebook | Twitter

LfS - ist das Dein Ernst?

Geschrieben am 10.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Der Leinpfad ist jetzt schon der meistbefahrene Radweg des Landes. Sowohl Touristinnen und Touristen als auch Sportler*innen sowie nicht zuletzt die Alltagsradler*innen nutzen diese Radwegeverbindung. Der Leinpfad spielt eine zentrale Rolle in den Entwicklungsplänen von Stadt und Land, um die Radinfrastruktur im Land modern auszubauen. Mit Bundesmitteln soll er zu dem einzig möglichen Radschnellweg des Landes ausgebaut werden. Zwischen Völklingen über Saarbrücken und Uni bis nach Sankt Ingbert soll er dann führen. Die Bedeutung des Leinpfades für den Radverkehr könnte nicht wichtiger sein!

Letzte Woche berichtete der LfS auf Rückfrage aus dem Verkehrsausschuss, dass die Baumaßnahme der 'Steag' am Leinpfad – weshalb die Strecke zwischen der Schleuse Burbach und Völklingen über Monate gesperrt war – dazu genutzt wurde, die Gefahrenstellen an den beiden Holzbrücken zu beseitigen. Die Holzbrücken seien zwar noch vorhanden, was ich persönlich schon nicht nachvollziehen konnte, aber sie seien mit Matten abgedeckt worden, damit von den Holzblanken kein Gefahr mehr ausgehen würde.

Gestern bin ich die Strecke abgefahren und ich bin echt entsetzt. An der ersten Holzbrücke ist überhaupt nicht gearbeitet worden! Die felgenfressende Kante an der kleinen Betonbrücke ist ebenfalls unangetastet! Lediglich bei der zweiten Holzbrücke wurden die Bohlen mit einer Matte abgedeckt. Aber auch da sieht eine saubere Lösung in meinen Augen anders aus. Musste die Matte auf der einen Seite wirklich so knapp an die Kante gelegt werden? Schaut Euch die Bilder selbst an!

Man hätte die Zeit der Sperrung wirklich nutzen müssen, diese Gefahrenstellen mit kleinem Aufwand zu entschärfen!
Dabei lohnt es sich, den Leinpfad entlang zu fahren. Nicht nur im Alltag als Pendler, auch in der Freizeit, um die schönen Seiten der Saar zu genießen. Zwischen Burbach und Völklingen ist die andere Saarseite übrigens sehr gut ausgebaut – ohne Gefahrenstellen und tatsächlich auch mit weniger Verkehr ;-)

ps: in den nächsten Tagen möchte ich mir die Radwegeverbindung nach Dudweiler genauer anschauen

BildBildBildBildBildBildBildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

LfS in Saarbrücken - Radentwicklungsplan des Landes - Null Projekte in Saarbrücken seit 2011!

Geschrieben am 09.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Der LfS ist als Landesbetrieb für Straßenbau für alle Straßenabschnitte zwischen den Ortsschildern zuständig. Auch davon gibt es viele auf dem Stadtgebiet von Saarbrücken. Dem LfS scheint das nicht bewusst zu sein. Letzte Woche war er im Verkehrsausschuss des Stadtrats um über Projekte in seiner Zuständigkeit zui berichten. An der Stelle möchte ich meinem Ärger erst einmal Luft machen, dass der LfS im Zuge des hoch gepriesenen Radentwicklungsplans des Landes aus dem Jahre 2011 bisher in Saarbrücken keine einzige Maßnahme in Angriff genommen geschweige denn umgesetzt hat. Diese ernüchternde Bilanz zeigt entweder, dass der verantwortlichen Ministerin die Bedeutung der Landeshauptstadt nicht bewusst ist oder aber, dass es doch nicht so weit her ist mit dem Umbau der Verkehrsinfrastruktur des Landes zu einem fahrradfreundlichen Bundesland.
Jeder, der den Leinpfad schon einmal bis nach Völklingen gefahren ist, kennt die beiden Holzbrücken, die eine gewisse Gefahrenstelle darstellen. Im Ausschuss berichtete der LfS jetzt, dass die Baumaßnahme der Steag am Leinpfad auf Höhe des Kraftwerks Fenne dazu genutzt wurde, die Holzbrücken mit einer Matte abzudecken, so dass die einzelnen Holzbohlen nicht mehr so gefährlich nach oben stehen können. Morgen schaue ich mir das mal an....

Teilen: Facebook | Twitter

es geht los ;-)

Geschrieben am 09.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Das Stadtradeln 2021 ist gestartet. Am Sonntag gab es eine Anradeltour mit der Bürgermeisterin zum Auftakt der 3-wöchigen Stadradelphase in Saarbrücken. In den kommenden 21 Tagen werben wir dafür, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und stattdessen auf die klimafreundliche Alternative Fahrrad umzusteigen. Parallel zur Tour de France hat unsere Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche die „Tour de Sarrebruck“ ausgerufen.
Vielen Dank an das Organisationsteam, dass zum Anradeln eine schöne Route über die Daarler Wiesen durch das Almet in den DFG und wieder zurück zum Staatstheater ausgesucht hat. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, noch mehr km mit dem Rad zurückzulegen, als ich ohnehin schon fahre und die Zahl der gefahrenen km in dem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr zu steigern.
In meinem Blog möchte ich darüber berichten, wie die Fahrten waren. Sowohl empfehlenswerte Passagen möchte ich beschreiben aber auch über Situationen/ Abschnitte berichten, die es zu verbessern gilt.

BildBildBild

Teilen: Facebook | Twitter

Stadtradeln – es kann los gehen

Bild Geschrieben am 08.09.2020 von Mirco Bertucci
Team: SPD Saarbrücken und Freund*innen
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Noch schnell das Licht reparieren und die Bremsen nachziehen… Jetzt ist mein Rad bereit fürs Stadtradeln.

Ich bin viel unterwegs mit meinem Fahrrad – es muss einfach laufen. Aber wenn mal etwas nicht mehr geht, hab ich auch keine Lust auf’s Reparieren. Das geht wahrscheinlich vielen genauso.

Stadtradeln war jetzt bei mir der Auslöser, endlich mal ein paar liegen gebliebene Sachen in Ordnung zu bringen. Richtig klasse dafür: Die Selbsthilfewerkstatt des ADFC. Immer Samstags geöffnet, gegen eine Spende kann man das Werkzeug benutzen und sogar kleinere Ersatzteile bekommen.

Ich habe jetzt erstmal einen gebrauchten Dynamo eingebaut – das reicht für den Moment. Demnächst gibt’s dann den modernen Nabendynamo und die LED-Beleuchtung.

Noch nicht beim Stadtradeln dabei? Es ist ganz einfach: Registriert Euch unter www.stadtradeln.de (rechts „Mein Stadtradeln, bei STADTRADELN registieren“). Als Kommune wählt Ihr „Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken“.
Dann wählt ihr das Team – gerne meines: Team „SPD Saarbrücken und Freund*innen“.
Danach ist alles ziemlich selbst erklärend – ein paar Angaben, Passwort auswählen und noch eine E-Mail zur Bestätigung.

Ihr könnt die Kilometer, die ihr mit dem Fahrrad oder dem Pedelec zurücklegt eintragen - auf www.stadtradeln.de oder bequem über die STADTRADELN-App auf Eurem Smartphone. Auch Strecken im Urlaub zählen mit.

Wir sehen uns!

Teilen: Facebook | Twitter

Tüt, tüt!

Geschrieben am 07.09.2020 von Harald Kreutzer
Team: BAUT ENDLICH GUTE RADWEGE FÜR ALLE!
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Ist euch schon mal aufgefallen, wie schmächtig sich die Hupe eines Linienbusses anhört, wenn man vor Augen hat, um was für ein mächtiges Gefährt es sich dabei eigentlich handelt? :)

Heute morgen waren wir auf so eine Bushupe angewiesen, weil wir im Schul- und Berufsverkehr kurzfristig und ziemlich zackig zwischen zwei Bussen wechseln mussten. Mit dem Klapprad unter dem Arm und dem Schulkind im Schlepptau. Als wir den Busfahrer darauf angesprochen hatten, dass wir in den Bus da vorne müssen (gleiche Nummer, aber fuhr die richtige Linie), hatten wir erwartet, dass er jetzt irgendwie sein Funkgerät raus holt oder sonstiges digitales Equipment, um zu signalisieren, dass da Leute von dem Bus in den anderen Bus umsteigen müssen, aber stattdessen: "Tüt, tüt!". Wie in den guten alten Zeiten. Ein bisschen schmunzeln mussten wir schon.

"Schnell mal mit dem Fahrrad in den Bus springen... "
In den kommenden 3 Wochen werde ich für euch als Mitglied von Weltveränderer e.V. und als sogenannter "Stadtradel-Star" über vernetzte, digitale und nachhaltige Zukunftsmobilität bloggen. Aus dem Bus, der Bahn und vor dem Fahrkartenschalter. Dabei natürlich immer mit dem Fahrrad unter dem Arm und natürlich werden wir als globale Nachhaltigkeitsorganisation auch Mobilitätsvergleiche ziehen zwischen dem Saarland und anderen Weltregionen, wie die das mit den Wegen zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit machen und wie das hier bei uns so läuft. Falls ihr findet, dass ich da mal etwas ausprobieren und darüber im Stadtradeln-Blog schreiben sollte, dann schickt mir eine Nachricht an harald at weltveraenderer.eu!

In der ersten Woche des Stadtradelns unterhalten wir uns übrigens mit dem neuen Saarbrücker Dezernenten für Soziales, Wirtschaft und Digitalisierung, Tobias Raab. Bei einem fair gehandelten Kaffee zwischen zwei Terminen geht es um oben erwähnte vernetzte, digitale und nachhaltige Mobilität. Was gibt es schon und wo kann die Reise da seiner Meinung nach für die Landeshauptstadt hin gehen?

Wir werden hier berichten!

PS: Als Bild zu diesem Beitrag haben wir euch einen Schnappschuss beigefügt, welcher einen Linienbus im Stau zeigt. Als Radler ist man es eigentlich gewohnt, dass man meist recht geschmeidig am Stau vorbei fährt. Wenn man dann doch mal den ÖPNV nutzt und mit im Stau steckt, ist es ein ganz schön ungewohntes Gefühl, wenn man nicht vom Fleck kommt. Was haltet ihr von der provokanten Aussage "Der ÖPNV steht an Engstellen im Stau: Weil er keine Spur für sich hat!". Schickt mir dazu eine Nachricht!

Bild

Teilen: Facebook | Twitter

Wenn man am ersten Tag gleich drei Blog-Einträge schreiben könnte…

Bild Geschrieben am 07.09.2020 von Susanne Speicher
Team: Fridays for Future Saarbrücken
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Ja, so sicher ist die Situation für Radfahrende im Saarbrücker Straßenverkehr. Da muss man schon gut überlegen, mit welcher Gefahr man beginnen mag.
Ich hab mich daher einfach für die Situation entschieden, die mir zuerst am Morgen begegnet ist. Das Thema ist: Tempo 30!
Und innerorts gibt es diese zumindest an manchen Stellen schon, was wirklich sehr gut und wichtig ist. Aber was bringt das alles, wenns nicht kontrolliert wird? Mit dem Rad den Berg runter fahrend wurde die Lage plötzlich brenzlig. Obwohl ich bereits 35 km in der 30er Zone fuhr, überholte ein SUV locker vor einer Kurve. Natürlich mit deutlich mehr Geschwindigkeit als zulässig und wen wunderts, viel zu wenig Abstand. Und klar, es noch einmal gut gegangen. Wie so häufig. Aber wir wissen auch, dass irgendwann der Moment kommt, wo es eben nicht mehr so gut geht und dann wirds kritisch.
Also lieber gleich: Innerorts Tempo 30 zur Pflicht und regelmäßige Kontrollen. In Wohngebieten wünsche ich mir verkehrsberuhigte Zonen, welche durch „Hubbel“ oder ähnlichem, entschleunigt werden. Nur so können wir einen weiteren Schritt nach vorne gehen im Hinblick auf Sicherheit im Straßenverkehr für Radler*innen!
Nichtsdestotrotz Radfahren am Morgen ist einfach wunderbar! Und weckt die Sinne! ;)

Teilen: Facebook | Twitter