STADTRADELN-Star Blog: Dortmund in der Metropole Ruhr


Ausflugstipps Rund um Dortmund

Bild Geschrieben am 25.09.2020 von Lisa Behm
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Wie angekündigt folgen heute noch ein paar Ausflugstipps, die sich super mit einem Radausflug in Dortmund kombinieren lassen.
Zunächst natürlich weitere Ziele der Industriekultur. Zum Beispiel die Kokerei Hansa im Norden Dortmunds.
Ein weiteres Ziel ist das Haus Rodenberg in Aplerbeck, dieses Ziel lässt sich super mit einer Tour durch den Süden Dortmunds über Phoenix West und Phoenixsee kombinieren.
Richtung Osten, lohnt ein Ausflug zur Trabrennbahn in Wambel.
Natürlich aber auch das Dortmund U am westlichen Wall, mit seinen ganzen Museen.

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Critical Mass?!

Bild Geschrieben am 25.09.2020 von Lisa Behm
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Vergangenen Freitag war Critical Mass, aber warum eigentlich Critical - im Grunde passiert nichts, außer, dass im Verbund mit vielen vielen Radfahrenden durch die Stadt gefahren wird. Alles erlaubt, alles legal, alles festgelegt durch die Straßenverkehrsordnung - und doch gibt es immer wieder negative Reaktionen auf das Happening.
Laut Wikipedia ist die Critical mass (engl. für „kritische Masse“) "eine weltweite Bewegung, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen. "
Und das beschreibt es sehr passend, es geht nicht darum den Verkehr zu behindern, sondern eine Sensibilität für Radfahrer/innen im Alltagsverkehr zu schaffen. Groß, klein, jung, alt, jeder und jede ist willkommen sich anzuschließen. Es ist schön zu sehen wie viele Spaß am Radfahren haben, und dies auch zeigen wollen. Die Reaktion der anderen Verkehrsteilnehmer ist dabei so divers, wie die allgemeine Haltung gegenüber Radfahrenden. Von freundlichem Hupen, Winken, über bestimmte Fingerzeige und lautes Anschreien, ist alles dabei.
Für alle die sich fragen warum ein Verbund von 500 Radfahrenden legal ist findet die Erklärung unter § 27 StVO. Und wenn man bedenkt, dass es einmal im Monat, somit maximal 12 mal im Jahr, für 3/4 Stunden stattfindet - und das in Verhältnis mit den Staustunden auf der A1 zwischen Köln und Dortmund mit 12.753 Stunden im Jahr 2019 setzt - so sollte doch keine autofahrende Person sich durch ein paar Radfahrende gestört fühlen. (Quelle: https://presse.adac.de/regionalclubs/nordrhein-westfalen/adac-staubilanz-nrw-2019.html )

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Wie weit ist der Weg bis Kopenhagen?

Geschrieben am 24.09.2020 von Maximilian Roeren
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Mein STADTRADELN-Experiment geht langsam dem Ende entgegen. Bis heute, 24.09, habe ich in den letzten drei Wochen insgesamt 275 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Mein Ziel, im Schnitt hundert Kilometer pro Woche und insgesamt 300 Kilometer im Aktionszeitraum zurückzulegen, werde ich wahrscheinlich knapp verpassen. Dennoch bin ich persönlich sehr zufrieden und ziehe für mich nur positive Erkenntnisse aus diesem sportlichen Projekt. Ich fühle mich fitter und vor allem morgens deutlich wacher, nachdem ich den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückgelegt habe. Außerdem gibt es mir ein positives Gefühl, mich mehr zu bewegen und dabei etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Allerdings sind mir in den letzten drei Wochen auch einige negative Aspekte aufgefallen. Dabei geht es aber ausschließlich um die infrastrukturelle Situation für Fahrradfahrer/innen in Dortmund. In den letzten drei Wochen habe ich alle meine Wege mit dem Rad absolviert und dabei dokumentiert, an welchen Stellen es für Fahrradfahrer/innen brenzlig wird. Die Stadt Dortmund hat vor einigen Monaten das Ziel ausgegeben, das Kopenhagen Westfalens werden zu wollen. In Kopenhagen ist die Infrastruktur für Fahrradfahrer/innen sehr gut ausgebaut und sucht in Europas Metropolen ihresgleichen. Wie sieht es in Dortmund aus?

In meinem ersten Blogbeitrag habe ich bereits über die Unwägbarkeiten auf meinem Arbeitsweg von der Reinoldikirche durchs Kreuzviertel bis zur Uni berichtet. Vor allem die Beurhausstraße, die Große Heimstraße und die Kreuzstraße im Bereich des Schulzentrums sind für Fahrradfahrer/innen auf Grund parkender Autos, enger Straßen und viel Verkehr nicht leicht zu passieren. Zumindest im Kreuzviertel rund um die Große Heimstraße ist mit dem Radschnellweg Ruhr ja Besserung in Sicht. Im Rahmen dieses Projektes soll dort deutlich mehr Platz fürs Rad geschaffen werden. Der Baubeginn wurde allerdings leider erneut verschoben.

Neben dem Arbeitsweg war ich vor allem viel in Richtung Dortmunder Osten unterwegs. Da ich in Dortmund-Kurl aufgewachsen bin und dort auch noch Handball spiele, bin ich mindestens einmal die Woche mit dem Rad Richtung Asseln bzw. Husen-Kurl gefahren. Zunächst geht es für mich über die Olpe und die Arndtstraße in Richtung Osten raus aus dem Stadtzentrum. Auf der Arndtstraße wird es dann zum ersten Mal eng. Die Straße wird auf beiden Seiten stark beparkt, sodass die Fahrspur nicht wirklich breit ist. Es kommt nicht selten vor, dass man als Fahrradfahrer/in stark bremsen oder ausweichen muss, um nicht mit ausparkenden Autos zu kollidieren. Auf dem letzten Stück wird die Straße etwas breiter, da rechts nun keine parkenden Autos mehr stehen, aber dafür lässt der Zustand der Straße etwas zu wünschen übrig. Wenn man aber da schon wüsste, was einen erwartet, wenn man rechts in die Goebenstraße abbiegt, würde man sich über den Zustand der Arndtstraße mehr als freuen. Um es ganz direkt zu sagen – die Goebenstraße ist eine Katastrophe! Nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Autos. Der Zustand der Straße ist dermaßen schlecht, dass man noch nicht mal mit dem teuersten Mountainbike und der besten Federung eine ruhige Fahrt hätte. Das Kopfsteinpflaster wurde teilweise mit einer neuen Schicht asphaltiert. Da es aber nicht durchgehend, sondern nur an manchen Stellen gemacht wurde, gleicht die Straße einer Buckelpiste. Zum Glück ist die Straße nicht allzu lang. Weiter geht es über die Kronprinzenstraße, die ähnliche Unwägbarkeiten wie die Arndtstraße offenbart. Um nicht über das viel befahrende Defdahl zu müssen, wähle ich den parallel dazu verlaufenden Fuß- und Radweg. Hier kann man das erste Mal entspannt fahren, da keine Autos im Weg sind. Allerdings ist auch hier nicht alles perfekt, denn der Weg ist überhaupt nicht beleuchtet. Gerade jetzt im Herbst ist es dort in den frühen Morgenstunden und ab dem späten Nachmittag sehr dunkel. Die gleiche Situation herrscht auch auf dem Radweg, der gegenüber in der Deggingstraße startet und parallel zur Märkischen Straße verläuft. Auch dort kann man entspannt Fahrrad fahren oder spazieren gehen, aber leider ebenfalls komplett im Dunkeln. Für mich geht es weiter über die Lange Reihe und den Rabensmorgen in Richtung Wambel. Die Straße „Am Rabensmorgen“ ist ebenfalls sehr eng da eine Fahrbahn komplett zum Parken genutzt wird. Nun habe ich die Galopprennbahn und damit den nächsten Fahrradweg erreicht. Zwischen der Bahnstrecke der S4 und der sehr kreativen Graffitiwand, an der man täglich neue Kunstwerke bestaunen kann, geht es Richtung Brackel. Der Weg entlang der S-Bahn ist ebenfalls ein reiner Fuß- und Radweg, aber auch hier fehlt wieder das Licht. Keine einzige Laterne ziert den Weg zwischen Nußbaum- und Rennweg. Es geht weiter an der S-Bahn entlang, der Talweg in Höhe des Parkplatzes des Hauptfriedhofs wird passiert. Die Straße dort gleicht mal wieder einer Kraterlandschaft. Über die Westfälische Straße geht es weiter Richtung Asseln. Im Rücken der großen Tedi- und Rewe-Lager verläuft wieder ein Radweg entlang der S-Bahn. Ich muss es nicht erwähnen, es sollte inzwischen klar sein, was hier fehlt. Da mein Ziel die Sporthalle Asseln am Grüningsweg ist, muss ich auf dem letzten Stück noch über den Asselner Hellweg. Straßenbahn und Parkplätze am Straßenrand sorgen auch hier für eine sehr enge Fahrbahn. Um den Asselner Hellweg zu meiden, fahre ich direkt am Hagedorn auf den Grüningsweg und habe mein Ziel erreicht.

In Richtung Dortmunder Osten gibt es natürlich auch noch zahlreiche alternative Strecken, die ich ebenfalls getestet habe. Ein sehr gutes Urteil kann ich aber auch hier nicht fällen. Die Hannöversche Straße zwischen Klönnestraße und Rüschebrinkstraße hat mehr Unebenheiten als Dortmund Fußballfans. Ebenfalls fehlt dort ein separater Fahrradweg. Ab Rüschebrinkstraße wird es dann etwas besser, da die Straße deutlich breiter wird und in einem besseren Zustand ist. Leider ist auch die Kaiserstraße keine gute Alternative zur Arndtstraße, da dort in Fahrtrichtung Osten ebenfalls der Radweg fehlt. Der Fahrradweg auf der anderen Seite weist nicht nur in Höhe des Supermarktes häufiger mal temporäre Hindernisse auf.

Als Fazit für die von mir häufig genutzten Strecken lässt sich festhalten, dass die Gegebenheiten für Fahrradfahrer/innen alles andere als optimal sind. Es ist gut zu wissen, dass es Planungen zur Verbesserung der Situation gibt, aber diese sollten nun auch zeitnah umgesetzt werden. Die Installation von Laternen an den von mir genannten Wegen würde diese schon um Einiges aufwerten und sicherer machen. Dies ist im Vergleich zu anderen Maßnahmen durchaus schnell umsetzbar. Natürlich kann ich mir kein Urteil über die Situation für Fahrradfahrer/innen im gesamten Stadtgebiet machen, da ich die Gegebenheiten in den südlichen oder westlichen Vororten gar nicht beurteilen kann. Meine Beobachtungen zeigen aber, dass es noch ein sehr langer Weg ist, um das Kopenhagen Westfalens zu werden. Da ich selber schon in Kopenhagen und dort auch mit dem Fahrrad unterwegs war, weiß ich, dass die Infrastruktur für Radler/innen mit der aktuellen Situation in Dortmund nur schwer zu vergleichen ist, denn zwischen beiden Städten liegen bei diesem Thema (noch) Welten.

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Rückblick Tag des offenen Denkmals

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Lisa Behm
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

In Dortmund gibt es viel zu entdecken, vor allem die alten Zechen sind immer wieder einen Besuch wert. Vieles lässt sich dabei wunderbar mit dem Rad erreichen, und in eine längere Tour einbinden. So zum Beispiel die drei Schlösser Route in Dortmund mit den Wasserschlössern Bodelschwingh, Haus Dellwig und Haus Westhusen. Am Tag des offenen Denkmals ging es über Haus Dellwig zur Zeche Zollern. Morgen folgen noch weitere Rad-Ausflugstipps.

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Fahrradfahren tut gut

Geschrieben am 17.09.2020 von Maximilian Roeren
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Nun ist die zweite STADTRADELN-Woche fast vorbei. In dieser Woche war ich etwas weniger auf dem Fahrrad unterwegs als in der ersten Woche – das Auto stand aber auch in dieser Woche komplett still. Weiterhin habe ich alle notwendigen Wege mit dem Fahrrad absolviert. Auf Grund des warmen Spätsommers fällt es mir nicht schwer, jedes Mal das Fahrrad zu nehmen. Schon jetzt kann ich sagen, dass das STADTRADELN-Experiment dafür sorgen wird, dass ich auch in Zukunft mehr Fahrrad fahren werde. Ich merke, dass es zur Gewohnheit wird, das Fahrrad zu nehmen. Dadurch muss ich vorm Verlassen des Hauses nicht mehr mit mir selbst ausmachen, ob ich das Auto oder das Fahrrad wähle. Außerdem tun das Fahrradfahren und die zusätzliche Bewegung mir und meiner Gesundheit gut. Ich merke, dass ich deutlich fitter und vor allem wacher bin. Gerade der Weg morgens zur Arbeit mit dem Fahrrad ist sehr angenehm und sorgt für einen sportlichen Start in den Tag. Es ist gut zu wissen, dass man sich schon vor der Arbeit bewegt hat. Während der Arbeitszeit kommt die Bewegung ja leider etwas zu kurz. Außerdem ist der Arbeitsweg so deutlich entspannter, da man nicht im dichten Berufsverkehr steckt. Dadurch startet der Tag mit deutlich weniger Stress und direkt an der frischen Luft. Darüber hinaus kann man die Zeit auf dem Fahrrad auch sehr gut nutzen, um den Kopf frei zu bekommen – auch das funktioniert im Freien deutlich besser als im Auto. Deswegen kann ich jetzt schon sagen, dass sich das STADTRADELN für mich persönlich und mein Wohlbefinden sehr gelohnt hat.

Neben den positiven Auswirkungen auf mein Wohlbefinden gibt es noch weitere Gründe, die für das Fahrrad sprechen. Auf Grund der sehr angespannten Parkplatzsituation rund um meine Wohnung mitten in der Innenstadt bietet sich das Fahrrad für kurze Wege einfach an, um nicht mehrere Minuten für die erneute Parkplatzsuche verschwenden zu müssen. Der nächste Punkt ist die aktuelle Verkehrssituation in Dortmund. Auf Grund der zahlreichen Baustellen im Stadtzentrum, u.a. Heiliger Weg, dauert die Fahrt mit dem Auto in die und aus der Stadt heraus aktuell deutlich länger als sonst. In den letzten Wochen kamen viele neue Baustellen im Zentrum hinzu. Als Fahrradfahrer/in kann man in den meisten Fällen am Stau vorbeifahren – vorausgesetzt die Straße ist breit genug und es gibt separate Fahrradwege.

Nach den ersten beiden STADTRADELN-Wochen ziehe ich für mich persönlich also ein durchweg positives Fazit. Allerdings sind die Gegebenheiten für Fahrradfahrer/innen in Dortmund leider nicht überall optimal, vor allem im Stadtzentrum gibt es viele Hindernisse. Diese werde ich in den kommenden Tagen genau unter die Lupe nehmen und in meinem letzten Beitrag in der nächsten Woche konkrete Forderungen an die Politik formulieren, um die Situation für Fahrradfahrer/innen in Dortmund zu verbessern. Es gibt ja bereits einige Planungen seitens der Stadt, um die Situation für Fahrradfahrer/innen zu optimieren. Aber reichen diese Maßnahmen aus? In meinen Augen führt eine Verbesserung der Infrastruktur für Fahrradfahrer/innen nämlich auch dazu, dass mehr Bürger/innen das Fahrrad für den Arbeitsweg oder sonstige Erledigungen nutzen. Somit sinkt die Zahl der PKWs in der Stadt, was wiederum positive Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima hat. Die nötigen infrastrukturellen Maßnahmen für Fahrradfahrer/innen sind also der Stein des Anstoßes für eine insgesamt bessere Lebensqualität in Dortmund. Mehr dazu im nächsten Beitrag.

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Stadtradeln um 6 Uhr morgens

Bild Geschrieben am 14.09.2020 von Lisa Behm
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Morgens um 6 Uhr treffen sich ein paar begeisterte Radler zur Frühstücksrunde am Radgebiet. Zweimal war ich nun schon dabei. Das frühe Aufstehen ist zwar meist ein Kampf mit dem inneren Schweinehund, aber die freien Straßen und die schönen Landschaften sind eine tolle Belohnung.

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Meine erste Woche ohne Auto

Geschrieben am 11.09.2020 von Maximilian Roeren
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Meine erste Woche, in der ich kein Auto von innen gesehen habe, ist nun vorbei. Vor zwei Wochen hätte ich nicht gedacht, dass es in naher Zukunft nochmal eine autofreie Woche für mich geben wird. Die letzte Woche ohne Auto muss irgendwann 2007 vor meinem 18. Geburtstag gewesen sein. Die Aktion STADTRADELN hat meinen Ehrgeiz geweckt, sodass ich mich der persönlichen Herausforderung stelle, drei Wochen lang das Auto stehen zu lassen. Alle Wege – egal ob zur Arbeit an der TU Dortmund, zum Handballtraining nach Dortmund-Asseln oder auch zum Supermarkt – absolviere ich nun bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad. Nach den ersten sieben Tage ziehe ich ein positives Fazit. Auch auf Grund des trockenen Wetters fällt es mir aktuell nicht schwer, morgens den Fahrrad- statt den Autoschlüssel zu nehmen. Insgesamt 98 Kilometer habe ich in der ersten Woche mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ich merke, dass die zusätzliche Bewegung mir guttut. Aber nicht nur mir selbst tut es gut, sondern auch dem Klima und es entlastet den sowieso schon dichten Autoverkehr in Dortmund. Bislang habe ich mich hauptsächlich aus zeitlichen Gründen für das Auto und gegen das Fahrrad entschieden. Aber schon nach den ersten Tagen habe ich nun gemerkt, dass das eigentlich ein Trugschluss ist. Auf Grund des starken Verkehrsaufkommens, vor allem zum Arbeitsbeginn und zum Feierabend nachmittags ab 16 Uhr, und der aktuell zahlreichen Baustellen in Dortmund, ist man – je nach Strecke – mit dem Fahrrad teilweise sogar schneller am Ziel als mit dem Auto. Als Fahrradfahrer/in hat man nicht so große Probleme mit Staus, Baustellen und Parkplatzsuche wie Autofahrer/innen. Aber auch für Fahrradfahrer/innen sind die Gegebenheiten in Dortmund nicht überall optimal – und genau darum soll in diesem Beitrag hauptsächlich gehen.

Ich wohne seit über fünf Jahren mitten in der Dortmunder Innenstadt, einen Steinwurf von der Reinoldikirche entfernt. Wir haben zum Glück einen Kellerraum, in dem ich mein Fahrrad sicher und trocken abstellen kann. Wenn ich aber nur mal kurz zu Hause was abholen möchte und eine halbe Stunde später wieder los muss, habe ich schon ein Problem. Wo stelle ich kurz mein Fahrrad ab? Klar, ich könnte es in den Keller bringen, aber für einen kurzen Zwischenstopp ist das ein sehr großer Aufwand. Bei uns in der Straße gibt es keine sicheren Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Damit steht meine Straße in der Innenstadt nicht alleine dar. Mir ist aufgefallen, dass es sehr wenig Fahrradparkplätze direkt im Zentrum gibt. Vereinzelt gibt es Fahrradständer, z.B. am Ende des Ostenhellwegs oder in der Betenstraße. Ich denke, dass viele Personen, die mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, um Erledigungen zu machen, das selbe Problem haben. Ich würde mir mehr sichere und überdachte Fahrradparkplätze in der Innenstadt wünschen. Auch der Weg zur Uni an der B1 entlang offenbart einige Hindernisse für Fahrradfahrer/innen. Wenn man von der Gartenstadt komplett an der B1 entlang bis zur Universität fährt, könnte man teilweise denken, dass man auf einer Mountainbikestrecke unterwegs ist. Die Gehwege, auf denen man fahren muss, da es teilweise keine separaten Fahrradwege gibt, sind sehr uneben und erfordern hohe Aufmerksamkeit und Konzentration. Die vorhandenen Wege sind in keinem guten Zustand und insgesamt ist entlang der B1 auch viel zu wenig Platz für Fahrradfahrer/innen. Ein separater Fahrradweg würde dort vielen Dortmundern/innen sehr helfen.

Wenn man den Weg durchs Kreuzviertel zur Universität wählt, fallen einem ebenfalls die fehlenden Fahrradwege auf. Die Beurhausstraße gleicht gerade zu den Stoßzeiten eher einem Slalomparkour mit Elterntaxen vor der Grundschule, normalen Taxen und Krankenwagen sowie zahlreichen auf der Fahrbahn abgestellten Lieferwagen. Nachdem es dann in der kleinen Beurhausstraße und auf dem kurzen Stück der Lindemannstraße etwas angenehmer ist, biegt man links in die Große Heimstraße ab und steht vor der zweiten Etappe des Slalomparkours. Hier machen Fahrradfahrern/innen vor allem die teilweise in zwei Reihen geparkten Autos große Probleme. Auch in der Großen Heimstraße gibt es keine separaten Fahrradwege. In der Kreuzstraße – vor allem auf Höhe des Schulzentrums – hat man dann wieder die gleichen Probleme wie in der Beurhausstraße mit Schulbussen und Elterntaxen. Wenn man das Schulzentrum an der Kreuzstraße hinter sich gelassen hat, wird die Fahrt deutlich angenehmer. Direkt parallel zur B1 verläuft ein Fahrrad- und Fußgängerweg, der zwar nicht sehr breit ist, aber trotzdem gut zu fahren ist. Der Fahrradweg an der B1 führt direkt bis zur Dorstfelder Allee. Diese bietet optimale Bedingungen für Fahrradfahrer/innen. Auf beiden Seiten gibt es separate Fahrradwege und Ähnliches ist auch auf der Emil-Figge-Straße der Fall.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bedingungen für Fahrradfahrer/innen vor allem direkt im Stadtzentrum und dem Kreuzviertel alles andere als optimal sind. Dort müsste viel mehr Platz für Fahrräder geschaffen werden, sowohl zum Fahren als auch zum Abstellen der Räder. In den etwas ländlicheren Regionen außerhalb des Zentrums ist es für Fahrradfahrer/innen deutlich angenehmer. Zum aktuellen Zeitpunkt sind auch die zahlreichen Baustellen für Fahrradfahrer/innen eine große Belastung, da man häufig absteigen muss, um diese passieren zu können.

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Regnerischer Start

Geschrieben am 05.09.2020 von Lisa Behm
Team: TU Dortmund
Kommune: Dortmund in der Metropole Ruhr

Heute geht es los! Und ich freu mich. Zwar ist das Wetter gerade schlecht, aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
Was zu einem Regenoutfit gehört... eine ordentliche Regenjacke, Regenhose und nicht zu vergessen, die neongelbe Helmhaube. Alles nicht schön, aber wenns dem Regen trotzt und der Sicherheit nützt... immerhin besser als das Fitnessstudio, und zudem härtet es ab.
Also legt eure schicksten Regenklamotten bereit, macht eurer Rad noch mal fit (ein Blick auf Bremsen und Reifenprofil lohnt sich) und los gehts.
Einen frohen Start allen Mitstadtradler/-innen, seid rücksichtsvoll, fahrt vorsichtig und rutscht nicht aus!

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