STADTRADELN-Star Blog: Kreis Nordfriesland


Am letzten Tag

Bild Geschrieben am 19.06.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Ausgerechnet am letzten Tag der drei Wochen unseres Stadtradelns regnet es nun! Aber ich will nicht meckern. Das Wetter war sonst ja fast durchgängig sehr fahrradfreundlich und hat bei mir einiges zur Motivation beigetragen.

Mir hat das dreiwöchige Stadtradeln viel Spaß gemacht. Der gemeinsame freundschaftliche Wettbewerb war doch ein schöner Anreiz, häufiger als sonst in die Pedale zu treten. Umso mehr, als ich in der App zumindest die Ergebnisse der Mitglieder unseres eigenen Teams immer sehen konnte. Das spornte dann doch immer wieder an, schnell noch mal ein paar Kilometer zu fahren. In unserem Team bin ich auf dem 4. Platz gelandet und denke, dass es dabei auch bleiben wird. Ich bin mit meinem Platz sehr zufrieden.

Die zusätzliche Herausforderung, in diesen drei Wochen komplett auf das Auto zu verzichten, war eine spannende Erfahrung. Am Ende der Zeit kann ich sagen, dass ich es als wirkliche Bereicherung empfinde. Zuvor war es für mich das Normale, mit dem Auto dorthin zu fahren, wofür es zu Fuss zu weit war. Fahrradfahren war die Ausnahme. Ich glaube, diese Gewichtung hat sich bei mir in den drei Wochen ohne Auto verschoben. Denn ich habe (wieder) gemerkt, wie unkompliziert und schnell eigentlich alle Ziele der näheren Umgebung mit dem Rad zu erreichen sind. Die zusätzliche frische Luft und Bewegung tun mir ziemlich gut. Das Auto habe ich eigentlich nie wirklich vermisst. Das liegt natürlich auch daran, dass ich in diesen drei Wochen keine weiteren Entfernungen als bis Niebüll fahren musste. Und das allermeiste spielte sich im Dreieck der Kommunen Leck - Achtrup - Stadum ab. Das wird natürlich nicht immer so sein. Ganz auf ein eigenes Auto zu verzichten, kann ich mir daher momentan nicht vorstellen. Aber ich hoffe und glaube, dass es nun sehr viel häufiger zugunsten meines Drahtesels in der Garage bleiben wird.
Um dies zu befördern, habe ich heute beschlossen, dass der Autoschlüssel nicht wieder an mein Schlüsselbund zurückkommt, das ich fast immer in der Hosentasche mit mir herumtrage. Stattdessen hängt er nun neben dem Fahrradschlüssel am Schlüsselbrett, so dass es jedesmal eine gewisse Entscheidung sein wird, welchen Schlüssel ich nehme - den fürs Auto oder den fürs Fahrrad. Die beiden Schlüsselanhänger von Lego habe ich mal zum Geburtstag geschenkt bekommen. Dass Yoda als Vertreter der hellen Seite der Macht, zum Fahrradschlüssel gekommen ist und Darth Vader am Autoschlüssel baumelt, ist für den kindlichen Krieg-der-Sterne-Fan in mir eine kleine Zusatzmotivation, dem Fahrrad den Vorrang zu geben. ;)

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Am Ende der zweiten Woche

Bild Geschrieben am 13.06.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Nach zwei Wochen ohne Auto wird das Experiment für mich allmählich zur Normalität. Der Weg geht inzwischen automatisch zum Fahrradschuppen statt zur Garage. Wenn ich Auswärtstermine habe, packe ich die Sachen ohne noch lange darüber nachzudenken in die Fahrradtasche anstatt in die Aktentasche.
Ab und zu wird schnell noch in der App gepeilt, ob es trocken bleibt. Ein Blick zum Himmel - na, vielleicht stecke ich doch lieber die Regenjacke ein. Und dann geht's los. Ich bin unempfindlicher geworden, was das Wetter angeht. Gegen nicht zu schweren Regen kann man sich ganz gut schützen. Und wenn der Wind mal etwas stärker weht, muss ich eben in den niedrigeren Gängen etwas langsamer fahren. Das geht doch alles ganz gut.

Meine Wege verändern sich durchs Fahrradfahren. Anfangs bin ich dieselben Strecken gefahren, die ich seit Jahren mit dem Auto fahre. Jetzt stelle ich fest, dass sich für das Fahrrad zum Teil andere Strecken besser eignen. Manche Schlaglochpiste, wo ich mit dem Auto einfach drüber weg donner, umfahre ich jetzt lieber.
Da fahre ich lieber ein Stück durch den Augarten als die löcherige Bergstraße in ganzer Länge abzufahren - ein Beispiel.
Wenn ich von Stadum komme und Zeit habe, fahre ich jetzt lieber durch den Wald. Der Fahradweg an der B199 ist zwar gut. Aber dort ist es auch sehr laut. Im Wald hört man die Autos nicht mehr, es ist windgeschützt. Und man hat allerlei zu sehen. Überhaupt sehe ich vom Fahrrad aus viel mehr von meiner Umgebung. Das ist wirklich toll. Und ab und zu halte ich an und genieße die Aussicht.
Ich merke dass ich frischer und im Kopf ausgeruhter an meinen Zielen ankomme.

Jetzt geht es also schon in die dritte und letzte Woche beim Stadtradeln. Ich freue mich, noch einige schöne Runden zu fahren und weiter Kilometer für mein Team und die Kommune zu sammeln. Gewinnen wird unser Team ganz sicher nicht. Alle Achtung, liebe Leute vom MTV! Ihr gebt ja richtig Gas. Heute dürftet Ihr wohl die 10.000 km Marke knacken.
Für mich selbst ist die ganze Aktion in jedem Fall ein großer Gewinn.

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Abendtour

Bild Geschrieben am 08.06.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Bei Lexgaard - kurz vor Sonnanuntergang

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So war meine erste Woche ohne Auto

Geschrieben am 05.06.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Inzwischen haben Spinnen mein Auto als praktische Netzbauhilfe entdeckt. Denn in den vergangenen acht Tagen hat sich mein kleines rotes Gefährt keinen Zentimeter vom Fleck bewegt.
Zu meiner eigenen Überraschung ging das sehr, sehr gut. Alle Termine im Bereich unserer Kirchengemeinde kann ich problemlos mit dem Fahrrad erreichen. Anders als ich befürchtete, dauert es mit dem Fahrrad auch nicht so viel länger als mit dem Auto. Achtrup, Stadum, Klintum - das kann ich mit dem Velo alles locker in annehmbarer Zeit abfahren. Und zum Glück war das Wetter bisher sehr fahrradtauglich. Das motiviert zusätzlich und ich ertappe mich zuweilen tagsüber bei dem Gedanken, ob ich nicht gerade ganz dringend noch was in z.B. Achtrup erledigen müsste - anstatt am Schreibtisch was abzuarbeiten. ;)

Die erste Woche ist schnell herumgegangen und das Fahrrad und ich werden allmählich Freunde.
Die Rundtour R2 von der Lecker Seite https://www.stadtradeln.de/leck habe ich am letzten Wochenende ausprobiert. Eine schöne Runde um den Flugplatz. Klasse! Ich freue mich schon darauf, die anderen Touren auszuprobieren.

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Heute geht's los!

Geschrieben am 30.05.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Besser könnte das Wetter für das Anradeln ja gar nicht sein.
Den Autoschlüssel habe ich in eine Schublade meines Schreibtisches verbannt. Da soll er nun mindestens drei Wochen liegen bleiben. Wie angenehm schlank das Schlüsselbund nun ist!

Vorhin musste ich nach Niebüll zur Bücherstube Leu ein Buch abholen. Die Strecke über Risum ist ja größtenteils recht fahrradfreundlich ausgebaut. Von der Birkstraße ging es auf den Bahnseitenweg. Nur das letzte Stück vor Risum musste ich auf dem Schnapsweg fahren. Ab Risum gibt es dann wieder durchgängig ausgebaute Fahrradwege. Und - wie ich überrascht feststellte - sogar eine Fahrradunterführung an der B5! Keine Ahnung, wie oft ich an der Kreuzung zum Peter-Schmidts-Weg schon mit dem Auto gestanden habe. Aber die Unterführung habe ich heute definitiv das erste Mal gesehen.

Wie schön: Das Radfahren verändert die Wahrnehmung. Anstatt mal schnell nach Niebüll rüberzudonnern, um das Buch zu holen, habe ich mich an der frischen Luft an der schönen Landschaft erfreut. Frühlingsblumen stehen am Wegesrand, Kühe sonnen sich in der Mittagswärme. Über einem Feld kreist ein Rotmilan.

Morgen fahre ich zum Freiluft-Gottesdienst nach Stadum.

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Drei Wochen nur mit dem Fahrrad unterwegs.

Geschrieben am 29.05.2020 von Peter Janke
Team: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Leck
Kommune: Leck im Kreis Nordfriesland

Als Pastor bin ich viel in Leck und Umgebung unterwegs. Oft benutze ich dafür das Auto. Nun bin ich sehr gespannt darauf, wie es in den kommenden drei Wochen ganz ohne Auto gehen wird. Für mich ist diese Herausforderung ein spannender Selbstversuch. Denn ganz ehrlich: In den letzten Jahren bin ich nicht gerade viel Rad gefahren!
Was erwarte ich? In den ersten Tagen wahrscheinlich Muskelkater.
Vor allem erhoffe ich mir aber etwas Entschleunigung im Alltag und mehr Bewegung an der frischen Luft zwischen der ganzen Sitzerei in geschlossenen Räumen. Ich werde unterwegs sicher mehr Menschen treffen, grüßen und auch mal kurz zum Schnack anhalten. Das geht vom Rad aus ja viel besser als im Auto.
Ich hoffe nur, dass das gute Wetter anhält…

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