STADTRADELN-Star Blog: Landkreis Main-Spessart


Kein Star mehr. Trotzdem weiter radeln!

Geschrieben am 01.10.2020 von M. Eder
Team: Grüne MSP and Friends
Kommune: Landkreis Main-Spessart

Meine Zeit als Stadtradeln-Star ist nun vorbei. Bis auf die Tour nach Rothenfels war alles wie immer. Und die war auch erstaunlich unkompliziert.
Wenn ich mir meinen Blog so ansehe, habe ich ziemlich viel gemeckert. Ich wollte die Plattform nutzen, um auf Probleme hinzuweisen. Deswegen muss ich jetzt noch mal betonen: Fahrrad fahren in Karlstadt ist toll! Es gibt kaum steile Berge, es regnet meistens nicht, ganz zu schweigen von Schnee oder Glatteis. Die meisten Ziele sind schnell und einfach zu erreichen. Es gibt schon noch vieles, was man verbessern könnte, aber das sollte niemanden davon abhalten, schon heute aufs Fahrrad umzusteigen. Also Leute: Schwingt euch in den Sattel und tretet in die Pedale! Es gibt viele gute Gründe dafür, Klimaschutz, Gesundheit, Preis, aber am allerwichtigsten ist: es macht Spaß! Oder wie die Prinzen singen: Die Genießer fahren Fahrrad, ...

Teilen: Facebook | Twitter

Es führt über den Main ...

Bild Geschrieben am 20.09.2020 von M. Eder
Team: Grüne MSP and Friends
Kommune: Landkreis Main-Spessart

Von den 4 Brücken, über die ich in Karlstadt häufig radle, ist mir die nach Karlburg am angenehmsten. Hier gibt es einen kombinierten Rad- und Fußweg, der breit genug ist, um Begegnungen und Überholungen auch von Anhängern und Kinderwägen halbwegs bequem zu ermöglichen. Die anderen Brücken über Main und Eisenbahn stellen die Radlerin immer vor die Frage, ob sie sich traut, auf der Straße zu fahren, oder ob sie den Fußgängern den Platz klaut. Auf dem Gehweg darf sie das Fahrrad offiziell nur schieben. Davon wird das Fahrrad aber auch nicht schmaler. Im Gegenteil. Auf einer Brücke nachträglich was zu ändern ist nicht so einfach. Aber falls tatsächlich mal die Brücke nach Mühlbach erneuert wird, hoffe ich, dass von Anfang an für verschiedene Verkahrsteilnehmer geplant wird. Die Brücke nach Karlburg zeigt eine Lösungsmöglichkeit. Aber nicht die einzige.

Teilen: Facebook | Twitter

Letzter Tag Stadtradeln

Bild Geschrieben am 19.09.2020 von Susanne Keller
Team: Stadt Karlstadt
Kommune: Landkreis Main-Spessart

Los ging der Tag mit der Weinlese in Gambach. Auf dem Rückweg habe ich einen Abstecher über die Homburg gemacht und bin durch den Ölgrund zurück nach Hundsbach gefahren. Eine wirklich schöne Strecke, aber mir langt es an körperlichen Aktivitäten für heute auch.

Mein Fazit:
Ich habe in den letzten 21 Tagen
- 829 km mit dem Fahrrad zurückgelegt. Was lt. Website einer Einsparung von 122 kg CO2 entspricht.

  • an körperlicher Fitness zugelegt
  • mich anders ernährt, weil mein Mann eingekauft hat
  • mehr geflucht als üblich, weil vieles nicht so bequem wie sonst war
  • meinen Weg zur Arbeit aus einem anderen Blickwinkel gesehen
  • meine jüngste Tochter mit der Aktion ziemlich genervt
  • mehr Planen müssen
  • festgestellt, dass wir (noch) nicht so fahrradfreundlich sind, wie wir es seien könnten
  • mehr Zeit zum Nachdenken gehabt
  • gelernt Freihändig zu fahren
  • mein Rennrad mal wieder von der Wand geholt
  • Spaß gehabt
  • BildBild

    Teilen: Facebook | Twitter

    Der Haufen

    Bild Geschrieben am 18.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Wenn vom Fahrradfahren in Karlstadt die Rede ist, dann darf der Haufen nicht unerwähnt bleiben. "Der Haufen" ist ein großer Erdhügel an einer Stelle, wo man sich sehr gut einen komfortablen Fuß- und Radweg mit möglichst wenig Steigung zu Gewerbegebiet "Am Hammersteig" (E-Center, BayWa Baumarkt) vorstellen könnte. Der Weg wurde zwar nicht zu Ende gebaut, wird aber trotzdem genutzt. Um das zu verhindern, wurde der Haufen errichtet. Dadurch wird das Fahrradfahren auf der Strecke etwas BMX-mäßig. Mit dem Lastenrad ein besonderes Erlebnis.
    Und warum wurde der Weg nicht weiter gebaut? Manche sagen, es sei schwierig, weil später eine Straße gequert werden muss. Und so nahe an der Einmündung in die Bundesstraße sei es nicht einfach möglich, einen Fußgängerüberweg zu bauen. Da mag was dran sein. Es ist aber sicher nicht unmöglich. Ich habe eher den Eindruck, dass es sich hier einige an der Planung Beteiligte nicht vorstellen konnten, dass dieser Weg viel genutzt würde. Zum Baumarkt ohne Auto, wer macht denn so was? Da kann man ja dann garnichts einkaufen! Offensichtlich gibt es Leute, die sowas machen, sonst wäre der Weg nicht so ausgetreten.

    Bild

    Teilen: Facebook | Twitter

    Wer bekommt die Plätze in der ersten Reihe? Nutzung des öffentlich Raums in Karlstadt

    Bild Geschrieben am 18.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    In der Verkehrspolitik geht es viel um die Verteilung des öffentlichen Raums. Wie breit sind die Straßen, wie breit die Gehwege, wird der Platz für den Radweg den Autos oder den Fußgängern weggenommen etc. Sehr viel öffentlicher Raum wird von parkenden Autos in Anspruch genommen. Das ist in allen Städten so, in Karlstadt wird das ganze aber noch auf die Spitze getrieben: hier werden einige der schönsten Quadratmeter für parkende Autos reserviert. Zwischen Main und historischer Stadtmauer, zwischen Entenbucht und Main-Mäuerle stehen die Autos und genießen den Blick auf den Schlossberg mit Karlsburg. Und zwar auf der ganzen Breite. Für einen Weg für Fußgänger und Radfahrer ist hier kein Platz. Die dürfen sich zwischen den ein- und ausparkenden Autos durchschlängeln.

    Bild

    Teilen: Facebook | Twitter

    Der Herbst ist nah: es werde Licht!

    Geschrieben am 17.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Wenn ich morgens um dreiviertel sieben zum Bahnhof radle, ist es noch dämmrig. Jetzt stellt sich die Frage, ob an allen Fahrrädern die Lichter funktionieren. An meinem Bahnhofsfahrrad muss ich ein Kabel zum Rücklicht wieder befestigen. Dann funktioniert das Licht bei trockenem Wetter ausreichend gut. Bei Regen (Die alte Regel von Karlstadter Gartenbesitzern: "In Karlstadt regnet es eh nicht!" stimmt meistens, aber nicht immer!) rutscht der alte Seitenläuferdynamo am Reifen manchmal ab, und das Licht geht nicht oder leuchtet nur sehr schwach. Da ist ein Nabendynamo dann deutlich besser. Auf meinen üblichen täglichen Wegen gibt es überall Straßenlaternen. Hier ist die Fahrradbeleuchtung wichtig, damit ich gesehen werde. Dafür genügen auch die alten Lichter mit den kleinen Glühbirnen, wenn sie nur funktionieren. Als ich noch in Stuttgart gewohnt habe, ging mein Weg zur Arbeit über unbeleuchtete Waldwege. Dafür habe ich mir dann mal ein stärkeres Vorderlicht gekauft, um Stöcke, Schlaglöcher und geschlossene Schranken rechtzeitig zu sehen

    Teilen: Facebook | Twitter

    Viele Wege führen nach Adelsberg (schlecht fahrbar sind davon alle)

    Bild Geschrieben am 16.09.2020 von Jen Weidle
    Team: Bund Naturschutz MSP
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Ich fahre normalerweise jeden Tag Rad. 365 Tage im Jahr.
    Meine homebase liegt abseits von Radwegen, mitten im Ort, auf halber Höhe an einem steilen Berg.
    Für die meisten Strecken, z.B. für Besorgungen wie Bücher aus der Stadtbücherei fahre ich nach Gemünden.
    Das heißt ich stample neben den Einkäufen in Packtaschen - wo schonmal locker 10 kg zusammenkommen noch den Hänger mit 13kg plus Töchterchen mit 12kg, plus Wasser und Kleinkram 5kg..... Manchmal will auch der Dackel mit. (Der wiegt 6 kg, wenn er sich nicht am Hundefutter selbst bedient hat, manchmal aber auch mal 7,5kg wenn die Tür zur Speisekammer offen war).
    Die Möglichkeiten nach Hause zu kommen habe ich mal unter die Lupe genommen.

    Möglichkeit 1: Die Adrenalinstrecke mit Hänger) Mainradweg bis Wernfeld, bis hier alles gut. Dann durch die Rad-Unterführung (ein Sicherheitsluxus, den ich sehr zu schätzen weiß) auf die B26. Nicht mehr toll. Viele LKWs und eine verengte Fahrbahn im Bereich der Bahnbrücke kurz vor dem Abzweig nach Adelsberg. Hier halte ich regelmäßig die Luft an, wenn ich von Autos kurz vor der nicht einsehbaren Kurve, auf der Brücke mit verengter Fahrbahn, mit (absolut und vollkommen theoretischer) Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h überholt werde und der Gegenverkehr (gerne ein großer LKW) dann bremsen muss um mit dem mich üebrholenden Auto nicht zu kollidieren (passiert so jeden 3. Tag). Auf dem Bürgersteig fahren ist hier nicht möglich, der ist a zu eng, b oft mit Mülltonnen zugeparkt, c komme ich mit dem Hänger nicht mehr auf die Strasse ohne dass mein Kind eine Gehirnerschütterung bekommt, da der Absatz zur Fahrbahn gefühlte 35cm hoch ist. Danach ist mein Adrenalinpegel meist so hoch, dass ich problemlos den steilen Berg nach Hause komme.
    Dass in Adelsberg übrigens im GESAMTEN ORT (!!!!) RECHTS-VOR-LINKS ist und 30er Zone bemerke wohl nur ich alleine. Die Autofahrer:innen übersehen die Schilder immer. Wohl zu schnell unterwegs...

    Möglichkeit 2: Die Adrenalinstrecke ohne Hänger) Von Gemünden über die B27 oben Adelsberg rein. Das mache ich aber nur ohne Hänger und Kind, ergo nicht so oft. Viel zu gefährlich. Ich bin zwar nur 7 Minuten auf der Bundesstrasse, aber das reicht alleine schon. Danach muss ich es nur von oben durch Adelsberg schaffen ohne dass ich auf einer Motorhaube lande. Wieder das rechts-vor-links-Problemchen...

    Möglichkeit 3 : Offroad, auch nur ohne Hänger) Vom Ende Gemündens (Rewe/Aldi) den Fußweg (schmal und oft voll Müll und Scherben, aber geht) hoch, dann die Serpentinen weiter (gut, muss man halt schieben), dann über die Treppe tragen, oder auf der Wiese fahren (sehr steil), dann vorbei an den Mülltonnen, die Treppe runter auf den MainWANDERweg. Steil, geröllig, felsig, manchmal überflutet und naja, eigentlich ja für Zwei- und Vierbeiner ohne Rad gedacht. Das ist tatsächlich der entspannteste Weg. Denn dann kommt kein einziges rechts-vor-links mehr.


    Möglichkeit 4: Der Umweg) Mainradweg bis Wernfeld, dann durch die Unterführung auf den Wernradweg bis Sachsenheim. Dort den Berg hoch (der ist noch steiler als der direkte Adelsberger Weg) und parallel zum Wernradweg auf Schotter wieder alles zurück bis Adelsberg. Hier ist allerdings oft Autoverkehr, da die Fahrer:innen keine Lust auf den Umweg über Wernfeld haben um nach Sachsenheim zu kommen. Sind natürlich alles landwirtschaftfliche Fahrzeuge, denn nur die sind hier erlaubt. In Adelsberg angekommen, kommt dann allerdings wieder ein rechts-vor-links (ich komme von rechts).

    Man könnte nun noch das Saaletal hinter fahren um über Seifriedsburg von oben nach Adelsberg zu fahren, aber das wäre dann wirklich etwas weit hergeholt ;-)

    Ich hoffe, Euer täglicher Weg und die Erreichbarkeit Eures Heimes ist besser als bei mir. Wobei das natürlich Jammern auf hohem Niveau ist. Wo sonst gibt es so viele gut vernetzte Radwege auf dem Land? Wir sind da ja eigentlich schon ganz gut dran :-)

    P.S. die leeren Bierflaschen auf dem Foto habe ich nicht aus lauter Frust getrunken! Die standen wirklich rein zufällig dort und stehen vermutlich immer noch.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Schafe in Wernfeld und Fahrräder im Zug

    Bild Geschrieben am 16.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Am Samstag haben die Kinder und ich einen kleinen Ausflug zu viert gemacht. Ein beliebtes Ausflugsziel bei uns sind Schafe in Wernfeld. In Wernfeld und Adelsberg gibt es mindestens 3 Schäfereien, da kommt es öfter vor, dass eine der Herden in der Nähe des Radwegs grast. Diesmal waren wir mal nicht mit dem Lastenrad unterwegs, schließlich können 2 meiner Kinder auch schon sehr gut Fahrrad fahren. Allerdings ist die Reichweite begrenzt, wenn ein Vierjähriger auf einem 12-Zoll-Fahrrad unterwegs ist. Dafür kann man die Fahrräder dann im Zug mitnehmen. Mit dem Lastenrad haben wir das noch nie probiert. Das Problem ist hier allerdings weniger der Zug als die Treppe in Karlstadt am Bahnhof. Diese Treppe habe ich also unsere 3 Fahrräder raufgetragen. Oben dann Fahrkarten kaufen: mein Fahrrad und ich brauchen eine Fahrkarte, die Kinder und ihre Fahrräder nicht. Fahrräder bis 20 Zoll brauchen im Nahverkehr keine Fahrkarte.
    In Wernfeld gibt es eine Rampe, hier muss man keine Fahrräder schleppen. Zu den Schafen war's nicht weit. Meine Große und ich wollten dann eigentlich noch durch's Werntal zur Ringelbachschlucht. Der Vierjährige hat allerdings kurz vor Sachsenheim gestreikt, so dass wir dann nach einer Pause unter schönen Apfelbäumen zurück nach Wernfeld gefahren sind. Der Jüngste hat derweil im Kindersitz geschlafen. In Wernfeld waren wir dann noch auf dem Spielplatz und haben uns dann an der Tankstelle (Stadtradeln-Star an der Tankstelle! Skandal!) noch Eis und Kaffee gekauft. Auf dem Rückweg hat uns in Karlstadt ein netter Mensch geholfen, die Fahrräder runter zu tragen. Vielen Dank! Das ist echt ein Vorteil an der Karlstadter Unterführung: Der Bahnhof ist alles andere als barrierefrei, aber dadurch, dass in der Unterführung so viel los ist, findet man immer jemanden, der hilft. Und es geht noch schlimmer: in Retzbach und Gemünden hat man zu Stadt hin dann auch keine Rampe, sondern muss wieder eine Treppe rauf. In Sachen Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr gibt's im Landkreis noch einiges zu tun.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Verschiedene Fahrräder

    Bild Geschrieben am 11.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Gestern hab ich meine Mit-Stars Jen und Susanne endlich mal persönlich kennengelernt. Und da wir natürlich alle angeradelt kamen, auch deren Fahrräder. Die sind ziemlich verschieden, aber jede von uns hat für ihre Strecken und Nutzungen eine ziemlich gute Lösung. Susanne fährt weite Strecken außerorts alleine ohne Gepäck zur Arbeit und zu beruflichen Terminen: Sie hat ein sportliches E-Bike, ohne Gepäckträger. Jen fährt auch oft weit außerorts, aber vor allem ständig den Berg nach Adelsberg hoch, mit einem Kind und Einkäufen: sie hat ein Mountainbike mit extragroßer Übersetzung, Fahrradtaschen und Anhänger. Ich fahre im Alltag nur innerorts, fast ohne Steigungen, mit drei Kindern und /oder Einkäufen: mein Lastenrad bietet viel Platz für Kinder etc, ist aber sehr schwer und hat nur 8 Gänge. Eine Steigerung davon durften wir vor 2 Wochen bei meinem Bruder und seiner Familie in Berlin ausprobieren: Die haben ein Lasten-Dreirad. Das bietet noch mehr Platz und ist vermutlich auch nicht unbedingt geeignet, um Bergetappen der Tour de France zu fahren.
    Was heißt das jetzt? Im Vergleich mit Hundsbach und Adelsberg ist Karlstadt fast schon so urban wie Berlin?
    :-)
    Aber ich habe ja noch andere Fahrräder. Zum Beispiel das, mit dem ich in Karlstadt zum Bahnhof fahre. Da schalte ich meistens lieber gar nicht, weil nur der vierte Gang zuverlässig funktioniert, aber das ist auf den Strecken, die ich damit zurücklege, auch nicht wirklich nötig. Und dafür hat es nur 35 € gekostet. Das ist nämlich eigentlich ein Vorteil des Radfahrens: Dass man für sehr wenig Geld ein funktionierendes Fahrzeug bekommen kann. Mit etwas Glück sogar mit Gangschaltung. Billiger geht's nur zu Fuß. Und deswegen ist die Verkehrswende hin zu mehr Fahrrad- und vor allem auch Fußgängerfreundlichkeit nicht nur ein umweltpolitisches, sondern auch ein sozialpolitisches Anliegen. Das Umweltbundesamt hat hierzu ein Positionspapier veröffentlicht:
    https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-verkehrspolitik-benachteiligt-menschen

    Teilen: Facebook | Twitter

    Terroir f – Vogellehrpfad – Historischer Kreuzweg

    Bild Geschrieben am 11.09.2020 von Susanne Keller
    Team: Stadt Karlstadt
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Ich war am Sonntag am terroir f in Stetten- und ich empfehle allen, die noch nicht da waren unbedingt vorbeizuschauen. Es ist ein magischer Ort, eingebettet in die Weinlandschaft mit Blick auf den Main. Ein Ort, der einfach zum Verweilen einlädt.
    Die letzten Wochenenden gab es für Radfahrer oder Wanderer unweit vom terroir f ein "Fränkisches Gedeck" - also eine Bratwurst und eine Flasche Wein. Das war natürlich die perfekte Kombination. An diesem Sonntag präsentierte unsere Landrätin ihren neuen Secco und ich durfte gemeinsam mit unserem Bürgermeister die Begrüßung übernehmen.
    Eine weitere Besonderheit dieses terroir f ist die große Vielfalt der Pflanzen und Tiere der fränkischen Trockenrasen. Deshalb "schwebt" die Aussichtsplattform auch über dem Boden, damit diese Artenvielfalt geschützt wird.
    Ich bin an diesem Sonntag von Hundsbach kommend über Eußenheim nach Stetten gefahren. Auf dem Rückweg hatte ich noch etwas Zeit und habe mir den Vogellehrpfad und den historischen Kreuzweg angeschaut. Das sind wirkliche Schätze, die wir hier in Karlstadt haben, die besonders durch das Engagement einzelner Bürger (noch oder wieder) gut erhalten sind.

    Bild

    Teilen: Facebook | Twitter

    Endlich mal eine Herausforderung! Ein E-Bike und die Fische in Rothenfels

    Bild Geschrieben am 10.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Anfangs war das Dasein als Stadtradeln-Star für mich überhaupt nichts besonderes. (Bis auf das Blog schreiben, das hatte ich vorher noch nie gemacht.) Aber es gab keine Strecke, die ich sonst mit dem Auto gefahren wäre. Am Mittwoch letzter Woche bekam ich dann aber bei der Arbeit eine Einladung zu einer Veranstaltung an der Staustufe Rothenfels am 08.09. Meine Kollegen sind von Aschaffenburg mit dem Dienstwagen gefahren. Das kam für mich nicht in Frage. Teilnehmen wollte ich aber. Von Karlstadt zur Staustufe Rothenfels sind es, je nachdem wie man fährt, etwa 20 km und etwas über 200 Höhenmeter rauf und wieder runter. Das ist natürlich eine schöne Fahrradtour, ich wollte an dem Tag aber auch noch am Schreibtisch arbeiten. Ich habe verschieden Möglichkeiten geprüft: wenn man das Fahrrad erst mit dem Zug mit nach Lohr nimmt, spart man sich den Berg, aber es sind immer noch 15 km, da ist nicht viel gewonnen. Erstaunlich gut wäre ich auch mit Bus & Fuß hingekommen: Der Bus von Karlstadt nach Marktheidenfeld hält in Zimmern am Sägewerk, von dort zur Staustufe sind es zu Fuß 17 min. Aber diese Aktion hier heißt schließlich "Stadtradeln" und nicht "Die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Lande". Außerdem wusste ich nicht, wann die Veranstaltung zu Ende ist, und hätte eventuell abends fast eine Stunde auf den Bus warten müssen. Also habe ich mir auch mal ein E-Bike geliehen (Vielen Dank, liebe Familie Kaufmann!) und bin motorisiert gefahren. Es war meine erste Tour mit einem E-Bike. Bergauf ist man natürlich viiiel schneller. Und es geht bergauf, wenn man von Laudenbach nach Stadelhofen fährt! In der Ebene ist es eher das, was meine Star-Kollegin Jen auch schon bemerkt hat: Ohne Kind(er) und ohne Gepäck und mit einem guten Fahrrad geht es erstaunlich leicht! Da hilft dann der E-Bike - Motor oft nicht viel, der hat sich bei 25 km/h nämlich schon abgeschaltet.
    Und worum ging es eigentlich bei meiner Veranstaltung an der Staustufe in Rothenfels? Um die biologische Funktionskontrolle von Fischaufstiegsanlagen an Bundeswasserstraßen. Die Untersuchung an der Fischaufstiegsanlage in Rothenfels ist noch nicht abgeschlossen, aber es schwimmen auf jeden Fall Fische durch.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Technikkram: USB-Buchse am Analog-Rad

    Bild Geschrieben am 10.09.2020 von Jen Weidle
    Team: Bund Naturschutz MSP
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Die motorisierten Räder haben vermutlich alle eine USB-Buchse (oder mehrere?) um Smartphone und co aufzuladen.

    Mein MTB zählt mittlerweile über 20 Lenze und hat diese Möglichkeit von Haus aus noch nicht. 2016 habe ich mein MTB zum Alltagsrad umrüsten lassen. Und mein Auto abgeschafft. Zu der Umrüstung zählt u.a. ein Nabendynamo als Stromerzeuger.

    Mich störte lange Zeit, dass ich tagsüber Strom erstrample, aber kein Licht benötige.
    Eine schicke Lösung ist hier ein kleines Gerät, was selbst ich als Laie richtig anlöten konnte.

    Es stellt sozusagen eine Weiche dar. Entweder fließt der Strom in die USB-Buchse, die ich dann zum Laden von Smartphone, Stirnlampe oder Powerbank nutze. Oder Strom für's Licht.

    Ein sinnvoller und günstiger Umbau finde ich.

    Frohes Radeln weiterhin,
    Jen

    Teilen: Facebook | Twitter

    Ob die Schuhe das Stadtradeln durchhalten werden?

    Bild Geschrieben am 09.09.2020 von Jen Weidle
    Team: Bund Naturschutz MSP
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Ich bin diese Woche Rad gefahren. Nicht irgendein Rad, sondern mein altes Rennrad - mit tollem, neuen MTB Lenker (Danke für den Umbau). Und zwar alleine - ohne Kind und Anhänger.

    Das ist was Besonderes. Normalerweise fahre ich mit meiner Tochter (3), die im Kinderanhänger sitzt. Und - wegen der kleinen Gänge und meinem 16% Hausberg, den ich jeden Tag mindestens 2x hochstrampeln muss - mit dem MTB. Analog und ohne "E".

    Mit dem Rennrad war da nun mal wieder ein ganz neues Gefühl: Leichtigkeit und Freiheit und ein Jauchzen im Herzen.
    Zumindest die halbe Strecke bis ich dann mit 15 kg Einkauf in den Packtaschen wieder an meinen Berg kam. Und Ausnahmsweise mal die Bundesstraße gefahren bin.

    Die Stimmung auf der Straße gegenüber Radler:innen empfinde ich derweil als angenehm.
    Die Autos, und vor allem die LKW, halten genügend Abstand und auch das Fahren zu zweit nebeneinander ist seit Neuerung der STVO am 28. April diesen Jahres nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern wird nach meiner Erfahrung auch von den Autofahrer:innen abzeptiert.

    Nach Auspacken der Einkäufe daheim: Rad wechseln und Töchterlein vom Kindergarten abholen. Den probiert sie seit ein paar Tagen aus, was mir überhaupt erst die Möglichkeit eröffnet mal wieder Rennrad zu fahren. Schön :)

    Ein kleiner Wehrmutstropfen diese Woche: Meine Klick-Pedal Sandalen fallen buchstäblich auseinander. Nach nur zwei Jahren. Nicht die gewohnte Shimano-Qualität leider :-/
    Ich bin gespannt ob sie das Stadtradeln noch überstehen und habe mir fest vorgenommen die Sohleplatte irgendwie wieder zu neuem Leben zu erwecken und irgendwie weiterzufahren - ein:e Schuhmacher:in kann da bestimmt was machen.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Viele kurze Wege

    Geschrieben am 08.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Viele meiner Fahrten sind sehr kurz.
    Nächsten Supermarkt: 270 m
    Nächster Bäcker: 400 m
    Wochenmarkt am Donnerstag Vormittag: 550 m
    Obst- und Gemüseladen: 715 m
    Milch holen auf dem Bauernhof: 700 m
    Bahnhof: 600 m
    Stadtbücherei: 715 m
    Musikschule: 950 m
    Kindergarten: 1,3 km
    Vermutlich werde ich der Stadtradeln-Star mit den wenigsten Kilometern. Dass ich die Strecken überhaupt mit dem Fahrrad fahre, liegt daran, dass ich so faul bin. Wenn ich mich mal sportlich betätigen will, gehe ich zu Fuß.
    Die "Stadt der kurzen Wege" ist ein städteplanerisches Leitbild (https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_der_kurzen_Wege). Ist Karlstadt eine Stadt der kurzen Wege? Was für meine Wohnlage gilt, gilt nicht für die ganze Stadt. Nicht nur in den Ortsteilen, auch an anderen Stellen der Kernstadt kann das schon ganz anders aussehen.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Mein Fazit nach einer Woche ohne Auto

    Bild Geschrieben am 06.09.2020 von Susanne Keller
    Team: Stadt Karlstadt
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Die Stille am Morgen – der Bach im Nebel – ein Reh, dass wahrscheinlich genauso überrascht war wie ich – die Spinnenweben im Morgentau, dass alles gehört sicher zu meinen Top-Momenten in dieser Woche. Aber auch die Menschen die man unterwegs trifft, die anderen Radfahrer die meistens fröhlich und gut gelaunt Grüßen, oder den Einen oder Anderen Bekannten der zu Fuß unterwegs ist machen Spaß und motivieren mich wieder auf das Rad zu steigen.
    Herausfordernd waren der Wocheneinkauf, meine Frisur und das fehlende Mama-Taxi.
    Den Einkauf hat dankenswerteweiße mein Mann übernommen, denn alles was wir als 4-köpfige Familie so benötigen, hätte unmöglich in meinen Fahrradrucksack gepasst. Alternativ hätte ich vielleicht jeden Tag etwas einkaufen können – aber dazu fehlte mir dann wiederum die Zeit. Das werde ich auch weiterhin (nach dem Stadtradeln) einmal die Woche mit dem Auto machen.
    Auf meine nicht vorhandene Frisur möchte ich jetzt gar nicht eingehen – aber dass ich als Mama meine Kinder nicht zu Freunden fahren kann hat zu Protest bei uns im Haus geführt. Aber auch das konnten wir lösen.

    Auf in die zweite Woche ….

    Teilen: Facebook | Twitter

    Die Unterführung

    Bild Geschrieben am 04.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Die Karlstadter Unterführung begrüßt Radler*innen seit einigen Wochen mit neuen Willkommensgrüßen. "Muss ich mein Fahrrad jetzt tragen, oder darf ich es noch durchschieben?" wurde im Bekanntenkreis gefragt. Ich hatte spontan den Eindruck, dass Fahrräder in der Unterführung seit neuestem insgesamt strengstens verboten sind, egal ob fahrend, stehend, liegend, getragen oder geschoben. Dann ist mir aber das unterste Schild aufgefallen. Wenn offizielle Fahrradweg da durch geht, dürfen Fahrräder durch. Wenn die Radlerin es schafft. "Kommst du mit dem Ding durch die Unterführung?" werde ich manchmal gefragt, wenn ich mit dem Lastenrad unterwegs bin. Ja, es geht. Wenn man im richtigen Winkel kommt, sind die Absperrungen kein Problem. Aber wenn drei Kinder drin sitzen, ist das hoch schieben seeehr schwer. Heute wollte ich gerade meine Älteste überzeugen, auszusteigen und nach oben zu laufen, da stellt ein Herr hinter uns sein Fahrrad ans Geländer und hilft schieben. Vielen Dank!

    Teilen: Facebook | Twitter

    Zum Kindergarten: Fußgänger und Fahrradfahrer haben's nicht so weit

    Bild Geschrieben am 03.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Wenn ich meine Kinder mit dem Fahrrad in den Kindergarten bringe, kann ich dafür 2,6 km (je 1,3 km hin und zurück) eintragen. Die Stadtradeln-Seite rechnet mir dann aus, wie viel CO2 und ich gespart habe, weil ich diese 2,6 km nicht mit dem Auto gefahren bin. Das passt nicht ganz zusammen: Wenn ich meine Kinder mit dem Auto zum Kindergarten fahren würde, wäre der Hinweg nicht 1,3 km, sondern 2,8 km lang! Im Vergleich zum Auto fahren spare ich also noch viel mehr.
    Die rechte Karte auf dem Bild zeigt die Fahrrad-Strecke, die linke Karte die Auto-Strecke.

    Teilen: Facebook | Twitter

    Mein Weg zur Arbeit:

    Bild Geschrieben am 02.09.2020 von M. Eder
    Team: Grüne MSP and Friends
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Mit meinem Karlstadter Bahnhofs-Fahrrad fahre ich in Karlstadt zum Bahnhof (600 m, davon wird mein km-Buch nicht fett!), dann mit dem Zug nach Aschaffenburg und dort mit meinem Aschaffenburger Fahrrad zum Wasserstraßen-Neubau-Amt (immerhin 2,7 km).

    Sowohl in Karlstadt als auch in Aschaffenburg gibt es am Bahnhof überdachte Fahrrad-Abstellplätze. In Aschaffenburg sind sie von 2020, in Karlstadt, hm, vielleicht von 1970? Naja, auch die Abstell-Anlage in Karlstadt wird genutzt. Es stehen auf jeden Fall Fahrräder da, auch wenn mein Fahrrad das Einzige ist, dass mit dem Vorderrad im Fahrradständer steht. Es ist etwas wackelig, aber es geht. Vielleicht hat es damit zu tun, dass mein Fahrrad ein ähnliches Baujahr hat wie der Fahrradständer.

    BildBild

    Teilen: Facebook | Twitter

    Tag 1 und gleich eine Radtour

    Bild Geschrieben am 31.08.2020 von Susanne Keller
    Team: Stadt Karlstadt
    Kommune: Landkreis Main-Spessart

    Hallo – mein Name ist Susanne Keller und ich bin das erste Mal beim Stadtradeln dabei.
    21 Tage ganz ohne Auto – ich bin gespannt.
    Denn ich wohne in Hundsbach und in meinem Terminkalender stehen neben meinen täglichen Fahrten nach Karlstadt auf die Arbeit, für diesen Zeitraum Termine in Lohr, Gemünden und Veitshöchheim an.
    Zuerst möchte und muss ich mich bei Volker Rosenberger bedanken, der mir ein E-Bike für die Aktion zu Verfügung stellt. Ich habe bis jetzt ein Rennrad und ein Mountain Bike bei Volker gekauft aber ein E-Bike habe ich (bis jetzt) noch nicht. Aber das kann sich ändern.
    Für den ersten Tag, also zum Start der Aktion, habe ich meinen Mann „überredet“ mit mir eine Radtour durch Main-Spessart zu machen.
    Und abgemacht ist abgemacht – denn leider war die Wettervorhersage nicht so prickelnd und wir packten vorsichthalber noch die Regenjacken ein. (Ein Regenkombi wäre sinnvoller gewesen)
    Wir starteten nach dem Mittagessen in Hundsbach und radelten genüsslich und noch trocken nach Gemünden. Dann kam der Regen – und der begleitete uns dann nach Lohr, Marktheidenfeld, Karlstadt und auch wieder zurück nach Hundsbach. 90 Kilometer später – sind wir nicht nur glücklich und erschöpft sondern auch komplett nass zu Hause angekommen.

    Teilen: Facebook | Twitter