STADTRADELN-Star Blog: Kiel


Der Fahrradabgeordnete auf Reisen

Bild Geschrieben am 26.09.2019 von Mathias Stein
Team: SPD Kiel
Kommune: Kiel

Die zweite Stadtradeln-Woche war „sitzungsfrei“: Der Bundestag hat nicht getagt und ich war viel unterwegs, natürlich nur mit Bahn und Fahrrad. Je nach Gelegenheit kamen auch mein kleines rotes Klapprad oder mein großes rotes Lastenrad (bisweilen gar als „Fahrrad-SUV“ bezeichnet) zum Einsatz.

Als Kieler Abgeordneter bin ich Teil der SPD-Landesgruppe Schleswig-Holstein und hatte letzte Woche Montag einen Termin in Nordfriesland. Mit dem Zug nach Husum und von dort mit dem Rad weiter nach Bredstedt – kein Problem. Unterwegs bin ich auf eine Mitfahrbank gestoßen: Bei solchen Gelegenheiten wird mir immer wieder bewusst, wie wichtig es ist, dass wir für unterschiedliche Regionen individuelle Lösungen finden, damit die Verkehrswende gelingt.

Bestätigt wurde dieser Eindruck am nächsten Tag, als ich in Hamburg unterwegs war. Trotz Schmuddelwetter habe ich auf die U-Bahn verzichtet und mich mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht: vom Bahnhof durch den alten Elbtunnel zum Terminal Altenwerder und zum Kohlekraftwerk Moorburg.

Am Mittwoch ging es mit Bahn und Bike nach Frankfurt. Dort war ich auf der IAA: nicht zum Demonstrieren, sondern habe die Messe besucht. Vor dem IAA-Besuch ist mir die Kette rausgesprungen – Sollte mir das zu denken geben? Zu meinem Erstaunen habe ich auf der Messe unter den vielen Autos übrigens auch ein paar Fahrräder entdeckt.

Zurück in Kiel hatte ich einen spannenden Termin bei German Naval Yards und konnte vom Kran aus den Blick über Kiel genießen. Am Freitag war ich bei der Aktion zum Internationalen Park(ing) Day dabei: An diesem Aktionstag machen die Menschen in den Städten überall auf der Welt durch Umwidmung von Parkplätzen darauf aufmerksam, wie viel wertwollen Platz der ruhende Verkehr derzeit einnimmt. Zusammen mit Aktivist*innen u.a. vom ADFC, vom VCD, Greenpeace, vom BUND und von Tram für Kiel habe ich es mir auf den Parkplätzen rund um den Arndtplatz gemütlich gemacht.

Ich habe meine Aktion dieses Jahr unter das Motto „Mehr Lastenräder, weniger Autos: Mehr Platz für alle!“ gestellt. Ich wollte die Vorteile gegenüber dem Auto ganz praktisch zeigen: Alles, was wir für einen schönen Nachmittag auf unserem Parkplatz brauchten, haben wir ins Lastenrad bekommen: vier Klappstühle, einen Kunstrasenteppich, Getränke und für die Kinder ein kleines Glücksrad sowie Süßigkeiten und ein paar Preise. Wir haben unser Lastenrad auf dem PKW-Stellplatz abgestellt und hatten immer noch Platz um es uns dort einzurichten!

Am Samstag bin ich nach Neumünster geradelt, um bei der Regionalkonferenz für den SPD-Parteivorsitz dabei zu sein. Die Bahnanbindung ist zwar gut und ich wäre vom Bahnhof zu Fuß schnell am Zielort gewesen. Aber die Fahrradtour und die Möglichkeit ordentlich Kilometer zu sammeln, wollte ich mir nicht entgehen lassen!

Am Sonntag habe ich zur Einstimmung auf den Stadtradeln-Endspurt zur Fahrradtour durch Kiel eingeladen. Mit meinen Mitradler*innen bin ich über die wunderbare Veloroute 10 zum Holsteinstadion gefahren und dann am Kanal entlang. Unser Weg führte uns zum Klimacamp an der (letzte Woche noch autofreien) Kiellinie. Dort haben wir unseren Oberbürgermeister Ulf Kämpfer getroffen, ebenfalls fahrradbegeistert und im Einsatz für die Verkehrswende!

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Mit Regen und Rückenwind

Bild Geschrieben am 16.09.2019 von Mathias Stein
Team: SPD Kiel
Kommune: Kiel

Der erste Tag als Stadtradeln-Star begann in Kiel noch trocken. Morgens machte ich mich auf den Weg nach Berlin: Ich habe mich die Bergstraße herunterrollen lassen und bin ein paar hundert Meter bis zum Bahnhof in die Pedale getreten. Mein Kieler Fahrrad verstaute ich noch schnell im UMSTEIGER. Mit dem Zug ging’s dann in die Hauptstadt, wo in dieser Woche Sitzungen im Deutschen Bundestag stattfanden.
In Berlin wartete schon mein rotes Klappfahrrad auf mich. Leider begrüßte mich auch ein kräftiger Regen, auf den ich nicht vorbereitet war. Aber so schnell lasse ich mich natürlich nicht unterkriegen: Schnell kaufte ich mir einen Regenumhang. Ab ging’s aufs Fahrrad und von Termin zu Termin: von meinem Bundestagsbüro ins Verkehrsministerium und zur Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion. Der Abend hat sich fürs Stadtradeln noch mal gelohnt: Über sieben Kilometer fuhr ich zum Fest des „Vorwärts“ - der traditionsreichen sozialdemokratischen Zeitung. Die etwas abenteuerliche Fahrt über den Park am Gleisdreieck ließ mich das ungemütliche Wetter vergessen. Am Ende des Tages sah ich auf der Stadtradeln-App, dass ich 24,4 km erradelt hatte. Ein guter Anfang!
Bis Donnerstag schien in Berlin die Sonne und das Radeln machte richtig Spaß. Die meisten Termine fanden entweder in den Gebäuden des Bundestages statt oder waren weniger als zwei Kilometer entfernt. Das ist die ideale Distanz, um schneller als jedes Auto der Fahrbereitschaft für Abgeordnete oder jede Dienstlimousine zu sein.
Am Freitag ging es dann zurück mit der Bahn in meinen Wahlkreis nach Kiel. Mein Berlin-Falt-Fahrrad packte ich diesmal mit ein, da ich es für ein paar Reisen außerhalb Berlins brauche. Mit dem Gefährt radelte ich Freitagabend zum inoffiziellen Wahlkampf-auftakt für Ulf Kämpfer zu Lillebräu.
Am Samstag wechselte ich mein Fahrrad: Mit meinem neuen roten Lastenrad startete ich am Samstag zum offiziellen Wahlkampfauftakt in die Holstenstraße. Am Nachmittag testete ich dann mal aus, wie fahrradfreundlich der CITTI-PARK ist, wenn man mit großem Lastenrad unterwegs ist. Immerhin: Ich hatte mit mehr Problemen gerechnet. Selbst die Hürde am kleinen Fußgängerzugang ließ sich schiebend elegant überwinden und die Fahrradbügel passten perfekt. Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass der Fahrradparkplatz fast vollständig belegt war.
Anschließend radelte ich in mein Bürgerbüro DOCK 1863, um Material für das Mobilitätsfest in Mettenhof zu packen: Glücksrad, Flyer und Gummibärchen. Samstagnacht nutze ich dann das Lastenfahrrad noch zum Plakatieren für die Oberbürgermeister-Wahl. Nicht nur für die Veloroute ist ein Lastenfahrrad das ideale Gefährt zum Plakatieren.
Am nächsten Morgen freute ich mich auf die Sternfahrt zum Mobilitätsfest in Mettenhof. Gemeinsam mit sieben Radlerinnen und Radlern fuhren wir über die Velouroute 10 und über die Hofholzallee nach Mettenhof zum Kurt-Schumacher-Platz. Kaum waren wir dort, begann es erst leicht und dann immer heftiger zu regnen. Ich entschied mich dagegen Glücksrad und Flyer auszupacken und führte lieber Gespräche an den zahlreichen Ständen zu Verkehrspolitik und sprach über Entwicklungen im Bereich Mobilität.
Am Nachmittag besuchte ich dann noch das Sommerfest der Mettenhofer SPD. Dort servierte man neben Kaffee, Kuchen, Wurst und Salaten auch einen ordentlichen Rundumschlag über die politische Situation in Stadt, Land und im Bund. Zum Abschluss des Tages radelte ich noch eine Runde über die Kiellinie und die Veloroute 10.
Mein Fazit der Woche: Mir macht es immer wieder Spaß zu radeln. Am Schönsten ist das aber in Kiel!

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