STADTRADELN-Star Blog: Baiersdorf


Wie gefährlich ist das tägliche Pendeln mit dem Rad?

Geschrieben am 02.06.2019 von Susann Schindler
Team: Offenes Team - Stadt Baiersdorf
Kommune: Baiersdorf

Ich lege im Jahr ca. 10 000 km mit dem Fahrrad zurück. Ein Großteil davon ist mein täglicher Weg zur Arbeit und zurück.

In den vielen Jahren hatte ich erst einen ernstzunehmenden Unfall, bei dem ich bei Glatteis ziemlich heftig gestürzt bin. Ich konnte wochenlang nicht sitzen... Das hat mich geprägt, ich fahre nicht mehr bei Glatteis, auch wenn es jetzt die schicken Fahrradmäntel mit Spikes gibt.

Wie gelingt mir das nahezu unfallfreie Fahren?

Zum einen habe ich mir angewöhnt, für alle um mich herum mitzudenken: Autofahrer, andere Fahrradfahrer und Fußgänger. Ich gehe immer davon aus, nicht gesehen zu werden. Ich halte lieber einmal zuviel an als dass ich dann auf der Straße liege. Damit fahre ich im wahrsten Sinne des Wortes gut.

Meine oberste Maxime jedoch ist: Wann immer es geht, vermeide ich klassische Fahrradwege. Ich fahre durch kleine Ortschaften mit wenig Verkehr (vor allem morgens), ich fahre durch den Wald, ich nehme Feld- und Wirtschaftswege. Ich habe Wochen gebraucht, um den für mich perfekten Arbeitsweg zu finden. Das hatte auch den Vorteil, dass ich Baiersdorf und seine Umgebung recht gut kennengelernt habe.

Neben der Sicherheit hat das noch andere Gründe: Mein Arbeitstag ist recht turbulent. Auf dem Weg dorthin und zurück möchte ich mich gern in Ruhe sammeln, denn auch mein Privatleben ist bisweilen hektisch. Wenn ich neben einer Straße mit viel Verkehr oder durch eine Innenstadt fahren muss, ist das alles andere als ruhig.

Außerdem kann ich im Wald prima Teile meines Abendessens sammeln, manchmal sogar mein ganzes :) Manchmal freue ich mich einfach nur, dass das eine oder andere Kraut nun anfängt zu wachsen und überlege mir, was ich damit anstellen kann.

In diesem Sinne hoffe ich, dass meine Strategie weiter anhält und noch viele unfallfreie Kilometer vor mir habe!

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Wie funktioniert das eigentlich mit dem Einkaufen?

Geschrieben am 26.05.2019 von Susann Schindler
Team: Offenes Team - Stadt Baiersdorf
Kommune: Baiersdorf

Nahezu mein ganzes Leben habe ich in der Stadt gelebt. Man musste nur dreimal umfallen und hatte schon einen Supermarkt erreicht. Da war es mir oft zu mühselig, das Fahrrad aus dem Keller zu holen, nur um einzukaufen. Ich habe das einfach zu Fuß erledigt, das auch gern mehrmals in der Woche. Und hatte ich mal keine Lust zu kochen, hatte ich zahlreiche Restaurants und Imbisse in fußläufiger Nähe.

Vor einigen Jahren hat sich das geändert. Wir bewohnen nun ein Haus in einem Vorort von Nürnberg und hier ist wenig zu Fuß erreichbar. Für mich ist das kein Grund, um in ein Auto zu steigen. Ich habe mein Fahrrad immer griffbereit und nicht mehr im Keller.

Mit dem Umzug "aufs Land" (für mich war und ist eigentlich immer noch alles Land, wo keine U-Bahn hinfährt :)) stieg auch mein Interesse am Gärtnern und an der Natur im Allgemeinen. Ich gärtnere leidenschaftlich gern und konserviere das Obst und Gemüse, das ich ernte. Eines Tages werde ich uns komplett durch den Winter bringen!!

Mein mittlerweile größtes Hobby sind die Wildpflanzen, die ich sammle, esse oder auf irgendeine Art verarbeite. Man findet mich oft mit Schere und Beutel auf irgendeiner Wiese oder in einem Wald. Das kann man wunderbar mit dem Weg von der Arbeit verbinden. Daher transportiere ich in meinem Zauberrucksack neben der Regenkleidung auch meine Sammelutensilien.
Am Wochenende mache ich morgens gern Streifzüge in die Natur, bevor ich mich in die Gartenarbeit stürze. Heute morgen habe ich die ersten Holunderblüten geerntet, die jetzt ein paar Tage baden dürfen.
Für größere Fahrradtouren habe ich am Wochenende deshalb keine Zeit, das überlasse ich den anderen Stadtradeln Stars.

Richtig große Einkäufe erübrigen sich mittlerweile. Ich benötige Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Gewürze, Eier und Milchprodukte, natürlich auch diverse andere Kleinigkeiten, an die ich jetzt gar nicht denke. Ich habe mir den größten Fahrradkorb gekauft, den es auf dem Markt gibt. Darin findet eine Tasche mit ca 50l Inhalt Platz. Mit der fahre ich in den Laden. Wenn die Tasche voll ist, bin ich fertig mit Einkaufen. Ist eigentlich ganz einfach. Manchmal, wenn mir etwas ausgeht, halte ich auf meinem Arbeitsweg bei einem Laden an.

Ich werde oft gefragt, wie ich das mit den Getränken mache. Ich trinke gern Wasser und Tee. Ich habe einen Wasserfilter, so dass ich keine Wasserkästen kaufe. Wenn ich etwas mit Geschmack trinken möchte, greife ich auf meine selbst gebrauten Sirups zurück. Auch Saft stelle ich selber her.
Und im Bedarfsfall: In meinen Fahrradkorb passt auch ein Kasten Bier :)

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Das Radeln und das Wetter

Geschrieben am 19.05.2019 von Susann Schindler
Team: Offenes Team - Stadt Baiersdorf
Kommune: Baiersdorf

Eine Woche Stadtradeln liegt nun hinter mir.
Wettertechnisch war in dieser Woche ja so ziemlich alles dabei.
Morgens war es an einigen Tagen sehr kalt, manchmal war es recht windig, es hat geregnet und nun besucht uns endlich wieder der Frühling.

Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, und mit der Zeit habe ich es perfektioniert, mich an die Gegebenheiten anzupassen.
Morgens führt mich mein zweiter Weg auf den Balkon (der erste Weg geht zur Kaffeemaschine ;)). Wenn das Wasser in meiner Vogeltränke gefroren ist, weiß ich, dass ich mich warm anziehen muss.

Ich bin meistens mit einem großen Rucksack unterwegs. In diesem Rucksack haben meine Regensachen dauerhaft Platz. Im Winter kommt noch eine Thermohose dazu.

Wenn es morgens schon regnet, bediene ich mich aus meinem Rucksack. Regen hält mich nicht davon ab, das Fahrrad zu nutzen.

Glätte ist ein anderes Thema, aber das ist im Mai in unserer Gegend nicht zu befürchten. Im Winter gab es eine Handvoll Tage, an denen die Straßen spiegelglatt waren. Da habe ich das Fahrrad stehen gelassen und bin mit der S-Bahn gefahren.

Am Anfang dieser Woche war es morgens recht kalt und ich musste meine eigentlich schon verstaute Winterjacke und meine Handschuhe wieder rausholen. Mit in den Rucksack kam dann noch eine leichtere Jacke, die ich tagsüber anziehen kann. Die Winterjacke konnte ich nun wieder wegräumen, die Eisheiligen sind vorüber :)

Am heutigen Sonntag werde ich das Fahrrad voraussichtlich nicht benutzen, sondern das schöne Wetter auf meinem Balkon genießen. Das Wasser in der Vogeltränke ist flüssig und die Vögel freuen sich.

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