STADTRADELN-Star Blog: Aachen


Resüme des vergangenen Stadtradelns

Geschrieben am 24.06.2019 von Angus Rocha Vogel
Team: Towers on the ride
Kommune: Aachen

Stadtradeln in diesem Jahr hatten einen schweren Start. Zu Beginn waren gerade einmal die Hälfte der Teilnehmer*innen vom Vorjahr angemeldet. Jetzt zum Ende hin haben sich ca 10-15% mehr Stadtradeler*inner gefunden als im letzten Jahr, das ist höchst erfreulich.

Die Stadt Aachen braucht eine Veränderung in der Klima- und Verkehrspolitik und dadurch, dass wieder mehr Teilnehmer*innen und erfreulicherweise auch deutlich mehr Kommunalpolitiker*innen teilgenommen haben, zeigt, dass das Umdenken bereits in der Bevölkerung begonnen hat. Die großen Fridays For Future Demonstrationen hier in Aachen sprechen da wohl Bände.

Ich hoffe, dass nun auch schnell politische Entscheidungen für mehr Fahrräder und für eine bessere Klimapolitik in Aachen getroffen werden. Mit der Ausrufung des Klimanotstandes ist ein erster Schritt getan. Und wenn die Politik noch Anregungen braucht, dann kann sie sich die Positionspapiere und Vorschläge des Radentscheides Aachen durchlesen. Aachen wird grüner!

Ich bin nur leider sehr enttäuscht darüber, dass sich dieser Block wohl keiner durchlesen wird. Ich kann aber nur noch einmal dazu aufrufen, auf das Rad zu steigen, schwierige Stellen zu fotografieren und an die entsprechenden Stellen zu schicken. Je mehr dies tun, desto mehr wird darauf aufmerksam gemacht.

Bis zum nächsten Jahr!
Angus Rocha Vogel

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Chapeau Zwischenstand Radentscheid !

Geschrieben am 24.06.2019 von Kurt Lennartz
Team: regio iT
Kommune: Aachen

Bis zum 19. Juni haben innerhalb von nur 5 Wochen schon 18 114 Aachener / innen den Radentscheid unterzeichnet. Einmalig für Aachen !
Danke an alle, die mitgesammelt haben und weiter mitsammeln. https://radentscheid-aachen.de

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Skurriles

Geschrieben am 23.06.2019 von Gregor Groß-Weege
Team: LANCOM radelt
Kommune: Aachen

"Straßen? Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen."

  • Dr. Emmett Brown

  • In meinem letzten Beitrag möchte ich mich einigen Skurrilitäten widmen, die ich im laufe der letzten drei Wochen bemerkt habe.
    Exotische Fahrradstraßen
    Wie bereits geschrieben, habe ich bis einschließlich letzten Montag einen Fahrradurlaub gemacht. In Dingden habe ich dabei meine erste Fahrradstraße während der Tour gefunden. Nach ca. 240 km!
    Insgesamt bin ich während der 400 km-Tour nur auf zwei Fahrradstraßen gefahren. Nicht sonderlich berauschend. Beide befanden sich im Münsterland. Da lässt es sich in weiten Teilen sehr schön fahren.
    Zugegebenermaßen gab es in Köln nach 90 km "bereits" ein Prachtexemplar von Radweg (Foto anbei). Auf dem Theodor-Heuss-Ring wurde einer der beiden Fahrstreifen zur alleinigen Nutzung durch Radfahrer umfuktioniert. Zudem gilt hier nun Tempo 30. Sehr schöne Strecke!
    Durchgeschnittene Radfahrer
    Ebenfalls in Dingden fand ich eine weitere bemerkenswerte Situation: einen benutzungspflichtigen Radweg rechts der Straße... und einen links! Beide für dieselbe Fahrtrichtung. Die Position der Schilder sprach auch nicht dafür, das jemand eines verdreht hat. Um dieser Anordnung Folge zu leisten, war ich anatomisch leider/zum Glück nicht in der Lage.
    Illegale Radwege
    In Neuss hatte jemand das Kennzeichnungsschild eines benutzungspflichtigen Radweges mit einem Aufkleber versehen:
    "Die Anordnung der Benutzungspflicht dieses Radweges nach VwV-StVO §X ist illegal." (Der Paragraph ist mit zwar nicht bekannt, aber eine Internetrecherche listet spannende Vorschriften, wann ein Radweg überhaupt "Benutzungspflichtig" sein darf.)
    Rechtsfahrgebot
    Sollte ja eigentlich jedem Verkehrsteilnehmer bekannt sein, auch wenn es Leute gibt, die auf Autobahnen ein Linksfahrgebot vermuten... Aber das ist ein anderen Thema. ;)
    Wir Radfahrer sehen uns ja oftmals gezwungen, mit einem halbmeterbreiten, vor zig Jahren Notdürftig auf die Fahrbahn gepinselten Radstreifen Vorlieb zu nehmen. Was oftmals ja schon daran scheitert, das wir 1 m Sicherheitsabstand zu parkenden Austos einhalten müssen. Bei großen SUVs mit langen Türen jedoch eher mehr. Wenn wir dann also versuchen, dieser Linie zu folgen, werden wir knapp von Autofahrern überholt, die aus 1,5 m Sicherheitsabstand schon mal schnell 15 cm machen. Wie lässt sich das verhindern? Nun, auf Straßen ohne diesen Radstreifen dürfen wir mittig der Fahrspur fahren. Wir brauchen halt den gesamten rechten Fahrstreifen, ganz im Sinne des Rechtsfahrgebots und ebenso wie ein Motorradfahrer. Wenn uns ein Autofahrer überholen möchte, muss er sowieso auf die Spur des Gegenverkehrs ausweichen. (Was durchaus zu amüsanten Diskussionen führen kann: "Dann hätte ich doch gar nicht überholen können." "Richtig! Darauf will ich hinaus, guter Mann. Sie rennen doch auch nicht gegen eine Wand, weil die Tür auf der anderen Gebäudeseite ist.")
    Und wie ist es auf Straßen mit diesem Radstreifen? Nicht anders: Risse im Asphalt, Gullydeckel, parkende Autos (ggf. in zweiter Reihe), Baumwurzeln machen diese Wege oftmals so schlecht, das eine Benutzung nicht möglich ist und man sowieso auf der Straße fahren muss, wenn man die eigenen Gelenke noch ein paar Jahre nutzen möchte.
    Radfahren lindert Schmerzen
    Die letzte Merkwürdigkeit betrifft mich selber: dieses Wochenende war ich mit Freunden am Rheinburgenweg wandern. Als ich heute mit wunden Füßen wieder in Stolberg ankam, mich mühsam humpelnd über die provisorische Brücke gequält hatte und vor dem Rad stand, überlegte ich ernsthaft, ob ich das Bein wohl noch rüberschwingen kann.
    Ich konnte, und als der erste Tritt in die Pedale getan war, ich den Wind im Gesicht und das surren der Reifen auf dem heißen Asphalt hörte, waren alle Strapazen, alle Blasen vergessen und ich wieder zu Hause. :)

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    Deutscher Evangelischer Kirchentag

    Geschrieben am 22.06.2019 von Angus Rocha Vogel
    Team: Towers on the ride
    Kommune: Aachen

    Fahrradfahren, dass kann man auch bei Großveranstaltungen wie dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund.
    In Zeiten, in denen der ÖPNV durch die schieren Massen an Menschen hoffnungslos überfüllt ist, ist ein Fahrrad ein Segen. Damit konnte ich dann schnell zwischen Veranstaltungen hin- und herfahren, ohne lästigerweise umsteigen zu müssen.

    Natürlich wäre es für eine Stadt dann insgesamt erstrebenswert, mehr und bessere Fahrradstellplätze anzubieten, aber da noch nicht sooo viele Leute auf die Idee gekommen sind, ihr Fahrrad mit zum Kirchentag zu nehmen, waren dann noch immer noch genügend Laternenmasten frei.

    Insgesamt war das Fahrrad für den Kirchentag eine sinnvolle Wahl.

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    500 Unterschriften

    Geschrieben am 22.06.2019 von Martha Groth
    Team: Offenes Team - Aachen
    Kommune: Aachen

    Die Unterschriftensammlung für den Radentscheid geht weiter. In der zweiten Woche des Stadtradelns haben wir schon 500 gemeinsam mit den Kindern gesammelt. Außerdem haben wir diese Woche eine mobile Sammelbox gebaut für die Kindergärten (s. Foto).
    Heute sind wir auf der Oppenhoffallee mit dem Kinderanhänger wieder fast überfahren worden. Hoffentlich werden die Wege bald besser.
    Für Juli habe ich gestern Abend einen Urlaub mit meinem besten Freund geplant: Eine Radtour an der Elbe von Hamburg nach Magdeburg!!!

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    Reise an den Rursee

    Geschrieben am 22.06.2019 von Martha Groth
    Team: Offenes Team - Aachen
    Kommune: Aachen

    Unsere erste Stadtradel-Woche verbringen wir am Rursee. Ob wir alles Gepäck für 2 Erwachsene und 2 Kinder inklusive allem Essen, Windeln, Toilettensitz in unseren Fahrradanhänger, der gleichzeitig unser Kinderwagen ist, bekommen? Tatsächlich. Wir werden zwar auf unserer Reise komisch angeschaut. Aber egal. Hauptsache ohne eigenes Auto unterwegs!
    Wieder in Aachen angekommen beginne ich mit den Kindern jeden Abend im Frankenberger Park und tagsüber auf dem Spielplatz Unterschriften für den Radentscheid zu sammeln. Die Leute freuen sich wenn wir kommen und sie endlich unterschreiben können. Ist das nicht phantastisch!

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    2 Kinder - kein Auto - geht das?

    Geschrieben am 22.06.2019 von Martha Groth
    Team: Offenes Team - Aachen
    Kommune: Aachen

    Immer wieder höre ich: Sie haben zwei Kinder und kein Auto - aber das geht doch gar nicht.
    Doch das geht.Auch 3 Wochen ohne Cambio waren für uns kein Problem. Es gibt natürlich die großen Herausforderungen: Essens-Wocheneinkauf, Urlaub, Möbeltransport... Aber es ist erstaunlich wie viel man auf zwei Fahrrädern und in einem Fahrradanhänger transportieren kann. Mit beiden Kindern und vollbeladen kommt man dann berghoch allerdings auch ganz schön ins Schwitzen. Denn ein E-bike haben wir bisher noch nicht. Aber die Vorteile des Radfahrens sind riesig: Keine Parkplatzsuche im Freibad, keine hohen Kosten wenn mal was kaputt geht, keine C02-Emissionen und und und.
    Und wie toll wäre es, wenn wir mit ein bisschen weniger Angst unsere Kinder durch Aachen transportieren könnten. Ständig muss man Sorge haben, dass irgendwo eine Autotür aufgeht oder man steht auf der Straße hinter einem Bus und die Kinder auf direkter Höhe zum Auspuff. Nicht so schön!
    Wundervoll ist die Resonanz, die der Radentscheid in Aachen erfährt. Vielleicht macht es irgendwann ja noch mehr Spaß durch Aachen mit dem Rad zu fahren!

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    Chorbiennale

    Geschrieben am 15.06.2019 von Angus Rocha Vogel
    Team: Towers on the ride
    Kommune: Aachen

    In Aachen ist wieder einmal ein großartiges Chorevent: Die Chorbiennale. Dabei gibt es auch Satelliten Konzerte außerhalb der Stadt. Wir vom Madrigalchor sind daher heute in Stolberg-Zweifall (in St. Rochus).

    Da ich nicht mit meinen Madrigalisten im Auto fahren kann und die Anbindung des öffentlichen Nahverkehres nicht optimal für mich ist, fahre ich die ca. 20 km dorthin und auch genauso viel wieder zurück. Natürlich nicht in Konzertkleidung.

    Auf solchen "längeren" Strecken merkt man dann aber schon deutlich, wo noch viel Verbesserungsbedarf in der Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz oder in der Fahrradinfrastruktur liegen. Gerade so Ortsteile wie Krauthausen, Dorff oder Breinig wären sicherlich froh, wenn es zwischen ihnen ausgebaute Radwege gäbe, damit man beispielsweise mit einem E--Bike schnell zur Arbeit nach Aachen oder umgekehrt kann.

    Aber mit dem Radentscheid haben wir hoffentlich bald etwas in der Hand, um dem Stadtrat ein paar Denkanstöße zu geben.

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    Manchmal tue ich ihnen leid

    Geschrieben am 13.06.2019 von Gregor Groß-Weege
    Team: LANCOM radelt
    Kommune: Aachen

    "Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr."

  • Albert Einstein über die Relativitätstheorie

  • So, die zweite Stadtradel-Woche ist auch schon bald rum. Für mich besonders schade, denn ich bin zur Zeit im Urlaub. ;)
    Der Plan sah dieses Jahr vor, einen Familienurlaub mit dem Rad zu machen. Das heißt: Mit dem Rad von Aachen an die Nordsee und unterwegs alle Familienmitglieder besuchen. Aufgrund von Familienfest und Wanderurlaub passte das leider zeitlich nicht, deshalb wurde abgekürzt: Montag von Aachen nach Köln, Dienstag nach Krefeld, Mittwoch nach Bocholt und Freitag geht es weiter nach Schöppingen. Am Sonntag dann zurück. Je nach Strecke und Wetterlage auch wieder komplett mit dem Rad oder teilweise per Zug. Einfach mal schauen und flexibel bleiben. :)
    Die Strecke habe ich auch nicht groß geplant: OpenStreetMap auf dem Handy, Nebenstrecken ausgewählt und los. Frei Schnauze und zwischendurch mal ein paar Schildern folgen, sie wahlweise übersehen oder anderen folgen, die besser klingen. Irgendwo kommt man schon aus.
    Montag
    Einzig für die Strecke Aachen - Köln hatte ich mir vorab den "Bahnradweg" des VCD als gpx-Track heruntergeladen. Ein Augenmerk dieser Strecke liegt darin, sie an jedem Bahnhof der Trasse abkürzen zu können. Hier liegt allerdings der Hase im Pfeffer: insbesondere bis Düren fährt man durch jeden. Kleinen. Ort. Die Wegführung verläuft Anfangs zudem fast ausschließlich an Haupt-/Bundesstraßen entlang, wo es nur mit Glück einen eigenen Radweg gibt. Ampeln? Ja, klar! Für Radfahrer? Ups. Vergessen.
    Hinter Düren war es hingegen stellenweise wirklich schön. Auch der Weg nach Köln hinein konnte großteils überzeugen: sehr viel Grün, abgesetzte oder komplett eigenständige Radwege, guter Belag.
    Bezeichnend für die Situation der Radfahrer in Deutschland ganz allgemein waren lange Teilstücke parallel zur A4: eingepfercht auf einen gut 2m breiten, gut asphaltierten Streifen zwischen der Autobahn zur linken und der Bahntrasse zur rechten. Das Radfahren im goldenen Käfig, wo man auch ohne genaues Hinsehen schon die Patina erkennt: wohin man auch blickt alternativlose Fortbewegungsmittel mit erheblich mehr Raum. Dazwischen der Radweg nach dem Motto "hier war halt noch Platz." Na wenigstens das. Der Verkehrslärm lässt sich einfach nicht mit Fahrtwind übertönen. Und Vögel gibt es auf dem schmalen Streifen auch nicht, die zur seelischen Unterstützung beitrügen. Aussicht? Naja, vielleicht. Irgendwo hinter den Strommasten der Züge und den Hinweisschildern der Autobahn gibt es bestimmt auch was zu sehen. Dann also weiter 10 km stur geradeaus.
    Dienstag
    Da war die Strecke am Dienstag erheblich Augenfälliger: Gen Norden am Rhein entlang. Nachdem man die Ford-Werke hinter sich gelassen hat, auch eine sehr schöne Route. Da ich hier ohne Karte gefahren bin ("solang ich den Rhein zur rechten hab und mit dem Strom fahre, passts schon.") war allerdings auch Experimentierfreude gefragt. Oder anders: wie schmal muss ein Weg werden, bis ich es doch einsehe und umdrehe. (Antwort: "Welcher Weg?") Konsequenz bedeutet ja schließlich, auch Holzwege zuende zu gehen. Hinter Neuss dann doch der Blick auf die Karte und Querfeldein Richtung Krefeld. Köln mal außer acht gelassen: eine schöne Strecke.
    Mittwoch
    Gestern dann auch wieder ohne besondere Wegführung weiter nach Norden. Auch wieder eine schöne Strecke. Zwar oft an Bundesstraßen entlang, aber immerhin mit abgesetztem Radweg. Bei Wesel über den Rhein und dann bin ich ja auch fast schon am Ziel... wäre da nicht... den ganzen Vormittag habe ich schon Sorgenvoll aufs Wetterradar geschaut, und kurz vor Alpen war es so weit: Wasser marsch. Glücklichweise habe ich schnell ein Dach gefunden und konnte den Schauer abwarten, aber das war nur die Vorhut. Also nur das nötigste abwarten und die neu gewonnene Energie nutzen, um möglichst viel Vorsprung rauszufahren. Kurz nach der Überquerung des Rheins hat es mich dann doch erwischt: 34 km noch zu fahren, im strömenden Regen, ohne Navi (der Akku war leer und die Powerbank nicht Wasserdicht), ohne Cola (Diabetikerprobleme: Traubenzucker war noch reichlich vorhanden, aber bei Regen macht das noch weniger spaß), aber mit dem Ehrgeiz, es dennoch zu schaffen. Nach vielen Orientierungspausen habe ich dann auch endlich das Ziel erreichen können (sogar mit lediglich 2 km Umweg). Unendlich Glücklich, aber auch durchnässt bis auf die Knochen, Eiskalt, müde, hungrig und einfach nur fertig. Das konnte ich den Autofahrern zwischendurch auch deutlich ansehen: Manchmal tue ich ihnen leid.

    P.S.: Aber ich würds wieder genauso machen!

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    Manchmal tun sie mir leid

    Geschrieben am 10.06.2019 von Gregor Groß-Weege
    Team: LANCOM radelt
    Kommune: Aachen

    "Wenn du niedergeschlagen bist,
    wenn dir die Tage immer dunkler vorkommen,
    wenn dir die Arbeit nur noch monoton erscheint,
    wenn es dir fast sinnlos erscheint, überhaupt noch zu hoffen,
    dann setz dich aufs Fahrrad,
    um die Straße herunterzujagen,
    ohne Gedanken an irgendetwas außer deinem wilden Ritt"

  • Arthur Conan Doyle

  • Im meinem ersten Beitrag hier möchte ich ein paar Worte über eine Radtour verlieren, die ich vor einigen Tagen mit Arbeitskollegen unternommen hatte:
    Es war lange unsicher, ob die Tour stattfinden kann: das Wetter war nicht sonderlich vielversprechend. Ein weiterer Kollege hatte direkt abgesagt: er wollte sich mit seiner Kamera auf Gewitterjagd begeben.
    Hier böte sich dem geneigten Radfahrer zwar die Kombination beider Hobbies: Entweder genießt er eine schöne Tour, oder er kommt in ein Gewitter und kann dann die Kamera auspacken. So oder so wäre es dann ein gelungener Abend gewesen. (Muss ich erwähnen, dass das Argument nicht zog?)
    Aber es ist nicht das einzige, dass wir Radfahrer den Autofahrern voraus haben. Hinter Teuven hatten wir einen Bergrücken zu erklimmen.
    Die Steigung nimmt langsam zu, du schaltest einen oder auch mehrere Gänge hinunter. Manchmal siehst du deutlich, wie lang der Anstieg wird. Manchmal versperren Bäume die Sicht und der Weg windet sich gleich einer Schlange in endlosen Serpentinen den Berg hinauf. Zwischen dir und dem Gipfel stehen nur deine Beine. Die Welt dreht sich nur um die rotierenden Pedale. Schier endlose Minuten des Kampfes, du wünscht dir einen nullten Gang, während die Beine feuern. Pause? Absteigen? Schieben? Im Leben nicht! Der Schmerz ist das Leben. Nur ein Gedanke zählt: Durchhalten.
    Endlich wird die Steibung flacher. Einen Gang hochschalten. Das Ende kommt in Sicht. Noch einen. Oben gibt es eine Bank: eine Pause und wir genießen die Aussicht, stärken uns, atmen durch. Ein Auto nähert sich, und meine Gedanken schweifen wieder ab. Wir stehen hier, müde aber glücklich im Bewusstsein, es geschafft zu haben. Stolz auf uns. Und der Autofahrer? Er sieht die Steigung, vielleicht jeden Tag auf dem Rückweg von der Arbeit, und verändert bei Annäherung leicht den Winkel seines rechten Fußgelenks. So rauscht er den Berg hinauf, ändert den Winkel erneut, bremst etwas ab als er uns am Wegesrand stehen sieht. Rauscht an uns vorbei und auf der anderen Seite des Berges hinab ins Tal. Keine Zeit für Aussicht, kein Bezug zu dem, was er da gerade hinter sich gebracht hat. Für ihn könnte die Straße auch komplett planiert durch den Wald führen. Es ändert nichts.
    Wie langweilig solch ein Leben doch wäre.
    Eingangs erwähnte ich kurz ein Gewitter... Im Gegensatz zu unserem Kollegen haben wir das Gewitter nicht gejagt, sondern flohen davor: Ziemlich am Ende der Tour, als wir uns in der Nähe des Uniklinikums befanden, zuckten die ersten Blitze über den Himmel. Als Verlautenheidener hatte ich (knapp) den längsten Heimweg. Also war Vollgas die einzige Option. Der Rückenwind kam uns dabei sehr gelegen. Wir fegten über die Straßen. Ließen uns vom Wind anschieben wie die bedrohlichen Wolken am Himmel. Als wir den Sonnenweg erreichten, war es bereits Stockdunkel. Nur das Licht der Fahrradscheinwerfer erhellte den Weg. Durch den Wind schuf der Staub beeindruckende Muster im Lichtkegel. Zwischen Haaren und Verlautenheide fielen dann die ersten Tropfen. Ich sah mich schon klatschnass zu Hause ankommen. Doch weit gefehlt: die Tropfen reichten kaum aus, den Schweiß auf der Haut zu kühlen. Der Regenguss erreichte mich erst, als ich bereits unter der Dusche stand. Wieder ein Grund, stolz zu sein: wir hatten es erneut geschafft. Wir sind gegen das Gewitter angetreten und haben gewonnen. Und die Autofahrer? Die kommen immer trockenen Fußes zu Hause an. Auch dieses Erfolgerlebnis bleibt ihnen verwehrt. Manchmal tun sie mir leid.

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    neues Stadtradeln - neues Glück

    Geschrieben am 05.06.2019 von Angus Rocha Vogel
    Team: Towers on the ride
    Kommune: Aachen

    Stadtradeln geht für mich in diesem Jahr in die zweite Runde als Stadtradeln-Star. Seit 2012 nehme ich schon an dieser tollen Aktion teil und nun schon zum zweiten Mal für Aachen als Stadtradeln-Star.

    Jedoch ist es bemerkenswert, dass die Beteiligung am Stadtradeln in diesem Jahr noch dramatischer zurückgegangen ist, als im letzten Jahr. Und das, obwohl bei der Europawahl die Bürger in Aachen mehrheitlich grün gewählt haben oder es das tolle Bürgerbegehren - den Radentscheid - gibt, für den man natürlich auch weiterhin unterschreiben kann und soll.

    Also möchte ich über diesen Weg noch einmal proaktiv dafür werben, sich am Stadtradeln zu beteiligen. Der Aufwand dafür ist denkbar gering und es hat doch eine große Wirkung für die Stadt, wenn sich viele Öcher mit ihren zurückgelegten Fahrrad-Kilometern für ein fahrradfreundlicheres engagieren.

    Ich würde mich freuen, wenn wir immerhin so viele Teilnehmende hätte, wie im letzten Jahr.

    Bis dahin wünsche ich uns vorwiegend gutes Wetter, dass wir auch viele Kilometer zurücklegen können.

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    Zulassung Akku-Fahrräder

    Geschrieben am 03.06.2019 von Kurt Lennartz
    Team: regio iT
    Kommune: Aachen

    Als „Team Captain“ habe ich wohl auch die Aufgabe, Kritik aus meinem Team öffentlich zu machen. Erst recht, wenn diese von einem Kollegen geäußert wird, der seit vielen Jahren durch sein sehr engagiertes Radfahren wiederholt Preise der „Aktion Stadtradeln“ eingefahren hat:



    Liebe Frau Dr. Küpper, lieber Kurt,

    ich werde dieses Jahr aus Protest nicht am Stadtradeln teilnehmen. Ich fahre genau in der Zeit zwar mit einem Arbeitskollegen mit dem Rennrad nach Rom und würde daher mit 2000 km in 10 Tagen wahrscheinlich wieder ganz weit vorne liegen (letztes Jahr waren es alleine knapp 1500 km bis Nizza). Ich habe in diesem Jahr von Januar bis Mai schon ca. 4000 km geradelt und ich werde Ende des Jahres wahrscheinlich wieder über 12.000 km in den Asphalt gedrückt haben.

    Mein Protest richtet sich gegen die Zulassung von Akkufahrrädern. Diese sind nach meiner Einschätzung keinesfalls CO2 neutral und verbrauchen in erheblichem Umfang Ressourcen wie Lithium, Mangan, Cadmium, Neodym. Diese Stoffe sind schon heute knapp, die Gewinnung erfolgt unter fragwürdigen Umständen, teilweise in Artmutsländern und mutmaßlich mit einem nicht ignorierbaren Anteil von Kinderarbeit. Die Herstellung und Entsorgung von Akkus, Motoren und Steuerung erfordert erheblich mehr Energie und damit CO2 als jedes herkömmliche Fahrrad. Die Lebensdauer eines Akkus beträgt bestenfalls fünf Jahre, erste Erfahrungen zeigen, dass die Lebenszeit im normalen, täglichen Betrieb doch nur an die drei Jahre beträgt. Ein Recycling ist aber aufwendig, häufig werden die Stoffe daher nur entsorgt.

    Während mein Fahrrad in der Zeit in der ich es nicht nutze einfach nur in der Garage steht, verbrauchen die Akkuräder permanent Strom zumindest für die Erhaltungsladung und Überwachung des Akkus. Die Überwachungs- und Ladeelektronik verbraucht permanent Strom, selbst wenn kein Akku angeschlossen ist. Alleine für diese "Standby"-Funktion der ganzen Akkuräder werden wir irgendwann ganze Windparks betreiben und den notwendigen Erhaltungs- und Überwachungsstrom mit Hochspannungsleitungen quer durch unsere gesamte Republik transportieren und die dabei auftretenden Verluste einfach weiter ignorieren.

    Das Argument von Stadtradeln zur Zulassung von Akkurädern, "dass Pedelecs auch unter Berücksichtigung der Akkuproduktion ausgesprochen klimafreundliche Fahrzeuge sind: Mit weniger als 6 g CO2/km stoßen sie etwa 20-mal weniger CO2 aus als ein sparsames Auto mit Verbrennungsmotor" halte ich für scheinheilig. Jeder Motorroller stößt weniger CO2 als ein sparsames Auto mit Verbrennungsmotor aus, und könnte abstrakt gedacht ebenfalls am Stadtradeln teilnehmen. Klar, es erfüllt nicht die Voraussetzung der StVO als Fahrrad, aber er ist CO2-technisch besser als jedes Auto.

    Persönlich stört mich, dass meine Kilometerleistung von 200 km am Tag, genauso gemessen und bewertet wird, wie die 200 km eines Akkufahrradfahrers. Ich bringe mich alleine mit Muskelkraft vorwärts, der Akkuradler nutzt für dieselbe Leistung zusätzliche, technische Infrastruktur, verbraucht wichtige Ressourcen und ist damit nicht CO2 neutral.

    Als Idealist werde ich die Aktion Stadtradeln daher leider nicht länger unterstützen.

    Besten muskelbetriebenen Radlergruß
    Peter Niehues

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    Kritik und Leserbriefe:

    Geschrieben am 14.05.2019 von Kurt Lennartz
    Team: regio iT
    Kommune: Aachen

    Bei einigen Freunden und Bekannten bin ich in die Kritik geraten, weil ich vor dem Hintergrund der tödlichen Unfälle die Kampagne „Stadtradeln“ unterstützte. Da ich Teile dieser Kritik durchaus nachvollziehen kann, möchte ich hier 3 Leserbriefe, die von den Aachener Zeitungen nur stark gekürzt abgedruckt wurden, hier in voller Länge aufnehmen.
    Außerdem möchte ich auf die Aktion https://radentscheid-aachen.de aufmerksam machen und Sie / Euch auffordern, dort mit zu unterzeichnen.

    1.)
    „Die Situation für Fahrradfahrer in Aachen kann man –wenn man ehrlich ist- nur als katastrophal bezeichnen. Von den beiden Aachener Zeitungen wurden in den letzten Wochen die Beschwerden der Bürger gesammelt. Zusätzlich wurden Radtouren mit (Verkehrs-) Politikern durchgeführt, die kurioserweise diese Defizite zu verantworten haben. Würde man alleine die vermeidbaren Gefährdungen für Radfahrer im Aachen Stadtgebiet lückenlos in einer Zeitung abdrucken wollen, käme man nicht mit einer Seite aus, sondern müsste wohl eine vollständige Tagesausgabe einplanen. Im bundesweiten Ranking „Fahrradfreundlich“ ist Aachen noch weiter abgesackt, ein überregionaler TAZ-Artikel entlarvt schonungslos die Gefahrensituationen für die Aachener Radfahrer und bewertet Aachen als eine der fahrradunfreundlichsten Städte Deutschlands. Besonders ärgerlich ist, dass sich die Gefährdungen auf vielen Straßen der Stadt noch verschärft haben.
    Wenn man vor diesem Hintergrund Initiativen der Stadtverwaltung wie „Stadtradeln“ mit dem Etikett „Feigenblatt“ belegt oder mit dem Zusatz „Stadtradeln in den Tod“ betitelt, kann ich das vor dem Hintergrund der schrecklichen Unfälle nachvollziehen. Mir geht es lösungsorientiert eher darum, dass man auch in Aachen die einseitige Bevorzugung der Autofahrer und deren Parkraum-Ansprüche endlich aufgibt. (Zumal eine Reihe von Parkhäusern im Aachener Stadtgebiet nie wirklich voll sind.)
    An allen Orten, in denen ich früher gewohnt habe, war ich viel mit dem Rad unterwegs – in Aachen nicht. Ich hoffe, ich kann auch irgendwann in Aachen Rad fahren – ohne permanent Angst um mein Leben haben zu müssen.
    Und außerdem: Ist es für unsere Politiker und Führungskräfte der Wirtschaft nicht mehr als peinlich, dass wir von unseren eigenen minderjährigen Kindern darauf hingewiesen werden müssen, dass wir unsere selbst gesteckten Klimaschutzziele sowohl für 2020 wie für 2030 krachend verfehlen werden, wenn wir nicht endlich sehr viel mutiger und konfliktbereiter unsere Verkehrspolitik angehen? Gerade für Aachen stimmt das, wo sogar noch 2018 die CO2-Emissionen des Verkehrs nicht etwa gesunken, sondern sogar noch gestiegen sind. Gibt es überhaupt Politiker in unserer Stadt, die den Mut haben, sich den Herausforderungen für unsere Zukunft zu stellen?“

    2.)
    „Politiker der beiden Regierungsparteien erklären derzeit der Fridays-for-Future-Jugend, dass wir dank ihrer Initiativen „schon mitten in der Verkehrswende stecken“, aber dass es leider keine Maßnahmen geben würde, die unmittelbar die Verkehrsemissionen senken könnten und ein Umsteuern auch nur gut geplant und mittelfristig finanzierbar wäre. Traurig und entlarvend ist, dass diese beiden falschen Ausreden auch schon vor über 25 Jahren von Vertretern dieser Parteien vorgebracht wurden, aber seitdem nichts Wirksames geschehen ist. Im Gegenteil: Die Emissionen des Aachener Verkehrs sind weiter angestiegen und haben 2018 wieder neue Rekordwerte erreicht.
    Was kostenneutral und unmittelbar wirksam möglich wäre? Beispiele: London hat eine City-Maut eingeführt, die Autoverkehr, Staus und Emissionen rapide gesenkt hat, während die Touristenzahlen weiter gestiegen sind. Hasselt hat durch eine zeitweise rapide Verbilligung des öffentlichen Nahverkehrs die Verkehrsemissionen (auch langfristig) drastisch gesenkt. In Maastricht wurden die Strafen für Falschparker und die Parkgebühren außerhalb der Parkhäuser radikal verteuert. Eine Reihe skandinavischer Verwaltungen haben die Höhe der KFZ-Steuern unmittelbar an die Emissionen der Fahrzeuge gekoppelt, …
    Da Deutschlands ökologische Verkehrsbilanz im europäischen Vergleich hinterher hinkt, sind noch eine Reihe weniger drastischer Maßnahmen mehr als überfällig, die kostenneutral und vor allem sofort wirksam sein würden: Das Steuersparmodell „Dienstwagenprivileg“ könnte auf emissionsarme Fahrzeuge begrenzt werden. Mit dem eingesparten Steuergeld könnte ein Steuersparmodell „Dienstfahrrad“ finanziert werden, dass dann nicht nur die Führungsspitzen der Betriebe bedient. Ein generelles Tempolimit würde uns unmittelbar (und mehr als kostenneutral) Emissionen, Todesopfer, Schwerverletzte und Staus ersparen. Gezielt in Aachen könnte man die nie ausgelasteten Parkhäuser außerhalb der Innenstadt preiswerter gestalten, dort Park-and-Ride anbieten, während die Parkgebühren in der Innenstadt verdoppelt würden. (Diese wären dann immer noch billiger als im vielbesuchten Maastricht), …
    Es gibt und gab schon immer durchaus viele Möglichkeiten, die Aachener Verkehrsemissionen kostenneutral und unmittelbar wirksam zu senken. Ich hoffe, dass FFF sich nicht mit den gleichen Rhetorik-Blasen abspeisen lässt, die wir Ältere schon viele Jahre zu ertragen haben.“

    3.)
    „Ich reibe mir beim Zeitunglesen verwundert die Augen: Da sind die CO2-Emissionen des Aachener Straßenverkehrs im zweiten Jahr nicht gesunken sondern gestiegen !? Für mich stellen sich eine Reihe von Fragen:
    Wurde von Oberbürgermeister und einigen Parteien in den letzten Jahren nicht der Eindruck erweckt, die Luft in der Aachener Innenstadt wäre immer sauberer geworden? Hatte die ASEAG nicht schon 2014 begonnen, selber Elektro-Busse umzubauen? Hatte die Ratsmehrheit nicht schon vor über 3 Jahren den Kauf von etlichen Elektro-Bussen beschlossen? Oder dienten diese Beschlüsse vor allem dazu, ein Dieselfahrverbot für Aachen zu vermeiden? Gibt es derzeit tatsächlich nur einen einzigen Elektro-Bus, der zudem noch nicht einmal regelmäßig im Linienverkehr fährt? Wurde nicht schon vor mehr als 30 Jahren der Abriss des Parkhauses Büchel angekündigt, um den Autoverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten? Werden die Gesundheitsinteressen der Aachener Fußgänger, Innenstadtbewohner, Fahrradfahrer, ... überhaupt ernst genommen?“

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    Wann wacht Aachen auf?

    Geschrieben am 30.04.2019 von Kurt Lennartz
    Team: regio iT
    Kommune: Aachen

    Seit ihrem Bestehen (im Jahr 2003) hat die regio iT das Fahrradfahren ihrer Mitarbeiter unterstützt: An allen bisherigen Aachener Standorten (Neuenhofer Weg, Grüner Weg, Lombardenstraße) wurden Fahrradständer auf den jeweiligen Betriebsgeländen in unmittelbarer Nähe zu den Eingängen mit der Möglichkeit die Räder wirksam anzuketten zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu den Parkplätzen für autofahrende Kollegen wurden und werden diese den Kollegen natürlich kostenfrei angeboten. Die Entfernung zu den Eingängen war für die fahrradfahrenden Mitarbeiter an allen Standorten geringer oder allenfalls genauso weit wie für autofahrende Kollegen.
    Duschmöglichkeiten und Umkleidemöglichkeiten getrennt nach Geschlecht werden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betriebsgebäude vorgehalten, abschließbare Spinde stehen dort zur Verfügung.

    Im Juni 2010 hatte der Betriebsrat den Beschluss gefasst, explizit als Ansprechpartner für die Anliegen fahrradfahrender Mitarbeiter zu fungieren und regelmäßige Informationen über weitere Maßnahmen zu diesem Thema im Mitarbeiterportal zu veröffentlichen. Neben der kostenlosen Ausleihe von Diensträdern für dienstliche und private Belange umfasst die Ausleihe auch Werkzeug, Schlösser, Regenkleidung, Stirnlampen, Fahrradtaschen, Helme, Spanngurte, …
    In Kooperation mit der Fahrradwerkstatt des Alexianer-Krankenhauses werden kostenlose Fahrrad-Checks für die Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände durchgeführt, denen sich vor einigen Jahren auch der Betriebsrat der Stawag angeschlossen hat. Die Räder werden während der Arbeitszeit inspiziert, sodass die Mitarbeiter (ohne zeitlichen oder finanziellen Aufwand) mit einem verkehrssicheren Rad in den Feierabend radeln können.
    Der Betriebsrat bietet dem Mitarbeiter einen Service an, um seine Fahrrad-Route zu optimieren. Dabei wird dem Mitarbeiter zum einen sein kürzester Weg zur Arbeit vorgeschlagen und zum anderen aber auch die sicherste / schönste Route.

    Würden die Aachener Verkehrspolitiker auch nur annähernd so viel für ihre Rad fahrenden Bürger tun wie wir für unsere Mitarbeiter, wäre es nicht so erbärmlich um die Aachener Radfahrer bestellt. Wann hat man auch endlich in Aachen den Mut, die einseitige Ausrichtung auf die Interessen der Autofahrer aufzugeben?

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