STADTRADELN-Star Blog: Bad Wildungen


Stadtradeln ist schon vorbei

Geschrieben am 07.09.2018 von Caroline Tönges
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Der letzte Tag Stadtradeln ist vorbei. Es war eine schöne Zeit und ich habe mein Auto nur selten vermisst.
Allerdings ist es doch schwierig auf das Rad umzusteigen, wenn man ein wenig erkältet ist. Leider habe ich in der letzten Woche viel Zeit mit meinem Kind leicht kränkelnd zuhause verbracht. Außerdem hatte ich Urlaub und somit sind die weiteren Strecken ins Büro entfallen. Also viele Kilometer konnte ich zuletzt nicht sammeln… Würden die Strecken zählen, die ich mit dem Kinderwagen oder mit dem Dackel zu Fuß zurücklege, dann wären es einige Kilometer mehr geworden.
Aber für mich ging es ja auch darum zu schauen, ob man das Auto ersetzen kann. In einer Region wie unserer, wo nicht alle 15 Minuten eine Straßenbahn in die Innenstadt fährt. Man kann.
Wenn man Fahrrad, ÖPNV und Laufen vereint klappt es ganz gut. Ich wohne nah am Zentrum, brauche nur 10 Minuten zu Fuß in die Brunnenallee. Also kann ich alles zu Fuß erreichen – Restaurants, Bars, Edeka, Cafés, Rathaus, Bioladen und viele weitere Ziele. Auch die Itzelstraße ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad für mich nur wenige Minuten entfernt. Das bedeutet für mich, dass ich sämtliche Besorgungen ohne mein Auto erledigen kann. Und in Zukunft werde ich das auch häufiger tun.
Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass ich durch die Nähe zur Innenstadt sowieso viel häufiger im Alltag das Auto stehen lasse als ich dachte. Mit dem Zwerg im Kinderwagen gehen wir gerne bei einem Spaziergang in die Stadt um einzukaufen. Auch Bars, Cafés und Restaurants im Zentrum besuche ich regelmäßig zu Fuß. Wenn das Wetter mitspielt natürlich. Wenn es in Strömen regnet, drücke ich mich lieber davor überhaupt das Haus zu verlassen.
Den Weg zur Arbeit und zurück werde ich nicht immer durch alternative Verkehrsmittel ersetzen können. Der Weg von Bad Wildungen nach Korbach dauert im Alltag mit Kind einfach zu lang. Ich möchte viel Zeit mit meinem kleinen Sohn verbringen und deshalb freue ich mich schnell nach Feierabend nach Hause zu kommen. Da mir nichts wichtiger ist als die gemeinsame Zeit mit meiner Familie werde ich auch in Zukunft meistens das Auto nehmen. Aber die Variante eine Strecke mit dem Bus zu fahren und einen Teil des Heimwegs mit dem Fahrrad zurückzulegen kann ich mir gut vorstellen. Man bekommt den Kopf frei und kann viel besser abschalten vom Büroalltag. An Tagen wo Papa und Sohn nachmittags etwas ohne mich unternehmen, werde ich weiterhin versuchen das Rad zu nehmen.
Viele Menschen haben mich darauf angesprochen, warum ich ein "normales" Fahrrad habe. Eins ohne Elektroantrieb. Und das mit Kind. Es gab immer wieder Diskussionen, ob ich das nicht ändern wolle und ob ich nicht den Kauf meines Fahrrads bereue. Nein, ich liebe mein Fahrrad, genauso wie ich es mir ausgesucht habe. Und ich denke in den nächsten Jahren bleibt es für mich persönlich die richtige Wahl.
Ich habe in den letzten Wochen auch einmal ein E-Bike geliehen und bin eine längere Strecke damit gefahren. Ich verstehe die Begeisterung für Elektrofahrräder. Man kommt schneller voran und kann auch bergauf gut mithalten. Dennoch fahre ich lieber ohne Elektroantrieb.
Wenn ich auf dem Heimweg nach Hause trödele und langsam fahrend den Heimweg genieße kann ich herrlich abschalten. Aber ich verstehe auch zum Beispiel meine Mum, die sich dieses Jahr ein Elektrofahrrad gekauft hat. Sie ist schon immer gerne Rad gefahren und steigt nun auf ein E-Bike um. Damit kann sie weitere Strecken zurücklegen und sie bindet das E-Bike seither regelmäßig in ihren Alltag ein. Auf dem Weg zur Arbeit lässt sie das Auto nun immer häufiger stehen.
Ich denke, dass es egal ist, ob man ein E-Bike fährt oder ein Rad ohne Elektroantrieb. Hauptsache man steigt auf's Rad und bewegt sich damit an der frischen Luft. Das Auto stehen zu lassen ist auch mal gut. Nicht nur für die eigene Fitness sondern auch für die Umwelt.

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Schöne Touren in und um Bad Wildungen

Geschrieben am 02.09.2018 von Caroline Tönges
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Die Zeit vergeht so schnell. Ich muss sagen, dass man sehr gut ohne das Auto von A nach B kommt. Mit dem Fahrrad mache ich meine Touren bis zu meiner Familie ins Edertal, aber auch zur Arbeit. Das ist zwar wesentlich zeitintensiver, wenn es sich um weitere Strecken handelt (z.B. Bad Wildungen – Korbach), aber auch sehr schön. Ich habe so schöne neue Wege kennengelernt. Und man bekommt den Kopf besser frei als im Auto.
Aber ich muss auch zugeben, dass man alles viel, viel besser organisieren muss. Der Weg zur Arbeit und / oder zurück kostet mich deutlich mehr Zeit. Zuhause wartet mein kleines Kind und somit möchte ich natürlich nicht zu lange unterwegs sein. Den ÖPNV habe ich also auch schon in meinen Arbeitsweg eingebunden. Am Besten klappt es, wenn ich eine Strecke mit dem ÖPNV und eine mit dem Rad fahre.
Einkaufen kann man aber auf jeden Fall perfekt vor Ort mit dem Fahrrad. Wenn man nicht gerade einen Kasten Wasser oder Ähnliches besorgen muss, ist das Fahrrad eine super Alternative zum Auto. Die nervige Parkplatzsuche entfällt und der sonst stressige Einkauf wird zu einem entspannten Kurzausflug mit dem Rad. Das werde ich auch in Zukunft sicher beibehalten.
Mein kleiner Sohn findet Radfahren auch super – jedenfalls hinten in seinem Kindersitz während ich strampele. Selber fahren kann er selbstverständlich noch nicht. Man kann als Familie wirklich schöne Radausflüge in unserer Gegend machen. Von Bad Wildungen aus geht es bequem Richtung Edertal und den schönen Edersee oder aber Richtung Fritzlar. Etwas anspruchsvollere Touren kann man auch in die Bad Wildunger Ortsteile machen.
Auf jeden Fall merke ich schon, dass ich wieder fitter werde. Die Strecke von Korbach nach Hause genieße ich mittlerweile. Und auch der kleine Familienausflug über die Jägersburg und Odershausen zurück nach Bad Wildungen war wirklich toll und weniger anstrengend als erwartet.
Alles in allem kann man das Auto häufiger stehen lassen als man denkt. Es ist schön, wieder mehr von seiner Heimat zu sehen indem man sie per Rad erkundet. Was aber nicht fehlen darf ist die richtige Kleidung. Je nach Länge des Ausflugs sind gute Fahrradhandschuhe und eine gute Radhose wirklich eine sinnvolle Anschaffung. Auch eine Regenjacke kann jetzt wo es auf den Herbst zugeht nicht schaden.
Und für alle Mamas und Papas: eine Schnullerkette wäre sicher gut, wenn die Kids noch hinten mitfahren. Wir haben bereits bei unserem zweiten Ausflug auf halber Strecke den heiß geliebten Schnuller verloren.

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Auf die Plätze - Fertig - Losradeln

Geschrieben am 25.08.2018 von Caroline Tönges
Team: Offenes Team - Bad Wildungen
Kommune: Bad Wildungen

Ein neues Rad und eine neue Herausforderung... 21 Tage werde ich nun mein Auto, einen kleinen KA, stehen lassen. Unter einer Plane wartet er darauf in drei Wochen wieder gefahren zu werden. Oder wird sich so viel ändern, dass ich ihn womöglich häufiger stehen lasse in Zukunft?
Das möchte ich herausfinden. Lange bin ich schon nicht mehr "so richtig" Rad gefahren. Dementsprechend alt war auch mein Fahrrad, welches mittlerweile bei meiner Mum eingelagert auf Benutzung wartet. In den letzten zwei Jahren bin ich eher mit Omis Hollandrad (sie fährt es nicht mehr) geradelt. Kurze Strecken, maximal ein paar Kilometer um einzukaufen.
Beide Räder sind nicht optimal um damit längere Strecken oder den Berg vor unserer Haustür zu bewältigen. Ein neues Fahrrad war schon seit einigen Jahren ein Wunsch von mir, den ich mir aus Bequemlichkeit nicht erfüllt habe. Stadtradeln, noch dazu als Stadtradel-„Star“, war zuletzt ausschlaggebend mich auf die Suche zu machen.
Nach langem Hin und Her habe ich mich für ein Rad von Himmelreyter aus Wega entschieden. Ich wollte unbedingt etwas Individuelles haben, was all meinen Ansprüchen mit Kind gerecht wird. Mit meinem neuen schneeweißen Fahrrad freue ich mich nun auf 21 spannende Tage voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und Erkenntnisse.
Die erste Erkenntnis war nach einer langen Radtour, dass ich zu lange Pause gemacht habe. Klar, ich schiebe täglich den Kinderwagen durch das Landesgartenschaugelände, über die Brunnenallee und durch die Altstadt. Und natürlich auch unseren steilen Hang hinauf und hinunter. Aber Sport hat sich seit meiner Schwangerschaft peu à peu aus meinem Alltag verabschiedet. Die Aktion Stadtradeln ist die perfekte Motivation mich wieder mehr zu bewegen.
Aus ökologischen Gesichtspunkten sollte ich sowieso häufiger auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen. Doch das ist leichter gesagt als getan in einer ländlich geprägten Region wie Waldeck-Frankenberg. Es gibt auch hier gute Alternativen zum Auto. Neben dem Rad oder dem Gang per Pedes natürlich Bus, Bahn und AST. Jedoch setze ich mich meist aus zeitlichen Gründen doch hinter das eigene Steuer. Als junge Mutter, mit Job in der Kreisstadt, muss ich zeitlich flexibel sein. Auch wenn mich mein Partner vollends unterstützt. Ewig lange Fahrtwege zu festen Zeiten sind für mich oft schwierig in den Mama-Alltag zu integrieren. So sehe ich es jedenfalls jetzt noch. Ich hoffe meine Einstellung hierzu wird sich in den kommenden 21 Tagen ändern und das Rad wird meine (fast) täglicher Begleiter.

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