STADTRADELN-Star Blog: Detmold im Kreis Lippe


Stadtradeln - ein Perspektivwechsel

Geschrieben am 15.06.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Der vorletzte Tag vom Stadtradeln und eine anstrengende Woche gehen zu Ende. Die drei Wochen ohne Auto haben mir viel Spaß gemacht, gut war auch, dass wir die ganze Zeit grandioses Fahrradwetter hatten und ich nur dreimal die Regenjacke auspacken musste. Viele positive Rückmeldungen habe ich erhalten, angefangen von der Erdbeerverkäuferin, bei der ich mich morgens auf dem Weg zur Arbeit mit frischen Obst eingedeckt habe, wir waren uns einig, dass E-Bikes eine super Erfindung sind, die dafür sorgen, dass man immer öfter das Rad für Alltagswege nutzt. Wind und Wetter, die früher sehr entscheidend waren, spielen mit einem E-Bike nicht mehr eine so große Rolle, es macht einfach mehr Spaß damit unterwegs zu sein.
Auch meine Arbeitskollegen fanden meine Stadtradel Aktion gut , freuen sich aber nun schon, dass ich nächste Woche endlich auch für Bielefeld radeln kann, dort läuft schon sein dem 10.6. Stadtradeln.
Eine besonders gruselige Begegnung hatte ich mit einem Sattelzug, der laut hupend an mir vorbeigefahren ist und meinen Lenker mit der Plane gestreift hat. Ein anderer Autofahrer hat mir aus dem Fenster zugebrüllt, "die Straße ist kein Radweg", es gibt sie also noch, die Autofahrer, die meinen, dass geteerte Weg ausschließlich für Autos gebaut werden aber ich hoffe, sie sind eine aussterbende Rasse.
Nein, ich bin keine militante Radfahrerin, ich habe selbst ein Auto, aber wir brauchen ein Miteinander auf geteerten Wegen, denn die Radfahrer werden mehr werden, was sehr gut ist, und wir werden uns den Straßenraum dann teilen müssen. Dafür brauchen wir alle einen Perspektivwechsel, die Autofahrer sollten mal versuchen die Straße aus Sicht eines Radlers zu sehen und die Radfahrer sollten sich auch in die Autofahrer hinein versetzen, dann gibt es vielleicht ein bisschen mehr Rücksicht untereinander. Dafür wäre es super, wenn auf den Straßen deutliche Zeichen gesetzt werden. Auf fast allen Straßen ist es möglich Rad- Angebotsstreifen zu markieren, diese gestrichelten Fahrradwege auf der Straße, die dem Radler Sicherheit geben und dem Autofahrer erlauben diesen Weg zu nutzen, wenn keine Radfahrer da ist. Damit ist für alle klar, wer wo fahren darf. Diese Lösung ist sicherlich nicht das Optimale aber eine schnelle Möglichkeit für eine Übergangszeit günstig sichere Wege zu schaffen. Der gut geplante umfangreiche Radwegeausbau kann trotzdem weiter verfolgt werden, denn die Markierungen sind kostengünstig und schnell zu markieren und wieder zu entfernen, wenn dann endlich die Baumaßnahmen fertig sind. Dafür freut es mich besonders, dass sieben Parlamentarier aus Detmold mitgeradelt sind und hoffe, dass sie sich alle die Stellen gemerkt haben, an denen es Verbesserungen braucht, die die Politik anschieben sollte.
Zusätzlich gestört hat mich, dass die Radwege in der Regel in einem sehr schlechten Zustand sind, viele von den Stellen sind auch schon im RADar eingetragen, es geht also nicht nur mir so. Auch die Übergänge von endenden Radwegen auf die Straße sind oft unübersichtlich und gefährlich, auch das sind wichtige Punkte für einen Perspektivwechsel.
Alles in allem hat es mir aber sehr viel Spaß gemacht, ich bin gerne geradelt und werde das auch weitermachen und hoffe, dass viele Stadradler jetzt auf den Geschmack gekommen sind und den Sommer weiterradeln.
Ich fand es super drei Wochen zu radeln

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

zwei Wochen dabei, warum eigentlich?

Geschrieben am 09.06.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Am Freitag war ein großer Artikel in der lippischen Landeszeitung zum Stadtradeln. Was mir fehlte, waren die Gründe, warum das Stadtradln eigentlich eine sinnvolle Aktion ist. Für mich sind es drei Punkte:
An erster Stelle steht für mich, dass man für drei Wochen sein eigenes Mobilitätsverhalten überdenkt und ganz bewusst überlegt, welche täglichen Wege auch mit dem Fahrrad bewältigt werden können. Fakt ist: Wir werden in der nächsten Zeit unsere Mobilität deutlich flexibler gestalten müssen, denn Lärm, Schadstoffbelastung, Klimawandel und zunehmend verstopfte Straßen können nur durch weniger motorisierten Verkehr verbessert werden. Das bedeutet nicht, dass alle aufs Auto verzichten müssen aber ein guter Mix aus Auto, Fahrrad, zu Fuß gehen und ÖPNV kann schon viel helfen. Mit dem Stadtradeln kann man einfach mal testen, was geht. Super wäre, wenn der eine oder andere Weg auch nach den drei Wochen dem Rad gehört.
Zum Zweiten ist für mich wichtig, dass die Kommune über den RADar eine Rückmeldung bekommt, wo Radwege und die Infrastruktur verbessert werden müssen. Denn nur mit sicheren und durchgängigen Radwegen und ausreichenden Abstellmöglichkeiten ist es attraktiv aufs Rad umzusteigen. Dazu gehören auch sichere Kreuzungen für Radfahrer. Deshalb ist es besonders wichtig, dass alle im RADar eintragen, wo was besser sein sollte. Auch, wenn die Kommunen die ganzen Punkte nur nach und nach abarbeiten können, ist es sinnvoll die Punkte zu sammeln und festzuhalten.
Zum dritten sollten sich beim Stadtradeln die örtlichen Ratsleute beteiligen. Leider sind diese in Lippe nur sehr selten dabei. Schade! Denn insbesondere die Ratsvertreterinnen und -vertreter sollen ja über unsere Verkehrspolitik entscheiden und da wäre es nur sinnvoll, wenn sie auch selbst die Radinfrastruktur vor Ort testen. Vielleicht kann sich der eine oder die andere noch aufraffen und mitmachen, damit sie selbst "erfahren", wo es Verbesserungsbedarf gibt. Also liebe lippische Ratsleute, schwingt euch aufs Rad und macht mit!!

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

Sonntagsbrötchen holen

Geschrieben am 03.06.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Heute bin ich nur 2 Kilometer zum Brötchen holen gefahren, wie jedes Wochenende. Dabei habe ich wieder vergeblich nach anderen Brötchenholern mit dem Rad oder zu Fuß Ausschau gehalten. Stattdessen waren die Parkplätze gut besucht. Warum, frage ich mich jedes Mal, ist es so attraktiv Sonntags mit dem Auto zum Brötchen holen zu fahren, insbesondere, weil der Spritverbrauch bei so kurzen Strecken exorbitant hoch ist.
Lasst uns alle mal nächstes Wochenende die Bäckereien verblüffen und mit dem Rad oder zu Fuß Brötchen holen. Nach der Bewegung an der frischen Luft schmeckt's auch gleich besser.

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

Schöne Radtouren durchs Lipperland

Geschrieben am 02.06.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Freitag war die traditionelle Bürgermeisterradtour. Ich musste leider erst noch arbeiten, bin dann aber im Ziegeleimuseum dazu gestoßen und danach wieder mit zurückgefahren. Auf dem Weg dahin ist mir mal wieder aufgefallen, dass in Lippe die Ausschilderung für Radfahrer richtig gut ist und man auch ohne Karte nicht verloren gehen kann. Was oft allerdings fehlt, sind die Wege, auf denen die Radfahrer sicher unterwegs sein können oder es wechselt immer wieder zwischen Abschnitten, auf denen Radwege sind und Etappen auf der Straße.
Heute, am Samstag, fand die BUND Radtour zu den Detmolder Baumdenkmalen statt. Riesige wunderschöne, von vielen Jahren gezeichnete Baumriesen auf dem ganzen Stadtgebiet verteilt, haben wir besucht. Ich hoffe sie bleiben noch viele Jahre erhalten. Wir waren auch an der 1.000 jährigen Eiche in Hornoldendorf im leichten Nieselregen, der Weg dahin an der viel befahrenen Straße nach Horn braucht dringend mal einen ausgewiesenen Radweg.

Die erste Woche Stadtradeln ist vorbei, das Wetter war absolut Fahrradfreundlich und ich habe zu keiner Zeit das Auto vermisst. So kann es weitergehen

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

Rund um die Schule

Geschrieben am 30.05.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Drei Tage bei besten Wetter radeln macht gute Laune, bei diesen Temperaturen ist es auf dem Rad gut auszuhalten.
Mein Weg zur Arbeit führt abseits der großen Straßen auf kleinen Wegen nach Bielefeld, auf dem gesamten Weg habe ich eine (richtig gelesen) eine Ampel.
Einer der gefährlichsten Punkte auf meinem Weg ist an einer Grundschule. Ich komme dort kurz vor Schulbeginn vorbei. Obwohl absolutes Halteverbot gilt, werden überall Kinder aus meist nur spärlich besetzten SUVs geschoben, Dann wollen alle so schnell wie möglich weiter, was oft zu ziemlichem Chaos führt.
Bitte liebe Eltern, überlegt, ob es nicht die Möglichkeit gibt die Kinder zur Schule gehen oder radeln oder rollern zu lassen. Testet es doch einfach mal aus, vielleicht ist das Stadtradeln auch eine gute Gelegenheit gleichzeitig auch noch mit der Schule Kilometer zu sammeln und an der Schulwertung teilzunehmen.
Vielleicht lohnt es sich auch mit den anderen Eltern zu sprechen, ob man einen "walking bus" organisieren kann. Dabei gibt es einzelne Punkte auf der Strecke, an denen sich die Kinder sammeln und in Begleitung zur Schule gehen. Oder man schwingt sich selbst auf' s Rad und begleitet sein Kind zur Schule. Die Kinder werden es gut finden und an unseren Grundschulen wird sich die Verkehrssituation für alle, auch die Kinder, die jetzt schon zu Fuß oder mit Rad oder Roller kommen, verbessern.
Ich werde jetzt erstmal den Feiertag genießen.

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

Stadtradeln Tag 1

Geschrieben am 27.05.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Auftakt Stadtradeln startete mit einer Sternfahrt vieler Aktiver Menschen aus ganz Lippe. Die Tour aus Detmold war super organisiert und durchgeführt vom ADFC. Betreutes Radfahren, ohne auf Ampeln oder den richtigen Weg achten zu müssen, ist mal ein ganz neues Radfahrgefühl.
Ich habe für die Auftakttour "dela" ausgeliehen, das kostenlose Lastenrad aus Detmold, das seit einem Jahr im Petersilchen steht. Ich bin in dem dela Team aktiv, deshalb war es klar, dass unser Lastenrad mitradeln soll. Lastenradfahren ist zunächst gewöhnungsbedürftig aber macht viel Spaß, insbesondere, weil man richtig viel Platz zum Mitnehmen hat - die Warnwesten des Kreises für die Radler wurden mir dann auch direkt in den Transportkasten gepackt. Jeder und Jede, die mal Lust hat auf Lastenradfahren und irgendwas großes transportieren muss: meldet euch an unter www.dela.bike und nutzt "dela", das Detmolder Lastenrad
Morgen geht's weiter, dieses Mal wieder mit meinem eigenen Rad.
Gute Nacht....

Teilen: Facebook | Twitter | Google+

Jetzt anmelden und mitradeln

Geschrieben am 23.05.2018 von Birgit Reher
Team: BUND Detmold
Kommune: Detmold im Kreis Lippe

Die Mobilität der Zukunft wird aus einem Mix aus vielen unterschiedlichen Fortbewegungsmöglichkeiten bestehen. Radfahren wird eine Möglichkeit sein, die dafür aber noch deutlich attraktiver werden muss. Das geht nur, wenn möglichst Viele die Radwege in Lippe testen und Punkte melden, die verbessert werden sollten. Deshalb jetzt anmelden, mitradeln und im RADar zurückmelden, wo es Stellen gibt, die verbessert werden sollten.
Übrigens, in der nächsten Woche soll es gutes Wetter geben, ich hoffe das bleibt so und ich werde nicht zu nass.

Teilen: Facebook | Twitter | Google+