STADTRADELN-Star Blog: Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau


Radeln im Mondschein ist attraktiv

Bild Geschrieben am 01.06.2018 von Dr. Thomas Otterbein
Team: BERMeG 100% Erneuerbar
Kommune: Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau

Was ein zünftiges Radlerleben im Stadtradeln angeht, so sollte man die Radlerzeit natürlich von der ersten Minute an nutzen. Da die Organisatoren des Stadtradelns den Beginn auf den Tageswechsel gelegt haben, liegen die ersten Minuten nun mal unmittelbar nach Mitternacht.

Also: Starten wir das Radeln gleich um Mitternacht mit einer Midnight Opening Tour im Mondesschein. Und wirklich, an dieser Stelle hat mein zuvor gerühmter Realitätssinn versagt. Hatte ich mir vage erhofft, dass bis zu 10 Leute ihr Nachtclub-Nachtschwärmertum in eine romantische Nachtfahrt umwandeln würden, wurde ich eines Besseren belehrt: 14 Leut waren dabei, pünktlich am Sonntag um 0:00 gemeinsam eine Runde um Mörfelden-Walldorf zu drehen. Und alle wollten die volle Runde fahren, das Angebot, ein wenig abzukürzen wurde dankend abgelehnt.

Wirklich beeindruckend, wenn man die Schlange der (Fahrrad-)Lichter im Dunkeln den Weg entlangkommen sah. Das war ein Fackellauf mit moderner Technik (sprich LED-Leuchten).

Damit hatte Mörfelden-Walldorf bereits die ersten 200km auf dem Konto, wenn die anderen Städte aufwachen ☺…

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Schon mal an ein E-Auto gedacht?

Geschrieben am 23.05.2018 von Dr. Thomas Otterbein
Team: BERMeG 100% Erneuerbar
Kommune: Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau

Die landläufige Meinung über E-Autos gibt die Spaltung der Nation über die eigene Automobilindustrie wieder. Neben ein paar Enthusiasten und Idealisten, die sich von Entbehrungen wie ausgeschalteter Heizung oder der permanenten Sorge „reicht die Reichweite?“ nur noch anspornen lassen, ist die verbreitete Meinung am Stammtisch: „Das ist die Zukunft, aber doch nicht jetzt“ oder in anderen Worten „Sollen erst mal die anderen, für mich ist das nichts …“.

Wie ausgeprägt das für die heutige Automobilindustrie zerstörerische Potential der E-Autos wirklich ist und wie schnell jenes über selbige hereinbrechen könnte, weil Sie, liebe(r) Leser(in), es schlagartig gemerkt haben, und (wenn überhaupt) nur noch ein E-Auto kaufen, ist nur einer begrenzten Anzahl von Strategen bewusst, oder aber es wird bisher nicht öffentlich gesagt. Der Untergang von Nokias Handy-Sparte erfolgte in Jahr 4 nach dem ersten iphone, aber das wollte man auch erst anschließend wahrhaben.

Aber Sie wohnen ja in Mörfelden-Walldorf oder sind Mörfelden-Walldorf in anderer Form verbunden, und Mörfelden-Walldorf als Stadt der Vielfalt ist nicht nur beim Stadtradeln vorn, sondern auch in der Frage der E-Autos. Neben dem Angebot des E-Carsharings, das durch andere an anderer Stelle schon vielfach beschrieben/beworben wird, gibt es in Mörfelden-Walldorf auch ein paar Leute, die sich mit dem E-Auto im Eigentum näher befasst haben. Und die Ihnen erzählen können, dass sich ein E-Auto gegenüber einem Verbrenner schon heute lohnen kann. Sie glauben es nicht?

Am Donnerstag, 24.5., wird es, quasi zur Einleitung des Stadtradelns und CO2-Sparens, um 19:00 eine Informationsveranstaltung zu Elektroautos im Bürgerhaus Mörfelden geben. Neben den Erfahrungen eines alten Hasen und eines Neulings wird auch ein Kostenvergleich E-Auto<->Verbrenner durchgeführt.

Sie glauben es immer noch nicht? Sie sollten hingehen und zuhören, denn es könnte Ihre private Budgetplanung entlasten …

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Für Ihre Eigenmotivation zum Stadtradeln

Bild Geschrieben am 17.05.2018 von Dr. Thomas Otterbein
Team: BERMeG 100% Erneuerbar
Kommune: Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau

Der durchschnittliche Bürger neigt zu einer gewissen Bequemlichkeit, diplomatisch als Effizienz bezeichnet. Die Erledigung des Einkaufs mit dem Auto (man hat doch Gepäck, geht schneller) statt mit dem Fahrrad (ein Satz Fahrradtaschen nimmt das Gepäck locker auf) ist ein typisches Symptom dieses Verhaltens. Mit zunehmenden Alter führt dies zu einem persönlichen immer größer ausgebauten „Mittleren Ring“, was man morgens auf der Waage besichtigen kann, deren Anzeige man aber irgendwann eigentlich nicht mehr sehen möchte. Alle Ansätze der Enthaltsamkeit werden spätestens beim gemütlichem Beisammensein mit Kaffee, Kuchen und Eis oder alternativ deftigen Mahlzeiten mit ein paar zünftigen Bier durch einmalige Ausnahmegenehmigungen umgangen, was bei regelmäßiger Wiederkehr derselben zu gleichmäßigem Wachstum des mittleren Rings führt. Würden unsere Politiker vergleichbar kontinuierlich Mittel in den Straßenbau stecken, gäbe es keine Staus, weil es mehr Fahrspuren als Autos gäbe. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass diese Mittel einfach nicht vorhanden sind und damit unsere Welt nicht eine einzige Straße mit unendlich vielen Fahrspuren für Autos wird, denn wo sollte man dann noch Fahrrad fahren?

Fahrrad fahren? Ist das nicht anstrengend? Irgendwann kommt die Erkenntnis, dass die Ausnahmegenehmigungen zur Völlerei nicht wirklich eindämmbar sind, so dass irgendetwas her muss, um die vielen Kalorien wieder loszuwerden und damit zumindest den Ausbau des mittleren Rings zu stoppen. Aber Fahrrad fahren? Geht es nicht auch anders, effizienter?

Natürlich gibt es auch andere Methoden, aber neben der peinigenden Verweigerung der Ausnahmegenehmigungen bei gleichzeitiger Halbierung der Nahrungszufuhr wird man die Kalorien nun mal vor allem durch sportartige Betätigung wieder los. Und hier betrachten wir in einem Stadtradel-Blog natürlich das Radfahren.

Den Tour de France Radlern sagt man nach, dass die täglichen Etappen von knapp 200km zu einem Kalorienverbrauch von 9000 Kalorien führen, die übrigens ziemlich genau 1kg Körpergewicht entsprechen. Das sind so große Mengen, dass die Herren sich während der Renntage gar nicht genug Ausnahmegenehmigungen zur Völlerei geben können, um das auszugleichen. Die Herren bauen zumindest zu dieser Zeit ihren mittleren Ring zurück.

Für unseren Protagonisten, den/die einfache(n) Stadtradler(in), wäre das eigentlich eine coole Nummer und hochgradig effizient: 21 Tage lang jeden Tag (naja, sagen wir 20 Tage, weil ein Ruhetag auch bei der Tour de France dazugehört) rund 200km, macht 4000km mehr für Mörfelden-Walldorf und 20kg weniger für den Protagonisten. Ein Team von 5 solchen Leuten, und Mörfelden-Walldorf hätte 20.000km mehr, was 2017 zum ersten statt dem zweiten Platz in Hessen geführt hätte. Und ein Team, in dem das jede(r) so macht, würde zweifellos die volle Anerkennung auch der bisherigen Rekordhalter der Kategorie km/Radler hervorrufen, liegen diese doch nur bei etwas über 1000km/Radler. Mörfelden-Walldorf läge ihnen zu Füßen. Ganz abgesehen davon, dass man mit so einer Leistung beim Stadtradelfest sich eine richtige Ausnahmegenehmigung geben darf und nach deftiger Mahlzeit mit ein paar ordentlichen Bier gleich weiter zu Kaffee und Kuchen gelangt, ohne dass der mittlere Ring zu einer Baustelle wird.

Aber werden wir realistisch. Es ist nicht davon auszugehen, dass unter Mörfelden-Walldorfs Bürgern Teilnehmer sind, die jeden Tag einfach mal so 200km abspulen könnten. Bei den einen ist einfach nicht genug Zeit da, bei den anderen meldet sich der Allerwerteste spätestens am 3. Tag beim Wiederaufsteigen derart vehement, dass man sich nicht mehr freiwillig auf den Sattel setzen will. Verteilen wir also die Last der km auf mehr Schultern (2017 waren 819 Radler dabei) und setzen unseren Ehrgeiz zunächst darauf, möglichst viele Mitbürger(innen) zum Mitmachen anzuregen. Dass das funktioniert, hat mir meine Frau in den vergangenen Jahren mehrfach vorgeführt: Ihr Team war größer, und sie haben insgesamt mehr km gemacht, obwohl ich selber mich (wie ich meinte: unschlagbar) ins Zeug gelegt hatte (zur Einordnung dieses kleinen innerfamiliären Wettbewerbs: neben dem innerfamiliären Spaß werden dadurch zusätzliche km für Mörfelden-Walldorf erradelt). Also: Haben Sie schon Ihre beste Freundin angesprochen, dass sie auch mitmacht? Dass Sie Ihre Frau/Mann/Lebenspartner(in) ansprechen, ist fest gesetzt.

Und damit kommen wir nochmal zur Bequemlichkeit zurück: Sie könnten ja jetzt denken, dass Sie Ihre Freundin angeworben haben und die schon Radeln wird. Und Sie sich deshalb in den Sessel setzen (bei Kaffee und Kuchen) statt auf den Sattel. Aber ich bin sicher, soviel Mathematik haben Sie aus der Schule mitgebracht, Sie wissen: Viele Leute * 0 km ist nicht mehr als wenige Leute * 0 km, nämlich immer noch 0. Ums Radeln kommen Sie also nicht herum, sonst hätten Sie neben dem 0 km Misserfolg auch noch die persönliche Mittlerer Ring Wachstums-Diskussion.

Wenn Sie jetzt annehmen, dass ich Ihnen weismachen will, dass Sie bei strömendem Regen fleißig km zu strampeln haben, dann Pustekuchen, Sie haben meinen Sinn für Realität unterschätzt (von dem ich eigentlich gehofft hatte, dass er schon im ersten Absatz in der Mittlerer Ring Thematik deutlich geworden wäre). Was Sie aber machen können und die Ausreden schon schwerer werden: Stehen Sie morgens eine ½ Stunde früher auf und fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ja richtig, zur Arbeit. Für einen Arbeitsplatz in Frankfurt brächte Ihnen das ca. 20km und 1000 verbrauchte Kalorien, für Ihr Team und Mörfelden-Walldorf wären es immerhin noch 20km. Der Clou: Sie werden feststellen, dass Sie schon lange nicht mehr so entspannt und gut gelaunt zur Arbeit gekommen sind. Ihre Kolleginnen und Kollegen merken das. Als ich das in früheren Zeiten ab und zu gemacht habe, wurde ich angesprochen, ob ich heute wieder mit dem Fahrrad da sei, ich hätte so gute Laune. Sie glauben das nicht? Ohne dass Sie das mind. 3 mal ausprobiert haben, ordne ich das „Nicht Glauben“ in „faule Ausrede“ ein.

Wenn Sie jetzt an meinen Realitätssinn appellieren, um nicht radeln zu müssen: Ich glaube an das Gute im Menschen, speziell in Ihnen. Sie machen beim Stadtradeln mit, also sind Sie ein Guter/eine Gute. Und die probieren das einfach mal aus. Und wenn Sie befürchten, den Weg nicht zu finden: Kontaktieren Sie mich, ich fahre gerne mal einen Tag mit, um Ihnen den Weg zu zeigen --- sind dann außerdem zweimal 20km statt nur einmal. Wenn Sie jetzt noch andere Ausreden haben, kontaktieren Sie mich, ich werde Ihnen die Ausreden gerne weg argumentieren, so dass Sie am Ende mit Freude radeln können.

Womit sich der Kreis schließt und wir zum mittleren Ring zurückkommen: 20km sind bei gemütlicher Fahrweise 1000 Kalorien. Sie können also entweder zusätzlich in der Firma frühstücken oder sich nach einigen Tagen über den Rückbau des mittleren Rings freuen. Und ja, ich würde mich vor Ihnen verbeugen ob der km-Leistung und dem Mut zum Ausprobieren. Und Sie bitten zu entschuldigen, dass ich den potentiellen Rückbau Ihres mittleren Rings nicht erkenne, aber das ist ja auch nicht der Job des Stadtradelstars.

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Und los ... kennen Sie mich?

Bild Geschrieben am 15.05.2018 von Dr. Thomas Otterbein
Team: BERMeG 100% Erneuerbar
Kommune: Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau

Noch 12 Tage bis zum offiziellen Start. Vielleicht kennen Sie mich noch nicht, aber dann können Sie mich beim Stadtradeln 2018 ja bei einer der Touren kennenlernen.

Vielleicht kennen Sie mich aber auch schon von der BERMeG (BürgerEnergieRheinMain eG) --- der Mörfelden-Walldorfer Energie-Genossenschaft --- in der ich seit Gründung als Vorstandsvorsitzender in Sachen Klimaschutz und CO2 engagiert bin. Oder Sie haben in der Zeitung über mich gelesen, dann vermutlich in Zusammenhang mit der BERMeG. Sie werden in diesem Blog neben Informationen über das Stadtradeln und mich selber auch das eine oder andere von und über die BERMeG hören, denn Stadtradeln und BERMeG überlappen sich in Ihrem Engagement für CO2 Einsparung und Klimaschutz. Und ich habe für die BERMeG ein Stadtradel-Team gegründet (BERMeG 100% erneuerbar).

Seit 1971 wohne ich in Mörfelden-Walldorf, unterbrochen durch ein paar längere Auszeiten. Schon als Jugendlicher bin ich mit dem Fahrrad durch die Wälder oder nach Frankfurt „gedüst“. Sowohl die Fusion Mörfelden-Walldorf in den 70er Jahren (mit dem Kunstnamen "Waldfelden", gottseidank geändert) als auch die Eröffnung der Startbahn in den 80er Jahren habe ich mitbekommen. Ab 1988 dann eine zehnjährige Auszeit im Raum Stuttgart, 1998 bin ich, dann verheiratet und mit 2 Kindern „versehen“, wieder zurückgekommen. 2003-2006 hatten wir nochmal 3 Jahre in den USA, doch davon mehr an anderer Stelle.

Ach ja, meine Frau …
Wenn Sie sich nicht mit dem Team „BERMeG 100% erneuerbar“ anfreunden können oder wollen, kann ich Ihnen auch das Team „Ökumene Unterwegs“ empfehlen, gegründet (wie die Jahre davor) von meiner Frau. Damit haben wir mal gleich einen familieninternen km-Wettbewerb eingeführt, sehr zum Wohle der km von Mörfelden-Walldorf. Und wenn dann bei jeder unserer Fahrten gleich die ganzen Teams mitfahren, gibt das richtig km für Mörfelden Walldorf, oder? Wie auch immer, Sie werden uns auch gemeinsam bei der einen oder anderen Tour antreffen, denn auch gemeinsame km sind km für Mörfelden-Walldorf. Und was die Teamwahl angeht … ich bin sicher, sie wollen eigentlich beim Team „BERMeG 100% Erneuerbar“ mitfahren ?

Sie wollen mehr wissen? Bleiben Sie dran … ?

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