STADTRADELN-Star Blog: Torsten Reif


Wilhelm Heinrich Brücke oder Bismarckbrücke – welche Brücke ist sicherer?

Bild Geschrieben am 26.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Kaum ein Straßenprojekt der letzten Jahre wurde so heftig, intensiv und emotional diskutiert wie die Neugestaltung der W-H-Brücke. Gerade von oben betrachtet muten die vielen Spuren wie ein schwer entwirrbares Geflecht an. Für viele Betrachter waren schwere Unfälle vorprogrammiert. Zum Glück hat sich diese Befürchtung nicht eingestellt. Was mich nicht sonderlich verwundert. Auch wenn die Spuren auf dem Luftbild verwirren mögen, geht es in Sachen Sicherheit immer darum, ob ein*e Verkehrsteilnehmer*in von den anderen Beteiligten frühzeitig wahrgenommen werden kann. Und das ist auf der Brücke definitiv der Fall. Egal aus welcher Richtung kommend bewegen sich die langsameren Radfahrer*innen immer vor möglicherweise auf eine Abbiegespur wechselnden Autofahrer*innen. Die gegenseitige Rücksichtnahme funktioniert an dieser Stelle sehr gut. Lediglich einen Wermutstropfen würde ich an der W-H-Brücke anmerken. Bei der Verkehrsführung von der Saaruferstraße hätte man mehr Mut zeigen können und eine direkte Abbiegespur nach links über die Brücke einplanen sollen.
Nichts desto trotz wird die Brücke mittlerweile von den Radfahrer*innen sehr gut angenommen und wie selbstverständlich befahren.
Das liegt aber auch daran, dass die Radspuren keine andere Spuren kreuzen. Genau das ist auf der nächsten Brücke über der Autobahn nicht der Fall. Am Kreisel an der Bismarckbrücke kreuzt eine Abbiegespur den Radschutzstreifen kurz vor der Einfahrt in die Franz-Josef Röder-Straße. Während auf der WH Brücke in vergleichbaren Situationen längere Einfädelspuren existieren, gibt es am Bismarckkreisel nur diesen einen sehr gefährlichen Punkt. Hat der Radverkehr, der über den extra rot gefärbten Schutzstreifen geradeaus in die Präsident-Baltz-Straße (Verlängerung der Feldmannstraße) geführt wird, eigentlich Vorfahrt? Wenn ja, wissen das die Autofahrer*innen auch? Rechnen Ortsunkundige damit, dass ein vor ihnen fahrender Radfahrer respektive eine Radfahrerin die eigene Spur in Richtung Präsident-Baltz-Straße kreuzt? Ich denke eher nicht!
Diese Situation kann sicherlich entschärft werden. Ich hätte da auch schon eine Idee.
Mein Fazit fällt klar aus: Die W-H-Brücke ist in punkto Sicherheit für Radfahrer*innen deutlich besser geplant als die Bismarckbrücke.

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Radverbindung nach Dudweiler hat eine erhebliche Lücke!

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

In den letzten Tagen habe ich mir die Radwegeverbindung nach Dudweiler genauer angeschaut. Gestartet bin ich in der Bahnhofstraße in Saarbrücken. Gleich zu Beginn fällt die Abgrenzung in der Betzenstraße auf, mit der der Radschutzstreifen von der Straße erst kürzlich getrennt worden ist. Diese sinnvolle Maßnahme, die den Streifen davor bewahrt, von PKWs einfach zu geparkt zu werden, kann gerne noch häufiger in der Stadt kopiert werden. Da fallen eifrigen Radfahrer*innen auf Anhieb sicherlich mehrere Stellen im Straßennetz ein, an denen die Schutzstreifen ebenfalls eine räumliche Trennung nötig hätten. Weiter geht es an die Saarbahnhaltestelle Johanneskirche. Der Schutzstreifen endet an der Ampel. Immerhin gibt es eine Vorstellfläche für Fahrräder, dank der man vor dem Verkehr fahren kann, sollte man vorher bei Rot an der Ampel warten müssen. Überbrückt müssen auch nur ca. 90 Meter, bevor es wieder rechts in die Dudweiler Straße geht. Direkt nach den Saarbahngleisen beginnt erneut ein Schutzstreifen. Ab der Abfahrt Beethovenstraße gibt es stadtauswärts zwei Autospuren, aber weiterhin nur einen kleinen Schutzstreifen. Dieser endet an der Brauerstraße, während die zwei Autospuren bis an die Eisenbahnbrücke nach der Kreuzung mit dem Meerwiesertalweg führen. Unter dieser Brücke wird es dann eng und die beiden Autospuren werden zusammengeführt. Radfahrer*innen müssen sich ihren Platz auf der Straße förmlich erkämpfen und das auch noch in einer Situation, in der sich der KFZ-Verkehr wegen des Einfädelvorgangs eher mit sich selbst beschäftigt. Eine Lösung wäre sicherlich, wenn die Verjüngung der beiden Spuren auf eine Spur entweder an anderer Stelle, also deutlich vor der Brücke, stattfinden würde, oder – in meinen Augen noch besser – gar nicht erst nötig wäre. In Zeiten von Pop up-Fahrradstraßen könnte zur Vermeidung dieser gefährlichen Passage die zweite Autospur zwischen Beethovenstraße und Brauerstraße bzw. Meerwiesertalweg auch gerne zur Fahrradspur umgewidmet werden.
Im weiteren Verlauf der Strecke ist die Radverkehrsinfrastruktur bis zum Dudoplatz gut ausgebaut. Ab da wechseln sich allerdings markierte und nicht markierte Abschnitte Richtung Sulzbach ab. Das sollte korrigiert werden.
Das Nadelöhr allerdings ist und bleibt wie so oft die Eisenbahnbrücke. Wenn wir mehr Fahrer*innen davon überzeugen wollen, den Weg von und nach Dudweiler mit dem Rad zurückzulegen, muss diese Gefahrenstelle dringend entschärft werden.

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Dank Stadtradeln jetzt über 9000 Km auf meinem Bike

Bild Geschrieben am 23.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Mit dem Ziel vor Augen, dieses Jahr während der Stadtradelzeit mehr Kilometer zu fahren als letztes Jahr, bin ich neben den Alltagswegen auch zusätzliche Strecken gefahren. Am letzten Dienstag vor dem Stadtrat zeigte mein Kilometerzähler an meinem Bike tatsächlich 8.999,9 km an. Das musste ich gleich mal im Bild festhalten. Heute, eine Woche später, habe ich beim Stadtradeln inzwischen fast 600 km gesammelt und 86 kg CO2 eingespart. Du treibst übrigens nicht nur Sport und kommst entspannter an, wenn Du das Rad auch im Alltag bewegst – in der Stadt bist Du meistens auch zügiger am Ziel. Selbst zum Termin in Burbach war ich vom Rathaus St. Johann aus kommend schneller als andere mit dem Auto.
Gefühlt sehe ich zur Zeit extrem viel Leute, die mit dem Rad unterwegs sind. Das ist gut zu sehen! Je mehr Radfahrer*innen auf der Straße unterwegs sind, desto eher nehmen die anderen Verkehrsteilnehmer*innen uns auch wahr und können dann auch Rücksicht nehmen. Das ist neben dem weiteren Ausbau von sicheren Radwegen ein weiterer wichtiger Aspekt in Punkto Verkehrssicherheit.
So, jetzt geht es noch mal raus auf die Straße.
Leute, es geht in den Endspurt. Sammelt in den letzten Tagen weiter fleißig Kilometer, damit wir auch als Stadt das Ergebnis von 2019 deutlich toppen können.

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LfS - ist das Dein Ernst?

Geschrieben am 10.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Der Leinpfad ist jetzt schon der meistbefahrene Radweg des Landes. Sowohl Touristinnen und Touristen als auch Sportler*innen sowie nicht zuletzt die Alltagsradler*innen nutzen diese Radwegeverbindung. Der Leinpfad spielt eine zentrale Rolle in den Entwicklungsplänen von Stadt und Land, um die Radinfrastruktur im Land modern auszubauen. Mit Bundesmitteln soll er zu dem einzig möglichen Radschnellweg des Landes ausgebaut werden. Zwischen Völklingen über Saarbrücken und Uni bis nach Sankt Ingbert soll er dann führen. Die Bedeutung des Leinpfades für den Radverkehr könnte nicht wichtiger sein!

Letzte Woche berichtete der LfS auf Rückfrage aus dem Verkehrsausschuss, dass die Baumaßnahme der 'Steag' am Leinpfad – weshalb die Strecke zwischen der Schleuse Burbach und Völklingen über Monate gesperrt war – dazu genutzt wurde, die Gefahrenstellen an den beiden Holzbrücken zu beseitigen. Die Holzbrücken seien zwar noch vorhanden, was ich persönlich schon nicht nachvollziehen konnte, aber sie seien mit Matten abgedeckt worden, damit von den Holzblanken kein Gefahr mehr ausgehen würde.

Gestern bin ich die Strecke abgefahren und ich bin echt entsetzt. An der ersten Holzbrücke ist überhaupt nicht gearbeitet worden! Die felgenfressende Kante an der kleinen Betonbrücke ist ebenfalls unangetastet! Lediglich bei der zweiten Holzbrücke wurden die Bohlen mit einer Matte abgedeckt. Aber auch da sieht eine saubere Lösung in meinen Augen anders aus. Musste die Matte auf der einen Seite wirklich so knapp an die Kante gelegt werden? Schaut Euch die Bilder selbst an!

Man hätte die Zeit der Sperrung wirklich nutzen müssen, diese Gefahrenstellen mit kleinem Aufwand zu entschärfen!
Dabei lohnt es sich, den Leinpfad entlang zu fahren. Nicht nur im Alltag als Pendler, auch in der Freizeit, um die schönen Seiten der Saar zu genießen. Zwischen Burbach und Völklingen ist die andere Saarseite übrigens sehr gut ausgebaut – ohne Gefahrenstellen und tatsächlich auch mit weniger Verkehr ;-)

ps: in den nächsten Tagen möchte ich mir die Radwegeverbindung nach Dudweiler genauer anschauen

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LfS in Saarbrücken - Radentwicklungsplan des Landes - Null Projekte in Saarbrücken seit 2011!

Geschrieben am 09.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Der LfS ist als Landesbetrieb für Straßenbau für alle Straßenabschnitte zwischen den Ortsschildern zuständig. Auch davon gibt es viele auf dem Stadtgebiet von Saarbrücken. Dem LfS scheint das nicht bewusst zu sein. Letzte Woche war er im Verkehrsausschuss des Stadtrats um über Projekte in seiner Zuständigkeit zui berichten. An der Stelle möchte ich meinem Ärger erst einmal Luft machen, dass der LfS im Zuge des hoch gepriesenen Radentwicklungsplans des Landes aus dem Jahre 2011 bisher in Saarbrücken keine einzige Maßnahme in Angriff genommen geschweige denn umgesetzt hat. Diese ernüchternde Bilanz zeigt entweder, dass der verantwortlichen Ministerin die Bedeutung der Landeshauptstadt nicht bewusst ist oder aber, dass es doch nicht so weit her ist mit dem Umbau der Verkehrsinfrastruktur des Landes zu einem fahrradfreundlichen Bundesland.
Jeder, der den Leinpfad schon einmal bis nach Völklingen gefahren ist, kennt die beiden Holzbrücken, die eine gewisse Gefahrenstelle darstellen. Im Ausschuss berichtete der LfS jetzt, dass die Baumaßnahme der Steag am Leinpfad auf Höhe des Kraftwerks Fenne dazu genutzt wurde, die Holzbrücken mit einer Matte abzudecken, so dass die einzelnen Holzbohlen nicht mehr so gefährlich nach oben stehen können. Morgen schaue ich mir das mal an....

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es geht los ;-)

Geschrieben am 09.09.2020 von Torsten Reif
Team: Grüne Lenker
Kommune: Saarbrücken im Regionalverband Saarbrücken

Das Stadtradeln 2021 ist gestartet. Am Sonntag gab es eine Anradeltour mit der Bürgermeisterin zum Auftakt der 3-wöchigen Stadradelphase in Saarbrücken. In den kommenden 21 Tagen werben wir dafür, das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und stattdessen auf die klimafreundliche Alternative Fahrrad umzusteigen. Parallel zur Tour de France hat unsere Bürgermeisterin Barbara Meyer-Gluche die „Tour de Sarrebruck“ ausgerufen.
Vielen Dank an das Organisationsteam, dass zum Anradeln eine schöne Route über die Daarler Wiesen durch das Almet in den DFG und wieder zurück zum Staatstheater ausgesucht hat. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, noch mehr km mit dem Rad zurückzulegen, als ich ohnehin schon fahre und die Zahl der gefahrenen km in dem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr zu steigern.
In meinem Blog möchte ich darüber berichten, wie die Fahrten waren. Sowohl empfehlenswerte Passagen möchte ich beschreiben aber auch über Situationen/ Abschnitte berichten, die es zu verbessern gilt.

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