STADTRADELN-Star Blog: Carmen Debatin


Gehweg statt Geduld

Geschrieben am 18.07.2020 von Carmen Debatin
Team: Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)
Kommune: Bruchsal im Landkreis Karlsruhe

Nicht immer gibt es extra Fahrrad-Seitenstreifen oder Radwege. Dann muss man als Radfahrer auf der Straße fahren. Oftmals ist das gar kein Problem. Doch in den vergangenen 10 Tagen kam es fast täglich vor, dass ich von Autos überholt wurde, deren FahrerInnen offenbar nicht die Geduld hatten, einge 100 m mit nur 23 km/h in der 30er-Zone zu fahren oder nicht warten wollten, bis ich das letzte Stückchen Berg an den parkenden Autos vorbei hochgefahren bin.
Statt ein bisschen Geduld aufzubringen, fuhren sie mit unverminderter Geschwindikeit über den Gehweg, um an mir vorbeizukommen (und um dann 50 m später, abzubiegen oder an der Ampel halten zu müssen...).

Auch ich fühle mich nicht wohl, wenn ich merke, dass ich offenbar ein Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer bin. Aber: durch ein mehrmaliges Gas Geben und Abbremsen hinter mir, kann ich auch nicht schneller fahren. Und der Gehweg ist nun mal ein Geh-Weg und kein Fahr-Weg.
Also liebe Autofahrer: Etwas mehr Geduld bitte!

Trotzdem will ich auch einmal die positiven Erlebnisse mit Autofahrern hervorheben:
Immer wieder schön ist es, wenn AutofahrerInnen mitdenken und bspw. auf ihre Vorfahrt verzichten und uns Radfahrern Zeichen geben, dass wir weiterfahren dürfen, ohne anhalten oder absteigen zu müssen.
Dankbar bin ich auch allen AutofahrerInnen, die uns Radfahrer mit angemessenem Abstand überholen und die vorgeschriebenen 1,5 m nicht unterschreiten.

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Radfahren bei Wind und Wetter

Bild Geschrieben am 15.07.2020 von Carmen Debatin
Team: Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)
Kommune: Bruchsal im Landkreis Karlsruhe

Einen blauen Regenschutz mit dem STADTRADELN-Schriftzug für den Fahrradsattel habe ich zu Beginn der STADTRADELN-Wochen bekommen. Heute habe ich ihn zum ersten Mal gebraucht. Denn: Heute war der erste ("richtige") Regentag während der Bruchsaler STADTRADELN-Wochen.
Für gewöhnlich hätte ich an so einem grauen und regnerischen Morgen das Auto zur Fahrt ins Büro genommen. Aber die Spielregeln für uns STADTRADELN-Stars gelten auch für Regenwetter: Kein Auto von innen sehen! Und da ich mir das Motto "Keine Ausreden!" gesetzt hatte, war am Morgen klar: Regenhose und Regenjacke anziehen, Kapuze auf und Helm darübersetzen und los geht's durch den Regen - gar kein Problem!
Von einer Handteller großen nassen Stelle auf der Jeans abgesehen, kam ich nach 5 Minuten Radeln durch den Regen trocken im Büro an.
So nehme ich für mich mit: Auch nach dem STADTRADELN kann ich auch bei Regen auf das Auto verzichten und stattdessen das Rad nehmen (und evtl. eine neue wasserdichte Regenhose kaufen).

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Schauen, wo der Weg mich hinführt!

Bild Geschrieben am 08.07.2020 von Carmen Debatin
Team: Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)
Kommune: Bruchsal im Landkreis Karlsruhe

Wenn ich Fahrrad fahre, dann habe ich oftmals kein konkretes Ziel, sondern schaue einfach, wo der Rad-, Feld- oder Waldweg mich hinführt. An Kreuzungen entscheide ich mich dann oft spontan, welchen Weg ich einschlage.
Natürlich sind es nicht immer Panoramawege, auf denen ich dann fahre. Manchmal endet ein Weg unverhofft am Waldrand oder im Acker.
Aber manchmal – und das ist das Schöne daran – komme ich an Waldlichtungen, an (mir) unbekannte Aussichtspunkte oder an schönen Landstrichen vorbei.
Einfachen schauen, wo der Weg mich hinführt! Auf diese Weise lerne ich die Bruchsaler Umgebung ganz neu kennen.

In dieser Woche war ich auf Fortbildung in Bad Herrenalb im Schwarzwald. Auch hier bin ich „einfach mal drauflosgefahren“ und habe mich überraschen lassen, wo die Wege, die ich einschlug, entlang- bzw. hinführten. In der Gegend um Bad Herrenalb führen sie oftmals steil hinauf oder hinab. Gestern beispielsweise, bin ich auf einem wunderschönen Radweg von Bad Herrenalb nach Marxzell hinabgefahren und habe mich dann spontan entschieden, der Straße Richtung Dobel zu folgen. Dann habe ich offenbar den falschen Feldweg genommen, der mich zwar nicht zum Dobel, aber dafür steil den Berg hinauf und durch den Wald zu einer Art Hochebene geführt hat. Die Abendsonne beschien diese Hochebene so schön, dass ich froh war, den – vermeintlich – falschen Weg genommen zu haben.

[die Fotos im Querformat zeigen den schönen Kraichgau, die Fotos im Hochformat den schönen Schwarzwald]

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Das STADTRADELN beginnt! - Unterwegs auf dem ökumenischen Kirchen-Radrundweg

Bild Geschrieben am 30.06.2020 von Carmen Debatin
Team: Ökumenisch unterwegs (christl. Gemeinden Bruchsal)
Kommune: Bruchsal im Landkreis Karlsruhe

Als Gemeindediakonin der Luthergemeinde Bruchsal und als STADTRADELN-Star liegt es natürlich auf der Hand, mit dem ökumenischen Kirchen-Radrundweg Bruchsal in die STADTRADELN-Wochen zu starten!
Um einen Eindruck vom Kirchen-Radrundweg zubekommen, nehme ich Sie mit auf meine Tour vom Sonntag, 28.6.:
Begonnen habe ich – natürlich – an „meiner“ Lutherkirche. Dort bekam ich einen orangenen Stempelpass und auch gleich meinen ersten Stempel. In der Kirche konnte ich die kleine Ausstellung mit Egli-Figuren bestaunen, die eindrücklich biblische Szenen zeigt.
Ich folgte den orangenen Pfeilen des Kirchen-Radrundwegs durch die Innenstadt zur Paul-Gerhardt-Kirche. Dort kam ein bisschen Fest-Stimmung auf: Sonnenschirme, Kuchen, Musik und fröhliche Mitarbeitende. Es gab nicht nur den zweiten Stempel, sondern auch ein Quiz (aber: was die Badeente im Baum des Kirchhofs zu suchen hat, verrate ich nicht ;-) ).
Durch den schattigen Wald ging es dann Richtung Büchenau. Auf dem „Rennweg“ waren zahlreiche Radfahrer unterwegs – manche rasant, andere ganz gemächlich, sodass es ein ständiges Überholen und Überholt-Werden war.
Schließlich erreichte ich die nächste Stempelstation, die Kirche St. Cosmas und St. Damian in Untergrombach. Dort stempelte STADTRADELN-Star-Kollegin Ute Wick.
Weiter ging es nach Obergrombach. Über den Radweg, der sich an Gärten vorbei idyllisch durch den Ort schlängelt, fuhr ich zur Schlosskirche. Für mich war es der erste Besuch in der Schlosskirche. Ich war ganz begeistert und freute mich über die kleine Kirchenführung, die Gemeindemitglieder der Christusgemeinde anboten.
Danach stand die für mich herausforderndste Etappe des Kirchen-Radrundwegs an: der „Berg“ zwischen Obergrombach und Helmsheim. Als ich diesen „Berg“ das erste Mal vor etlichen Wochen hochfuhr, kam ich im Schneckentempo und völlig außer Atem oben an. Inzwischen hat sich offenbar ein gewisser Trainingseffekt eingestellt. Denn: Aus dem „Berg“ wurde nun ein „Hügel“, den ich gut und problemlos bewältigen konnte – wenn auch nicht ganz so zügig, wie die darauffolgende Abfahrt zur Melanchthonkirche.
Die Melanchthonkirche war meine letzte Stempelstation und so bekam ich dort eine Fahrradklingel mit dem Zuspruch „Gott hört mich“. Ich durfte einen Handabdruck auf dem Segensplakat hinterlassen und gönnte mir im schönen Kirchgarten noch einen der leckeren Muffins. Dabei kam ich ins Gespräch mit einer Frau, die ebenfalls den Kirchen-Radrundweg gefahren ist. Es stellte sich heraus, dass sie eine der STADTRADELN-Stars des vergangenen Jahrs war. Ein netter Zufall!
Durch Heidelsheim ging es zurück nach Bruchsal und hinauf auf den „Penicillin-Buckel“. So schön die Aussicht von meinem Balkon dort oben ist, so unschön ist es, dass jede meiner Radtour mit einer Buckel-Steigung endet. – Immerhin: ich komme jede Woche ein bisschen schneller hinauf! :-)

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