STADTRADLER-STAR Blog: Lübeck


21 Tage und 1.412 Kilometer - ein kleiner Beitrag für Lübecks CO2-Ersparnis von bisher 31.123 kg

Bild Geschrieben am 29.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

1.412 Kilometer in drei Wochen. Soviel fahren sicher nicht einmal die Zeitgenossen mit den übermotoriserten Karossen, die man heutzutage so oft auf den Straßen sieht. Und da ich als Stadtradler-Star außer Konkurrenz radele, habe ich nicht ganz so heftig in die Pedalen getreten, wie etwa im letzten Jahr. Dafür ist die Kilometerleistung realistischer: Sie entspricht etwa dem, was beim täglichen Radeln zur Arbeit, zur Schule und durch Tagestouren bei schönem Frühsommerwetter so zusammenkommt. Und das alles völlig stressfrei, denn die meisten der Fahrten haben bei schönem Wetter - wie immer - einfach nur Spaß gemacht. Schade, dass die 21 Tage Stadtradeln in Lübeck nun vorbei sind. Zum Abschluss haben wir am vergangen Freitag noch eine kleine team-übergreifende Abschlussrunde mit anschließendem (veganen!) Grillen veranstaltet. Mit von der Partie waren Christian (Offenes Team), Dirk (Meeresrauschen), Joachim (Meeresrauschen) und Claudia (Lübeck-Vegan). Drei Wochen ohne Auto war für alle Teilnehmer kein Thema, weil alle ohnehin überzeugte Radfahrer sind und - bis auf einen - aus Überzeugung kein Auto besitzen. Es geht also prima ohne Auto. Aktiver Klimaschutz ist viel einfacher, als man häufig denkt - und macht sogar noch jede Menge Spaß!

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Lastenesel Fahrrad

Bild Geschrieben am 26.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Die Aktion Stadttadeln neigt sich in Lübeck ihrem Ende zu. Was eigentlich ein bisschen schade ist, denn auch ein Vielradler wie ich tritt in diesen drei Wochen etwas mehr in die Pedale, als sonst. In einigen Teams, da bin ich mir sicher, herrscht nun etwas Stress. Schnell noch die Kilometerstände verbessern und vielleicht noch einen Rang in der Kategorie „fahrradaktivstes Team“ nach oben rutschen. Claudia und ich lassen es am heutigen Donnerstag etwas ruhiger angehen. Das Wetter ist wenig einladend, was natürlich kein Hinderungsgrund ist. Aber da wir vom Team Lübeck-Vegan auch mal einkaufen und andere Dinge erledigen müssen, nutzen wir das Schietwetter mal für solcherlei Aktivitäten. Apropos einkaufen: Auf dem Foto ist meine Teamkollegin und Ehefrau Claudia zu bestaunen, die in Anhänger und Packtaschen einen Einkauf verstaut hat, der der Wochenendration einer vierköpfigen Familie alle Ehre machen dürfte. Zwei Kisten Mineralwasser, sechs Liter Wein, fast ebenso viel Orangensaft, Toilettenpapier, Esswaren und obendrauf noch ein neues Bügelbrett. Alles entspannt transportiert mit dem Fahrrad. Wozu braucht der Mensch eine Blechkiste?

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Pendeln zwischen Lübeck und Mölln (ca. 40 km)

Bild Geschrieben am 23.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Mit dem Rad zur Arbeit zu pendeln, ist für mich ein selbstverständliches Privileg, das ich niemals missen möchte. Doch pendeln lässt sich auch noch weiter, zum Beispiel ins knapp vierzig Kilometer entfernte Städtchen Mölln. Da Claudia und ich neben unserer Teilzeitarbeit auch im mittleren Erwachsenenalter noch die Schulbank drücken, müssen wir zwei bis vier Mal pro Woche dorthin. Aber auch nach Mölln lässt sich prima mit dem Rad pendeln, was zwar ein wenig zeit kostet, dafür aber eine gesunde, sportliche und auch günstige Angelegenheit ist. Weniger Vergnügen dagegen bereitet der völlig marode und ungepflegte Radweg entlang der Bundesstraße 207, der mit so ziemlich allem aufwartet, was den Radfahrer ärgert. Kurz vor Einhaus (bei Ratzeburg) kapitulieren die Behörden dann sogar vor ihrer eigenen Untätigkeit und wollen sogar, dass „Radfahrer absteigen.“ Aber mal abgesehen von derartigen Ärgernissen ist die Fahrt nach Mölln meist eine willkommene sportliche Abwechslung, vor allem im Sommer. Die abendliche Heimfahrt gestalten wir uns zuweilen sehr gemütlich, indem wir die ein oder andere Bierpause einlegen. Radfahren hat auch eine sehr hedonistische Komponente. Übrigens werden wir regelmäßig von unseren Schulkameraden dafür bewundert. Und die sind teilweise jünger als wir. Aber wenn wir an einem lauen Sommerabend durch die duftende Natur radeln und vielleicht noch einen Abstecher zum Ratzeburger See machen, würden wir nie mit all jenen tauschen wollen, die in ihren Blechkisten nach Hause fahren und dort sicher auf der Couch vor der Glotze enden…

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Der Weg zur Arbeit? Natürlich mit dem Rad!

Bild Geschrieben am 19.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Morgens sehe ich immer das gleiche Schauspiel: Lange Blechkaravanen quälen sich über Lübecks Hauptstraßen. Oft kommt es zu Staus oder zähflüssigem Verkehr. Spaß dürfte das Autofahren so bestimmt nicht machen. Ich dagegen schwinge mich auf den Sattel und trete in die Pedale. Schnell weichen die letzten Reste der Müdigkeit einem Gefühl von Frische, Fitness und Stärke. Der Körper will sich nach dem Schlafen einfach bewegen und freut sich über die Aktivität an der frischen Luft. Etwa Siebeneinhalb Kilometer muss ich zu meinem Arbeitsplatz radeln. Siebeneinhalb Kilometer, die ich in aller Regel genieße - wenn auch mit Einschränkungen durch den Verkehrslärm auf einigen Straßen. Zugegeben, manchmal schimpfe auch ich als eingefleischter Radfahrer auf mieses Wetter. Doch mit der richtigen Kleidung ist auch das norddeutsche Schietwetter kein Problem mehr. Ich habe übrigens festgestellt, dass Lübeck für Radfahrer nicht besonders weitläufig ist. Und auch, dass das Fahrrad in den meisten Fällen das schnellste Verkehrsmittel ist. Aber das tagtägliche Radeln ist nicht immer entspannend und ausgleichend. Ärgerlich sind vor allem unkomfortable und marode Radwege, von denen es in Lübeck nicht gerade wenige gibt. Oder auch Wintertage mit Schnee und Glatteis, wenn sich der Winterdienst mal wieder nicht um die Radwege kümmert. Doch von solchen Widrigkeiten dürfen sich Pedalisten nicht abschrecken. Und das tun sie offensichtlich auch nicht, denn die Anzahl der Radfahrerinnen und Radfahrer steigt von Jahr zu Jahr stetig an. Vor allem morgens zur Hauptverkehrszeit sind sie nicht mehr zu übersehen und zeigen so, wie groß das Gewicht des Radverkehrs im Alltagsverkehr mittlerweile geworden ist. Und darauf wird die Verkehrspolitik reagieren müssen - früher oder später.

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Feiertagstour und lästige Eisheilige

Bild Geschrieben am 17.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Man darf sich ja nie die Laune vermiesen lassen. Und das schon garnicht von den Eisheiligen, die nach dem verheissungsvollen Sommereinbruch der letzen Woche um so brutaler zugeschlagen haben: Regen, Wind und Temperaturen im Handschuhbereich haben das Radeln doch schon ein wenig mühselig gemacht. Egal. Die Binsenweisheit besagt, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Klamotten gibt. Und so haben Claudia und ich uns am Pfingstmontag auf den Weg rund um den Schaalsee gemacht. Von Lübeck aus sind wir erst nach Ratzeburg, dann nach Salem und weiter über Zarrentin, Lassahn und Kneese nach Mustin und danach wieder nach Ratzeburg, Bäk und zurück nach Lübeck geradelt. Stolze 103 Kilometer kam so pro Nase zusammen - und das trotz des zuweilen recht lästigen Gegenwindes. Aber Spaß gemacht hat diese Tour auf jeden Fall. Und auch haben wir viele Radlerinnen und Radler gesehen, die es ebenfalls mit dem kühlen Wind aufgenommen haben. Sicher waren da auch die ein oder anderen dabei, die für Stadtradeln Kilometer gesammelt haben...

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Getränke einkaufen - natürlich mit dem Rad!

Bild Geschrieben am 12.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Auch während der Aktion Stadtradeln kann man nicht jeden Tag Kilometerfressen. Ab und an muss man auch mal den Ball flach halten und einfach nur Notwendiges erledigen - wie etwa Getränke einkaufen.

Und das geht prima mit dem Rad. Wer glaubt, ein paar lächerliche Getränkekisten nur mit dem übermotorisierten Straßenpanzer bewegen zu können, ist auf dem Holzweg: das geht wunderbar mit reiner Muskelkraft! Hilfreich ist außer dem Rad ein einigermaßen guter Anhänger, den man vorzugsweise an der Radnabe befestigt. Unserer war nicht einmal allzu teuer und fasst locker drei Standardkästen.

Und so machte ich mich heute (Do., 12.5.) auf den Weg zum Supermarkt. Geparkt wurde kurz neben dem Eingang, danach der Einkauf erledigt und zum Schluss die Kisten in den Anhänger geladen. Zwei Kisten Mineralwasser, ein Bierkasten und noch zwei Sechserpacks Wasser - alles in allem knapp 40 Kilogramm - konnte ich so bis direkt vor meine Haustür radeln.

Okay, den Wochenvorrat einer vierköpfigen Familie fasst ein Hänger plus Packtaschen nicht. Aber mit ein wenig kluger Logistik lassen sich selbst umfangreiche Einkäufe ausgesprochen stressfrei mit dem Fahrrad erledigen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern stärkt auch Muskeln und Kondition. Ich jedenfalls hatte heute meinen Spass dabei, beim Einkauf Sonne und Fitness tanken zu können - ganz ohne Parkplatz- und anderem Verkehrsstress.

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Und los geht's!

Bild Geschrieben am 08.05.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Ein so sonniges wie ereignisreiches Wochenende geht zu Ende. Es begann mit der Auftaktveranstaltung zur Aktion Stadtradeln in Lübeck, an der Klimaschutzmanagerin Andrea Witt, Umweltsenator Ludger Hinsen, ADFC-Lübeck Vorsitzender Rolf Hagen und auch ich eine kleine Ansprache hielten. Dann ging es los zur Auftakttour über Wulfsdorf, Klein Sarau und Groß Grönau bis zum Restaurant Müggenbusch, das malerisch am Ufer der Wakenitz liegt. Die Tour wurde übrigens professionell von den Aktiven des ADFC Lübeck geführt.

Knappe 30 Kilometer, die für mich und meine Ehefrau Claudia aber nur zum Aufwärmen der Muskeln reichten. Schließlich bedeutet Stadtradeln auch Kilometersammeln für den Klimaschutz. Und so hängten wir noch zwei Anschlusstouren dran: eine durch das westliche Mecklenburg, die andere durch die Landschaften westlich des Ratzburger Sees. Gesamtbilanz: ca. 115 Kilometer. Pro Nase, versteht sich.

Am heutigen Sonntag stand (nach einer kleineren Tour nach Rothenhusen) noch ein offizieller Termin mit Ludger Hinsen, Andrea Witt, Stadtradeln-Botschafter Rainer Fumpfei und mir an. Beachtlich: ADFC-Mitglied Fumpfei bereist fast jede teilnehmende Kommune mit dem Reiserad und gibt der bundesweiten Aktion Stadtradeln so ein Gesicht. Sechs Wochen Reiseradeln plus Termine, und das ehrenamtlich. Mein Respekt!

Nach diesem sehr gelungenen Auftakt der Aktion Stadtradeln in Lübeck, heisst es natürlich Kilometermachen. Auch wenn ich als Stadtradler-Star außer Konkurrenz radele, will ich nicht schwächeln und schiele schon auf eine vierstellige Zahl. Der eingesparten CO2-Menge Lübecks wird es gut tun. Und meiner Fitness auch.

Übrigens habe ich an diesem sonnigen Sonntag sehr viele radfahrende Grüppchen gesehen. Ganz sicher war unter ihnen auch das ein oder andere Stadtradeln-Team.

Viel Spaß beim Radlen für‘s Klima wünscht euch

Frank Spatzier

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Auf zwei Rädern durch Lübeck und Europa

Bild Geschrieben am 29.04.2016 von Frank Spatzier
Team: Lübeck-Vegan
Kommune: Lübeck

Moin liebe Radlerinnen und Radler!


In diesem ersten Blogeintrag möchte ich mich als Lübecker Stadtradler-Star gerne vorstellen. Mein Name ist Frank Spatzier und ich bin Radfahrer aus Leidenschaft und Überzeugung. In meinem früheren Leben war ich nicht selten mit dem Auto unterwegs, doch wirklich Spaß hat mir das nie gemacht. Ich fand es schon immer sehr gefährlich, mit einem fast tonnenschweren Gefährt durch volle Straßen zu fahren. Vom Tempowahn auf Autobahnen ganz zu schweigen.


Irgendwann kauften meine Frau Claudia und ich unsere ersten hochwertigen Fahrräder. Das mussten natürlich gleich Reiseräder sein, um damit auch abenteuerlich verreisen zu können. Wir waren überzeugt, damit unser Leben zum Positiven ändern zu können.

Und wie sehr wir Recht hatten! Schnell wurde das Fahrrad zu unserem Verkehrsmittel Nummer eins im Alltag, parallel dazu entdeckten wir unsere Leidenschaft am Radreisen. Mal ehrlich, wenn es so etwas wie Freiheit unterwegs gibt, dann nur auf dem Fahrradsattel! Kein anderes Verkehrsmittel ermöglicht ein so ungezwungenes und erlebnisreiches Reisen.

Und so nahmen wir Europa unter die Laufräder und erkunden nach Skandinavien seit einigen Jahren nun den Osten des kleinen Teil-Kontinents. Aktuell haben wir Weißrussland als optimales Radreiseziel entdeckt. Im Sommer geht es wieder los in Richtung Minsk.

Es hat nach diesem Fahrradkauf übrigens nicht lange gedauert, bis wir unser Auto abgeschafft haben. Es war eine regelrechte Befreiung, endlich dieses teure und unpraktische Gefährt loszuwerden.

Heute besitzen Claudia und ich gleich mehrere Fahrräder und wissen schon garnicht mehr, wie es ist, sich mit einem Auto durch die Lübecker Staus zu quälen. Und ehrlich, vermisst haben wir es an keinem Tag. Mit Fahrrädern und Anhängern lassen sich die meisten Transportarbeiten problemlos bewerkstelligen.

Doch einmal im Jahr geraten Claudia und ich für genau 21 Tage ein wenig in Stress. Und zwar jedes Mal, wenn die Aktion Stadtradeln stattfindet. Schuld daran ist der Online-Kilometerzähler, der so schöne Vergleichsmöglichkeiten bietet. Dann heißt es Kilometermachen, was das Zeug hält. So wird es für uns zur Frage der Ehre, möglichst hohe Kilometerzahlen als Team und Einzelradler für den guten Zweck zu erstrampeln.

In den letzten beiden Jahre lag ich als Fahrer mit der zweitbesten Einzelleistung jeweils ganz weit vorne, und das trotz Berufstätigkeit und anderen Verpflichtungen. Deshalb hat man mich gefragt, ob ich dieses Jahr nicht Stadtradler-Star werden wolle. Gerne habe ich zugesagt und sehe als eine Auszeichnung an.

Ob ich in diesem Jahr Kilometer-Höchstleistungen erradeln kann, weiß ich noch nicht. Wie ich mich aber kenne, muss die Kilometerzahl schon vierstellig sein. Das Schöne daran ist, dass es für einen guten Zweck ist, nämlich das Radfahren als gesunde, nachhaltige, soziale und klimaschonende Mobilitätsform ins Rampenlicht zu stellen.

In diesem Blog werde ich über ganz alltagspraktische Dinge berichten. Also darüber, wie es sich durch Lübeck radelt, wie man mit dem Fahrrad Einkäufe erledigt oder auch mal einen Wochenendausflug durchführt. Und ich bin sicher, dass ich den / die ein oder andere/n Leser/in in der nächsten Zeit draußen auf dem Rad sehen werde.

Frank Spatzier

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