Fahrradfahrer auf der Gewinnerseite?

Geschrieben am 12.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
Kommune: Leer (Ostfriesland)

Liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler!!

Dank der Stadtradelaktion ist mir die Selbstverständlichkeit, mit der ich bisher zum Autoschlüssel gegriffen habe, schon fast peinlich. Das Fahrrad ist ganz sicher DIE bessere Alternative zum Auto.

Einkäufe erledige ich mittlerweile gerne per Rad in dem Bewusstsein, draußen in der frischen Luft, mit viel Spaß sportlich unterwegs zu sein und dabei Land und Leute aktiv wahrnehmen zu können. Nicht mit dem Auto zu fahren ist ja keinesfalls ein Verzicht, sondern ein Gewinn! Ein Gewinn fürs Gemüt, für die Gesundheit, das soziale Leben und natürlich für die Umwelt.

Dies vor dem Hintergrund, dass ich zur Zeit viel Glück mit dem Wetter habe. Ich hatte ja schon an anderer Stelle meine Regen-/Schlechtwetterempfindlichkeit beim Fahrradfahren thematisiert. Seit Beginn meiner Stadtradellaufbahn am 1. September, habe ich nur ein einziges Mal, auf dem Weg zur Arbeit, Regen abbekommen. Da kann man nicht meckern, oder?

Das Wetter, ob Stadtradeln oder „einfach-nur-so-Radeln“ ist unserem Familienhund, Zacco, meinem gelegentlichen Begleiter am Fahrrad, egal. Bei moderatem Tempo ist Zacco ein Ausdauergigant, der sich freut, wenn er beim Radeln nebenher traben darf. Das Radeln mit Hund zwingt zu einer Langsamkeit, die, wenn es die Zeit erlaubt, auch dem Radler guttut.

Zum Glück zählt beim Stadtradeln jeder Kilometer, nicht die Geschwindigkeit!

Stadtradeln: Der Begriff „Erfolg“ reicht gar nicht aus um zu beschreiben, wie gut wir Stadtradler in Leer mit dabei sind. Den Äquator haben wir schon mehr als drei Mal geschafft – und das am 12. Tag. Bemerkenswert auch die Teams der Schulen mit so unglaublich vielen RadlerInnen. Alles in allem müsste Leer müsste ganz oben in der Wertung sein.

Ach ja, das möchte ich auch noch an dieser Stelle loswerden: Lt. einer Veröffentlichung im Internet von "frauenzimmer", finden Frauen Radfahrer attraktiver als Cabrio-Fahrer!

Im Artikel wird über einen Test, den ein Reporter mit versteckter Kamera durchführt, berichtet. Anlass seines Tests ist eine Studie, nach der das Radeln Männer deutlich attraktiver macht als ein cooler Cabrio-Auftritt.
Der Reporter versucht also sein Flirt-Glück zunächst mit einem schicken Cabrio und danach vom Fahrrad aus. Ergebnis:
Cabrio-Test: so lala. Fahrradtest: TOP! Fahrradfahrer sind die Gewinner!

Weiter ist zu lesen, dass früher (hoffentlich nicht mehr heute), ein schickes Cabrio für ein gut gefülltes Konto stand – und der Drahtesel eher für Schmalhans küchenmeisterliche Künste.

Und es geht noch weiter mit den Ergebnissen: Danach steht das Auto heute durchaus auch für eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt, wohingegen der Radnutzer als fit und trainiert gilt. Als jemand der beschützen kann – und als jemand, der sein Ego nicht mit Statussymbolen aufplustert.
Uuuiii, …… eine Wertung erspare ich mir an dieser Stelle….
Also, meine Herren, angereichert mit diesen Fakten, dürfte Ihnen der Spaß beim Fahrradfahren sicher sein. Überlegen Sie also gut, bevor Sie in Ihr schickes Cabrio steigen, ob das Fahrrad nicht doch die bessere Wahl ist….
Uns allen weiterhin viel Spaß beim Stadtradeln
Herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt

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