STADTRADLER-STAR Blog: Erlangen


Gute Erkenntnisse nach drei Wochen Stadtradeln

Bild Geschrieben am 26.07.2017 von Georg Gebhard
Team: Team Dechsendorf
Kommune: Erlangen

Drei Wochen ohne Auto! So lautete die Spielregel. Dank des überwiegend schönen Sommerwetters waren es drei Wochen, in denen auch ohne die Verpflichtung mein Mobilitätsverhalten das gleiche gewesen wäre. Das ist eine gute Erkenntnis, die durch die Aktion wieder mal so richtig bewusst geworden ist.

Eines hat sich dann doch vom normalen Alltag unterschieden: Deutlich mehr Freizeitradeln im Aktions-Zeitraum. Der Ehrgeiz, für das Team möglichst viele Kilometer beizutragen, hat bewirkt, eine ganze Anzahl von Tagestouren in die nähere und auch weitere Umgebung durchzuführen, einschließlich der Teilnahme an einer Radreise um den Bodensee. Nicht zu unterschätzen auch die regelmäßigen sportlichen Ausfahrten mit unserer vierköpfigen Radelgruppe. 1903 Kilometer sind so in den drei Wochen zusammengekommen.

Es tut gut und steigert die eigene Zufriedenheit, wenn das System des Klimabündnis aus meinen gefahrenen Kilometern ermittelt, dass 270 kg CO2 eingespart wurden.

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Zurück zu den Wurzeln

Bild Geschrieben am 25.07.2017 von Georg Gebhard
Team: Team Dechsendorf
Kommune: Erlangen

In Woche 3 ist es mal wieder von Erlangen-Dechsendorf in den 35 km entfernten Heimatort Gasseldorf gegangen, wo ich auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen bin. Im Zuge des Strukturwandels in der Landwirtschaft haben die Eltern den Hof ab den 1970er Jahren nur noch im Nebenerwerb bewirtschaftet und mit Erreichen der Altersgrenze aufgegeben. Etwa 25 mal im Jahr mache ich den Weg mit dem Fahrrad, um nach dem Rechten zu sehen und Haus und Hof - den ich als ältester Sohn übernommen habe - "in Schuss" zu halten. Die Ländereien sind verpachtet, aus dem Wald machen wir unser Brennholz für den Kachelofen, im Haus ist für uns eine kleine Wohnung als Feriendomizil eingerichtet, die Hauptwohnung ist vermietet.

Dies gibt mir Gelegenheit, den Ort im Herzen der Fränkischen Schweiz etwas vorzustellen.
Gasseldorf mit heute knapp 500 Einwohnern liegt am Fuße des markanten Tafelfelsens „Hummerstein“ (471 m). Über die Geschichte des Ortes ist wenig überliefert. Bis in die 1960er Jahre war die Dorfstruktur kleinbäuerlich geprägt. Heute verdienen die Bewohner ihren Lebensunterhalt durch Arbeit in Handwerks- und Industriebetrieben, Behörden und Institutionen des Umlandes und in den nahe liegenden Städten Ebermannstadt, Forchheim, Erlangen, Nürnberg und Bamberg.

Vom Hummerstein bieten sich hervorragende Aussichten über einen großen Teil der Fränkischen Schweiz, ins Wiesent- und Leinleitertal, in die Bamberger Gefilde, auf die Erlanger Höhen, bei schönem Wetter bis ins Fichtelgebirge.
Das Hummerstein-Plateau ist ein beeindruckendes Beispiel einer ottonischen Befestigung. Im 10. Jahrhundert waren solche Anlagen aus Wällen, Gräben und Fallgruben zur Verteidigung und zum Schutz der Bevölkerung gegen die Ungarn entstanden.

Der „Gebrochene Berg“;
Am 21. Februar 1625, morgens zwischen 10 und 11 Uhr, erregt ein Bergrutsch in Gasseldorf überregionales Aufsehen: „Unter schröcklichem krachen und geprassel ist der Berg aufgethan und voneinander gerissen“. Nach Aufzeichnungen beträgt die Bergrutsch-Fläche 20 Morgen im Umkreis, der Riss 500 Schritt in der Länge und 50 Schuh in der Breite. Die Bruchstelle am „Gebrochenen Berg“ ist noch heute gut zu erkennen.

Gasseldorfs berühmter Sohn, Johann Georg Lahner, der Erfinder der Wiener Würstel, wird am 5. Oktober 1774 in Gasseldorf geboren. Die Eltern schicken ihren ältesten Sohn 1788 nach Frankfurt/Main, um dort das Metzgerhandwerk zu erlernen. Nach abgeschlossener Lehre begibt er sich auf Wanderschaft und heuert schließlich als Ruderknecht auf einem Donauschiff an, das ihn nach Wien bringt. Nach kurzer Tätigkeit als Handlanger in der kaiserlichen Münze gelingt ihm der Einstieg in sein erlerntes Handwerk als Aufhackknecht. Das Darlehen einer adligen Dame erlaubt ihm 1804 die Eröffnung einer eigenen Selcherei. 1805 kreiert er erstmals eine neu entwickelte Wurst als „Frankfurter-Wiener-Würstel“. Bald zählt der Kaiserhof zur täglichen Kundschaft. 1808 heiratet der erfolgreiche Handwerksmeister die Wienerin Anna Maria Resler. Die glückliche Ehe wird mit fünf Kindern gesegnet. Der „Wiener Kongress“ 1814/15 zur Neuordnung der Politik Europas nach Napoleons Sturz bringt zwangsläufig die Bekanntschaft dieser illustren Gesellschaft mit Lahners Wurstkreation standes- und landesübergreifend mit sich und trägt dazu bei, dass die Lahnerwürstel bald die ganze Welt erobern. Lahner wird durch die Verleihung des Bürgerrechts der Kaiserstadt eine hohe Ehre zuteil. Er stirbt am 23. April 1845. 1967 endete die Lahner-Dynastie in Wien mit dem kinderlos gebliebenen Urenkel Leopold.

Was war noch in Woche 3? In meinem Statement zum Auftakt des Stadtradelns habe ich davon gesprochen, „schon viele Ziele und Routen für Tagestouren in die weitere Umgebung im Kopf zu haben.“ Zwei sind in der letzten Woche dazu gekommen. Zum einen von Amberg durch den Oberpfälzer Jura bei Kastl zum Alten Ludwigs-Donau-Main-Kanal, dann über Nürnberg und Fürth nach Hause. Zum anderen von Neuhaus/Pegnitz durch das verwundene Obere Pegnitztal, mit Abstecher nach Hirschbach und Förrenbach (Happurger Stausee), über Hersbruck, Lauf, Schwaig, Nürnberg und Fürth zurück nach Erlangen. Und in den letzten Tagen eine Radreise mit einem Busunternehmen „Rund um den Bodensee“ mit vielen guten Eindrücken in der 20-köpfigen Gruppe.

Bild oben: Gasseldorf am Fuße des Aussichtsfelsen „Hummerstein“

Bild 2: Ortsbildprägende Fachwerkscheune in Gasseldorf

Bild 3: Idyllischer Holzsteg über den Leinleiter-Bach

Bild 4: Felsenkeller-Eingang

Bild 5: Fahne der Fränkischen Schweiz

Bild 6: Rathaus in Amberg/Opf.

Bild 7: Schleuse mit Schleusenwärterhaus am alten Ludwigs-Donau-Main-Kanal bei Pfeiferhütte

Bild 8: Lindau/Bodensee Hafeneinfahrt

Bild 9: Stein am Rhein

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Auf dreien der sieben Hügel Bambergs

Bild Geschrieben am 17.07.2017 von Georg Gebhard
Team: Team Dechsendorf
Kommune: Erlangen

Die Weltkulturerbe-Stadt Bamberg hat viel zu bieten. Berühmte Gebäude wie Kaiserdom, Residenz, Altes Rathaus im Fluß, Alte Hofhaltung, KleinVenedig …; Rauchbier, Bamberger Hörnla ...; Bamberger Symphoniker, ....; Brose Baskets …, buntes Leben in den Altstadtgassen …

Da lohnt es sich immer wieder mal, die knapp 50 Kilometer lange Strecke von Erlangen nach Bamberg mit dem Fahrrad anzugehen - entweder entlang des Europakanals oder auf dem Regnitztal-Radweg. So auch in der Zeit des Stadtradelns, diesmal entlang des Kanals. Ein Besuch des Doms ist immer ein "muss", mit besinnlichen Minuten zu Füßen des Bamberger Reiters. Und schon mal auf dem Domberg ist der Weg in den Rosengarten der Residenz nicht weit und überaus lohnenswert ob der Blütenvielfalt - auch wegen des Blicks über die Stadt. Der wird dann noch überboten vom nahe gelegenen Michelsberg aus, mit dem neu angelegten Weinberg am Hang.
Das Rauchbier muss man mögen! Ich mag's nicht. Obwohl Kenner sagen, es schmeckt erst nach einigen „Seidla“. Da ist mir dann eine Radler-Halbe von der "Spezial"Brauerei schon lieber. Deren "Spezi-Keller" - neben der Sternwarte auf einem der sieben Hügel Bambergs - hat wohl die schönste Aussicht auf das Weltkulturerbe mit Dom, Michelsberg, Blick über die Stadt und auch westlich auf die Altenburg. Muss man genossen haben!

Was war sonst noch in Woche 2? ***** Preisverleihung als Vorsitzender der Verkehrswacht Erlangen zusammen mit der Sparkasse Erlangen für eine junge Teilnehmerin am Fahrfertigkeitstraining „Könner durch Er-fahrung“. Sie hat als Führerschein-Neuling mit ihrem Auto im vergangenen Jahr an einem Kurs teilgenommen, ist in Bayern ausgelost worden und hat ein Sparbuch der Sparkasse mit Geldeinlage gewonnen. ***** Teilnahme am Bürgerbrunch der Bürgerstiftung zugunsten bedürftiger Kinder. ***** Shoppen in den Sport-Outlets Herzogenaurach. ***** Täglich sportliche Fahrrad-Ausfahrten.


Bild oben: Blick vom Bamberger „Spezi-Bierkeller“ auf St. Stefan, Dom, Michelsberg und Altstadt

Bild 2: Altes Rathaus Bamberg

Bild 3: KleinVenedig an der Regnitz

Bild 4: Preisverleihung als Vorsitzender der Verkehrswacht an eine junge Teilnehmerin des Fahrfertigkeitstrainings (v.l. Verkehrswacht-Vorsitzender Georg Gebhard, Gewinnerin Nathalie Bernard, Projektleiter Rainer Dorn)

Bild 5: Beim Brunch der Bürgerstiftung Erlangen trifft man viele Gleichgesinnte

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Tolle Eindrücke auf Touren in fränkischen Landen

Bild Geschrieben am 12.07.2017 von Georg Gebhard
Team: Team Dechsendorf
Kommune: Erlangen

Man sollte nicht glauben, was bei den Alltagsverrichtungen wie Einkaufen, Termine wahrnehmen, etc. doch so alles zusammenkommt, wenn man in einem Ortsteil sieben Kilometer von der Kernstadt entfernt wohnt. An manchen Tagen reicht die 50 km-Marke nicht aus. Und dann obendrauf die abendlichen sportlichen Ausfahrten.
Von den geplanten Tagestouren ging es bei der ersten mit dem Zug nach Bamberg und von dort auf dem Maintal-Radweg über Viereth-Trunstadt, Eltmann, Zeil am Main nach Haßfurt. Unterwegs mit Besichtigung der Balthasar-Neumann-Basilika in Limbach, und den zahlreichen herrlichen mainfränkischen Städtchen. Der Rückweg dann über die Höhen des Steigerwaldes – Burgebrach – Frensdorf nach Hirschaid und von dort mit dem Zug zurück zum Heimatort.
Hinzu gekommen ist eine Reise in die Fränkische Schweiz zu meinem als Domizil genutzten Elternhaus. Von dort aus habe ich das schöne Wetter an zwei Tagen genutzt für ausgedehnte Touren in der herrlichen Juralandschaft – anstrengend, weil es teilweise auch heftige Steigungen zu bewältigen galt. Besonders auf der Hochebene ist dies besonders herausfordernd - von wegen "Ebene", da geht's deutlich strammer rauf und runter als unten in den Tälern. Aber der tolle Ausblick entschädigt!

Bild oben: Balthasar-Neumann-Wallfahrtsbasilika Limbach am Main

Bild 2: Zeil am Main

Bild 3: Haßfurt

Bild 4: Kajakfahrer auf der Wiesent/Fränk. Schweiz

Bild 5: Blick von den Höhen der Fränk. Schweiz auf die Burgruine Neideck

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Auch bei Regen lässt sich radeln ...

Geschrieben am 11.07.2017 von Dr. Leonard Fraunberger
Team: Offenes Team - Erlangen
Kommune: Erlangen

Letzten Freitag wurde es bei der Fahrt auf die Arbeit ziemlich nass, aber wie heißt es so schön:
"Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung".
Und für die Rückfahrt habe ich mir sicherheitshalber noch neue Radklamotten mitgenommen, falls es mit der Trocknung am Arbeitsplatz nicht hinhauen sollte.
Am Samstag dann bei traumhaften Sommerwetter und mehr als 30° wunderschöne Radtour durch die Fränkische Schweiz zusammen mit dem Schwager und gemütlicher Einkehr mit "Radler" zum Rehydrieren.
Auf die nächsten 2 Wochen und ein paar Abkühlungen von oben sind auch prognostiziert.

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Auftakt mit Sonnenschein, ganz entgegen der „Siebenschläfer-Bauernregel“

Bild Geschrieben am 07.07.2017 von Georg Gebhard
Team: Team Dechsendorf
Kommune: Erlangen

Wenn es nach der alten Bauern-Weisheit ginge, wonach das Wetter am Siebenschläfertag (27. Juni) für die folgenden Wochen anhält, dann hätte es zum Auftakt in Erlangen am 4. Juli regnen müssen. Hat es aber nicht und auch für die gesamte erste Woche sind die Vorhersagen sehr gut. Entsprechend erfreulich ist auch bereits die Kilometer-Ausbeute durch Besorgungsfahrten, abendliche Ausfahrten mit Bierkellerbesuch in der bewährten Radlgruppe und tagsüber schon die ersten längeren Touren. Tagestouren stehen für die kommenden Tage noch einige im Kalender.
Heute dann auch schon der erste sensible Transport im Gepäckkorb: 10 Secco-Flaschen (gefüllt) für die Zubereitung des in der Familie bevorzugten Sommer-Drinks „Aperol Spritz“. Keine Sorge, alles heil geschafft. Die Versorgung für viele lauschige Sommerabende ist gesichert.

Bild oben: Stadtradel-Stars Georg Gebhard (links) und Dr. Leonhard Fraunberger mit Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens vor dem Erlanger Rathaus

Bild unten: Auftakt in Erlangen mit Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens, den beiden Stadtradelstars Georg Gebhard, Dr. Leonhard Fraunberger und Vertretern von Polizei, ADFC und den Organisatoren des Stadtradelns in der Erlanger Stadtverwaltung

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