STADTRADLER-STAR Blog: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen


SaarRADland?

Bild Geschrieben am 11.06.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Tag 1 nach Stadtradeln

Klar - das Saarland ist sicher nicht das Radfahrerbundesland schlechthin.
Es gibt Radspuren, die auf stark befahrenen Straßen plötzlich ins Leere verlaufen, Radspuren auf Bürgersteigen, einschließlich ewig langen und nervigen Ampelrotphasen (trotz Drücker) an Kreuzungen, zugeparkte Radwege oder schlicht (und meistens)- gar keine Radwege.
Und dennoch: Im Saarland tut sich was ...
Die Radwege werden stetig weiter ausgebaut, beschildert und verknüpft. Ist man erst mal an einem solchen Netz angekommen, macht es Spaß, sich auf einfache und sichere Weise fortzubewegen.
Und schafft man gute Bedingungen für Radfahrer, (Radspuren, sichere Abstellmöglichkeiten, Stromtankstellen für E-bikes usw), dann wird das Fahrrad auch von der Bevölkerung mehr genutzt! Die Unterschiede kann man von Kommune zu Kommune deutlich sehen!

Und jetzt zu meinen eigenen Erfahrungen während der Stadtradeln-Kampagne:

Kein einziges Mal war ich zum Glück in einer schwierigen Verkehrssituation, hatte keinen Platten und keinen Sturz. Die Autofahrer habe ich stets als rücksichtsvoll empfunden. Auch blockierte Waldwege durch Walker, Wanderer, andere Radfahrer, Hunde und deren Besitzer usw. konnte ich mit einem freundlichen "Hallo" und "Dankeschön" problemlos passieren.
Das Verhalten der Radfahrer untereinander empfand ich als ausgesprochen freundlich. Ich war ja oft alleine unterwegs und wurde das ein oder andere Mal auf Gefahren hingewiesen ("Achtung, vor Ihnen laufen große Hunde"), oder man half mir, mein Fahrrad über eine Rampe zu bringen.

Das Fahrrad ließ sich auch gut in meinen Alltag integrieren. Die Fahrten zum Dienst, Arztbesuche, Zwischendurcheinkäufe - alles wirklich kein Problem!

Mir haben die 3 Wochen sehr viel Spaß gemacht und ich bin auch ein wenig stolz, diese Herausforderung gemeistert zu haben.

Zurückgelegte Strecke: 1.348 km

Es bleibt dabei: Radeln ist meine Leidenschaft!

Ich wünsche allen Radlern eine schöne Zeit und bleibt weiterhin fit und gesund!

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I'm singing in the rain.

Bild Geschrieben am 06.06.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Tag 17

Fahrradfahren ist meine Leidenschaft - aber normalerweise nicht bei heftigen Sturmböen, kühlen Temperaturen und Regen (Jaa, die tapferen Ganzjahresindiepedalentreter werden jetzt die Nase rümpfen). Ich gebe es zu, ich bin eher eine Schönwetterradlerin - dann aber eine fleißige.

16 Tage hatte ich bestes Radelwetter - heute ist es also soweit. Meine Regenradar-App auf dem Smartphone sagt mir, ich könne es wagen, in der Mittagspause ein paar Besorgungen zu machen, ohne nass zu werden,
Beherzt radele ich los. Bei kühlen 13 Grad und starkem Wind schnattere ich schon ein wenig und dann kommt sie: die Dusche von oben!

Brrr!

Wenigstens kommt auf diese Weise auch mal die extra fürs Stadtradeln besorgte Regenbekleidung zum Einsatz. Mit meiner neongrünen Jacke und dem knallgrünen Helmüberzug sehe ich aus wie ein (ziemlich großer) Giftzwerg. So richtige Radelfreude will allerdings nicht aufkommen.

Da kommt mir plötzlich das folgende Lied von Gene Kelly in den Sinn:

I'm singing in the rain. Just singin' in the rain. What a glorious feeling. I'm happy again.

Ich singe laut in den Wind - pruste los - und bin augenblicklich gut gelaunt!

Alles also eine Frage der Einstellung? Ich bleibe skeptisch.

Zurück im Büro beglückwünsche ich mich selbst, in weiser Voraussicht ein paar Utensilien :-) deponiert zu haben, damit Frau nach einer unfreiwilligen Begießung wieder einigermaßen ordentlich aussieht.

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Total verfahren - Ute allein im Wald

Bild Geschrieben am 31.05.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Stadtradeln Tag 10

Um etwas Abwechslung in meine bisherigen Touren zu bringen beschloss ich gestern, mal etwas auszuprobieren.
Auf einer Fahrradkarte suchte ich mir einen Weg heraus: überwiegend markiert, nicht zu viele Steigungen und meist abseits von Straßen. Sah ganz einfach aus - da kann ja nichts schief gehen. Dachte ich.
Nach meinem Dienst machte ich mich also zuversichtlich auf den Weg. Zuerst lief auch alles glatt, aber noch kannte ich mich aus.
Irgendwann verlor ich jedoch völlig die Orientierung und war irgendwo im Nirgendwo. Keine Ahnung - ich irrte kreuz und quer durch die saarländischen Wälder.
Nach Stunden fand ich überglücklich ein Hinweisschild für Radfahrer, das mir sagte, bis zur Nachbarstadt (Friedrichsthal) seien es noch 11 km.
Wunderbar - Endspurt, freute ich mich.
Ich folgte der Markierung bis - kurz vor Friedrichsthal - der Fahrradweg (kein Witz!) über eine Bahngleistreppe führte. Ohne Rampe o.ä.
Ich konnte es nicht fassen. Keine Chance, dass ich mein Fahrrad alleine über die Treppe bringe!
Mir blieb also nichts anderes übrig, als zähneknirschend den Weg wieder zurück zur Straße zu fahren.
Den restlichen Weg zurück fuhr ich dann über meist sehr stark befahrene Straßen. Das vermeide ich normalerweise, denn ich fühle mich da unwohl.

Erkenntnis des Tages: Ich brauche ein Fahrradnavi!
Befürchtung des Tages: Die Suche nach einer einigermaßen schmerzfreien Sitzposition auf dem Fahrrad wird in den nächsten Tagen schwierig :-)

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Ein bisschen Spaß muss sein ...

Bild Geschrieben am 28.05.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Die 1. Stadtradelwoche ist vorbei und der Gang zum Fahrrad bereits Routine.

Eigentlich!

Meine Tochter überlegte gestern, wie sie denn nach einer Party nachts vom St. Ingberter Bahnhof nach Hause käme. Spontan schlug ich ihr vor, sie könne ja anrufen und ich käme sie dann abholen.
Sie schaute mich an und erwiderte trocken: "Ja, Mama, mit dem Fahrrad oder wie?!?"

Ups!!!

Nein, nein, es bleibt dabei, mein Auto hat 3 Wochen frei!

Und für die Tochter wurde eine andere Lösung gefunden.

Bei meiner heutigen Tour ist mir wieder ein Witz eingefallen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Graf Dracula fährt mit seinem Auto, auf dessen Dach 2 Fahrräder befestigt sind, in Schlangenlinien durch die Stadt und gerät in eine Polizeikontrolle. Der Polizist fragt: "Haben Sie was getrunken?"
"Nein, nein", lallt Graf Dracula und deutet auf die beiden Räder, "nur 2 Radler!"


Liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler, passt gut auf euch auf und kommt sicher ans Ziel!

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On parle francais.

Bild Geschrieben am 26.05.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Heute ist ein Brückentag. Ich habe frei, mein Mann leider nicht. So werde ich heute eine der schönsten Touren alleine radeln.
Ich starte bereits um 7.55 Uhr gut gelaunt und fit in Richtung Blieskastel. Die Sonne scheint wieder vom wolkenlosen Himmel, die Temperatur ist noch angenehm kühl, die Vögel zwitschern und ich lasse meine Gedanken schweifen. Außer ein paar Walkern ist noch niemand im Wald unterwegs und ich genieße die Fahrt.
Um 9 Uhr bimmelt mir die Klosterkirche der Barockstadt Blieskastel freundlich zu. Bis Sarreguemines sind es noch genau 31,2 km. Ich fahre auf einem sehr gut ausgebauten Fahrradweg mitten durch die Natur, an mehreren kleinen Ortschaften vorbei und immer wieder ergeben sich fantastische Ausblicke. An einer schönen Aussichtsstelle mit Bank mache ich eine kleine Pause. Mein Po freut sich auch!
Ab Bliesbruck grüße ich die entgegen kommenden Fahrradfahrer nicht mehr mit "Hallo", sondern mit "Bonjour".
Denn: Je suis en France.
Gegen 11 Uhr erreiche ich Sarreguemines. Das Fahrradleitsystem führt mich zunächst aber einmal im Kreis um das centre commercial. Als ich daher zum 2. Mal an der Boulangerie Marie Blachère vorbei komme, zieht mich der Duft nach Kaffee und Kuchen wie ein Magnet an. Ich kann nicht mehr widerstehen und bestelle "un café et un croissant au chocolat". Wenn schon, denn schon!
Gut gestärkt finde ich nun auch die Saar und radele am Fluss entlang etwa 12 km bis nach Saarbrücken-Güdingen. Dort, direkt an der Schleuse liegt die "Wilde Ente", mein Lieblingsbiergarten. Ich trinke was und mein Fahrrad findet von dort praktisch alleine den Weg nach St. Ingbert. Ich kaufe mir in der Fußgängerzone noch das kleine obligatorische Eis und schaffe dann auch die letzten 9 km nach Hause.
In mein Kilometerbuch darf ich heute 86 km eintragen. Wow!
Ich wünsche allen Radlern ein schönes Wochenende und kommt immer gut ans Ziel!

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Radelspaß am Vatertag

Bild Geschrieben am 25.05.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Heute freue ich mich besonders aufs Radeln. Es ist Vatertag und mein Mann kann mich begleiten. Gemeinsam macht es einfach doppelt Spaß. Die Sonne lacht vom Himmel und so machen wir uns zeitig auf den Weg. Dass ich an der Aktion Stadtradeln doch noch teilnehmen kann, habe ich übrigens meinem Mann zu verdanken: Mein Pedelec hat mich nämlich kurz vor Beginn der Kampagne mit einem Motorschaden im Stich gelassen. Freundlicherweise hat Klaus, mein Held, mir dann seins überlassen. Ich rechne ihm hoch an, dass er nun - ohne zu murren - und in Erwartung eines ordentlichen Muskelkaters mit seinem alten Drahtesel hinter mir herzockelt.
Wir radeln durch das idyllische Mühlental und gelangen über Rohrbach an den Niederwürzbacher Weiher. An der "Strandbar" genehmigen wir uns die erste Erfrischung, stoppen noch kurz am Milichheisje, um uns mit einem Bio-Joghurt zu stärken und radeln weiter über schöne Radwege und durch wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften nach Blieskastel und weiter über Beeden, vorbei an der Kirkeler Burg zu unserem letzten Stopp am Rohrbacher Weiher. Insgesamt sind wir heute 53 km geradelt, aber mit einigen kleinen und großen Pausen. Und immer wieder stellen wir fest, wie schön unser Saarland ist.

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Berge, Berge, nichts als Berge

Geschrieben am 24.05.2017 von Ute Fuhrmann
Team: Genussradler
Kommune: Spiesen-Elversberg im Landkreis Neunkirchen

Wenn man in Spiesen-ElversBERG wohnt und/oder arbeitet ist man quasi von "Bergen" umzingelt.
Zugegeben - ich jammere auf hohem Niveau - aber beim Erklimmen von Butter-, Galgen-, Gänsberg und co. habe auch ich mit meinem Pedelec der älteren Generation so meine Schwierigkeiten.
Das Fehlen von Fahrradwegen erschwert das Radeln in Spiesen-ElversBERG zusätzlich.
Bei meinen dienstlichen Außenterminen überlege ich also vorher, wie ich möglichst kräfteschonend und über weniger stark befahrene Straßen zum Ziel komme. Die Sicherheit geht vor!
Trotzdem brauche ich mit dem Fahrrad nur unwesentlich länger als mit dem Auto. Der Grund "Zeitersparnis" spricht also nicht dafür, das Auto zu bevorzugen.
Man fühlt sich schon ein bisschen wie ein exotisches Wesen, wenn man in Spiesen-ElversBERG in voller Fahrradmontur bei seinen Ortsterminen ankommt. Die verdutzten Gesichter der Leute sprechen Bände!
Immerhin - von der Aktion Stadtradeln haben die Meisten zumindest schon mal "was gehört". Sie finden es gut, sich für das Fahrradfahren und somit für den Umweltschutz zu engagieren.
Liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler, arbeiten wir also weiter daran, das Fahrradfahren in Spiesen-ElversBERG und auch sonst überall populärer zu machen.

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