STADTRADLER-STAR Blog: St. Ingbert


Und schon vorbei...

Bild Geschrieben am 10.06.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

"Ach, Frau Marx - das ist ja Ihr letzter Tag!" rief mir gestern die Frau mit den zwei Hunden zu, der ich schon vorher mal begegnet war auf meinem Weg zur Arbeit entlang der Sengscheider Weiden. Ja, mein letzter Tag. Und heute habe ich mein Fahrrad zurück gebracht zum Sponsor, Fahrrad Theodor in Rohrbach. Drei Wochen lang haben sie mich mit einem E-Bike versorgt. Zwei Motoren durfte ich ausprobieren (Shimano und Bosch). Vielen Dank dafür!
Heute bin ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Die zehn Kilometer und 200 Höhenmeter packe ich nicht mit meinem alten 80er Jahre Hercules-Rad.
Ich bin keine trainierte Radlerin. Ich rolle sonst nur mal mit den Kindern zwei Kilometer in die Stadt. In den letzten drei Wochen bin ich 349 Kilometer gefahren. Für mich ist das von 0 auf 349. Ich hatte Glück mit dem Wetter und ohne E-Bike hätte ich es nicht geschafft. Verglichen mit dem, was andere hier beim Stadtradeln leisten, ist meine Leistung pillepalle. Aber nicht für mich.
Es hat nicht immer geklappt mit dem Fahrradfahren. Ich gebe es ehrlich zu. Zehn Kilometer zur Arbeit fahren war noch die leichteste Übung. Aber eine Woche mit kurzen Arbeitseinsätzen zwischendurch, mit Einkäufen für eine vierköpfige Familie, einer Familienfeier in einem kleinen Ort mitten im Saarland und größeren Transporte (u.a. ein kaputtes Fahrrad :-D) - ich habe es soweit wie möglich versucht, aber manchmal ging es nicht ohne Auto.
Während der drei Wochen habe ich es auch soweit wie möglich vermieden, auf Straßen zu fahren. Sich mit Autos den Weg zu teilen ist kein Spaß. Zunächst mal wegen der Luft und des Benzingeschmacks auf der Zunge. Aber auch wegen der fehlenden Infrastruktur. Radwege, die ganz plötzlich enden, ausgerechnet da, wo die Straße eng wird. Die zugeparkt sind (ganz normal). Die meisten Autofahrer sind sehr rücksichtsvoll. Manchmal sogar schon zu rücksichtsvoll dackeln sie mit knapp 20 hinter einem her, wo sie wirklich überholen könnten. Aber es ist ein mulmiges Gefühl, an geparkten Autos vorbei zu fahren (Autotüren!), in Kreuzungen oder Kreisel einzubiegen, vor allem mit Kindern. Es ist einfach oft auch nicht genug Platz für alle auf der Straße. Aber es werden immer mehr Fahrradfahrer. Und immer schnellere durch die E-Bikes. Kommunen und Länder müssen sich mehr und neue Gedanken machen, die Radfahrer besser in den Verkehr zu integrieren. Stadtradeln ist hoffentlich zumindest ein kleiner Anstoß dafür.
Zurück zu meinem Alltag. Als ich heute also mit dem Auto zur Arbeit fuhr, sah ich meine Strecke teilweise von der Straße aus. Ein Gefühl, als fahre man vom Urlaub wieder heim, entlang an den Orten, die man genossen hatte. Ich will weiter fahrradfahren. Mit einem E-Bike am liebsten. Auch damit kann man seine Kondition verbessern, das hat sich deutlich gezeigt. Und vielleicht kriege ich ja dann auch mal ein sportliches Bike ohne Motor, für Wald und Berge. Ich vermisse das Fahrradfahren auf jeden Fall schon am ersten Tag danach.

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Der Tag als der Regen kam...

Bild Geschrieben am 06.06.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Die dritte Stadtradel-Woche begann mit perfektem Herbstwetter. Es regnete in Strömen auf meinem Weg zur Arbeit. Dazu fieser Wind. Gut, dass ich mich schon vorher mit Regencape und -hose ausgerüstet hatte. Schlecht, dass ich bei der Vorbereitung die Schuhüberzieher vergessen habe.
Optisch war ich also heute als Modell Hüpfburg unterwegs.
Ich muss zugeben, es hat mich einige Überwindung gekostet. Aber als ich dann erstmal losfuhr, habe ich mich gefragt, warum das Gepienze (Gejammer/Gezicke). Es fuhr sich wie immer prima, eben nur ein bisschen nasser.

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Alltagswege

Geschrieben am 30.05.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Die erste Woche war ein Stück Kuchen, wie der Engländer so schön sagt. Da galt es ja auch nur, zur Arbeit zu fahren und wieder zurück. 10,5 Kilometer jede Strecke. Bei tollem Wetter, durch eine wunderschöne Landschaft, mit einem feinen E-Bike.
Aber nun kommt meine "freie" Woche (ich arbeite jeweils sieben Tage als Moderatorin im Zwei-Wochen-Rythmus). Heute ist so ein typischer Tag: morgens zum Chiropraktiker, dann ein Synchronisationsauftrag beim Sender, am späten Nachmittag eine Pressekonferenz in Saarbrücken. Ist natürlich zu schaffen, auch mit dem Fahrrad bzw. mit der Bahn.
Was ich heute NICHT schaffe, was ich aber normalerweise noch zwischendurch erledigen würde: einkaufen, Altglas wegbringen, das Fahrrad vom Sohn in die Werkstatt, Schuhe für die Kinder kaufen und evtl. noch die angemahnten Bücher in die Bücherei bringen. Mindestens.
Klar, wenn ich Satteltaschen hätte, wäre Einkaufen auch zu machen. Aber die kleinen Sachen, die man eben mal so nebenher macht, sind definitiv schwieriger.
Im Alltags-Erledigungsmodus ist so ein Auto schon ziemlich praktisch...

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Läuft noch immer

Bild Geschrieben am 24.05.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Mit dem Rad zur Arbeit wird langsam zur Routine. Inklusive Hektik, weil ich, wie immer, zu spät dran bin.
Bei dem Wetter und mit E-Bike (ökostromgeladen!) ist es aber auch ein leichtes. Für 10 Kilometer brauche ich eine halbe Stunde und ein paar Gequetschte.
Ich genieße meine tägliche Strecke. Nach einem kurzen Straßenstück und einer Fahrt durchs Dorf wird es ländlich. Die Hochlandrinder auf der großen Weide sind am Vormittag eher im Schatten und erst abends auf der Fläche. Man riecht soviel. Die Pferde, die Rinder, das Heu und die Silage an ihrem Futterstand, später dann den Wald. Und dann sticht der Benzin-Geruch der Hauptstraße umso unangenehmer in der Nase.
Bislang bin ich 75,5 Kilometer gefahren und habe 10,72 kg CO² gespart.

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Mit dem Rad zur Arbeit

Bild Geschrieben am 22.05.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Normalerweise fahre ich mit dem Auto zur Arbeit. Das dauert etwa 20 Minuten von der Haustür zum Parkplatz. Heute also mit dem Fahrrad. Nicht entlang meiner Auto-Strecke. Die stinkt und ist für Radler streckenweise viel zu eng.
Stattdessen eine wundervolle Radtour durch's Grumbachtal. Nur leise rauschte gelegentlich die Autobahn zu mir rüber, die Vögel im Wald, die Kühe auf der Wiese, der Bach im Tal waren lauter.
Die Sonne schien, der E-Antrieb summte. Herrlich!
Selbst der Halberg war kein Problem (da zückte ich dann doch mein Ass aus dem Ärmel, den "High"-Antrieb). Insgesamt war ich nur 17 Minuten langsamer als mit dem Auto.
Noch achteinhalb Stunden, dann darf ich wieder zurückradeln. So kann das weitergehen!

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Anradeln

Bild Geschrieben am 20.05.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Die erste große Herausforderung: eine Tour durch den St. Ingberter Stadtpark.
Gut, dass ich Unterstützung hatte. Die Wirtschaftsministerin, der Oberbürgermeister... und erstaunlich viele engagierte Radfahrerinnen und Radfahrer waren zum Anradeln gekommen. Und natürlich mein eigenes Familienteam!
Nachdem wir eine Stunde lang Programm in der Fußgängerzone gemacht hatten, waren wir gerüstet für die härtesten zehn Minuten des Tages: durch die Gustav-Claus-Anlage!
Die gute Nachricht: wir haben es überlebt. Die schlechte: ich wäre am liebsten noch viel weiter gefahren. Aber dann musste noch ein Eis gegessen werden.
4,4 km. 0,62kg CO2. Immerhin. Ein Anfang ist gemacht.

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Morgen Kinder wird's was geben!

Bild Geschrieben am 19.05.2017 von Sonja Marx
Team: Bike Knights
Kommune: St. Ingbert

Was war das denn für ein Wetter heute? Den ganzen Tag hat es geregnet. In Strömen. Den ganzen Tag musste ich daran denken, wie sehr ich mein Auto liebe.
Schon die ganze Woche denke ich darüber nach, wie das wohl gehen soll die nächsten drei Wochen ohne. Wie erledige ich die Einkäufe? Wie schaffe ich die Balkonblumen nach Hause? Die Reifen habe ich gestern noch schnell wechseln lassen (ja, Ostern ist vorbei, aber bis vor kurzem hat es noch gefroren!).
Was mich hoffen lässt ist das E-Bike, das seit gestern in unserer Garage steht. Ein Victoria Holland*, zur Verfügung gestellt von Fahrrad Theodor in Rohrbach. Eher gemütlich - aber es passt zu meiner niederrheinischen Herkunft. Da ist das Hollandrad Standard. Anja Bender-Theodor hat mir alles erklärt und zum Schluss noch den Helm ordentlich zurechtgezurrt...
Die Überführung gestern von Rohrbach nach St. Ingbert (entgegen anderslautender Meldungen bin ich keine Rohrbacherin) lief zügig und ohne Herzkasper. Das macht Mut.
Morgen also geht es los. Drei Wochen Fahrradfahren. Gut, dass es beim Discounter am Montag gepolsterte Hosen gab. Und Regencapes!

  • Betankt wird das gute Stück übrigens mit 100% Öko-Strom von naturstrom.
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