STADTRADLER-STAR Blog: Wetzlar


Fazit Stadtradeln 2017

Geschrieben am 24.07.2017 von Inga Boeck
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Erklärtes Ziel des STADTRADELNs ist es, aus Klimaschutzgründen mehr Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Rad zu motivieren. Es werden jedoch keine Statistiken erhoben, um zu beurteilen, ob das STADTRADELN in Wetzlar gemessen an diesem Anspruch ein Erfolg war. Man kann in Bezug hier durchaus zu unschiedlichen Faziten kommen:

Fazit 1: Das Ziel wird verfehlt.
Es ist nicht bekannt wieviel CO2 eingespart wird, weil jemand bewusst das Auto stehen lässt. Das Anreizsystem beim Stadtradeln belohnt allein die absolute Kilometeranzahl und jene, welche eine Autofahrt ersetzten. Der Sinn der Aktion ist einfach zu konterkarieren, indem ich mein Rad aufs Autos packe, irgendwohin fahre und von Punkt X aus eine lange Tour unternehme.
Die Teamliste legt außerdem nahe, dass die ohnehin Fahrrad-Affinen unter sich bleiben und keine „Neuradler“ gewonnen werden.

Trotz dieser Kritikpunkte beobachte ich positive Effekte, sodass ich mich der Fazit 2 anschließe: Das STADTRADELN bringt für den städtischen Radverkehr Impulse, die das Radfahren langfristig attraktiver machen!
Damit meine ich: Kollegen, die mich auf Zeitungsartikel ansprechen und sich als heimliche Rad-Sympathisanten entpuppen. Bessere Beschilderung als unmittelbare Folge der RADarmeldungen. Gespräche mit Kommunalpolitikern, die Radfahren als Lösung vieler Probleme vorantreiben wollen, z.B. bei Themen wie „Sport & Gesundheit“, „lebenswerte Stadt & Tourismus“ oder „Verkehr & Umweltschutz“. Menschen, die Radfahren als Geselligkeit, Naturerlebnis oder sportliche Herausforderung im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ und andere dazu inspirieren.

Das alles schafft ein fahrradfreundliches Klima in Wetzlar und genau das ist es, was Menschen langfristig zu (STADT-)RADLERN macht!

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Kurz vor Toresschluß

Geschrieben am 27.06.2017 von Peter Fuess
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Selten hat die Wetterprognose am selben Tag solchen Unfug verkündet: Regenfronten, Gewitter. Ergo Absage Tour mit Freunden. Nur um dann in naher Umgebung (es müsste ja gleich zu regnen beginnen) das übliche Tagespensum trocken und angenehm abzuspulen. Vielleicht werden ja die beiden verbleibenden Tage STADTRADELN ebenfalls den schlechten Prognosen trotzen...
Und dann war's das für 2017. Persönliches Fazit: nach einem vertrackten Vorjahr mit Groß - OP sollten die Grenzen ausgelotet werden. Dafür müssen diese Grenzen halt auch mal überschritten werden. Strafen inklusive. Aber am Ende steht eine Leistung, die vorher nicht möglich schien. Danke, STADTRADELN.

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Radverkehr auf Islay (Schottland)

Bild Geschrieben am 25.06.2017 von Inga Boeck
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Ganz klar, auf der Whiskey-Insel Islay kann man nicht nur einen Blick ins Glas sondern auch auf den Radverkehr werfen: Die Radverkehrs-Infrastruktur ist bei 3200 Einwohnern übersichtlich. Es gibt genau einen einzigen Radweg von 5 km Länge zwischen den drei großen Brennereien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg. Dazu kommen etwa eine Handvoll Abstellanlagen auf der ganzen Insel (ausschließlich "Felgenkiller"), ein Fahrradverleih und dazu Nieselregen und Gegenwind. Hört sich nicht verlockend an? Weit gefehlt!
Schon beim einzigen Radverleiher Jim wird man mit Handschlag begrüßt. Als „Pfand“ reichen unsere Vornamen. Fahrradschlösser? - Sind zwar nicht nötig, wir kriegen aber trotzdem eins. Auf den engen, vielfach einspurigen Landstraßen teilt man sich die Fahrbahn mit wenigen Autos und Fußgängern – und gelegentlich querenden Schafen. Rücksichtnahme, großer Sicherheitsabstand beim Überholen und ein freundlicher Handgruß ist für die Insulaner absolut selbstverständlich. Die großartige Landschaft tut ihr übriges dazu, dass Islay ein wunderbares Ziel für Fahrradfreunde ist – auch ohne Radverkehrskonzept.

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Beziehung statt Besitz

Geschrieben am 18.06.2017 von Inga Boeck
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Da ich kein Auto besitze, dachte ich, drei Wochen aufs Auto verzichten würde mir keine neuen Erkenntnisse bringen. Das stimmt allerdings nicht!

In der ersten Woche als Radelstar ist mir aufgefallen, dass ich im Alltag doch mehr als gedacht als Beifahrer im Auto sitze: Mit Kollegen, die mich hin und wieder mit nach Hause nehmen oder mit Freunden die mit mir zum Baumarkt oder zum Großeinkauf fahren. Was bekommen diese Leute von mir zurück? Das gute Gefühl, dass die mir helfen (das ist, glaube ich, das wichtigste), andere Freundschaftsdienste, eine Tasse Kaffee, ein Gespräch, ein Bierchen.....

Ohne eigenes Auto gilt das Prinzip: Beziehung statt Besitz. Ich finde es nicht das Schlechteste.

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2. Woche

Geschrieben am 18.06.2017 von Peter Fuess
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Erste Woche: da war ja kaum Zeit zu verschnaufen. Touren mit und für den ADFC, Touren für "Wetzlar radelt", Touren für die Zeitungsserie "Heimat erfahren", Tour mit unserem OB... Naja, war gut für's Kilometerkonto. Allerdings soll es ähnlich weitergehen...
Diese Woche u.a. "Holztour": Start bei Ikea, sich drehendes Holzhaus von Rinn in Heuchelheim, Holzfahrräder (!!) made by Schreinerei in Grüningen, Abschluß im Holzmuseum Wißmar. Klingt richtig gut.
Eine anstrengende, tolle Zeit. Auch dank des hervorragenden Wetters. Wäre es verregnet - nee, das stelle ich mir lieber garnicht erst vor!

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Gelungener Start in Wetzlar

Geschrieben am 12.06.2017 von Peter Fuess
Team: Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC) und Freunde
Kommune: Wetzlar

Leute, was für ein Bilderbuch - Wetter. Auch wenn zum Auftakt die Kommunaltour GI - WZ wieder himmlischem Wasser zum Opfer fiel (das muß besondere Gründe haben...) - seither gibt's eitel Sonnenschein. Unsere Wetzlarer Neue Zeitung füllt ihre Seiten mit mit Berichten und Bildern vom STADTRADELN und das Team hat ja auch schon prima losgelegt.
Nach dem doch langen und anstrengenden Sonntag sind heute am Montag Entschleunigung und Wadenlockern angesagt. Kleine Einkaufstour, Rasenmähen und vielleicht noch paar Meter Abendtour - Absolute Entspannung.

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