STADTRADLER-STAR Blog: Lindau (Bodensee)


Nach dem Stadtradeln ist vor dem Stadtradeln...

Geschrieben am 27.05.2017 von Christine Zirkel
Team: Zirkel
Kommune: Lindau (Bodensee)

Nun ist es tatsächlich soweit, wir Lindauer STADTRADLER haben an Christi Himmelfahrt unseren letzten „offiziellen“ Radltag erlebt. Wie beim anradeln, bei bestem Sonnenwetter, konnten wir eine schöne, gemeinsame ca. 35 km Radrunde durch welliges, hügeliges, romantisches Bodenseehinterland durchführen. Eingebettet in den traditionellen Lindauer Wandertag, wo sich am Endpunkt Sulzenberg bei Musik, Kaffee, Kuchen, Erbsensuppe alle einfanden. (Leider gab es keine Alternativen für die Veggies unter uns...)
Am Abend schrieb ich schon begeistert einen Text, der dann aber leider nicht gespeichert wurde. Jetzt also nochmals mein Fazit:
Schön war´s. Drei Wochen für Lindau, das Klima, die Welt, in die Pedale zu treten hat einfach Spaß gemacht. Noch dazu als STADTRADLERSTAR, wo ich ja nichts besonderes zu tun brauchte, wie Radfahren, was ich ja ohnehin tue, da ich/wir schon Jahrelang Autobefreit leben.
Viele Menschen haben für dieses Projekt noch zusätzlichen Einsatz durch Aktionen wie unser Pendlerfrühstück, die Ausarbeitung des Flyers, Radrunde planen uvm. getan. Ein großes DANKE auch an diese Radelkollegen. Und, durch das Projekt habe ich viele neue, nette Lindauer/innen kennengelernt!
Erstaunlich, wie viele Bürger/innen das STADRADELN dennoch immer nicht wahrgenommen haben, wie ich bei manchen Gesprächen erfuhr. Da ist für 2018 in Lindau noch Potenzial vorhanden.
Als Herausforderung für mich, die ich immer mit Fahrrad und Öffis unterwegs bin, nahm ich mir vor, auch bei schlechtem, miesem Wetter das Rädle zu nutzen. Nur bei Regenschütte gab es Ausnahmen. Man muß ja nichts verbissen sehen.
Bei soviel Nachdenken über das Radeln fiel mir noch ein, daß ich mich einfach beim und nach dem biken jung und lebendig fühle. Außerdem erlebe ich bei meiner Arbeit im Krankenhaus so viele Menschen, deren Welt einstürzt, wenn das Auto fahren nicht mehr möglich ist. Bus und Zugfahren wird da schon zur Herausforderung So abhängig zu sein vom Auto finde ich überdenkenswert. Ich bin keine militante Autogegenerin und war immer wieder froh, wenn Kolleginnen mich bei weit außerhalb liegenden Veranstaltungen mitnahmen. Aber vielleicht dem Auto auch einmal den 2. Platz einzuräumen wäre ein Anfang.
Wie geht es weiter? Radeln natürlich, wieder konsequenter mein Lauftraining durchführen, welches ich etwas hintangestellt hatte, manches Mal Bus und Bahn nehmen, wenn die Beine sich müde anfühlen und im Zug neue Leute kennenlernen, lesen, lesen, lesen, und mich auf 2018 STADTRADELN freuen, wo ich ganz sicher auch ohne Star dabei sein werde.
Allen Radler/innen, die noch in die Pedale treten oder es noch vor sich haben, meine besten Wünsche und viiiel Spaß dabei!
P.S. Ach ja, da war noch die Kleiderfrage. T-Shirts, Röcke, Kleider zum wechseln für die Arbeit, rolle ich in ein Frotteetuch ein und lege sie vorsichtig zuoberst auf die Radtasche. Funktioniert super und fast Faltenfrei.

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Ein Hoch den Fahrradmechaniker...

Geschrieben am 23.05.2017 von Christine Zirkel
Team: Zirkel
Kommune: Lindau (Bodensee)

Jetzt habe ich doch tatsächlich nach vielen Jahren auch einmal unterwegs einen NEIN keiiinen Platten, sondern plötzlich rollt es nicht mehr rund, ratscht...Wunderbarerweise auf dem Heimweg und so rolle ich gleich rechts raus, absteigen und schauen wo es klemmt. Ursache gleich sichtbar, der Fahrradständer ist total locker und eine Schraube liegt am Boden. Ein Teil der Befestigung streift an der Felgenbremse, bzw. der Scheibe. Meine Idee, alle Schrauben raus und den Ständer einpacken. Aaaber kein Werkzeug um die restlichen Schrauben zu lösen.
Ok, ich bin in Nonnenhorn und da gibt es eine kleine Radvermietung. Vorsichtig fahre ich vor. In einer Art Garage treffe ich auf einen Herrn mit üppiger, barocker, bayrischer Figur und gleich sehr hilfsbereit, obwohl er gerade verspern will...Meine Idee der Lösung überhört er.
Jo schiebens des Radl mol eini...Nach kurzer Begutachtung seine Aussage:" Jo da geht was" und dann taucht er in die Tiefen zweier Holzschubladen um nach passenden Schrauben zu suchen. Um es kurz zu machen, es klappt und der originelle Mechaniker der Fahrradvermietung Kugel hat mich gerettet.
Er verlangt nichts, so füttere ich sein Plastikschwein und ziehe happy weiter. Und weil die Temperatur und der Abend so wunderbar ist fahre ich an meinem Zuhause vorbei und gleich noch nach Bregenz um einen Abenddrink zu nehmen.
Nun wünsche ich noch allen Radelkollegen weiterhin Unfall und Pannenfreies radeln.
Christiane

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Ooohhh, schon 3. Woche

Geschrieben am 21.05.2017 von Christine Zirkel
Team: Zirkel
Kommune: Lindau (Bodensee)

Kaum zu glauben, aber wir Lindauer Stadtradler befinden uns schon in der 3. Aktionswoche.
Bei bestem Sonnenwetter mit dunklen Wolken am Himmel fällt die Entscheidung nach einem gemütlichen Sonntagsfrühstück schwer.
Besuch des Tierheimes, Tag der offenen Tür,
langer Radrunde ins benachbarte Österreich,
eigentlich stünde auch ein langer Lauf an als begeisterte Läuferin...
aber am Ende entscheiden der beste Radelpartner und ich uns für eine gemütliche Radrunde ins BLAUE.
So starten wir, um schon nach wenigen Kilometer spontan einen Halt in den Friedensräumen der Villa Lindenhof, am Internationalen Museumstag, einzulegen. Zudem findet dort heute ein „Weltcafe“ statt, wo wir bei Kaffee und Kuchen sogar andere Lindauer Stadtradler treffen. Ein kleiner Einkauf von fair gehandeltem Kaffee und Schoki hat ins unserer Radtasche noch gut Platz.
Anschließend geht es nach Wasserburg, wo wir uns dann ins hügelige Hinterland verabschieden, dort geht es Verkehrstechnisch gleich viel ruhiger zu. Von der Antoniuskapelle aus bietet sich auf einem Sonnenbänkchen ein beeindruckendes See und Bergpanorama. Es macht einfach Spaß so entspannt durch die Sträßchen und Wegchen zu gleiten, einmal hier und da abzubiegen, sich einfach gleiten zu lassen.
In Seenähe staunen wir wieder über die Bereitwilligkeit von Menschen in Autos zu sitzen, lange nach Parkplätzen zu suchen oder im Stau zu stehen um auf die Insel zu gelangen. Mit dem Fahrrad kann man natürlich immer bequem direkt vorfahren.
Zu Hause sind wir uns einig, so ein entspanntes Radtourchen ohne direkte Zielvorgabe hat unserer Seele richtig gut getan. Schließlich liegt morgen wieder der Arbeitsweg an und der hat es in sich.
Allen Stadtradler eine intensive, herrliche, weitere Radwoche,
beste Seegrüße
Christiane

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13. Tag Radwegphilosophien

Geschrieben am 17.05.2017 von Christine Zirkel
Team: Zirkel
Kommune: Lindau (Bodensee)

Traumwetter läßt es endlich zu, daß ich meine „Königsetappe“ des Arbeitsweges radle, von Lindau-Zech zum Klinikum Friedrichshafen, welche etwas außerhalb liegt. Diese Strecke beträgt Hin und zurück ca. 72 km, je nach Route. Meine Lieblingsroute führt durch die schönen Örtchen Wasserburg, Nonnenhorn, Kressbronn, Langenargen, Eriskirch und zum Schluß durch Friedrichshafen. Interessanterweise benötige ich mit dem Rädle fast genauso lange wie meine Schlechtwetteralternative: Stadtteil Zech zum Bahnhof Lindau mit altem Bahnhofsrad, dann Zug gen Friedrichshafen, Umstieg in den Stadtbus zur Endetappe ins Klinikum, ca. 1 1/2 Stunden. Einziger Unterschied, auf den Drahtesel ist Verlaß, mit der DB...tja erlebt man die letzten Abenteuer.
. Morgens ist die Strecke wunderbar friedlich, außer Schüler und Berufstätige sind kaum Radler unterwegs.
Bei 3 Stunden radeln habe ich genügend Zeit zum nachdenken oder für Erinnerungen. Den Heimweg teile ich mir bei gutem Wetter mit Urlaubsradler und Tagesausflügler die den stark frequentierten Bodenseeradweg erfahren. Heimvorteil, ab und zu nutze ich Schleichwege um so vor verdutzen Tempofressern wieder aufzutauchen. Langenargen, hier radelte ich doch als Schülerin in Kolonne mit meinen Freundinnen nach Hause, Kressbronn, war ich hier wirklich kurze Zeit Gemeinderätin, der Kindergarten wo meine Tochter immer fröhlich aus der Türe hüpfte, Nonnenhorn, ach war das ein schönes Jahr in einer Seevilla, uii und schon bin ich am Ziel.
Heute mußte ich einfach einen „Boxenstopp“ im Seecafe Kressbronn einlegen. Bei Cappuchino plausche ich mit Gästen am Nachbartisch, die mich nach meinem Liegerad befragen und mich beneiden, als sie erfahren, daß ich keine Urlauberin bin sondern hier lebe. Tja, ihr Lieben, dann besucht uns einmal bei Nebel...
Die anschließenden Kilometer vergehen wie im Fluge. Etwas muß ich mich beeilen, da ich
nach einem Radwechsel noch zum Volkshochschulkurs muß. Das Grashopper Liegerad hat Pause im Keller, denn für Kurzstrecken nehme ich gerne mein altes Bahnhofsrad, welches ich auch Gefahrenlos länger vor einer Schule parke. Letztes Jahr wurde das Fahrrad einer Teilnehmerin geklaut.
So sind heute sogar 80 km zusammengekommen und die 30 km vom meinem radelnden Radel und Lebenspartner geben für das Stadtradeln doch ein schönes Kilometersümmchen. Und dies ist für uns ganz normaler Alltag- bei gutem Wetter.
Und wie machst Du das denn immer mit der Kleidung und den Haaren fragen mich viele Frauen. Das verrate ich nächstes Mal, denn heute sind es schon viele Zeilen geworden.
Allen Radinfizierten Stadtradler/innen wünsche ich eine weitere herrliche, intensive Zeit, wo auch immer ihr herumstrampelt.
Herzliche Seegrüße
Christiane

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Sonniger Start

Geschrieben am 09.05.2017 von Christine Zirkel
Team: Zirkel
Kommune: Lindau (Bodensee)

Nach einer wunderbaren sonnigen Auftaktveranstaltung am Lindauer Hafen folgten nun die ersten Tage mit meinem "Lieblingswetter" als begeisterte Radlerin: Regen, Regen, Regenschütte. Und die Bestätigung auf vielen Radreisen gesammelt: es gibt keine Regendichte Kleidung. Allerdings hält sie auf Kurzstrecken von 30 - 40 Minuten gut dicht, die Regenhose sogar wesentlich länger.
Und irgendwie macht es sogar Spaß sich diesem kleinen Abenteuer im Alltag zu stellen. Die Bewunderung der Kolleginnen und Bekannten ist gesichert...
Am Samstag während einer Laufveranstaltung in Unteruhldingen (Uhldinger Pfahlbau-Marathon) gingen meine Wünsche sogar in Richtung: "Biiitte erst nach dem Lauf die Wasserschleusen öffnen, lieber beim Heimradeln naß werden." Der Wunsch wurde prompt erfüllt.
Der Sonntag lädt nun auch nicht wirklich zu einem längeren Radausflug ein. It´s raining cats and dog´s.
Zu einer Lesung in der Villa Lindenhof nehmen wir doch tatsächlich den Stadtbus. FRAU will ja doch etwas "nett" aussehen.
Natürlich muss auch der Spanischkurs am Montag leicht durchnäßt angetreten werden. Doch nach dem Unterricht ist alles schon trocken.
Und jetzt freue ich mich auf den politischen Film im Club Vaudeville, den ich heute trocken erreichen werde.
Licht am Horizont. Man wird ja für die Kleinigkeiten dankbar.
Allen Radler/innen weiterhin viel Spaß und Wettertechnisch kann es nur besser werden!

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