STADTRADLER-STAR Blog: Reken im Kreis Borken


Erfolgreich geradelt!

Geschrieben am 12.06.2017 von Jochen Klavon-Mecking
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Drei Wochen ohne Auto sind nun vorbei. Es war eine tolle Zeit und eine Erfahrung mit vielen schönen Momenten.
Die 1125 km habe ich körperlich gut überstanden, 4 Kilo sind gepurzelt und 60 Stunden saß ich dafür auf dem Sattel mit dem ich jetzt per „Du“ bin. Zum Gewichtverlust sagt meine Frau, optisch hat sich nichts an Dir geändert, die vier Kilo Gewichtsverlust ist das Gleiche, als wenn man von einem 40 Tonner die Zierleisten abzieht. Naja!
Zu den Höhepunkten meiner Fahrradzeit zählt das Zelten mit meinen Kindern in 40 km entfernten Winterswijk. Am Anfang der Woche war ich sehr optimistisch und versprach meinen beiden Kindern ein Zeltwochenende in Holland. Leider verschlechterte sich das Wetter so stark, dass nur Regen anstand. Meinen Kindern war es egal, denn „Versprochen ist Versprochen“ sagten Sie und „Der Regen hört laut Wetter-App gleich auf“. Also musste ich wohl oder übel in Regenkleidung und schwerbepackt mit Schlafsäcken, Zelt und Luftmatratze in „Seestechen“. Wir führen los und ließen uns nassregnen. 2.5 Std später kamen wir am Campingplatz an und bauten in einer kurzen Trockenphase das Zelt auf, die mitleidigen Blicke der Camper zogen wir auf uns. Die Nacht versprach nicht besser zu werden. Es regnete bis morgen halb sechs durch. Danach kam endlich die Sonne durch. Wir konnten im Trockenen frühstücken und Winterswijk erkunden. Die Rückfahrt war ohne Regen um einiges leichter und wir kamen gut gelaunt nach Reken zurück. Trotz viel Regen war auch dieses Wochenende sehr schön mit den Kindern und den Fahrrädern, es ist auf jeden Fall eine Tour, die in die Familiengeschichte unvergesslich bleibt.
Eine weitere schöne Fahrradtour in den drei Wochen, war die Stadiontour nach Gelsenkirchen zum Fußballspiel Schalke gegen Hamburg. Mit zwei Fußball- und Fahrradbegeisterten Freunden fuhr ich samstags Mittag zur 37 km entfernten Schalke Arena. Die Hintour war schon sehr lustig. Ohne Karte und genauen Plan fuhren wir los. An Hand unseres Trikots sahen die Leute, wohin unser Ziel führte. Mitten in der Prärie bekamen wir Orientierungshilfen durch Wanderer und anderen Radfahrern. Viele Leute wünschten uns eine gute Weiterfahrt und „Glück Auf“. Am Stadion selber hatten wir den Premiumstellplatz für unsere Fietsen im Parkhaus unmittelbar vor dem Stadion. Wir mussten nur noch 100m zum Stadion laufen. Den Rückweg mit Schalkefahne in der Hand fuhren wir wie gewohnt mit dem Auto über die Kurt-Schumacher-Straße hinaus zur Zeche Fürst-Leopold nach Dorsten, wo unsere Familien auf uns warteten. Gemeinsam radelten wir zurück nach Reken. Es war ein unvergesslich schöner Tag. So oft kommt man ja schließlich nicht mit dem Rad auf Schalke.

Fazit der Stadtradleraktion:
Jetzt nach drei Wochen wäre es kein Problem so weiter zu machen. Nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase wurde es schließlich Normal sich auf das Rad zu schwingen und seinem Ziel entgegen zu trampeln. Sicherlich muss man mehr überlegen, was in der Woche/am Tag ansteht und sich absprechen, wie und wann was gemacht wird aber: Es geht!
Als Familie hatten wir eine schöne Zeit und auch jetzt fahren wir noch viel Fahrrad.
Mit dem Rad erlebt man viel und sieht auch die Umgebung mit anderen Augen. Hier in Reken ist es ein leichtes sein Auto stehen zu lassen und die Ortsteile per Rad zu erreichen und dabei durch Wald und Wiese zu fahren.
Meine Familie und ich freuen uns auf das kommende Jahr darauf um wieder mitzumachen, wenn es heiß „ Tausche Auto gegen Fahrrad!

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3 Wochen E-Bike - Und nun ein Leben lang?

Geschrieben am 21.05.2017 von Gundula Homann
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Anfang der Woche radel ich zum Aquarius nach Borken (38km). Das würde ich sonst gewiss nicht mit dem Rad erledigen. Und am Samstag unternehme ich eine Tour mit zwei Freundinnen aus der Eifel und dem Bergischen Land über Velen, Ramsdorf, Weseke, Oeding nach Winterswijk und zurück (70km). Dafür leihen wir noch jeweils ein E-Bike in der Verwandtschaft und eines von der Gemeinde. Wir sind alle drei begeistert. Die Umgebung von und rund um Reken lädt zum Radeln ein. Die Strecken sind gut ausgeschildert, die Wege gut befahrbar.
Radeln ist schön. Das wusste ich auch vorher. Und das E-Bike ermöglicht mir einen recht großen Radius und den Vorteil unverschwitzt am Ziel zu erscheinen. Aber reicht das um ganz umzusatteln?
Ich habe in diesen Wochen das Rad für den Alltag benutzt. Hätte ich in der Zeit gearbeitet, kämen maximal 200 km pro Woche dazu. D.h. ich fahre im Durchschnitt in der Woche vielleicht 350 km. 1/4 bis 1/3 davon erledige ich auch heute schon mit dem Rad. Aber um das Auto ganz abzuschaffen bedürfte es noch einiger Innovationen im ÖPNV in Reken:
1. Eine Busverbindung zwischen Reken und Dülmen Innenstadt, im besten Fall mit Radtransport, um bei jedem Wetter gepflegt zur Arbeit erscheinen zu können.
2. Eine Anbindung des Rekener Schienenverkehrs bis ins Herz des Ruhrgebiets und nach Coesfeld und des Busverkehrs nach Münster und Borken, auch noch in den späten Abendstunden, um Kulturveranstaltungen wie Kino und Theater dort wahrnehmen zu können.
3. Eine von der Gemeinde organisierte, günstige Car-Sharing-Möglichkeit, vorzugsweise mit E-Autos, die kurzfristig notwendige Fahrten, oder länger geplante Ausflüge ermöglicht.
Dann würd ich vielleicht mehr Radfahrer auf den Wegen zwischen den Orten treffen und das Radeln im Alltag könnte meine Lebensqualität auch über diese 3 Wochen hinaus, wesentlich erhöhen.

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Radius erhöht

Geschrieben am 16.05.2017 von Gundula Homann
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Am Montag habe ich einen Termin in Dülmen mit klammen Fingern wahrgenommen, am Dienstag einen Besuch in Borken unternommen. Für jede Strecke habe ich +/- eine Stunde gebraucht. Die Strecken sind sehr schön, nur leider sehr einsam. Klar, Autostaus sind nervig. Aber wenn einem kaum jemand entgegen kommt, dann ist das auch unheimlich. Da fühl ich mich doch etwas allein gelassen.
Den Rest der Woche habe ich das Rad für alle Erledigungen im Dorf benutzt. Das geht gut und da treffe ich auch viele Mitradler.
Die wahre Herausforderung wartete noch am Wochenende auf uns. Haben Sie Freunde im Ruhrgebiet? Wir schon. Kurz nach der Anmeldung zu dieser Aktion flatterte die Einladung eines langjährigen Freundes aus Herten zu seinem 50. Geburtstag ins Haus. Herten, wo liegt das überhaupt genau? Wie kommt man da hin und vor allem, wie kommt man nachts wieder zurück?
Wir haben also recherchiert und festgestellt, dass Herten nur 34 km entfernt von Reken liegt. Man kann mit dem Zug von Haltern nach Recklinghausen fahren. Dafür muss man aber erst von Reken nach Haltern (18 km) und dann von Recklinghausen nach Herten (7 km). Gut, die letzten 9 km schaffen wir dann auch noch mit dem Rad, zumal die Zugfahrkarte für zwei Erwachsene mit Rädern weit über 30 € kostet.
Mit Hilfe des Handy-Navis machen wir uns also am Samstag um 17.00 Uhr auf den Weg über Bhf Reken, Klein Reken, durch den Wiesengrund und Barkenbenberg nach Wulfen, am Marler Chemiepark vorbei, an einer Landstraße entlang Richtung Recklinghausen und dann durch die Stadt Herten. Nach eindreiviertel Stunde erreichen wir den Gastgeber in seinem Garten. Das Wetter ist uns hold, das Buffet lecker, die Gäste fröhlich. Und so machen wir uns gut gelaunt erst um 1.00 Uhr in der Nacht auf den Heimweg.
Aber nach drei Kilometern ereilt uns das Unglück. An einer Bordsteinkante hören wir ein merkwürdiges Geräusch und, wie sich später herausstellt, hat der Schlauch zwei Löcher. Was tun? Flickzeug haben wir nicht dabei, einen neuen Schlauch natürlich auch nicht. Soll ich allein weiter fahren und mein Mann schiebt sein Rad zurück zum Gastgeber oder wir suchen um 1.30 Uhr nachts ein Hotel in Herten? Aber ich muss am nächsten Morgen um 7.30 Uhr im Wahllokal in Reken Bürgerdienst tun. Und wenn ich auch noch einen Platten auf meiner Fahrt habe, was dann?
Wir rufen einen uns gut gesonnenen Taxifahrer an, der gerade zu Bett gehen wollte, aber stattdessen nun seinen Fahrradanhänger an seine Droschke schraubt und uns abholt. Ein zweites Rad in der richtigen Größe hat er gerade nicht parat. Damit hätten wir es vielleicht bis 4.00 Uhr nach Hause schaffen können. Während wir auf einer Sitzbank an der Fußgängerzone von Herten warten, können wir das rege Nachtleben der Hertener Jugend beobachten. Wir sehen auch den ein oder anderen Bus. Doch keiner würde uns unserem Ziel wirklich näher bringen. Auf meine Nachfrage, ob das Vehikel ein ÖVM sei, versichert mir der Besitzer, zu gegebener Zeit sei es eines. Das beruhigt mich.
Wir müssen also feststellen, in Notsituationen stößt Radeln auch an seine Grenzen.

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Bei mir läufst rund!

Geschrieben am 08.05.2017 von Jochen Klavon-Mecking
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Der Tanz auf den Fahrradspeichen macht mir unheimlich Spaß! Mittlerweile habe ich mit meinem Bike hunderte Kilometer Asphalt-, Schotter- und Sandwege ab geradelt und das Ganze ohne Probleme. In der ersten Woche war das Wetter sehr durchwachsen. Man könnte meinen, immer wenn ich aufs Rad stieg regnete es, wenigstens am Wochenende hatte sich die Sonne mal blicken lassen.
Eine andere Herausforderung war der Einkauf: Zur spontanen Doppelkopfrunde mit Freunden habe ich die Getränke besorgt. Mit dem Auto kein Problem! Aber auf dem Rad musste ich den Supermarkt zweimal besuchen!
Auch der Familienausflug wurde mit dem Fahrrad organisiert. Alle hatten viel Spaß dabei um die Wette zu trampeln! Durch die gut ausgebauten Rad- und Wirtschaftswege, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und natürlich die schöne Landschaft ist unsere Region zum Radfahren sehr gut geeignet, dieses bemerke ich erst jetzt aus der „Radperspektive“.
Zum Auftakt der zweiten Woche gab es heute Morgen wieder einmal Regen. Lieber Petrus, erhöre bitte meine Worte und lass es nicht die ganze Woche regnen. Das Fahrrad ist sauber genug!

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Eine Woche bei kaltem und nassem Wetter

Geschrieben am 07.05.2017 von Gundula Homann
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Ich hatte extra wenig Termine in die Woche gelegt, um viele schöne Touren mit dem tollen Rad zu unternehmen, aber ich konnte mich kaum motivieren. Der Blick nach draußen hat mein Radeln auf das Nötigste beschränkt. Einzige Herausforderung: Eine Einladung am Donnerstag Abend in Gescher. Aus Solidarität haben mich andere Rekener Gäste mit dem Rad begleitet und so kamen wir nach 50 Minuten meist über gut befahrbare Fahrrad- und Wirtschaftswege - zumindest auf Rekener Seite - mit steifen, kalten Fingern bei den Gastgebern an und ließen uns von den vor Ehrfurcht Erschauernden für unseren Einsatz feiern. Das machte uns schon ein wenig stolz. Und dann mussten wir im Dunkeln zurück. Dabei merkten wir, wie wichtig gut geführte Radwege sind. Mit 25 h/km wäre ich in Hochmoor beinahe im Graben gelandet, als die Wegführung einen unerwarteten Knick machte. Aber wir haben es geschafft, als Kleingruppe. Allein möchte ich solche Fahrten in der Nacht nicht unternehmen. Da würd ich mich unsicher fühlen.

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erste Resonanz!

Geschrieben am 03.05.2017 von Jochen Klavon-Mecking
Team: Offenes Team - Reken
Kommune: Reken im Kreis Borken

Die ersten beiden Tagen habe ich gut überstanden. Meine Motivation ist TOP, obwohl ich zur Zeit die meisten Kilometer im Regen zurückgelegt habe. Zur Zeit stehe ich eine halbe Stunde früher als gewohnt auf, um pünktlich am meinem Arbeitspatz in Borken zu sein. Ich hoffe, das meine Stimmung so bleibt und ich noch viele weitere Kilometer radeln werde. Bis dann mal LG Jochen

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