STADTRADLER-STAR Blog: Doris Ulfers-Brandt


Sinn und Unsinn der Stadtradelaktion.....?

Geschrieben am 18.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
Kommune: Leer (Ostfriesland)

Moin, liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler,
wie schnell die Zeit vergeht - nun ist schon die 3. Woche unserer Radelaktion angebrochen. Sowohl unsere heutige Bilanz als Kommune als auch die durchschnittliche Fahrleistung von rd. 125 Kilometern je TeilnehmerIn, ist rekordverdächtig, hat die Erwartungen deutlich übertroffen!

Mit dem Gedanken, einen entbehrungsreichen „Verzicht“, nämlich den auf das Auto, hinzunehmen, noch dazu als Stadtradelstar, bin ich skeptisch in die Aktion gestartet. Ich habe mich gründlich getäuscht – denn von einem Verzicht kann keine Rede sein.

Im Gegenteil - ich habe viel gewonnen! Neben ein „Mehr“ an Lebensqualität durch Zeitgewinn, Spaß und Bewegung habe ich viele Erkenntnisse und Eindrücke gewonnen, Gespräche geführt, kritisch mein eigenes Mobilitätsverhalten durchleuchtet und gleichzeitig, wie alle anderen Stadtradler auch, ein Zeichen gesetzt für den

  • KLIMASCHUTZ, der uns ALLE und zukünftige Generationen betrifft und damit auch ein Zeichen
  • für die eigene Gesundheit, die meiner Mitmenschen (Fahrrad ist ein Null- Emissionsfahrzeug) und
  • zukünftiger Generationen sowie
  • für lebens- und liebenswerte Städte, die mit innovativen Ideen den Weg bereiten für UMSETZBARE
  • Alternativen zum motorisieren Individualverkehr.

    Dass der Individualverkehr zudem jede Menge Platz, besonders im städtischen Innenraum kostet, ist schon fast zur Selbstverständlichkeit für uns geworden, obwohl die Zersiedelung durch Straßen, die Flächen für Parkhäuser und Parkplätze weniger Platz und Raum bedeutet für Fußgänger, Fahrradfahrer, spielende Kinder sowie begegnungs- und erholungssuchende Erwachsene.
    Autos machen mobil aber sie bremsen sich auch aus. Ein Dilemma, das nicht nur die Politik und/oder die Planer fordert, sondern uns alle. WIR haben die Aufgabe, das eigene Mobilitätsverhalten kritisch zu hinterfragen.
    Eine große Herausforderung! Dazu noch folgendes: Ich habe in einem Beitrag, in dem u.a. das Fahrverhalten jugendlicher Italiener thematisiert wurde, gelesen, dass sie nur dann für das Radeln zu begeistern sind, wenn damit auch ein für sie attraktives Lebensgefühl transportiert wird, wenn Fahrradfahren ein Bestandteil des „ökologischen Wohlstands“ wird.

    In diesem Sinne gilt es, durch Imagekampagnen zu mobilisieren, gleichfalls aber auch, durch Verbesserungen in der Infrastruktur ein positives Miteinander zu ermöglichen.

    Gerade in unserer Region sind aber viele Menschen aus gutem Grund auf das eigene Auto angewiesen: So deckt z.B. das ÖPNV-Netz nicht jeden Bedarf. Ohne Rückgriff auf das Auto sind Alternativen jenseits des Individualverkehrs oft kaum umsetzbar oder mit einem hohen (logistischen) Aufwand verbunden, abgesehen davon, wenn körperliche Handicaps zu beklagen sind, die u.U. das Fahrradfahren erschweren oder es unmöglich machen. Oftmals ist ein eigenes Auto in ländlichen Bereichen für die Teilhabe am sozialen Leben unverzichtbar.
    Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen… , in etwa so, wie der Individualverkehr an Wachstum zulegt.

    Aber wenn die Stadtradel- und alle zukünftigen Aktionen ein Umdenken anschieben und dazu führen, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen, dann ist doch schon eine gute Ausgangssituation geschaffen.

    Viel Spaß beim Stadtradeln und weiterhin unfallfreie Fahrt.
    Herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt
    PS:
    1. Herzliche Einladung:
    Sie sind herzlich zur Stadtradel-Abschlussveranstaltung/-diskussion im Wuppclupp, Leer, Sägemühlenstraße 9a, am Donnerstag, 21.9.2017, ab 19:30 Uhr eingeladen.
    Eintritt: 10,00 € (incl. Getränk). Inhalt: Treffen der Stadtradler, Erfahrungsaustausch, Anregungen, Gespräche, Musik…
    Die Eintrittskarten können bei anton at scholtalbers.de per E-Mail bestellt und reserviert werden. Sie können auch abends, am Bahnhof (Vorplatz) tgl. zwischen 18.00 Uhr und 18.30 Uhr bei Anton Scholtalbers persönlich erworben werden, bevor er mit seinem Team Critical Mass zu einer allabendlichen Fahrradtour startet (Jede/r ist herzlich willkommen mitzufahren).

    2. Es gibt weiterhin auch noch Teams ohne Kilometereintragung, bzw. ohne
    zweites Teammitglied. Das Stadtradel-Organisationsteam weist darauf hin, dass ab dem 21.09. keine Anmeldungen mehr möglich sind und die Ein-Personenteams automatisch zum Offenen Team zugeschlagen werden. Diese betreffenden Teams sollten vorher ein zweites Teammitglied melden, oder sich einem anderen Team anschließen.

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    Schöne Grüße aus dem Urlaub - Stadtradeln weltweit!

    Bild Geschrieben am 13.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
    Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
    Kommune: Leer (Ostfriesland)

    Guten Morgen, liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler,
    heute, am frühen Morgen, erreichte mich ein herzlicher bebilderter Gruß meiner lieben Kollegin aus ihrem Sonnenschein-Urlaub.

    Sehen Sie sich das Bild an: Strahlend lächelnd blickt sie mir aus ihrem Foto entgegen: sportlich, dynamisch, bestgelaunt, von der Sonne geküsst und….. auf einem Fahrrad, mit dem Hinweis, dass sie im Urlaub stadtradelt.

    Kompliment! Wirklich toll, dass der Stadtradelgedanke in den Urlaub mitgenommen und tatkräftig umgesetzt wird.

    Heute ist Sturm und Regen angesagt. Schirm auf dem Rad ging gar nicht – aber ich bin trotzdem einigermaßen trocken ins Büro gekommen. Dank der kräftigen Böen erreichte ich zeitweise sogar ein atemberaubendes Tempo mit meinem alten Hollandrad… Das hat mehr Spaß gebracht als mit dem Auto zu fahren!
    Allen Stadtradler/-innen viel Spaß und Freude,
    herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt

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    Stadtradeln, am 1.9. geht es los!

    Bild Geschrieben am 12.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
    Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
    Kommune: Leer (Ostfriesland)

    Liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler,
    „Du bist „Stadtradelstar“? Ausgerechnet Du? Diejenige, die bei undichten Regenwolken oder sonstigen Befindlichkeiten ganz schnell im Auto sitzt und Dich gar nicht an das Fahrrad als Beförderungsmöglichkeit denken lässt?“
    Ungläubiges Staunen meiner Familie, begleitet von Kommentaren, die gar nicht gerne höre und deswegen hier auch nicht zum Besten gebe…….

    Aber nun - als Stadtradel-Star habe ich mich mit der Aktion und all den Argumenten für das Fahrradfahren natürlich befasst und erkannt, dass es kaum Gründe gegen das Fahrradfahren, als echte Alternative im Alltag, gibt. So fahre ich heute mit mehr Überzeugung als bisher Fahrrad. Ich muss aber gestehen, dass ich mich kaum FÜR das Fahrradfahren im Herbst und Winter aussprechen mag, wenn dann der Blick aus dem Fenster „dunkel, kalt, nass“ erkennen lässt. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit......
    Nun freue ich mich über den Stadtradel-Aktionsstart in unserer Stadt in der übernächsten Woche und bin gespannt, wie es wohl wird.
    Ich hoffe, dass wir Leeraner einen guten Schnitt machen.
    Wäre schön, wenn es noch mehr Anmeldungen gäbe…..,wobei die persönliche Kilometerleistung, die in das Gesamtergebnis einfließt, nachrangig ist. Wichtig ist, dabei zu sein, mitzumachen! Jeder Kilometer zählt - auch wenn es nur ein Kilometer in drei Wochen sein sollte….
    Herzlichen Gruß
    Doris Ulfers-Brandt

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    Fahrradfahrer auf der Gewinnerseite?

    Geschrieben am 12.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
    Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
    Kommune: Leer (Ostfriesland)

    Liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler!!

    Dank der Stadtradelaktion ist mir die Selbstverständlichkeit, mit der ich bisher zum Autoschlüssel gegriffen habe, schon fast peinlich. Das Fahrrad ist ganz sicher DIE bessere Alternative zum Auto.

    Einkäufe erledige ich mittlerweile gerne per Rad in dem Bewusstsein, draußen in der frischen Luft, mit viel Spaß sportlich unterwegs zu sein und dabei Land und Leute aktiv wahrnehmen zu können. Nicht mit dem Auto zu fahren ist ja keinesfalls ein Verzicht, sondern ein Gewinn! Ein Gewinn fürs Gemüt, für die Gesundheit, das soziale Leben und natürlich für die Umwelt.

    Dies vor dem Hintergrund, dass ich zur Zeit viel Glück mit dem Wetter habe. Ich hatte ja schon an anderer Stelle meine Regen-/Schlechtwetterempfindlichkeit beim Fahrradfahren thematisiert. Seit Beginn meiner Stadtradellaufbahn am 1. September, habe ich nur ein einziges Mal, auf dem Weg zur Arbeit, Regen abbekommen. Da kann man nicht meckern, oder?

    Das Wetter, ob Stadtradeln oder „einfach-nur-so-Radeln“ ist unserem Familienhund, Zacco, meinem gelegentlichen Begleiter am Fahrrad, egal. Bei moderatem Tempo ist Zacco ein Ausdauergigant, der sich freut, wenn er beim Radeln nebenher traben darf. Das Radeln mit Hund zwingt zu einer Langsamkeit, die, wenn es die Zeit erlaubt, auch dem Radler guttut.

    Zum Glück zählt beim Stadtradeln jeder Kilometer, nicht die Geschwindigkeit!

    Stadtradeln: Der Begriff „Erfolg“ reicht gar nicht aus um zu beschreiben, wie gut wir Stadtradler in Leer mit dabei sind. Den Äquator haben wir schon mehr als drei Mal geschafft – und das am 12. Tag. Bemerkenswert auch die Teams der Schulen mit so unglaublich vielen RadlerInnen. Alles in allem müsste Leer müsste ganz oben in der Wertung sein.

    Ach ja, das möchte ich auch noch an dieser Stelle loswerden: Lt. einer Veröffentlichung im Internet von "frauenzimmer", finden Frauen Radfahrer attraktiver als Cabrio-Fahrer!

    Im Artikel wird über einen Test, den ein Reporter mit versteckter Kamera durchführt, berichtet. Anlass seines Tests ist eine Studie, nach der das Radeln Männer deutlich attraktiver macht als ein cooler Cabrio-Auftritt.
    Der Reporter versucht also sein Flirt-Glück zunächst mit einem schicken Cabrio und danach vom Fahrrad aus. Ergebnis:
    Cabrio-Test: so lala. Fahrradtest: TOP! Fahrradfahrer sind die Gewinner!

    Weiter ist zu lesen, dass früher (hoffentlich nicht mehr heute), ein schickes Cabrio für ein gut gefülltes Konto stand – und der Drahtesel eher für Schmalhans küchenmeisterliche Künste.

    Und es geht noch weiter mit den Ergebnissen: Danach steht das Auto heute durchaus auch für eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt, wohingegen der Radnutzer als fit und trainiert gilt. Als jemand der beschützen kann – und als jemand, der sein Ego nicht mit Statussymbolen aufplustert.
    Uuuiii, …… eine Wertung erspare ich mir an dieser Stelle….
    Also, meine Herren, angereichert mit diesen Fakten, dürfte Ihnen der Spaß beim Fahrradfahren sicher sein. Überlegen Sie also gut, bevor Sie in Ihr schickes Cabrio steigen, ob das Fahrrad nicht doch die bessere Wahl ist….
    Uns allen weiterhin viel Spaß beim Stadtradeln
    Herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt

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    Unglaublich, der Äquator ist geschafft!

    Geschrieben am 06.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
    Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
    Kommune: Leer (Ostfriesland)

    Liebe Stadtradlerinnen, liebe Stadtradler,
    ich lese gerade folgendes auf meiner "Stadtradler-App":
    "941 Radlerinnen legten insgesamt 39.937 km mit dem Fahrrad zurück......."
    "Dies entspricht der 1,00-fachen Länge des Äquators".

    Das ist ein fantastisches Ergebnis. Unglaublich, mit welcher Motivation das Stadtradelprojekt in unserer Stadt umgesetzt wird!!! Bilde ich mir nur ein, morgens viel mehr Radler/innen zu sehen als noch vor ein paar Wochen, bevor die Aktion "Stadtradeln" startete? Vielleicht liegt es aber auch nur am guten Wetter...

    Wie dem auch sei: Fahrradfahren macht Spaß, ist gut für Leib (Bewegung!!!!) und Seele (bewusste Wahrnehmung von Land und Leuten. Außerdem kommunikativ - denn ich treffe sehr häufig auf Bekannte beim Radfahren, so dass Neuigkeiten radelnd ausgetauscht werden...)

    Meine heutige Tour in die Altstadt, zu meinem Arbeitsplatz, führte mich, wie an jedem Morgen, an einer durchgehenden Autoschlage vorbei. Mit dem Fahrrad ist man immer fein auf dem Überholkurs. Fahrradstaus? Nein, kennen wir nicht. Aber egal wie groß, neu oder teuer das Auto ist, wenn es steht, dann steht es.
    Ich bin froh, so nah am Arbeitsplatz zu wohnen, ganz besonders mit Blick auf die Autoschlangen im morgendlichen Berufsverkehr - wobei jeder Großstädter wohl verständnislos amüsiert reagiert auf das, was wir Stau nennen. Da ist er anderes gewohnt.
    Leider gibt es in unserer Region für viele Autofahrer, die sich allmorgendlich über die Straßen quälen, kaum eine Alternative. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln mag man morgens noch in die Stadt kommen, aber abends zurück an den Wohnort ist es oftmals schwierig. Also bleibt dann häufig nur der Rückgriff auf das Auto. Wäre schön, wenn hier eine neue Entwicklung in Gang gesetzt werden könnte als wirkliche Alternative, gerade in unserer Region, zum Auto.

    Herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt

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    Es geht los!

    Bild Geschrieben am 06.09.2017 von Doris Ulfers-Brandt
    Team: Offenes Team - Leer (Ostfriesland)
    Kommune: Leer (Ostfriesland)

    Lieber Stadtradler-/innen,
    nachdem ich mich in letzter Zeit so häufig mit dem Thema "Stadtradeln" befasst habe, habe ich mich sehr über den lange herbeigesehnten Start am vergangenen Freitag gefreut.

    Es musste jetzt endlich losgehen, auch weil die Aktion in letzter Zeit so häufig thematisiert wurde. Im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis habe ich für sie geworben. Bei Veranstaltungen, privaten Treffs - immer wieder getrommelt, Prospekte verteilt, selbst beim Bäcker wurden sie auf den Tresen gelegt.... Immer in der Hoffnung, es mögen noch ein paar Anmeldungen mehr werden.

    Am Freitagmorgen waren schon gegen 6:00 Uhr morgens einige Kilometer auf der Habenseite für unsere Stadt verbucht. Später habe ich erfahren, dass die ersten 40 Kilometer im Leeraner Radelkalender nachts gefahren und gutgeschrieben wurden. Respekt vor dieser Leistung, Super!

    Mein Weg zur Arbeit, von Heisfelde zum Rathaus, ist, lt. Radelkalender-App, 2,3 Kilometer lang. Diese kurze Strecke war also am Freitag mein erster Radelbeitrag zum Klimaschutz.

    Ganz ehrlich - mit dem kurzen Weg zur Arbeit genieße ich ein Privileg. Das Privileg, mit dem Rad schneller als mit dem Auto zu sein, noch dazu ohne nervige Parkplatzsuche.

    Nachdem ich jahrzehntelang unfallfrei mit dem Fahrrad unterwegs bin, hätte es mich am Freitag fast erwischt - in der Brunnenstraße, die "nicht ohne" für Radler/-innen, ist. Ich fuhr ziemlich zackig, mit einem relativ großen Abstand zu den parkenden Autos. Plötzlich die Situation, die mir Herzklopfen bescherte, das ich noch an ein paar Minuten später, als ich längst an meinem Arbeitsplatz im Rathaus war, spürte: Innerhalb von Sekundenbruchteilen sah ich, wie in der Zeitlupensequenz eines Films, dass plötzlich eine Autotür auf ganzer Breite aufgestoßen wurde. Ausweichen konnte ich nicht, da ich ja schon auf Höhe des Autos war. Ich registrierte, dass zwischen mir und dem äußeren Türrahmen noch maximal max. 3-4 Zentimeter Luft war, sah gleichzeitig den entsetzen Blick des Herrn, der die Tür aufgerissen hatte und realisierte auch, dass alles gutgegangen war - bis auf den tiefen Schreck.... Puh, das war eine richtig fiese Situation - ausgerechnet auf meiner ersten Stadtradeletappe....

    Die Auftaktveranstaltung zur Leeraner Stadtradelaktion nachmittags vor der wunderschönen Kulisse des historischen Rathauses war sehr stimmungsvoll. Strahlender Sonnenschein, interessierte Altstadtbummler, bestgelaunte Radler/-innen, launige Ansprachen, Leckerlies, Präsente (auch ich gehörte zu den Beschenkten. Danke, lieber Karsten und lieber Ehler, für das liebevoll zusammengestellte Kraftpaket. Die ausgesuchten Spezialitäten schmecken ganz sich auch auf dem heimischen Sofa :-))
    Dazu ein schönes Drumherum mit ungewöhnlichen Fahrradexponaten. Historische Fahrräder, wie z.B. ein rd. 100 Jahre altes fahrtüchtiges Damenrad, das im Vergleich zu heutigen Fahrrädern sehr cool wirkt, hochglänzende Rennräder, die schon Jahrzehnte auf dem Rahmen haben, ein kultiges Bonanzarad, blitzblank, im Originalzustand, 70er Jahre Miniräder und ein Mini-Minirad, dazu jede Menge Funktionsräder. Toll, das Fahrrad von Anton Scholtalbers, mit Zeltdach zum gemütlichen Übernachten.

    Ein 12sitziges Monsterrad, genannt "Fahrradschiff" stand bereit für eine Tour durch Leer. Danke, Karsten, für Deine Überredungskünste, die mich in den Genuss dieses interessanten Gefährts kommen ließen. Skeptisch, mit heftiger innerer Gegenwehr, nahm ich Platz neben Bruno Schachner, der ebenso skeptisch war. Die ersten Meter mit diesem Gefährt auf der huckeligen Kirchstraße waren alles andere als geschmeidig. Aber dann fing der Spaß an. Wir traten alle kräftig in die Pedale und brachten das Fahrradschiff gut in Fahrt.

    Unsere Fahrt hatte es in sich - denn wir machten gleichzeitig einen stadtgeschichtlichen Ausflug, dank Lena Scholtalbers. Frau Scholtalbers ist Stadtführerin und war mit an Bord des Fahrradschiffes. An stadthistorisch bedeutsamen Plätzen, wie z.B. der Kaakspütte, dem Teich in Leerort, dem Waageparkplatz, ging das Fahrradschiff jeweils kurz vor Anker, so dass wir den Beiträgen von Frau Scholtalbers lauschen konnten. Danke, liebe Frau Scholtalbers, das waren eine sehr interessante Stadtführung, die viel Spaß gemacht hat!

    Wir sind fast 10 km mit dem Fahrradmonser/Fahrradschiff durch Leer gefahren. 10 km, die viel Spaß gemacht haben und wir den Fahrkünsten unseres Kapitäns, die uns schon fast virtuos, besonders in den engen Straßen der Altstadt, vorkamen. Danke, dem Kapitän! Er stand seiner Crew und den Gästen sehr gut bei :- ) .

    An dieser Stelle auch ein ganz dickes Dankeschön an Karsten und Ehler für die tolle Auftaktveranstaltung. War klasse!

    Am Freitag hatten sich rd. 1.100 Teilnehmer für das Stadtradeln in Leer angemeldet. Das waren ungefähr 100 mehr Anmeldungen als in Berlin. Das muss man sich mal vorstellen....! Wir in unserem kleinen Leer!

    Durch die vielen Gespräche "ums Fahrrad", vor und während der Auftaktveranstaltung, stelle ich mittlerweile den schnellen Griff nach den Autoschlüsseln sehr in Frage. Für mich gilt es nun, dauerhaft Gewohnheiten zu hinterfragen - aber nicht nur während der Aktion, sondern vor allem danach.

    Aber jetzt geht es weiter.... Zur Leeraner Stadtradelaktion gehört übrigens ein umfangreiches Rahmenprogramm. Feierarbendtouren, eine Radtour mit der Bürgermeisterin, auch eine mit dem Stadtbaurat. Näheres unter http://www.stadtradeln.de/leer .

    Übrigens, Anmeldungen sind natürlich auch während der jetzigen Aktionszeit hoch willkommen. Entweder in einer Gruppe oder selber eine Gruppe mit anderen bilden. Im Zweifelsfalle melden Sie sich unter "Offene Gruppe" an. Und dann: "Jeder Kilometer zählt".

    Herzliche Grüße, Doris Ulfers-Brandt

    .

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