STADTRADLER-STAR Blog: Lydia Menke


Urlaub

Bild Geschrieben am 15.09.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

Spätestens beim Thema Urlaub ist ein Auto nötig. Schließlich will man vor Ort auch mobil sein und wie soll man sonst alles mitbekommen, gerade mit Kind? Wir haben es ausprobiert. Eine Woche Nordsee mit Bahn und Rad.
Es fängt schon bei der Wahl des Urlaubsziels an, es sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein. Wer beim Umsteigen auf Fahrstühle oder Rolltreppen angewiesen ist, sollte etwas mehr Zeit einplanen und nicht zwingend die Verkehrsreichsten Reisezeiten wählen. (der Hamburger Hbf mach am 1. Ferientag zum Umsteigen mit Lastenrad wenig Spaß, da es extrem voll ist und sich lange Schlangen vor den Fahrstühlen bilden. Wir haben es am eigenen Leib erfahren. :-)) Der Metronom verfügt über ein sehr großräumiges Fahrradabteil,(um genau zu sein ist es ein ganzer Waggon) da kann man ganz einfach rein und raus rollen. Aber auch in den kleineren Abteilen von verschiedenen Privatunternehmen ist eine Fahrradmitnahme in der Regel problemlos möglich.
Natürlich muss man sich beim Packen etwas einschränken, aber so nimmt man auch nur das mit, was man wirklich braucht. Wir haben in der Woche trotzdem nix vermisst. (Tipp für Eltern: Die meisten Baby-Verbrauchsgüter muss man nicht mitschleppen, einfach am Ankunftstag eine Runde durch den örtlichen Drogeriemarkt für Windeln und Co, das spart viel Gepäck) Unsere Einteilung war wie folgt: Jede Person eine Packtasche für Kleidung, plus eine vierte für allgemeine Dinge. Alles was man auf der Fahrt braucht, sowie Unterhaltung wandert in den Rucksack. Baby hat eine Wickeltasche die am Kinderwagen hängt. Große, sperrige Dinge wie Strandmuschel und Stillkissen kommen vorne in die Kiste. (hier empfehlen sich nur leichte Dinge, die auch im Rad verbleiben können, falls man es mal tragen muss, denn die Packtaschen sind mit einem Handgriff abgenommen.) Da wir den Kinderwagen vor Ort haben wollten, haben wir uns dazu entschieden nur das Lastenrad mitzunehmen und ein weiteres Rad vor Ort zu leihen. So konnten wir schöne Touren an der Nordsee unternehmen und hatten auch für den schnellen Strandbesuch immer alles dabei. Unser Fazit: Man braucht auch mit Kind nicht zwingend ein Auto um Urlaub zu machen. Lediglich die Organisation ist eine Andere und es ist eine Frage der Gewöhnung. Einfach mal ausprobieren. So kann man auch am Urlaubsort lästige Parkplatzsuchen vermeiden was dem Erholungseffekt nur zuträglich ist.

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Zeit

Geschrieben am 15.09.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

In diesen Tagen zeigt sich das Wetter eher unbeständig, so das Regenjacke und -hose zum ständigen Begleiter in der Packtasche werden. Meist jedoch hat man Glück und kann eine trockene Lücke zwischen den Schauern finden.
Heute bin ich mal früh losgewesen, da zeigte sich mal wieder ein Vorteil des Rades. Auf der Verdener Straße stehen die Autos schon morgens vor 8 Uhr in langen Schlangen. Die Blechlawine quält sich im Schritttempo stadteinwärts. Mit einem Grinsen düse ich auf dem Radweg rechts an allen vorbei. Heute werde ich definitiv schneller in der Stadt sein.
Noch ein Vorteil, mit dem Rad braucht man immer gleich lang (extremer Gegenwind auf langen Strecken und schlecht geräumte Radwege bei Schnee jetzt mal ausgenommen), unabhängig von der Verkehrslage. Es lässt sich also besser und zuverlässiger planen.
Ich brauch noch einen neuen Badezimmerschrank. Soll man den Kauf auf die Zeit nach dem Stadtradeln verlegen? Nein das muss auch so gehen! Schließlich lässt sich mit entsprechendem Equitment auf einem Rad mehr unterbringen als man so denkt. (Zimmerpflanzen kann man z.B. sehr gut mit dem Topf voran in die Packtaschen stellen und sie oben offen lassen, so kommen auch größere Exemplare sicher nach Hause) Glück gehabt, der Schrank passt. Also keine Einschränkungen durchs Stadtradeln.

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Ausland

Bild Geschrieben am 09.09.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

Heute die erste „Herausforderung“. Während mein Mann und meine Tochter bei strömenden Regen sich ein Taxi zum Bahnhof rufen, steige ich zähneknirschend aufs Rad. Zum Glück kann ich mir noch einen Moment Zeit lassen und so lässt der Regen nach, als ich losfahre. (Mit dem Rad ist man von uns aus schneller am Bahnhof als mit dem Auto „Außenrum“) Es geht mit der Bahn (und ausnahmsweise ohne das Rad mitzunehmen) nach Poznan in Polen. Als wir dort ins Hotel einchecken, werden wir gefragt, wo unser Auto parkt. Als wir erklären, dass wir mit der Bahn gekommen sind, ergänzt die Dame an der Rezeption: ...achso und dann mit dem Taxi vom Bahnhof. Das wir das Stück zu Fuß gegangen sind sorgt für Überraschung und Bewunderung. Bei einer Strecke von gerade mal gut 2 km finde ich das etwas übertrieben, kann es aber später verstehen, als ich die ortsüblichen Preise fürs Taxifahren mitbekomme (umgerechnet ca. 0,40 €/km) Da ist die Versuchung natürlich groß.
Poznan ist aber eine sehr fahradfreundliche Stadt. Die vielen Einbahnstraßen und für Autos gesperrten Bereiche der Innenstadt dürfen mit Rädern in der Regel in beide Richtungen befahren werden (leider viel Kopfsteinpflaster) Bei der Verkehrsführung werden Radfahrer mit eigenen Strecken und ausreichend Platz bedacht. (siehe Foto: gesonderte Verkehrsführung für Radfahrer unter einer der größten Kreuzungen der Stadt entlang) Leihräder bekommt man auch an vielen Stationen. Wozu Räder sonst noch gut sind, zeigt das Bild vom "Bikecoffe". Auch das ein oder andere Schild kommt einem bekannt vor.

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Alltag

Geschrieben am 09.09.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

Bis jetzt hat das Stadtradeln noch keine großen Überraschungen geboten. Alle Touren werden wie sonst auch mit dem Rad erledigt. Aus Zeitgründen bin ich noch gar nicht zu ausgedehnten Touren gekommen. Ich bin aber erstaunt, was bei den ganzen kleinen Alltagstouren so zusammenkommt. Nur für Einkäufe, Freunde Besuchen, Termine wahrnehmen und sonstige Erledigungen landet man schnell im dreistelligen Kilometerbereich, obwohl man das Gefühl hat, fast gar nicht unterwegs gewesen zu sein. (Jetzt versteh ich auch wie in 6 Monaten die 1500 km auf unsrem Lastenradtacho zusammengekommen sind, ich hatte schon an einen Messfehler gedacht.)
Wer meint beim Stadtradeln hätte man irgendwann die Nase voll vom Radfahren, der irrt. Was macht man, wenn man mit dem Rad am Schwimmbad ankommt und eine Probestunde Aqua-Cycling angeboten bekommt? Genau! Einfach das Element wechseln und weiter in die Pedale treten. Es war eine gute Erfahrung. Lediglich die Frage wie viele Kilometer man sich dafür beim Stadtradeln eintragen kann, konnte der kompetente Trainer nicht beantworten.

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Pack die Badehose ein

Bild Geschrieben am 29.08.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

Heute gehts bei Super-Sommerwetter an den See. Schnell die nötigen Sachen gepackt (da kommt mit Baby doch immer so einiges zusammen), eine Freundin abgeholt und dann los. Dank Lastenrad ist neben Kind auch Platz für die Strandmuschel und einen ausgiebigen Picknickkorb. Müsste ich das alles vom "nahegelegenen" Autoparkplatz an die Badestelle schleppen, wäre das Gepäck sicher übersichtlicher ausgefallen, aber so kann ich ja direkt neben dem gewünschten Liegeplatz mein Rad zwischen die Bäume stellen.
Jetzt ist genießen angesagt. In der Sonne sitzen, eine Runde schwimmen und nachher gut runtergekühlt entspannt den Heimweg antreten. So lässt sich das Stadtradeln doch prima aushalten...

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Es geht los...

Bild Geschrieben am 29.08.2017 von Lydia Menke
Team: Offenes Team - Rotenburg (Wümme)
Kommune: Rotenburg (Wümme)

Ab heute gilt es: 3 Wochen ohne Auto. Sollte zu schaffen sein, schließlich bin ich auch über 30 Jahre ohne Eigenes ausgekommen. Mal schauen, was die nächsten Tage so bringen. Heute ging es zum Auftakt erstmal mit über 120 anderen "Velophilen" quer durch Rotenburg. Die Tour wäre auch für neu Zugezogene und (noch)nicht Radfahrer spannend gewesen, Die ausgewählte Strecke zeigte, wie idyllisch man doch auch ans Ziel kommen kann. Stimmen auch noch Untergrund und Wegführung, geht es auch zügig voran.
Ab heute habe ich ein neues Lieblings- Verkehrsschild! (steht vor "Simbav" in der Kirchstraße)

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