STADTRADELN-Star Blog: Sonja Fröhlich


Und wie war's jetzt insgesamt so?

Geschrieben am 27.05.2020 von Sonja Fröhlich
Team: Offenes Team - Bühl
Kommune: Bühl

3 Wochen ohne Auto – geschafft! Uns hat es gut getan, auf das Auto zu verzichten. Wir sind fitter geworden, waren bei fast jedem Wetter draußen unterwegs und haben das Auto kaum vermisst. Wir haben uns aus der Komfortzone gewagt und Neues entdeckt.

Meine Bilanz nach diesen drei Wochen lässt sich in zwei Sätze packen. Der erste lautet: „Oft ist mehr drin, als Du denkst.“ Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich den Weg zu meinem Arbeitsplatz nach Rastatt durchaus mit dem Rad zurücklegen kann (Hin- und Rückweg insg. 42 km). Ich arbeite dort seit über 7 Jahren und hatte es bisher nicht ein einziges Mal ausprobiert. Ich habe es einfach für zu weit gehalten. Und auch als Familie mit Grundschulkind kann man spannende Radtouren erleben. Ich hätte nie gedacht, dass wir die Tour de Murg komplett radeln, ohne uns den Heimweg mit der Stadtbahn zu erleichtern.

Der zweite Satz lautet: „Fahrradfahren beginnt im Kopf.“ Wenn ich mehr Wege mit dem Rad statt mit dem Auto zurücklegen möchte, dann kann ich meinen Terminkalender nicht so voll stopfen. Dafür muss ich mich bewusst entscheiden. Entschleunigung ist angesagt. Und damit tun wir etwas für uns selbst und gleichzeitig fürs Klima. Ich erlebe oft im Umfeld, dass Kinder mit dem Auto von der Schule abgeholt werden, weil es sonst mit dem anschließenden Arzttermin knapp wird. Oder mit dem Auto zum Sport gefahren werden (…ein Widerspruch in sich...), weil es sonst mit dem Klavierunterricht und den Hausaufgaben zeitlich nicht aufgeht. Da hilft nur eine bewusste Entscheidung für ein langsameres Tempo, weniger Termine, mehr Wege mit dem Rad. Klar hat man das nicht immer in der Hand. Aber sehr oft eben doch. Das hatten wir als Familie schon vor dem 3-wöchigen Autoverzicht im Blick, ist uns jetzt aber noch einmal wirklich wichtig geworden.

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Tour de Murg - mein Highlight der Woche!

Bild Geschrieben am 19.05.2020 von Sonja Fröhlich
Team: Offenes Team - Bühl
Kommune: Bühl

Mein Highlight dieser Radelwoche war eindeutig unsere große Familientour: wir hatten uns die Tour de Murg von Freundenstadt nach Rastatt vorgenommen. Und so radelten wir morgens gegen 9.30 Uhr zum Bahnhof Bühl und stiegen mit unseren Rädern in die Stadtbahn. Nach einem Umstieg in Rastatt erreichten wir knapp 2 Stunden später Freudenstadt - mit dem Regio-Plus-Ticket des KVV für rund 21 € zu einem sehr familienfreundlichen Fahrpreis. Nach den ersten Kilometern auf der gut ausgeschilderten Tour de Murg mussten wir natürlich erstmal die Akkus auffüllen und ordentlich picknicken: leckere Wecken, Wurst und Käse, Obst und Kekse stärken große und kleine Radler. Die Strecke der Tour de Murg folgt dem Lauf der Murg durch das Murgtal hinunter, verläuft meist sehr malerisch neben der Murg oder auf schönen Waldwegen und geht - wichtig für Familienradtouren! - gefühlt die meiste Zeit bergab! Unterwegs laden schön gelegene Bänke immer wieder zu kleinen Pausen ein und die wenigen Anstiege auf der Strecke wurden merh oder weniger schimpfend erklommen. In Kuppenheim bremsten wir an einer Eisdiele und stärken uns noch einmal für den letzten Abschnitt. Eigentlich führt die Tour de Murg nämlich nach Rastatt, aber da wir keine Lust mehr hatten, unsere Räder Bahnsteige hinauf- und in den Zug zu tragen, beschloss der Familienrat: wir strampeln nach Hause, auch wenn das Mehrkilometer bedeutet. Nach insgesamt 11 Stunden Unterwegssein und 84 km auf dem Tacho kamen wir wieder zuhause an. Und wieder einmal gilt mein größter Respekt unserer Tochter :-)

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Läuft besser als gedacht :-)

Bild Geschrieben am 12.05.2020 von Sonja Fröhlich
Team: Offenes Team - Bühl
Kommune: Bühl

Mein Fazit nach der zweiten Woche ohne Auto: die Strecke zu meinem Arbeitsplatz in Rastatt (Hin- und Rückweg 42 km) ist viel leichter zu bewältigen, als ich dachte! Ich arbeite seit über 7 Jahren dort und bin noch nie mit den Rad ins Büro gefahren. Zum Bahnhof mit den Rad und dann samt Rad in den Zug steigen – das habe ich schon ausprobiert. Aber die ganze Strecke mit dem Rad kam mir immer zu weit vor. Von wegen! Dank home office habe ich den Weg in der vergangenen Woche nur jeden zweiten Tag zurückgelegt, das ließ sich bei dem guten Wetter problemlos machen. Einmal habe ich bei strahlendem Sonnenschein und Rückenwind den Heimweg in knapp 1 h bewältigt und war stolz drauf… :-) Zum Vergleich: mit dem Auto brauche ich normalerweise 35 Minuten von Tür zu Tür.

Eine spannende Beobachtung habe ich unterwegs immer wieder gemacht: Fahrradhelme sind scheinbar in den Augen vieler Menschen vor allem etwas für Kinder. Jedenfalls begegnen mir viele Familien, bei denen die Kids brav einen Helm tragen, im Gegensatz zu Mama und Papa. Und je höher die Leistungsfähigkeit eines E-Bikes ist, desto geringer scheint die Bereitschaft ihrer Fahrer zu sein, einen Helm zu tragen. Können denn nur Kinder mit dem Rad stürzen? Ich hatte auch lange keine Lust auf den Radhelm, bis ich einmal im Fahrradgeschäft zu einem Verkäufer sagte: „Ich finde, ich sehe mit Radhelm so dämlich aus.“ Darauf der Verkäufer: „Was meinen Sie, wie dämlich Sie aussehen, wenn Sie ohne Helm stürzen?“ Das hat mich restlos überzeugt.

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Los gehts

Bild Geschrieben am 06.05.2020 von Sonja Fröhlich
Team: Offenes Team - Bühl
Kommune: Bühl

Am 1. Mai geht es los mit dem Stadtradeln. Der Tag ist ja wie gemacht für eine schöne Radtour - aber leider macht das Wetter nicht mit. Es ist grau und regnerisch. Eigentlich hatten wir eine Familientour auf unseren "Hausberg", den Schartenberg, geplant, aber mangels ordentlicher Regenausrüstung bleiben unsere Tochter und ich zuhause. Gute Regenjacken haben wir alle, aber eben keine Regenhose. Notiz an mich selbst: wer bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs sein will, braucht ordentliche Klamotten dafür. Die Regenhose kommt auf den EInkaufszettel. Zum Glück ist am Wochenende das Wetter dann besser: am 2.Mai machen wir eine kleine Tour nach Weitenung, um einem lieben Menschen ein Geschenk vor die Tür zu legen. Am 3.Mai checken wir gemeinsam als Familie meinen Weg ins Büro nach Rastatt. Fazit: die Strecke Bühl - Rastatt lässt sich durchgängig auf Radwegen zurücklegen. Daumen hoch dafür! Allerdings gibt es abenteuerliche Umwege, unübersichtliche Stellen, Kreuzungen, die zum Absteigen zwingen und zugewachsene Ausschilderungen. Für eine Familientour ja ganz spaßig, aber um täglich zügig zur Arbeit zu kommen? Ausbaufähig. Trotzdem meistern wir den insgesamt 44 km langen Hin- und Rückweg prima - mein ganzer Respekt gilt unserer Tochter, die noch auf den letzten Metern genug Energie für ein Wettrennen hatte!

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