Statements der Gewinnerkommunen 2016

Die politisch Verantwortlichen äußern sich zum STADTRADELN 2016 und der Bedeutung der Radverkehrsförderung für den Klimaschutz.

Leonhard Stork
Erster Bürgermeister der Gemeinde Thaining

Gold in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament
Silber in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

Zum 3. Mal haben wir mit dem Team Dorfgemeinschaft Thaining beim STADTRADELN erfolgreich teilgenommen. Neben dem 2. Platz bei der Kategorie „Meiste Kilometer pro EW“ hinter der Gemeinde Bebensee aus Schleswig-Holstein, haben wir mit den „Meisten Kilometern bei den Kommunalparlamentariern“ unseren Titel wieder verteidigt.  Danke an unseren Koordinator Hans Meiendres, der mit Martin Keller und dem restlichen Organisationsteam dieses Jahr nach der Auftaktfahrt einen Mini-Brevet mit drei unterschiedlichen Streckenlängen, die Mondscheinfahrt und weitere gemeinsame Fahrten organisiert hat.

Dieses Jahr habe ich als STADTRADLER-STAR drei Wochen auf mein Auto verzichtet, eine interessante Erfahrung, wenn man alles mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln erledigt.

Ich danke meinen Gemeinderatskollegen und allen Thainingern für die zahlreiche und erfolgreiche Teilnahme beim STADTRADELN 2016 und den wichtigen Beitrag für den Klimaschutz.

Es ist schön zu sehen, wie die STADTRADELN-Familie in Deutschland immer größer wird.

Hauke Jagau
Regionspräsident der Region Hannover

Gold in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Nach zwei dritten Plätzen in 2014 und 2015 ist es der Region Hannover im vierten Jahr ihrer Teilnahme am Bundeswettbewerb STADTRADELN erstmals gelungen, ganz nach oben aufs Siegertreppchen zu radeln. Mehr als 9.000 Radlerinnen und Radler aus allen 21 Regionskommunen erfuhren dafür rd. 1,5 Millionen Kilometer und machten diesen Erfolg möglich.

Dies freut mich umso mehr, als dass dieser erste Platz nicht allein Ausdruck des sportlichen Einsatzes unserer Bürgerinnen und Bürger ist. Vor allem dokumentiert er das langjährige und erfolgreiche Engagement der Region Hannover für Radverkehr und Klimaschutz. Unserem Ziel, den Anteil der mit dem Rad zurückgelegten Wege in und um Hannover von derzeit 15 auf 21 % im Jahr 2025 zu steigern, kommen wir so beharrlich näher.

Erfolge schaffen Selbstvertrauen – ich freue mich bereits heute auf unsere erneute STADTRADELN-Teilnahme im kommenden Jahr und sage optimistisch: „Die Region hat die Nase vorn.“

Hans Rottgardt
Bürgermeister der Gemeinde Bebensee

Gold und Bester Newcomer
in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

Bebensee ist "Deutscher Meister" im STADTRADELN

Marko Wenzel, der Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses unserer Gemeinde hat sich für eine Teilnahme am STADTRADELN stark gemacht und mit seinen engsten Helfern – seiner Frau Tanja Witt, Stefanie Grund, Anke Lange und Lars Kählau dafür gesorgt, dass eine große Zahl von Einwohnern davon überzeugt wurden.

Viele Gemeindemitglieder haben fleißig in die Pedale getreten und damit einen tollen Erfolg erzielt. Groß, Klein, Jung und Alt haben sich für die gute Sache eingesetzt und damit als Gemeinschaft für das Klima und die Gemeinde einen Sieg errungen.
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: die Zahl der Radwege; gerade der Schulweg nach Leezen wird von vielen (zu) schnellen Fahrzeugen genutzt, hier müsste dringend Abhilfe geschaffen werden. Damit wir alle und insbesondere unsere Kinder sicher fahren können, sollte von Schwissel nach Leezen ein durchgehender Radweg zur Verfügung stehen.

Dafür lohnt es sich, gemeinsam zu radeln und im kommenden Jahr den Titel zu verteidigen!

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Sieg!

Dieter Faust
Stadtbürgermeister der Stadt Gau-Algesheim

Silber in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament

Wer sich bewegt – lebt länger.

Nach dieser Maxime haben sich viele Bürgerinnen und Bürger der STADTRADELN-Bewegung angeschlossen. Ich freue mich darüber und bin sehr dankbar dafür, weil ich selbst die wunderbare Bewegung an der frischen Luft schätze und gerne mit dem Rad fahre. Schon als Bub haben wir ausgedehnte Radausflüge nach Holland und an die Nordsee gemacht. Radfahren hält jung, macht fit und den Kopf hellwach.

Darum danke ich allen Beteiligten, die diese tolle Idee so gekonnt umsetzen.
Insbesondere unserem Spiritus Rektor in Gau-Algesheim: Hermann Schön.

Es bewahrheitet sich das Wort von Augustinus: Nur wer selbst brennt – kann andere entzünden.

Mein Wunsch für die Zukunft: Lasst uns weiter brennen – es lohnt sich.

Heiko Rosenthal
Bürgermeister der Stadt Leipzig

Silber in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Das STADTRADELN ist die erfolgreichste Radkampagne in Deutschland. Auch nach 8 Jahren trägt sich die Kampagne nicht nur in Leipzig, sondern in 496 Kommunen bundesweit. Leipzig ist mit 7.345 Radlerinnen und Radlern und 1.390.344 km die fahrradaktivste Stadt in Deutschland. Einmal mehr konnten wir einen Teilnehmer- und Kilometerrekord verbuchen. Die Verteidigung des zweiten Platzes als fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern zeigt uns, dass sich die kontinuierliche Arbeit auszahlt. Die Steigerung des Radverkehrsanteils in Leipzig bleibt jedoch eine große Herausforderung zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele. Der stetige Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur bildet daher die zentrale Voraussetzung, um den Radverkehrsanteil bis 2025 auf 20 % am Gesamtverkehrsaufkommen zu erhöhen.

Karl-Heinz Fitz
Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen
Zentrum im Fränkischen Seenland

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament

Im Jahr 2012 nahm Gunzenhausen zum ersten Mal beim STADTRADELN teil. Seitdem steigen sowohl die jährlichen Teilnehmerzahlen als auch das Interesse am Radverkehr in unserer Stadt. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger nutzen das Fahrrad nicht nur für die Freizeit, sondern erkennen mehr und mehr auch im Alltag die Vorzüge dieses umweltfreundlichen Verkehrsmittels als Alternative zum Auto.

Auch in der Verwaltung fördern wir den Umweltgedanken mit der Anschaffung von zwei E-Bikes, die von den Mitarbeitern ausgiebig genutzt werden. Zusätzlich gibt es seit wenigen Wochen ein mit Erdgas betriebenes Dienstauto.

Der Ausbau des Radwegenetzes und die Schaffung neuer Abstellanlagen zählen zu den Schwerpunkten, um den Radverkehr in unserer Stadt zu fördern. Die notwendigen finanziellen Ressourcen werden alljährlich über den Haushalt bereitgestellt. Das tolle Engagement unseres Stadtrates zeigt sich im Ergebnis des dritten Platzes in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament.

Ich bin selbst begeisterter Radler und freue mich schon jetzt auf die STADTRADELN-Saison 2017.

Christian Lösel
Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Die Verbesserung des Radverkehrs ist eines der zentralen Themen des neuen Ingolstädter Verkehrsentwicklungsplans. Derzeit beträgt der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr etwa 21 %, soll aber in den nächsten Jahren auf 25 % steigen. Die Stadt möchte Attraktivität, Sicherheit und Fahrkomfort für die Radfahrer erhöhen – auch mithilfe sogenannter „Vorrangrouten“.
Bei der Aktion STADTRADELN zeigen die Ingolstädter Radfahrerinnen und Radfahrer mit ihrer hervorragenden Platzierung, dass Ingolstadt mit seiner konsequenten und vernünftigen Fahrradpolitik der vergangenen Jahre auf dem richtigen Weg ist. Eine Steigerung des Radverkehrsanteils am sogenannten „Modal Split“ auf ein Viertel aller Verkehrsbewegungen ist von hoher Bedeutung für die Lebensqualität und den Klimaschutz in unserer Stadt.

Foto: Bernd Betz

Alexander Enthofer
Erster Bürgermeister der Gemeinde Unterdießen

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

Die STADTRADELN-Wochen erfreuen sich in der Gemeinde immer größerer Beliebtheit. Es ist inzwischen, Dank der Koordinatoren, gelungen die Zahl der teilnehmenden Bürger mehr als zu verdoppeln, sowie die gefahrenen km/Einwohner enorm zu steigern.

Gerade in der heutigen Zeit, wo alles „schnell schnell“ gehen muss und fast alles mit dem Auto erledigt wird, ist es enorm wichtig, den Bürger und Bürgerinnen die Vorzüge des Fahrradfahrens wieder Bewusst zu machen. Diese Aktion eignet sich hervorragend dafür.

Ich hoffe sehr, dass diese Aktion ihre Popularität in den nächsten Jahren noch mehr steigern kann.

Die Gemeinde Unterdießen wird auf jeden Fall ihren Beitrag leisten und im nächsten Jahr wieder an den Start gehen und hoffentlich ihr Ergebnis von diesem Jahr überbieten.

Rolf Kieser
Bürgermeister der Stadt Brackenheim

Bester Newcomer in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament

Wer hätte das gedacht, dass wir gleich bei der ersten Teilnahme beim STADTRADELN einen Preis ergattern können. Ich freue mich, dass die Mitglieder unseres Gemeinderats so fleißig in die Pedale getreten sind, und sich so als „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ Deutschlands unter den „Newcomern“ bezeichnen können.

Doch nicht nur unsere Stadträtinnen und -räte waren fleißig, halb Brackenheim war im Sommer auf den Beinen bzw. auf dem Rad. Mehr als 88.000 Kilometer haben die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in den drei Aktionswochen zurückgelegt – ein beeindruckender Wert. Ich finde es ganz hervorragend, dass so viele Menschen das Auto daheim in der Garage stehen ließen und den Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen mit dem Drahtesel absolvierten.

Zugegeben: Uns Brackenheimer fällt dies recht leicht. Zum einen gelten wir Schwaben ja nicht umsonst als recht fleißig und sparsam, zum anderen macht das Radeln durch die malerische Weinlandschaft unserer Stadt, die immerhin die größte Rotweingemeinde Deutschlands ist, besonders viel Spaß.

In diesem Jahr haben wir also einen Titel erradelt. Aber nicht nur unserer Kommunalpolitiker sind echte Sieger. Viel wichtiger ist doch: Auch unsere Umwelt hat bei dieser Aktion gewonnen. Gar keine Frage also: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!

Friedrich Kethorn
Landrat des Landkreises Grafschaft Bentheim

Bester Newcomer in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Ich freue mich sehr, dass es der Landkreis Grafschaft Bentheim gleich bei seiner ersten Teilnahme am STADTRADELN zusammen mit den beteiligten kreisangehörigen Kommunen deutschlandweit unter die Top-Ten der fahrradaktivsten Kommunen geschafft hat und damit die beste Newcomer-Kommune 2016 geworden ist. Mein Dank für dieses tolle Abschneiden gilt den fast 4.000 Grafschafterinnen und Grafschaftern, die sich aktiv beteiligt und auf den Sattel geschwungen haben und so fast 650.000 Kilometer erradelt haben.

Ganz überraschend kommt dieses Ergebnis aber nicht: ist der Landkreis Grafschaft Bentheim doch traditionell eine Radfahrregion. Das Radfahren ist hier lebendige Philosophie. Begünstigt wird dieses durch das fahrradfreundliche Landschaftsrelief, durch die Nähe zum Fahrradland Niederlande und eine ausgesprochen gute Fahrradinfrastruktur. So ist das Radverkehrsnetz in der Grafschaft mit 100 % an Bundes-, 98,5 % an Landes- und 84 % an Kreisstraßen weitestgehend lückenlos. Entsprechend ist der Landkreis Grafschaft Bentheim auch bereits mehrfach als „fahrradfreundlichste Kommune Niedersachsens“ ausgezeichnet worden und hat im Herbst 2016 die Zertifizierung des Landes Niedersachsen, die in diesem Jahr erstmalig durchgeführt wurde, als „Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“ entgegennehmen dürfen.

Dass die Fietse – so wird das Fahrrad hier genannt – aus dem Alltag der Grafschafter nicht wegzudenken ist, wird durch überzeugende Zahlen belegt: Die letzte Haushaltsbefragung hat einen Anteil des Radverkehrs im Landkreis am Modalsplit von über 33 % ergeben und eine aktuelle Umfrage der „Grafschafter Nachrichten“ unter ihren Lesern kam zum Ergebnis, dass 48 % der Befragten nahezu täglich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Diese Zahlen bestätigen, dass die Aussage „In der Grafschaft fahren alle Fahrrad“ keine leere Floskel ist. Und dieses gilt für alle Bevölkerungsschichten und selbstverständlich auch für mich als Landrat.

Trotz dieser guten Ausgangslage ist der Landkreis Grafschaft Bentheim aber natürlich bestrebt, sich durch konsequente Radverkehrsarbeit und -förderung weiter zu verbessern. Radfahrer in der Grafschaft sollen auf allen Verkehrswegen sicher und komfortabel unterwegs sein, sowie lückenlos ihr Ziel erreichen. Um das umzusetzen, ist die bestehende interkommunale Zusammenarbeit im Kompetenzzentrum Radverkehr, das beim Landkreis angesiedelt ist, von besonderer Bedeutung. In diesem Kompetenzzentrum arbeiten die zuständigen Amtsleiter der kreisangehörigen Kommunen, die Verkehrswacht Grafschaft Bentheim e.V., Vertreter aus den Bereichen Tourismus und Klimaschutz, der Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim (VGB) und des ADFC zusammen. Hier werden die Schwerpunkte der Radverkehrsförderung für die nächsten Jahre festgelegt und Synergieeffekte im Zusammenwirken optimal genutzt.

Beste Voraussetzungen also um sich auch in Zukunft erfolgreich an der Kampagne STADTRADELN zu beteiligen.

Foto: Franz Frieling