Statements aus den Gewinnerkommunen 2014

Statements der politisch Verantwortlichen zum STADTRADELN 2014 und der Bedeutung der Radverkehrsförderung für den Klimaschutz.


Leonhard Stork, Erster Bürgermeister der Gemeinde Thaining

Gold in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament und Bester Newcomer

Gold in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn und Bester Newcomer

Die Gemeinde Thaining hat nach einem Aufruf des Landratsamtes Landsberg kurzfristig an der Aktion STADTRADELN 2014 zum ersten Mal teilgenommen.

Dank unseres Schützenmeisters und jetzt auch STADTRADELN-Koordinators Hans Meiendres war die Teilnahme für uns sehr erfolgreich, er hat viele Einzelevents organisiert und die Radler immer wieder motiviert damit wir am Ende Gold in der Wertung „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ und „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn“ auf Anhieb gewinnen konnten.

Wichtig ist aber die Idee der Aktion und dass wir für unser Klima weiter alles daran setzen, dass der Klimaschutz und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes vorangetrieben wird. Ansonsten werden unsere Nachfahren mit der Ausbeute unseres Planeten und den verheerenden Folgen durch den Verbrauch der fossilen Energien zurechtkommen müssen. Auch wir in der Gemeinde Thaining haben in den letzten Jahren die Nutzung und Erzeugung der erneuerbaren Energien durch unsere Planungen und Maßnahmen forciert. Durch stundenweise Abschaltung der Straßenbeleuchtung setzen wir ein Zeichen in Sachen Energie sparen seit nunmehr vier Jahren.

Herzlichen Dank an alle Thaininger Radler für die Teilnahme. Für unser Klima wünsche ich mir, dass das Radwegenetz weiter ausgebaut wir, damit wir immer öfter unsere Benzinkutsche stehen lassen und uns auf den Drahtesel setzen, nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Alltag.

Landeshauptstadt Dresden

Gold in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

 

 

 


Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen

Silber in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament

Die Stadt Gunzenhausen hat sich in diesem Jahr zum dritten Mal am STADTRADELN beteiligt. Ich freue mich sehr, dass 275 Bürgerinnen und Bürger zusammen 52.952 Kilometern mit dem Fahrrad zurückgelegt haben.

Ich danke allen aktiven STADTRADLERN von Gunzenhausen, dass sie durch ihr Engagement einen Beitrag für den Umweltschutz geleistet haben. Durch die körperliche Betätigung konnte jeder Teilnehmer seine eigene Gesundheitsvorsorge verbessern.

Die Mitglieder des Stadtrates von Gunzenhausen sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben in diesem Jahr den zweiten Platz in der Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ erreicht. Dies zeigt auch, wie wichtig den kommunalen Mandatsträgern das Thema Radeln ist. In einer kürzlich erfolgten Klausurtagung hat der Stadtrat festgelegt, dass Gunzenhausen als Radelstadt im Fränkischen Seenland weiter zu entwickeln ist.

Ich freue mich bereits heute auf das STADTRADELN 2015.

Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung, Sport der Stadt Leipzig

Silber in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Die STADTRADELN-Kampagne ist nun seit sechs Jahren in Leipzig beheimatet. Ganz sicher ist es ein wesentlicher Meilenstein unserer Öffentlichkeitsarbeit zum Radfahren. Allein am ersten Tag zur 1. Leipziger Radnacht waren über 800 Radlerinnen und Radler, inklusive Brass-Band auf dem Innenstadtring unterwegs, um gemeinsam den Abend ausklingeln zu lassen. Nach über drei Wochen konnten dann schon 4.729 Radfahrerinnen und Radfahrer, immerhin 1.100 Menschen mehr als im Jahr 2013, zur Teilnahme am STADTRADELN begeistert werden.

Dabei sind wir als Stadt nicht alleine aktiv. Zahlreiche Vereine, Forschungseinrichtungen und Unternehmen unterstützen die Kampagne indem sie Flyer verteilen, offizielle Ansprechpartner benennen und immer neue Teilnehmer begeistern. Besonderer Dank gilt dem Ökolöwen - Umweltbund Leipzig e. V., der mit unermüdlichem Einsatz die Kampagne in Leipzig vorantreibt.

Anfang des Jahres beschloss die Stadt Leipzig ein neues Energie- und Klimaschutzprogramm 2014-2020. Die Förderung des Radverkehrs und einer multimodalen Mobilität spielt dabei eine besondere Rolle zur Senkung der CO2-Emissionen. Das Ziel, den Radverkehrsanteil auf 20 Prozent bis zum Jahr 2025 zur steigern, konnte verbindlich festgelegt werden. Insgesamt soll der Umweltverbund bis dahin 75 Prozent aller Wege in Leipzig ausmachen. Die Klimaschutzziele sind nur mit Engagement und dem Blick für die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen. Die STADTRADELN-Kampagne zeigt, dass immer mehr Menschen diesen Weg mit uns gehen wollen und für eine zukunftsfähige Mobilität einstehen.

Michael Muther, Erster Bürgermeister der Gemeinde Weßling

Silber in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

Vier Mal dabei! Viermal auf dem Siegertreppchen!

Zum vierten Mal hat Weßling in diesem Jahr am STADTRADELN teilgenommen und zum vierten Mal haben wir einen Platz auf dem Siegertreppchen erreicht! Dieser Erfolg zeigt die Begeisterung der Weßlinger für diese Form des Klimaschutzes im Alltag. Die Idee für die Teilnahme wurde 2011 bei der ersten Klimaschutzwoche in unserer Gemeinde geboren.

Zur diesjährigen Klimaschutzwoche war Wolfgang Pekny als Gastreferent nach Weßling gekommen. Anschaulich erklärte er, dass der durchschnittliche Europäer einen viel zu großen „ökologischen Fußabdruck“ für sich in Anspruch nimmt. Autofahrten und Flugreisen tragen dazu einen großen Anteil bei. Wer mehr verbraucht, als ihm zusteht verhält sich nicht „nachhaltig“. Aber weil dieser Begriff inzwischen fast schon inflationär gebraucht wird, ersetzt Wolfgang Pekny das Wort Nachhaltigkeit durch den viel eindeutigeren Begriff „Zukunftsfähigkeit“. Autofahren ist nicht zukunftsfähig – Radfahren ist es schon! Der Radverkehr ist auch ein wichtiger Baustein zur Entlastung des öffentlichen Raums. Wenn Radfahren wieder zur Selbstverständlichkeit wird, werden aus Fahrbahnen und Parkplätzen wieder Räume zum Flanieren, Spielen, Zusammensitzen und Kommunizieren. Mit ihrem Engagement beim STADTRADELN zeigen die Weßlinger, dass sie sich darum bemühen zukunftsfähig zu werden.

Mein Dank gilt den vielen Motoren dieser Aktion für Organisation und Motivation zum Mitmachen. Unsere Radler werden nicht müde immer wieder aufzurufen, anzutreiben, wachzurütteln.
Nur dank dieser Einsatzbereitschaft konnten diese Ergebnisse erreicht werden.
Ein Radlerspruch: „Gegenwind formt den Charakter!“
Ich freue mich auf 2015 und hoffe in Weßling wieder auf viele Teilnehmer.


Klaus Pleil, Oberbürgermeister der Stadt Fürstenfeldbruck

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivstes Kommunalparlament

Die Stadt Fürstenfeldbruck nahm 2014 das dritte Mal an der Aktion des Klima-Bündnis STADTRADELN teil. Ich freue mich sehr darüber, dass ich fast alle unserer Stadträtinnen und Stadträte von meiner Begeisterung für das Fahrradfahren überzeugen konnte und 36 von 41 Stadtratsmitgliedern mitgeradelt sind. Und wie man sieht, sind einige Kilometer zusammengekommen. Das Fahrrad wurde dabei nicht nur in der Freizeit eingesetzt, sondern wird von den Mitgliedern unseres Stadtrates insbesondere auch im Alltag genutzt. Somit können wir als Stadtparlament auch einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die STADTRADELN-Kampagne zeigt, dass das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel in der städtischen Mobilität ist.

Ich danke allen Stadträtinnen und Stadträten und allen teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern sehr für ihren Einsatz und freue mich auf das STADTRADELN 2015.

Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Es freut mich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, aber auch Beschäftigte aus der Regionsverwaltung eine klimafreundliche Mobilität leben und gerne auf das Fahrrad steigen; sei es für den Weg zur Arbeit, zum Einkauf, zur Schule oder einfach in der Freizeit, um unsere schöne Region zu erkunden.

Die Region Hannover hat es sich gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Treibhausgas-Emissionen und den Endenergiebedarf drastisch zu senken. Ich denke, dass wir auch durch unsere Teilnahme an der Aktion STADTRADELN dafür ein Zeichen setzen. STADTRADELN hat das Thema Fahrradfahren durch vielfältige Berichte und Aktionen für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Die große Zahl der geradelten Kilometer und die Auszeichnung dafür sind für uns eine Bestätigung, uns weiter für die Förderung des Radverkehrs zu engagieren, um eine noch klimafreundlichere und lebenswertere Region zu werden. Vielfältige Maßnahmen wie der Ausbau und der Erhalt unserer Radverkehrsnetze, die kontinuierliche Förderung von Bike-and-Ride-Anlagen und nicht zuletzt unsere Unterstützung für Aktionen wie das STADTRADELN belegen dies.

Inning am Ammersee

Bronze in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro EinwohnerIn

 

 

 


Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München

Bester Newcomer in der Kategorie Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern

Der Landkreis München hat sich in diesem Jahr zum ersten Mal beim STADTRADELN beteiligt. Ich bin sehr stolz darauf, dass dabei in einer beachtlichen Gesamtleistung ca. 3.000 Bürgerinnen und Bürger knapp 478.000 Kilometer gefahren sind.

Mit seiner Energievision und der Mitgliedschaft im Klima-Bündnis e.V. hat sich der Landkreis München den Klimaschutz auf die Fahne geschrieben. Die Aktion STADTRADELN bietet eine gute Möglichkeit, aktiven Klimaschutz mit Gesundheitsschutz und Spaß an sportlicher Aktivität zu verbinden.

Wir freuen uns über den Erfolg des Landkreises München beim STADTRADELN 2014, wissen aber auch, dass es für die Verbesserung des Radverkehrs noch eine Menge zu tun gibt. In diesem Kontext sind auch die Maßnahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes „Intermodale Mobilität“ und „Fahrradverkehr im Landkreis München attraktiver gestalten“ zu sehen, die uns längerfristig fordern werden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmern und Organisatoren des STADTRADELNS für ihren Einsatz für diese umweltfreundliche Form der Mobilität. Wir wollen die Aktion auf jeden Fall auch nächstes Jahr fortsetzen, in der Hoffnung, dass dann alle Gemeinden und Städte im Landkreis mitmachen und wir in der bundesweiten Wertung noch weiter nach vorne kommen.