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STADTRADELN - Gemeinsam radeln
für Klimaschutz und Radverkehrsförderung

Wie der Klimaschutz kennt STADTRADELN keine Grenzen:
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Stadtradeln 2011 – Bundesweite Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung – ein Rückblick

Am 16. November 2011 war es endlich soweit: Die fahrradaktivsten Städte, Gemeinden, Kommunalparlamente und besten Einzelradler der Sonderkategorie STADTRADLER wurden im Haus der Generationen in Rheinberg ausgezeichnet. Zur Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung luden das Städtenetzwerk Klima-Bündnis und die mehrfach Stadtradeln-prämierte Stadt Rheinberg ein.

Willkommen in Rheinberg!

Hausherr Udo Otten
Bürgermeister Hans-Theo Mennicken

Zum Auftakt begrüßten Hausherr Udo Otten, ev. Pfarrer vom Gemeindezentrum Annaberg, und Bürgermeister Hans-Theo Mennicken die VeranstaltungsteilnehmerInnen ganz herzlich. Vorab bedankte sich André Muno, Projektleiter des Stadtradelns beim Klima-Bündnis, bei der Stadt Rheinberg für die Austragung sowie Organisation der bundesweiten Abschlussveranstaltung und wünschte allen TeilnehmerInnen einen interessanten Tag mit möglichste vielen neuen Ideen und Erkenntnissen.

Pfarrer Otten betonte, dass sich die Rheinberger trotz Sommerferien sehr gut an der Aktion beteiligten und auch in seiner Kirchengemeinde das Stadtradeln ein Thema gewesen sei. Bürgermeister Mennicken, schon seit 2009 als Teamkapitän mit von der Partie, präsentierte die Highlights seiner Stadt und musste eingestehen, dass er beim Stadtradeln Außentermine, wie z. B. goldene Hochzeiten, anzugsbedingt nur bei schönem Wetter per Fahrrad wahrgenommen hat.

„Politiker mitnehmen“

Michael Bläss

Der Begrüßung folgten zwei Fachvorträge. Michael Bläss, Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise (AGFS) in Nordrheinwestfalen informierte in seinem Vortrag „Die AGFS – Nahmobilitätsförderung mit System“ über die Organisation. Außerdem stellte er den Radverkehr als Teil der Nahmobilität vor. Neben einer guten Infrastruktur mit Service-Elementen, wie etwa Verleih und Radroutenplaner, sei auch die Öffentlichkeitsarbeit bedeutsam. „Betreibt man in einer Stadt keine Kommunikation, nutzt auch der beste Radweg nichts“, stellte der AGFS-Sprecher fest. Wichtig sei es aber auch, die PolitikerInnen mitzunehmen. „Wenn sie nicht auf unserer Seite sind, ist es sehr schwer, dass Kommunen mitmachen“, so Michael Bläss.

Steffi Schubert

Steffi Schubert, Geschäftsführerin der urbane konzepte gmbh, referierte zum Thema
undefined„Shared Space – Lust (und Frust) eines neuen kommunalen Gestaltungsprinzips“. Dabei stellte sie die Ziele, Planungsprozesse und Umsetzung aber auch die Probleme des Modells vor, bei dem alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichberechtigt sind und auf Verkehrszeichen etc. verzichtet wird. Ihr Fazit: Shared Space sei kein Patentrezept und müsse auf den jeweiligen Raum angepasst werden. Sowohl Prozess und Umsetzung seien aufwendig und es funktioniere nicht immer und überall. Aber: Shared Space lohne sich, weil es einen deutlichen Mehrwert für die Qualität der Kommune mit sich bringe. Wichtig dabei sei, die BürgerInnen von Beginn an mit einzubeziehen und das Thema Shared Space aktiv zu bewerben.

Stadtradeln in der Praxis

Zur Einstimmung auf die Plenumsdiskussion „Stadtradeln 2012 – und dann?“ schlossen sich nach der Mittagspause Impulsreferate von zwei PraktikerInnen an.

Ina Helzig

Ina Helzig, Leiterin Klimaschutzbüro der Landeshauptstadt Dresden, stellte die lokale Vorbereitung und Umsetzung der Aktion
undefinedStadtradeln in der Landeshauptstadt vor. Innerhalb von zwei Monaten hat sie die Aktion buchstäblich ins Rollen gebracht und durch die Ansprache von unterschiedlichsten Zielgruppen, wie etwa MitarbeiterInnen, FahrradhändlerInnen, StadträtInnen, Sportvereine, Universität, Unternehmen etc. viele RadlerInnen mobilisiert.

Jens Harnack

Bereits im dritten Jahr organisierte Jens Harnack von der Stabsstelle Nachhaltigkeit / Klimaschutz-
management der Stadt Rheinberg mit seinem Team den Wettbewerb Stadtradeln. In seiner
undefinedPräsentation gab er einen Abriss über die Erfolgsgeschichte der Aktion – seit 2009 stand Rheinberg jedes Jahr auf dem Siegertreppchen. Insbesondere hob er die sehr gute Pressearbeit bzw. ausgezeichnete Presseresonanz hervor mit z. B. täglichen Kilometerstandsanzeigen und Fahrradbotschaften in der Rheinischen Post.

Die Zukunft von Stadtradeln

Von André Muno moderiert, diskutierten die lokalen KoordinatorInnen der anwesenden Preisträgerkommunen Jens Harnack, Ina Helzig, Gerhard Sailer (Bund Naturschutz Ortsgruppe Weßling) und Stefan Zier (Agenda 21 Meldorf) zusammen mit allen TeilnehmerInnen über das Konzept der Aktion Stadtradeln.

Diskussionspunkte waren unter anderem der Einfluss der Kampagne auf die Stadtplanung sowie die Kommunikation des Klimaschutzes mit der CO2-Einsparung. André Muno appellierte abschließend an alle, dass Verbesserungsvorschläge für den Wettbewerb gerne vom Klima-Bündnis entgegengenommen und nach Möglichkeit umgesetzt werden.

 

Und die Gewinner sind ...

Im Anschluss an die Plenumsdiskussion zeichnete Ulrike Janssen, Geschäftsführerin des Klima-Bündnis, die Preisträger 2011 aus. Zuvor stellte André Muno die einzelnen Sachpreise vor und bedankte sich bei den anwesenden Firmen ORTLIEB, STEVENS BIKES, PAUL LANGE & CO, WSM und STÖHR METALLTECHNOLOGIE für die freundliche Unterstützung und Bereitstellung der Preise.